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Verfasst: 22.02.2006, 12:50
von Koschka
Tut mir leid, aber ich weiß von einem Fall von Kanibalismus in Beijing.
Anfang der 90ziger Jahre wurde die privat betriebene Mensa einer Uni geschlossen. Dort wurde Fleisch von babies in Fleischklößchen eingearbeitet. Später fand man im Keller dieser Mensa die Knochen von mehreren Kindern.

Dieser Fall hatte aber nichts mit spirituellem Kanibalismus, mit Politik oder Falun Gong zu tun. Das war ganz gewöhnliche brutale Kriminalität, wie sie eben auch schon in Deutschland, den USA, Russland und anderen Ländern vorgekommen ist.

Verfasst: 23.02.2006, 19:22
von Gast
Es wundert mich sehr Kanibalismus war tatsächtlich in Deutschland passiert!

Verfasst: 24.02.2006, 00:08
von Grufti
Stichwort: "Der Kannibale von Rothenburg"...




:oops: da bekommt das Wort "Stich"-Wort eine ganz neue Bedeutung :roll:

Verfasst: 24.02.2006, 02:42
von Pengembara
Menschen, die nicht ganz richtig im Kopf sind, gibt es überall.
es kommt nur darauf an, wie die Regierung einen vor denen schützt...

Verfasst: 24.02.2006, 03:27
von Grufti
Pengembara hat geschrieben:Menschen, die nicht ganz richtig im Kopf sind, gibt es überall.
...
das ist...unter anderem ..je nach Regierungssystem reine Auslegungssache...

und DAS ist das Problem..
:roll:

Verfasst: 28.02.2006, 17:04
von Chinese 1
Hi Fragender,

also solche Horrormärchen habe ich selten gehört wie Du es hier vorgetragen hast.
Ich bin sehr viel in China und auch in Shanghai bzw Ningbo, aber das dort Menschenfleisch gegessen wird ist völlig irrellevat.
Es gibt zwar auf dem Land eine sehr große Armut und dort wird auch Hundefleisch gegessen, aber Menschenfleisch habe ich noch nie gehört.
Zudem ist es nirgend leichter ein Visum für die BRD zu bekommen als in China.
Denn ich habe auch öfters Besuch aus China hier und die Visums werden alle genehmigt.

Ich glaube, der Typ wollte euch ein wenig auf den Arm nehmen, als Ihr ihm keine Hilfe angeboten hattet.

Gruss Georg

Verfasst: 22.03.2006, 08:02
von Pengembara

Verfasst: 22.03.2006, 17:56
von Koschka
Diesen Spiegelartikel habe ich auch gelesen. Sehr interessant und sehr glaubwürdig.

Verfasst: 22.03.2006, 18:27
von devurandom
Pengembara hat geschrieben:Hier noch ein Artikel...

http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,407139,00.html
Das mit dem Zwangs"organspende" ist so n heikles Thema. Grunds. ist die Praxis natürlich unmoralisch. Aber angesichts der Organknappheit und der Tatsache, dass Organe, die Menschleben retten können, sonst "vergammeln", sieht die Sache wieder anders aus. Ich gehe regelmässig Blut spenden und spiele schon lange mit dem Gedanken, so n Spenderschein zuzulegen. Wenn ich mal abkratzen sollte, wozu soll ich denn meine Niere, Leber oder Herz usw. abfackeln oder vergammeln lassen, wo doch Menschen gibt, die sie fürs Leben brauchen. Aber die Tatsachen, dass den Leuten Organe entnommen werden, die's gar nicht eingewilligt haben dass möglicherweise daraus ein Geschäft gemacht wird, sind wiederum auch widerlich. Naja, ich lege lieber keine Meinung dazu fest.
Das mit dem Menschenfleisch ist mehr als lächerlich. Angenommen, die hingerichtete würden tats. in Schitzel verarbeitet werden.
1. Es entsteht schon mal logistische Probleme, wie will man denn die Leichen so verarbeiten, dass sie irgendwo bei Schlachter untergejubbelt werden kann? Folglich muss man eigener Schlachter und Lieferkette unterhalten, die irgendwo in die Lieferzyklen der "normalen" Lebensmittel "eingeklinkt" werden müssen. Da die Hinrichtungen aufs ganze Land verteilt sind, wäre die Sache mächtig teuer.
2. Die Hinterlassenen bekommen imho in meisten Fällen die sterbliche Überreste (evtl. ohne Organe) zurück. Soviel "Rohmaterial" bleibt folglich nicht mehr über.
3.Angenommen, alle Hingerichteten werden "verarbeitet", nach http://www.todesstrafe.de (also durchaus unabhängige Einschätzung) wurden z.B. 2001 ca. 1800 Menschen in China hingerichtet. Runden wir die Zahl auf 2000 hoch und rechnen Wir mit 30 Kilo "Fleisch" pro hingerichteter, ergibt es sich insg. 60000Kilo. Auf Tage unterteilt wäre es ca. 165 Kilo pro Tag. Auf, sagen wir, 1 Milliarden Menschen aufgeteilt wäre es ca. 0,00002 Gram pro Tag. Mal im Vergleich dazu, die Deutschen konsumierten rund 150 Gramm allein am Schweinefleisch am Tag im Jahr 2004.
Ergo, wenn die Geschichte keine Märchenerfindung von den Falun Trotteln ist, dann fresse ich einen Besen. :-D

