Die Zerschlagung etc. wäre der radikale Weg. Die Idee zur Durchsetzung einiger Menschenrechten ist was anderes. Die einzelne Person die es fordert ist weniger relevant. Wieso Liu ausgesucht wurde, weiß ich nicht.aquadraht hat geschrieben: Die Idee von Liu ist die gewalttätiger Kreuzzüge ohne Rücksicht auf die hunderttausenden Menschenopfer, die Privatisierung ohne Rücksicht auf das damit ausgelöste Leid, die Zerschlagung des Zentralstaats ohne Rücksicht auf das Risiko von Bürgerkriegen und ethnischen Pogromen. Man kann die Inhaftierung kritisieren, das Strafmass oder beides. Aber ein Friedenspreis für diesen Mann ist ein Hohn.
Man mag es kaum glauben, aber ich bin zum Teil ein echter Fan von dem pragmatischen Vorgehen der chinesischen Regierung. Und ich will auch gar nicht die Verleihung gut heißen oder irgendwie anders kommentieren (der Preis interessiert mich nämlich überhaupt nicht). Die chinesische Reaktion halte ich einfach nur für kindisch und unprofessionell. Da hat die chinesische Paranoia wieder an überhand gewonnen.
Naja ich frag mich immer noch was der chinesischen Regierung so sehr an der ausländischen Berichterstattung stört. Wieviele Chinesen haben Zugang zu dieser Berichterstattung (bzw. wollen überhaupt den Zugang)? Oder will sich die chinesische Regierung vor der Weltbevölkerung rechtfertigen? Wenn ja, waren sie mal wieder sehr kontraproduktiv.

