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Re: Umzug nach China und Firmengründung
Verfasst: 12.09.2010, 15:41
von 88--Guiyang--88
Ich will dir jetzt keine Illusionen nehmen aber so euphorisch waren schon tausende vor dir als sie das erste mal im China waren, sowohl was deine Meimei als auch Firmengruendung/Arbeitserlaubnis etc. betrifft. Ich schaetze, dass die Chance jeweils bei ueber 50% liegt, dass es nichts wird, zusammen genommen bleibt da wenig Chance, dass es gut geht.
Vorallem wenn es so holter die Polter gehen soll wenn dir bereits 5 Monate zu lange sind um eine WOFE zu gruenden.
Das mit dem Kapital deiner Meimei, das dann wohl eigentlich dein Schwarzgeld ist ist 99,9% zum Scheitern verurteilt - denn Deine Meimei will zu 99,9% auch nur Dein bestes, spaetestes wenn sie weiss wie der Hase laueuft wirst du whl oder uebel aus Deiner Fa. verabschiedet werden und hast das Geld in den Sand gesetzt denn irgendeine rechtliche Handhabe bleibt dir nicht.
Re: Umzug nach China und Firmengründung
Verfasst: 12.09.2010, 15:54
von no1gizmo
Ich finde deinen Plan gut, du solltest aber gut Chinesisch können, was du wohl nicht kannst.
Welche Sprachen kannst du denn?
Es wäre eventuell besser, in Deutschland eine GmbH zu gründen und mit dieser Grundlage solltest du einfacher in China deine Zweigstelle (mit chinesischer Kooperation) aufbauen können.
Re: Umzug nach China und Firmengründung
Verfasst: 12.09.2010, 15:57
von HK_Yan
Cinamon hat geschrieben:Limited liability company: Meimei wäre die "Strohfrau" und ich bringe das ganze Kapital ein - ginge das?
Das ginge. Und Meimei ist dann irgendwann weg. Mit deinem Geld. Und du hast keine Chance es wieder zu bekommen. Die Idee würde ich schnellsten wieder vergessen.
Re: Umzug nach China und Firmengründung
Verfasst: 12.09.2010, 16:03
von no1gizmo
PS: Das war ich verplant in meinem Post anzugeben: Ja, es wäre eine sehr dumme Idee, deiner Strohfrau alles anzuvertrauen, ihr das komplette Geld zu überlassen.
Selbst wenn sie wirklich viel Wert auf Eure Freundschaft legt, könntet ihr euch ja mal zerstreiten, spätestens dann stehst du dumm da.
Ich würde wie gesagt in Deutschland gründen und nach China expandieren. Das sollte einfacher werden.
Re: Umzug nach China und Firmengründung
Verfasst: 12.09.2010, 16:04
von happyfuture
Cinamon hat geschrieben:Hong Kong, Macao: ich will auf dem Festland China (Xiamen City) leben und arbeiten und nicht ständig visumbedingt ausreisen müssen.
Hallo Nana,
den Satz verstehe ich nicht, schon gar nicht wenn Du schreibst, selber keine Firma in China haben zu können (oder so).
Was Deine Euphorie angeht führe ich dies auf überhöhten Glückshormonanteil zurück und kann Dir aus eigener Glückshormonerfahrung sagen, dass solche Art von Zusammenarbeit mit Chinesen zu über 90% nicht funktioniert, schon drei Mal nicht, wenn Du die Business Gepflogenheit in China nicht oder nur unzureichend kennst. Pass bloß auf, wo Du Dein Geld "reinsteckst" und wo und wie es wieder rauskommen soll. Wenn es wieder Erwarten zum Eklat kommen sollte, stehst Du als "Alien" in China auf verlorenem Posten, oder Du hast beste anwaltliche Beratung vor Ort, die Dir den Rücken stärken können. Meimei ist 23 Jahre jung .... oh man
Ich für meinen Teil habe eins gelernt in China: Vertrauen ist gut, getrennte Kasse (und klare Unterscheidung Mein und Dein) ist besser!
Ich fahre selber die Konstellation HK Firma und Partner in China, alles fein getrennt! Hat übrigens auch gegenüber dem FiAmt Vorteile, was auch in China die Hand aufhält! Dann kannst Du auch direkt in D eine Firma gründen.
Viele Aliens verbrennen Geld und gute Ideen in China, wobei das meiste lapidar auf Misverständnissen beruht, meine Erfahrung, sorry ...
Gruß aus Wuhan
Re: Umzug nach China und Firmengründung
Verfasst: 12.09.2010, 16:09
von happyfuture
no1gizmo hat geschrieben:Ich würde wie gesagt in Deutschland gründen und nach China expandieren. Das sollte einfacher werden.
Selber Erfahrung damit???
Bei einem Neustart bzw. ohne "Altlasten" in D würde ich auf keinen Fall eine D Firma gründen, nicht mal Gewerbeschein!