Gruß
/dev/urandom

Verfasst: 23.03.2006, 23:35
von Koschka
Also Devurandom (was soll das eigentlich bedeuten ?),
was du hier abgelassen hast, kannst du gleich in die Mülltonne schmeissen.
Du beziehst dich auf andere Postings, auf diverse Links, gibst aber alles in deiner Fassung wieder.

Kannibalismus hat es über die Jahrhunderte in verschiedenen Volksgruppen gegeben, ist mittlerweile aber fast vollständig beseitigt worden. Die Ursachen waren meist religiöse Motive und die allgemeine Ernährungslage.

Kannibalismus in der heutigen Zeit ist auf Psychische Störungen von Menschen zurückzuführen. Dieses Phänomen tritt weltweit auf und lässt sich nicht am Beispiel Chinas diskutieren. Es gab auch Beispiele, wo Menschen in einer Extremsituation Menschenfleisch gegessen haben. Ich erinnere nur an einige Seeexpeditionen, die unglücklich verlaufen sind und an einige Flugzeugabstürze in höheren Lagen. Das sind verbriefte Tatsachen.

Dass das Fleisch von Hingerichteten in China kommerziell verarbeitet wird ist kompletter Schwachsinn. Das behauptet nicht einmal die religiöse Gemeinschft Falun Gong, die permanent von allen KPCh-Anhängern angegriffen wird.

Tatsache ist aber, dass die Körper der Hingerichteten (etwa 8.000 Personen pro Jahr) mehr und mehr ausgeschlachtet werden. China hat erkannt, dass da ein enormes Geld-Potenzial vorhanden ist.

In China gibt es ein Gesetz wonach Organtransplantationen nur zwischen Personen mit nachweislich vorhandener Verwandschaft und mit gegenseitigem Einverständnis durchgeführt werden dürfen.
Da fragt man sich natürlich, warum so viele Japaner jetzt mit einer chinesischen Niere, Leber oder sogar einem neuen Herz herumlaufen ???

In Asien (China, Japan und alles andere) ist Organspende überhaupt kein Thema. Da spendet kaum einer, weil das den religiösen Vorstellungen zuwiderspricht. In dem einen Artikel von Stern (ich laube ich hatte diesen Link schon benannt) kam ganz klar zum Ausdruck, wie die übliche praxis ist. Innerhalb von 7 Jahren wurden in einer japanischen Provinz gerade mal 70 Organe gespendet.
Ich schreibe das jetzt so und es kann sein, dass ich mich um ein Jahr und zwei Organe getäuscht habe, aber Scheiss drauf, das Prinzip ist doch klar, oder nicht ?

Man bedauert immer, dass es in Europa zu wenig Organspender gibt. Das mag richtig sein und ich habe mich entschlossen, den Rest meines verotteten Körpers, oweit noch brauchbar, den Bedürftigen zur Verfügung zu setellen. Ausgenommen dem Herrn Plastinator, der sich skrupelos seine Leichen in China, Russland und anderswo besorgt.
Was ich eigentlich sagen will, ist das die Bereitschaft Organe zu spenden in Europa wesentlich höher ist in Asien.
In Asien ist die freiwillige Spende nämlich NULL.
Alle Organe aus Asien sind entweder von Hingerichteten, von Leuten, die z.B. eine Niere aus finazieller Not verkaufen oder aus ähnlichen Geschäften.

O.K. jetzt habe ich mich verplaudert. Hier haben sich zwei kontroverse Themen getroffen. Man könnte jetzt zwei seperate Threads aufmachen und weiter diskutieren.
Fragt sich nur was sich lohnt.

Bis bald.

