Herzblut hat geschrieben:
Die Geschichte der Sportspiele rührt daher, daß die Kontrahenten
(meinetwegen zwei verfeindete Könige ) ihre besten Krieger gegeneinander antreten ließen.
Der Grund hierzu war nur ein einziger: Die Schonung der eigenen ( und zukünfitig potentiel wichtigen ) gegnerischen Resourcen, ohne "Blutvergießen" - zu vergleichen mit dem heutigem Schach!
Der Sieger hat das Sagen!
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Das ist völliger Quatsch. Ich möchte hier keinen große wissenschaftlichen Exkurs in die antiken olympischen Spiele mache, aber einige kleine Bemerkungen sind mir doch angebracht:
1. Die Ursprünge von Wettkämpfen sind verschiendener Natur:
-> es waren Spiele zu Ehren eines Toten, bitte nachlesen in der Illias, Kampf um Troja
http://de.wikipedia.org/wiki/Ilias
mit diesen Wettkämpfen sollte die Seele des Getöteten befriedet werden. Ältere Vorstellungen sind, das eine Art Gottesurteil bei der Ermordung eines Stammesmitgliedes den Kampf der Verdächtigen miteinander entscheidet und nur der überlebt, der unschuldig ist.
-> die olympischen Spiele der Antike waren Spiele zu Ehren der Hera. Als aus dem vorderasiatischen Raum der Ackerbau nach Griechenland kam, erkannte man, das gesät und geerntet werden kann statt nur zu futtern war man findet. Germanische Einflüsse sind ebenfalls sichtbar. Wurden vorher Kinder geopfert um für das nächste Jahr eine neue Ernte zu erbitten, trug man nun Spiele zu Ehren der Göttin Hera aus. Ihre Vertreterin, die Priesterin der Hera war die einzige Frau, die sich in der olympischen Stätte aufhalten durfte. Der olympische Lauf war ein Befruchtungslauf, wie bei den Bienen, wer erster wurde war der, der symbolisch die Göttin Hera befruchtete um im nächsten Jahr der Mutter Natur zu einer neuen Ernte zu verhelfen.
Deshalb gab es keine Mannschaftswettbewerbe sondern nur Einzelwettbewerbe bei den antiken olympischen Spielen.
Die Spiele fanden nicht nur in Olympia statt sondern überall dort, wo es Orakelorte gab zum Beispiel auch in Delphi (
http://de.wikipedia.org/wiki/Delphi), Korinth etc.
Da es sich um Orakelorte handelte hatten sie auch immer große politische Bedeutung und waren umkämpft. So galt der olympische Friede nur für die Wettkämpfer auf dem Weg zu den Spielen bzw den Besuchern der Spiele. Teilnehmende Staaten konnten sehr wohl untereinander gleichzeitig Krieg führen. Außerdem kam es häufig vor, das man sich nicht einig war, wann der Zeitraum des Schutzes für die Teilnehmer begann. So konnten auch schon mal Teilnehmer die durch ein fremdes Gebiet reisten über die Klinge springen. Der olympische Frieden galt also nur für die Wettkampfstätten an sich. Auch der wurde gebrochen, sogar während der Spiele gab es Angriffe auf Olympia und einen Kampf um Olympia. Das ganze war keine Spielerei sondern ein hoch religiöses und politisches Thema.
Die Teilnehmer der Spiele waren Vollprofis, sie erhielten Pensionen auf Lebenszeit, Ämter in der Armee oder Öl das sie zollfrei verkaufen konnten. Viele Politiker nahmen nur auf dem Papier teil, in Wahrheit wurden sie von Profis bei den Wettkämpfen vertreten die dann in ihren Namen den Sieg holten. Nur Nero wollte selbst das Wagenrennen bestreiten, viel in der Kurve runter und ließ sich trotzdem zum Sieger erklären.
Die Römer forderten von den Griechen, das ihr Kaiser auch als Gott anerkannt wird. Das war den Griechen wurscht, ein Gott mehr oder weniger was machte das schon. Also fanden sogar Spiele im römischen Reich statt. Bei Faustkämpfen waren die Handschuhe mit Nägeln versehen damit es besser fetzt. Der berühmteste Boxer seiner Zeit war Theogenes von Thassos, ein berühmter Ringer Mylon von Kroton. Er war der erste der anfing Fleisch, also Eiweiß zu futtern weil er dachte, Fleisch bringt Fleisch, eine Dummheit, die heute noch fleißig nachgeahmt wird.
Tote, Anabolika und Betrug waren keine Seltenheit. So gab es sogar ein Kuriosum das ein Ringer, es hieß damals Pankration, als Toter zum Sieger erklärt wurde. Im Todeskampf brach er seinem Gegner den kleinen Finger der dann vor Schmerz aufgab. Hätte er mal besser nicht gemacht, dann wäre nicht sein Opfer zum Sieger erklärt worden.
Das Ende der antiken Olympischen Spiele brachte das Christentum. Denn die Christen duldeten keinen Gott neben dem ihren.
Alles Gerede von den olympischen Spielen und dem großen Weltfrieden sind völliger Blödsinn wenn man sich dabei auf die antiken Spiele beruft und etwas erträumt, was es in der Realität nie gab.
Die olympischen Spiele der Neuzeit beruhten auf den Gedanken von Coubertin.(
http://de.wikipedia.org/wiki/Coubertin)
Die Ideale dieser Spiele wurden zu dem Zeitpunkt über Bord geworfen, als die Sportler keine Amateure mehr waren und trotzdem teilnehmen durften. So drohte man 1972 Mark Spitz noch mit der Aberkennung einer Goldmedaille, bloß weil man die Marke seiner Schuhe erkennen konnte.
Inzwischen sind die Spiele wie die Sportler reines Marketing und Show. Sie sollen unterhalten und mit Siegen, Skandalen, Trägodien das Publikum befriedigen. Das tun sie, dafür werden sie bezahlt.
Alle möglichen Gruppen versuchen nun diese Show für ihre Zwecke zu instrumentalisieren. Das ist auch völlig normal, wird aber absolut nichts ändern. Die Berichterstattungin Deutschland ist genauso subjektiv und falsch wie in anderen Ländern. Wären die US-Schwimmer zum Beispiel Chinesen, hätte man schon lange vermutet, sie wären alle gedopt. Aber bei unseren US-Boys, nee, die Dopen bestimmt nicht.
Warum versagen in manchen Sportarten deutsche Sportler so plötzlich, wieso fliegen die Radfahrer raus? Warum sind die meisten unserer Schwimmer jetzt bis zu 4 Sekunden langsamer als vorher? Das Wetter, die Luftverschmutzung, blablablablabla. Na, keiner fragt die entscheidende Frage: Habt ihr eure Mittelchen abgesetzt weil ihr Angst hattet beim Doping erwischt zu werden? Ist euch deshalb die Luft weg geblieben?
Wer selber mal Leistungssport gemacht hat, der muss sich doch im klaren sein das über 200 m im Schwimmen eine Zeitdifferenz von 4 Sekunden die man schlechter wird einen Leistungseinbruch von nationale Spitzenklasse auf Bezirksniveau bedeutet.
So eine Verschlechterung hätte ein Michael Kraus (
http://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Kr ... hwimmer%29), Europameister, 5. bei den Olympischen Spielen und mehrfacher deutscher Meister über 200 m Schmetterling (nicht Michael Groß!!) nicht mal an den Tag gelegt, wenn er 2 Tage und Nächte vor dem Wettkampf komplett durchgesoffen hätte.
