Guantanamo Haeftlinge

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romeo
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Re: Guantanamo Haeftlinge

Beitrag von romeo »

Mathias hat geschrieben:
Britt hat geschrieben: ... Trotzdem denke ich, dass Deutschland am Ende nachgeben wird ...
Die Stimmung im Großteil der deutschen Bevölkerung ist in Richtung Ablehnung gekippt. Im Wahljahr wird sich keine ernstzunehmende Partei dagegen stellen. Vielleicht wartet man aber auch bis nach den Wahlen.

Deutsche Dienste verfügen allerdings über eine sehr gute Kenntnis der Situation am Hindukusch und im Pamir. Hinter den Kulissen hat die "Bundesstelle für Fernmeldestatistik" dann sicher auch noch ein paar Auswahlkriterien zur Hand :wink:
Ob Wahljahr oder nicht, ich finde es unglaublich, daß eine Regierung überhaupt darüber nachdenkt, solche Sicherheitsrisiken ins Land zu lassen und wahrscheinlich lebenslang zu alimentieren. Viele einwanderungswillige Ausländer die nicht die Absicht haben in soziale Netz einzuwandern, werden aus dem Land gegrault und durch Personen ersetzt, die unsere Lebensweise zutiefst ablehnen, ja hassen. Das so finde ich, ist vollkommen widersinnig, wie so vieles bei den roten und grünen Positionen.
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bossel
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Re: Guantanamo Haeftlinge

Beitrag von bossel »

Britt hat geschrieben:
Aber es ist die Sache des Täter-Volkes, hier Remedur zu schaffen.
Täter-Volk? Wie krank ist der Autor denn?
wuseltiger
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Re: Guantanamo Haeftlinge

Beitrag von wuseltiger »

bossel hat geschrieben: Täter-Volk? Wie krank ist der Autor denn?

Nunja.. 42% der US-Amerikaner sehen keinen Grund die Vorgänge der Bush-Ära zu untersuchen und mehr als die Hälfte (55%) finden Folter war gerechtfertigt...
http://www.gallup.com/poll/118006/Slim- ... gated.aspx" target="_blank
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bossel
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Re: Guantanamo Haeftlinge

Beitrag von bossel »

wuseltiger hat geschrieben: mehr als die Hälfte (55%) finden Folter war gerechtfertigt...
Selbst wenn das so ist: Macht das die restlichen 45 % zu Mittätern? Lächerlich. Der Begriff Täter-Volk ist einfach nur krank.
wuseltiger
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Re: Guantanamo Haeftlinge

Beitrag von wuseltiger »

Man kann sicher nicht von einer Kollektivschuld sprechen. Aber ich finde die 55%, die Folter als Mittel der Gefahrenabwehr für Freiheit, Demokratie und Frieden unterstützen, auch ziemlich krank..
Britt
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Re: Guantanamo Haeftlinge

Beitrag von Britt »

Na ja, an dem Begriff muss man sich jetzt auch nicht aufhängen. Find die Wortwahl auch nicht unbedingt passend - wobei ich das Gefühl habe, er wurde hier mit einer gewissen Ironie gebraucht. Allerdings jonglieren Deutsche mit sowas auch allgemein gern ... in der Diskussion um die deutsche Beteiligung am Kosovo-Krieg musste ja auch gleich nichts Geringeres als Auschwitz von Bundespolitikern bemüht werden. :roll:
Und Deutsche werden auch heute noch manchmal als "Tätervolk" bezeichnet, obwohl 64 Jahre danach nicht mehr grad viele Verbrecher aus der Nazi-Zeit rumlaufen ... und die dann meist auch nur noch mit künstlichem Darmausgang und geistiger Totaldemenz. Aber wie gesagt, ich halte von solchen kollektiven Begrifflichkeiten eh nichts.

An dem eigentlichen Problem, das der Artikel zum Ausdruck bringt, ändert es trotzdem nichts.
mistervac hat geschrieben:
Zeit-Artikel hat geschrieben: Man erinnert sich: Ein entlassener Guantanamo-Häftling aus Saudi-Arabien gehört heute zur Führungsriege der Al Qaida im Jemen
Nach einem Guantanamo Aufenthalt würde sich wahrscheinlich jeder mit Amerikas Feinden zusammenschliessen
Das meinst du jetzt nicht wirklich ernst, oder? Ansonsten nimmt bitte zur Kenntnis, dass ich auch nach einem Guantanamo-Aufenthalt weiterhin Terroranschläge und die Tötung von Männern, Frauen und Kinder ablehnen würde. Dass es in Einzelfällen zu Radikalisierung kommen kann, lass ich ja noch gelten, aber von einem Automatismus kann man hier sicher nicht sprechen. Man steigt auch nicht so schnell und ohne weiteres in die Führungsriege von Al Quaida auf. Ich gehe daher stark davon aus, dass in diesem Fall die entsprechenden Kontakte /Einstellungen schon vorher vorhanden waren.
Mathias
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Re: Guantanamo Haeftlinge

