gonar hat geschrieben:Ein Ausbau der Infrastrutkur ist gut, wenn diese Infrastruktur aber hauptsächlich dazu genutzt wird um Menschen anzusiedeln, dann ist das schlecht.
Leider ist dies der Fall. Wie sonst ist zu erklären, dass es inzwichen in Lhasa mehr Han-Chinesen geben soll als Tibeter?
Naja, der Ausbau der Infrastruktur (in dem Fall die Direktverbindung Beijing - Lhasa) sorgt wohl eher für mehr Touristen und durch die bessere und schnellere Anbindung an andere Städte auch für eine Verbesserung des Handels.
Das durch Vergünstigungen vor allem Nicht-Tibeter (bezogen auf Leute die nicht in Tibet leben, also unabhängig von ihrer Nationalität) angesprochen werden, liegt doch in der Sache an sich. Man ist ja gerade darauf erpicht die Wirtschaft anzukurbeln, indem man Investoren aus anderen Regionen anlockt. Und da nun mal rund 90% der Chinesen den Han angehören, werden bei einer Gleichverteilung der Nationalitäten bei den Investoren, 90% nun mal Han sein.
Damit nun aber zu argumentieren, dass das vorrangige Ziel der chinesischen Führung durch diese Programme die Ausrottung der tibetischen Kultur ist, ist doch wohl sehr zweifelhaft. Aber wie ich in meinem letzten Post schon geschrieben habe, ganz egal was die Führung auch unternimmt, wird sie sich immer mit negativer Kritik auseinandersetzen müssen. Hätte sie diese Maßnahmen nicht getroffen, hätte man sich anhören müssen, dass die chinesische Führung sich nicht um die wirtschaftliche Entwicklung Tibets kümmert um damit die Provinz verarmen zu lassen und damit die tibetische Kultur auszurotten.