Verfasst: 24.03.2006, 00:21
von devurandom
Koschka hat geschrieben:Also Devurandom (was soll das eigentlich bedeuten ?),
was du hier abgelassen hast, kannst du gleich in die Mülltonne schmeissen.
Du beziehst dich auf andere Postings, auf diverse Links, gibst aber alles in deiner Fassung wieder.

Kannibalismus hat es über die Jahrhunderte in verschiedenen Volksgruppen gegeben, ist mittlerweile aber fast vollständig beseitigt worden. Die Ursachen waren meist religiöse Motive und die allgemeine Ernährungslage.

Kannibalismus in der heutigen Zeit ist auf Psychische Störungen von Menschen zurückzuführen. Dieses Phänomen tritt weltweit auf und lässt sich nicht am Beispiel Chinas diskutieren. Es gab auch Beispiele, wo Menschen in einer Extremsituation Menschenfleisch gegessen haben. Ich erinnere nur an einige Seeexpeditionen, die unglücklich verlaufen sind und an einige Flugzeugabstürze in höheren Lagen. Das sind verbriefte Tatsachen.

Dass das Fleisch von Hingerichteten in China kommerziell verarbeitet wird ist kompletter Schwachsinn. Das behauptet nicht einmal die religiöse Gemeinschft Falun Gong, die permanent von allen KPCh-Anhängern angegriffen wird.
heyhey, warum diese Aufregung, ich habe auf diverse Postings, unter anderem den Toppost dieses Threads bezogen. Das ist korrekt. Auch wenn mein Posting wirr sein mag, was ich nicht glaube, sehe ich keinen Grund dafür, warum nun ich meine Meinungen "in die Tonne" treten soll, das ist wenig schmeichelhaft und irgendwie beleidigend, nicht wahr?
Tatsache ist aber, dass die Körper der Hingerichteten (etwa 8.000 Personen pro Jahr) mehr und mehr ausgeschlachtet werden. China hat erkannt, dass da ein enormes Geld-Potenzial vorhanden ist.
In China gibt es ein Gesetz wonach Organtransplantationen nur zwischen Personen mit nachweislich vorhandener Verwandschaft und mit gegenseitigem Einverständnis durchgeführt werden dürfen.
Da fragt man sich natürlich, warum so viele Japaner jetzt mit einer chinesischen Niere, Leber oder sogar einem neuen Herz herumlaufen ???
hab ja gesagt, dass ich die Geschäftsmacherei mit Organen widerlich finde.
In Asien (China, Japan und alles andere) ist Organspende überhaupt kein Thema. Da spendet kaum einer, weil das den religiösen Vorstellungen zuwiderspricht.......
Diese Aussage gilt genauso in christ. und islamischen Kontext,
Man bedauert immer, dass es in Europa zu wenig Organspender gibt. Das mag richtig sein und ich habe mich entschlossen, den Rest meines verotteten Körpers, oweit noch brauchbar, den Bedürftigen zur Verfügung zu setellen. Ausgenommen dem Herrn Plastinator, der sich skrupelos seine Leichen in China, Russland und anderswo besorgt.
Was ich eigentlich sagen will, ist das die Bereitschaft Organe zu spenden in Europa wesentlich höher ist in Asien.
soweit Ack, ich habe persönlich andere Meinung zu von Hagen. Abgesehen davon, ob sein Treiben nun moralisch ist oder nicht, ist er unter anderem ein Opfer der Kampagne von Spiegel und FAZ (dass die beiden zusammenarbeiten, habe ich nicht für möglich gehalten). Man muss nur 'bisschen hinter der Geschichte recherchieren.
In Asien ist die freiwillige Spende nämlich NULL.Alle Organe aus Asien sind entweder von Hingerichteten, von Leuten, die z.B. eine Niere aus finazieller Not verkaufen oder aus ähnlichen Geschäften.
hab keine Statistik dazu, sagt also auch nichts dazu.

Prinzinpiell habe ich nichts anderes gesagt, hab mich bloss vorm voreiliger Festlegung von Meinungen gedrückt, kein Grund, Anstoss dran zu nehmen.

Gruß
/dev/urandom

A

Verfasst: 21.04.2006, 11:44
von Fragender
Hallo zusammen,

ich wollte mich nur mal kurz wieder melden, da ich lange nichts von mir hören lassen habe.