Beitrag von Mathias »

Britt hat geschrieben: ... Ich gehe daher stark davon aus, dass in diesem Fall die entsprechenden Kontakte /Einstellungen schon vorher vorhanden waren ...
Einige uigurische Guantanamoinsassen hatten zu Protokoll gegeben, daß sie nichts gegen Amerikaner oder Europäer hätten. Vielmehr hätten sie in den Trainingslagern (in denen sie natürlich niemals waren) nur das Abschlachten von chinesischen Ungläubigen einstudiert. Das ist doch beruhigend, nicht wahr?

Ich vermute, hinter der ganzen Guantanamouigurenasylablehnungskampagne steckt sowieso die Deutsche Bundesbahn, die keinen Bock darauf hat, in zehn Jahren auch noch uigurische Bürgerkriegsflüchtlinge vom Gleisbett des Frankfurter Hauptbahnhofes zu sammeln.
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bossel
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Re: Guantanamo Haeftlinge

Beitrag von bossel »

wuseltiger hat geschrieben:Man kann sicher nicht von einer Kollektivschuld sprechen. Aber ich finde die 55%, die Folter als Mittel der Gefahrenabwehr für Freiheit, Demokratie und Frieden unterstützen, auch ziemlich krank..
Grundsätzlich stimme ich zu. Wobei ich aber sagen muß, daß ein großer Teil der Leute wohl der Bushpropaganda zum Opfer gefallen ist. Außerdem muß man sich die Fragestellung mal ansehen. Die werten Gallupfragesteller reden doch tatsächlich von "use of harsh interrogation techniques", nicht von torture. Ein Schelm, ...
Man glaube nur der Statistik, die man selber gefälscht hat. :mrgreen:


Britt hat geschrieben:Na ja, an dem Begriff muss man sich jetzt auch nicht aufhängen. Find die Wortwahl auch nicht unbedingt passend - wobei ich das Gefühl habe, er wurde hier mit einer gewissen Ironie gebraucht.
Ironie sehe ich da nicht viel. & die Benutzung des Begriffes spricht schon für eine Mentalität, die den Schreiberling etwas disqualifiziert, selbst wenn ich manchem, was er schreibt, zustimmen könnte.
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Re: Guantanamo Haeftlinge

Beitrag von Britt »

Britt hat geschrieben:Na ja, an dem Begriff muss man sich jetzt auch nicht aufhängen. Find die Wortwahl auch nicht unbedingt passend - wobei ich das Gefühl habe, er wurde hier mit einer gewissen Ironie gebraucht.
Ironie sehe ich da nicht viel. & die Benutzung des Begriffes spricht schon für eine Mentalität, die den Schreiberling etwas disqualifiziert, selbst wenn ich manchem, was er schreibt, zustimmen könnte.[/quote]
Na ja, an einigen Stellen ist der Artikel meiner Meinung nach bewusst polemisch gehalten. Trotzdem finde ich es ein wenig übertrieben, einen Journalisten wegen eines einzigen Begriffes zu disqualifizieren (wenn auch nach deinen Worten nur etwas :wink: ). Die Zeit ist auch nicht gerade eine Zeitung, deren Journalisten für eine `fragwürdige Mentalität` bekannt sind. Aber das ist natürlich jedem selbst überlassen.

Sorry, war etwas off topic. Zurück zum eigentlichen Thema, ist ja nach wie vor aktuell ...
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Topas
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Re: Guantanamo Haeftlinge

Beitrag von Topas »

bossel hat geschrieben:
wuseltiger hat geschrieben: mehr als die Hälfte (55%) finden Folter war gerechtfertigt...
Selbst wenn das so ist: Macht das die restlichen 45 % zu Mittätern? Lächerlich. Der Begriff Täter-Volk ist einfach nur krank.

Wie recht du hast.