Re: Umzug nach China und Firmengründung
Verfasst: 12.09.2010, 16:10
von happyfuture
HK_Yan hat geschrieben:Cinamon hat geschrieben:Limited liability company: Meimei wäre die "Strohfrau" und ich bringe das ganze Kapital ein - ginge das?
Das ginge. Und Meimei ist dann irgendwann weg. Mit deinem Geld. Und du hast keine Chance es wieder zu bekommen. Die Idee würde ich schnellsten wieder vergessen.
Erinnert mich alles an das Thema "Ehevertrag"

Re: Umzug nach China und Firmengründung
Verfasst: 12.09.2010, 16:13
von no1gizmo
happyfuture hat geschrieben:no1gizmo hat geschrieben:Ich würde wie gesagt in Deutschland gründen und nach China expandieren. Das sollte einfacher werden.
Selber Erfahrung damit???
Bei einem Neustart bzw. ohne "Altlasten" in D würde ich auf keinen Fall eine D Firma gründen, nicht mal Gewerbeschein!

Noch keine Erfahrung damit, aber ich habe das selbst so vor, wenn mir niemand was besseres vorschlagen kann.
Warum würdest du das auf keinen Fall tun?
Re: Umzug nach China und Firmengründung
Verfasst: 12.09.2010, 16:25
von happyfuture
no1gizmo hat geschrieben:happyfuture hat geschrieben:no1gizmo hat geschrieben:Ich würde wie gesagt in Deutschland gründen und nach China expandieren. Das sollte einfacher werden.
Selber Erfahrung damit???
Bei einem Neustart bzw. ohne "Altlasten" in D würde ich auf keinen Fall eine D Firma gründen, nicht mal Gewerbeschein!

Noch keine Erfahrung damit, aber ich habe das selbst so vor, wenn mir niemand was besseres vorschlagen kann.
Warum würdest du das auf keinen Fall tun?
Nicht würde, habe!
Kurz erklärt: Solange Du keine echte Kohle mit deinem Business verdienst, spielt das keine Rolle. Jedoch wie schon mein Hinweis kam, freut sich in D das FiAmt wie auch in China das FiAmt über erfolgreiche Firmen. Jetzt klarer?
In HK gibt es die Möglichkeit einer Off-shore company, was letztlich nichts anderes bedeutet wie Zero Steuerlast. Jetzt noch klarer???

Re: Umzug nach China und Firmengründung
Verfasst: 12.09.2010, 16:37
von no1gizmo
Und wenn man nicht nach HK will?
Ich will nach Shanghai.. Einkommen wird doch nicht doppeltversteuert?
Re: Umzug nach China und Firmengründung
Verfasst: 12.09.2010, 16:57
von Taiyang
Cinamon hat geschrieben:Dann gibt es da anscheinend auch das Problem, dass man mit einer Firma nicht verschiedene Branchen abdecken kann! Also ginge es in meinem Fall nicht Maschinen (keine Elektronikartikel) und Wellness-Produkte (chinesische Tees, Pilze, Trockenfrüchte, Nüsse..., Öle, Lotionen, Haarpflege, Hautpflege...) zu exportieren?
Mit Firmengründung und soweiter kann ich dir nicht helfen, aber ich frage mich gerade... hast du mal Marktforschung in Österreich betrieben, ob sich ein Exporthandel so wie du es dir vorstellst überhaupt lohnt?
Fimen, die chinesische Tees und Trockenlebensmittel importieren sollte es genug geben & bei Kosmetikartikeln.... fast alle Deutschen bzw. Mitteleuropäer, die ich in China kennengelernt habe, finden chinesische Hautpflegeprodukte sehr hautunfreundlich. Shampoos und Haarpflege vertragen viele Europäer auch nicht wirklich (du glaubst nicht, was für eine halbe Drogerie Leute mit nach China bringen, weil sie den Kosmetikprodukten hier nicht vertrauen). Dazu kommt, dass fast alle westlichen Marken hier auch zu haben sind & das rein chinesische Zeugs... bin mir nicht sicher, ob du das gewinnbringend in Österreich vermarkten kannst.
Re: Umzug nach China und Firmengründung
Verfasst: 12.09.2010, 17:12
von happyfuture
no1gizmo hat geschrieben:Und wenn man nicht nach HK will?
Ich will nach Shanghai.. Einkommen wird doch nicht doppeltversteuert?
Was hat das mit "nicht nach HK" wollen zu tun? Allergisch?
Ich bin nur ab und an in HK, zu oft gäbe Probleme für den Off-Shore Status!
Zwischen D und CN gibt es ein DBA - kannst Dir quasi aussuchen, wohin Du abdrückst!
Da lobe ich mir HK, wo es kein DBA gibt!
Gruß von Happy, der in China und D (als Gast!) sein Unwesen treibt ...
Edit: und bis Jahresende ein Repräsentationsbüro in Shanghai hat