Meine aktuelle Meinung zum Thema Kannibalismus in China:
- Ich glaube nicht, dass es das in grossen Mengen gibt. Die Menschen, die das verbreiteten, waren vermutlich Falun Gong oder andere Kritiker des chinesischen politischen Systems. Kritik soll ja auch erlaubt sein, aber bei so massiven Behauptungen müssten auch ein paar Beweise gebracht werden.
- In Einzelfällen ja: Das mit der Uni in den 90er Jahren finde ich interessant. Bitte mehr Infos dazu!!!
- Im Zusammenhang mit Zwangsorganspende, es ist eine Definitionsfrage
- Im Zusammenhang mit dem Essen von abgetriebenen Föten, ja! Das ist ein "Gesundheitskult". Googelt mal nach dem Schlagwort "Dumplings"

Statement zu Zwangs-Organspende und Essen von Föten:

Natürlich ist das auch eine Form bzw. Abart von Kannibalismus! Nachdem ich im Rahmen meiner Recherche darauf gestossen bin, habe ich versucht, dies in die Diskussion in ironischer überspitzter Form einzubringen.

Leider wurde mir immer wieder von einigen Mitgliedern die Mitgliedschaft bei Falun Gong unterstellt. Dies trifft nicht zu, aber die Diskussion über das Thema wurde dadurch leider unterbunden. Obwohl ich von den Anschauungen der Falun Gong nichts halte, ist es schon schlimm, wie sie selbst in den deutschen Medien niedergemacht werden. Schon die Verdächtigung der Mitgliedschaft bei den Falun genügt, und schon bist du kein Mensch mehr.

Daher konnte ich nur mit zynisch-ironischen Beiträgen wie "Zwangsorganspende in Verbindung mit Todesstrafe ist gut, das sollten wir auch in Deutschland haben!" argumentieren. Dies war natürlich nicht so gemeint, wurde aber nicht von jedem so verstanden.

Keinesfalls war es auch meine Absicht, die Chinesen an sich schlecht zu machen. Ich finde dieses Thema erschreckend und interessant zugleich. Das Phänomen Kannibalismus kann in jedem Land dieser Erde auftreten, aber ich glaube, dass es durch viele Menschen auf engem Raum und Armut begünstigt wird.

Als ich in Shanghai war, bekam ich manchmal Platzangst! So viele Menschen, da ist der einzelne fast nichts mehr wert, bzw. man geht untere in der Masse und Größe der Stadt. Meine Sprachunkenntnis hat dieses Gefühl der Verlorenheit noch verstärkt. Zum Glück hatte ich dieses seltsame Gefühl nur manchmal.

Die Menschen kamen mir manchmal vor wie Maden, die sich durch die wuchtigen Felsen der Hochhäuser graben. Naja , ich bin stamme aus einer ländlichen Gegend, entschuldigt bitte meine naiven Vorstellungen.

Wir haben jeden Tag Fleisch gegessen, in viel größeren Mengen als in Deutschland, sehr günstig(!) und wohlschmeckend, aber kaum Tiere gesehen. Vielleicht hat mein Unterbewusstsein in Verbindung mit den Menschenmassen dies so assoziiert, dass diese Behauptung des Shanghaiers sehr glaubwürdig rüberkam.

Verfasst: 21.05.2006, 20:31
von Koschka
Hallo Devurandom,

Nimms nicht so persönlich, dass sollte kein Angriff auf Deine Person sein.

Was in diesem Zusammenhang hier im Forum noch nicht genannt wurde, ist der Kannibalismus der massenhaft während der Hungersnöte unter Mao`s Herrschaft in den ländlichen Gebieten auftrat.
Das ist eine Tatsache, die niemand abstreiten kann.

Das gleiche Phänomen gab es übrigens auch im damaligen Leningrad während der faschistischen Belagerung. Es wurde jahrzehntelang verschwiegen, aber während der letzten Jahre sind mehr und mehr Beweise aufgetaucht und mittlerweile sind die Leute auch bereit darüber zu sprechen.

Verfasst: 08.07.2006, 18:42
von fezer
Dieser Bericht hier lässt einem das Blut in den Adern gefrieren:

http://www.china-intern.de/page/gesells ... 24282.html

Verfasst: 08.07.2006, 20:39
von bossel
fezer hat geschrieben:Dieser Bericht hier lässt einem das Blut in den Adern gefrieren:
Mit solchen Berichten sollte man allerdings immer vorsichtig sein. Was ist die Intention des Autoren? Soweit ich das sehen kann, scheint die ARbeitsGEmeinschaft China ein wenig überkritisch & daher halte ich es nicht für unmöglich, daß der Artikel geschrieben wurde, um die PR China in den Dreck zu ziehen.