Was journalistische Arbeit anbelangt . Es ist witzig, dass - soblad zwei unterschiedliche Positionen miteinander kolidieren - dann jedes einzelne Wort von Journalisten an die Goldwage gehängt wird.
Wir sollten uns von der Tatsache verabschieden, dass alle menschen perfekt sein werden. Deshalb sollte auch überprüft werden - unabhängig was jetzt etwa die chinesische Regierung an Druck ausübt, oder die Uiguren polarisierende Aktionen veranstalten - inwieweit es als gerechtfertigt anzusehen ist, Menschen jahre in Gewahsam zu halten und teilweise Foltermethoden auszusetzen.
Es geht hier um Menschen, deshalb sollte gehandelt anstatt Monatelang abgewägt werden. Und innen - oder aussenpolitische Gefahren einzubringen, halte ich für daneben - da haben wir und die anderen Staaten ganz andere kaliber jetzt schon in unseren Gefängnissen etc.
Topas grüsst recht herzlich WHSAP
MACHT MIT BEI UNSEREM BUCHPROJEKT !
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Re: Guantanamo Haeftlinge

Beitrag von mistervac »

Britt hat geschrieben:
Das meinst du jetzt nicht wirklich ernst, oder? Ansonsten nimmt bitte zur Kenntnis, dass ich auch nach einem Guantanamo-Aufenthalt weiterhin Terroranschläge und die Tötung von Männern, Frauen und Kinder ablehnen würde.
Bitte hier nicht Äpfel mit Birnen verwechseln.

Die Mehrzahl der Guantanamo Insassen sitzt dort zu Unrecht.

Von diesen Menschen rede ich, nicht von Terroristen.


mistervac, der dies als selbstverständlich voraussetzte
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Re: Guantanamo Haeftlinge

Beitrag von Britt »

Britt hat geschrieben:
mistervac hat geschrieben:
Zeit-Artikel hat geschrieben: Man erinnert sich: Ein entlassener Guantanamo-Häftling aus Saudi-Arabien gehört heute zur Führungsriege der Al Qaida im Jemen
Nach einem Guantanamo Aufenthalt würde sich wahrscheinlich jeder mit Amerikas Feinden zusammenschliessen
mistervac hat geschrieben:Das meinst du jetzt nicht wirklich ernst, oder? Ansonsten nimmt bitte zur Kenntnis, dass ich auch nach einem Guantanamo-Aufenthalt weiterhin Terroranschläge und die Tötung von Männern, Frauen und Kinder ablehnen würde.
Bitte hier nicht Äpfel mit Birnen verwechseln.

Die Mehrzahl der Guantanamo Insassen sitzt dort zu Unrecht.

Von diesen Menschen rede ich, nicht von Terroristen.


mistervac, der dies als selbstverständlich voraussetzte
Mir war schon klar, dass du den Satz auf die unschuldig Inhaftierten bezogen hast (vielleicht war das Bsp. des Saudi-Arabers irritierend). Und ich lehne noch immer deinen Satz ab, dass sich nach einem Guantanamo-Aufenthalt wahrscheinlich jeder - als jemand, der vorher mit Terrorismus nichts am Hut hatte - mit Amerikas Feinden zusammenschließen würde. Damit machst du es dir meiner Meinung nach zu einfach.
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Re: Guantanamo Haeftlinge

Beitrag von bossel »

Die Geschichte eines Uiguren
Stern.
"Offiziell führt die Politik gegen die Aufnahme der Turk-Chinesen Sicherheitsbedenken ins Feld. Vor allem aber fürchtet das politische Berlin um die guten Beziehungen zu China. Der ständige Ärger mit dem Friedensnobelpreisträger Dalai Lama ist schon schlimm genug, die Beschwerden, die Proteste, der öffentliche Druck"

A Prison Built on Lies
Counterpunch.
"This follow-up article looks in depth at Ali Ahmed’s story, and those of the 15 men seized with him in the “Issa” guest house in Faisalabad, with the aim of encouraging the Justice Department to abandon its cases against these other men, either as part of its secretive Executive review of the prisoners in Guantánamo (with its uncomfortable echoes of the Bush administration’s love of Executive decisions made without consulting Congress or the judiciary) or by refusing to contest their habeas cases in the District Courts."
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Re: Guantanamo Haeftlinge

Beitrag von Sepel »

Es gibt neue Nachrichten:

200 Millionen Dollar für 17 Guantánamo-Uiguren

Pazifik statt Westeuropa: Die 17 Uiguren aus dem Gefangenenlager Guantánamo werden im Inselstaat Palau ein Zuhause finden. Damit ist der Konflikt über die Aufnahme in Deutschland erst einmal vom Tisch. Palaus Präsident zeigte sich "geehrt und stolz" über die Einigung. Für sein Land dürfte sich die Sache finanziell lohnen.

http://www.welt.de/politik/article38966 ... guren.html
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Re: Guantanamo Haeftlinge

Beitrag von bossel »

Sepel hat geschrieben:Die 17 Uiguren aus dem Gefangenenlager Guantánamo werden im Inselstaat Palau ein Zuhause finden.
Das wird die Leutchen in D beruhigen, die soviel Schiß vor diesen fiesen Terroristen hatten. Aber, oh mei, 17 höchst gefährliche Terroristen auf 20000 Einwohner? Das ist ja versuchter Völkermord!
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