Re: Umzug nach China und Firmengründung
Verfasst: 12.09.2010, 17:25
von Bernhard
Taiyang hat geschrieben:
Fimen, die chinesische Tees und Trockenlebensmittel importieren sollte es genug geben & bei Kosmetikartikeln.... fast alle Deutschen bzw. Mitteleuropäer, die ich in China kennengelernt habe, finden chinesische Hautpflegeprodukte sehr hautunfreundlich. Shampoos und Haarpflege vertragen viele Europäer auch nicht wirklich (du glaubst nicht, was für eine halbe Drogerie Leute mit nach China bringen, weil sie den Kosmetikprodukten hier nicht vertrauen). Dazu kommt, dass fast alle westlichen Marken hier auch zu haben sind & das rein chinesische Zeugs... bin mir nicht sicher, ob du das gewinnbringend in Österreich vermarkten kannst.
Ich bin absolut kein Geschäftsmann und auch kein "Trendsetter", aber ich glaube, Taiyangs Beitrag hat einiges für sich...
Es ist halt so, dass chinesische Marken hier allgemein kein gutes Image haben. Ob chinesische Produkte jetzt wirklich schlechter sind als deutsche, weiß ich nicht; es könnte auch sein, dass die Produkte, die wirklich zu Hautproblemen führen, gar nicht echt sind, sondern Fälschungen (in China soll es ja auch in diesem Bereich und in seriösen Supermärkten/Drogerien viele gefälschten Produkte geben). Jedoch bringen die Europäer ihren eigenen Marken sicherlich mehr Vertrauen entgegen.
Ich habe sowas überhaupt nicht vor, aber wenn ich in China ein Exportgeschäft aufmachen wollte, würde ich mich auf Sachen konzentrieren, die es in Deutschland nicht gibt bzw. die typisch für China sind (technische "Innovationen" wie z.B. Elektroroller, oder Kunsthandwerk).
B., der sich wegen fehlender "Geschäftsmanns-Mentalität" gegenwärtig gar nicht vorstellen kann, eine Handelsfirma zu gründen
Re: Umzug nach China und Firmengründung
Verfasst: 12.09.2010, 17:26
von no1gizmo
@Taiyangs Argument: Finde ich absolut richtig. Deutsche Kunden würden keine chinesischen Drogerieartikel kaufen, schon alleine die ganzen Horrormeldungen (Rest von Reinigungsmitteln in der Sojasoße im Asiamarkt, Milchpulverskandal usw.) schrecken ab.
Bei Maschinen sieht das aber wieder besser aus und das tolle an einer Handelsfirma ist, dass man flexibel reagieren und auf andere Produkte umschwenken kann.
@HappyFuture: Find ich cool, dass du das machst und schaffst. Wäre nett, wenn du hier deine Erfahrung teilen würdest und anderen Newbies und Newcomern (wie auch mich) unterstützen würdest (durch Aufklärung und Tipps).
Es zeigt jedenfalls auch, dass es funktioniert, wenn man sich ernsthaft mit der Thematik auseinandersetzt.
Kannst du eigentlich Literaturtipps geben (Deutsch oder Englisch)?.
Re: Umzug nach China und Firmengründung
Verfasst: 12.09.2010, 18:07
von happyfuture
no1gizmo hat geschrieben:@HappyFuture: Find ich cool, dass du das machst und schaffst. Wäre nett, wenn du hier deine Erfahrung teilen würdest und anderen Newbies und Newcomern (wie auch mich) unterstützen würdest (durch Aufklärung und Tipps).
Es zeigt jedenfalls auch, dass es funktioniert, wenn man sich ernsthaft mit der Thematik auseinandersetzt.
Ich hatte es vor längerer Zeit schon mal gepostet:
Ich verkaufe meine Markenprodukte, die ich in Deutschland herstellen lasse, in Asien!
no1gizmo hat geschrieben:Kannst du eigentlich Literaturtipps geben (Deutsch oder Englisch)?.
Das meiste ist tatsächlich "learning by doing", das notwendige Kleingeld, Risikobereitschaft und Kontakte pflegen, da hilft auch kein BWL Studium. Bei mir hat alles mit einem Tipp der Geschäftsleitung einer Deutschen IHK angefangen, lange Geschichte mit viel "Achterbahnfahren", was bedeutet, Du musst auch "schwindelfrei" sein ...
Wenn ein Konzept (Businessplan) stimmt und der Markt das annimmt, kann es funktionieren, wenn Du alles richtig machst. Geschäfte rein auf menschliches Vertrauen aufbauen soll es auch geben, jedoch eher die Ausnahme, in China halte ich dies schlichtweg für nicht machbar. Der Rest wurde dazu schon beigetragen.
Sorry, Nana ...