alanos hat geschrieben:Aber auch der US-Verteidigungsminister scheint einen an der Klatsche zu haben: "Er betonte den globalen Machtanspruch seiner Streitkräfte: "Wenn wir nicht führen, füllt ein anderer das Machtvakuum aus", sagte Hagel. "Die Welt, in der Amerika nicht führt, ist nicht die Welt, die ich meinen Kindern hinterlassen möchte."
Oha ...
Dann werden sich seine Kids wohl daran gewöhnen müssen, dass die Welt (m.E.) sich dies. bzgl. wandeln wird - ob er es nun will oder nicht.
* Gleichwohl sind die anderen Alternativen ... oops de facto gibts ja keine.
Mit weiiitem Abstand:
Russland: Nein danke
China: Auch nicht.
Ergo: Unter den gegebenen Umständen sind die USA (trotz aller Fehler) tatsächlich unverzichtbar.
Mittelfristig sehe ich drei Machtblöcke:
1. USA + GB, welches m.E. mehr Gemeinsamkeiten mit den USA als mit der EU hat. -> militärische Macht
2. Die EU -> wirtschaftliche Macht
3. China -> wirtschaftliche Macht + mittelfristig auch -> militärische Macht
* Russland wird mit sich selbst und Zentralasien genug zu tun haben und weiter versuchen seinen Einfluss durch seine Energie-Export-Politik auszuweiten.
Militärisch werden die USA sicher noch geraume Zeit die Nr. 1 bleiben.
Wirtschaftlich sind sie es m.E. nicht (mehr), wenn man ehrlicherweise das enorme us-Staatsdefizit mit berücksichtigt.
Dieses Jahrhundert wird stärker von China geprägt werden, als viele annehmen.
Und sollten die Europäer tatsächlich die Euro-Krise meistern (das ist m.E. alternativlos), sehe ich da auch noch Potential nach oben.
Und wenn sie es dann noch gebacken bekommen, dass man sie unter einer Telefon-Nr. erreichen kann, um eine gemeinsame Stellungnahme/Vorgehensweise zu bekommen (wie sie Kissinger mal gefordert hatte), dann wird die EU auch ein politischer Machtfaktor werden, der sie jetzt "dank" der vielen unterschiedlichen Standpunkte definitiv nicht ist.