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Re: Sind die Chinese leicht beleidigt?
Verfasst: 12.09.2008, 07:42
von Cromson
Narr hat geschrieben:
Loben kann nämlich nur jemand der "besser" ist als jemand anderes... somit ist Lob eigentlich herrabsetzend.
Lobe ich also meine Frau das sie fein gekocht hat, heisst das automatisch das ich besser bin? Steckt da eine bestimmte Logik dahinter?
PS.: Ich bin am Herd eine Niete!
Re: Sind die Chinese leicht beleidigt?
Verfasst: 12.09.2008, 11:28
von Narr
hey diese Aussage stammt nicht von mir.
Es hat aber einen wahren Kern.
Wenn man sich gegenseitig lobt in einer Beziehung mag sich das relativieren.
Die Frage ist nicht, ob ein Lehrer seine Schüler oder ein Chef seine Untergebenen loben sollte... hier ist das Machtverhältnis klar.
Aber China ist nun mal kein Schüler im eigentlichen Sinne.
Re: Sind die Chinese leicht beleidigt?
Verfasst: 12.09.2008, 11:30
von Topas
Loben heisst doch, eine Annerkennung für die leistung eines anderen auszudrücken. unabhängig der eigenen leistung.
Re: Sind die Chinese leicht beleidigt?
Verfasst: 12.09.2008, 11:52
von Narr
einfaches Beispiel....
Angestellter lobt seinen Chef?
Schüler lobt seinen Lehrer?
kommt eher selten vor oder?
Vielleicht wenn es darum geht die Jährliche Bewertung des Vorgesetzten vorzunehmen oder in der Schule mal ein Lehrer beurteilt wird.
um Wiki mal zu bemühen:
Lob (mit langem Vokal) ist eine soziale Anerkennung einer Leistung. Sie dient unter anderem der Motivation der gelobten Person, um das gezeigte Verhalten fortzuführen bzw. das Bemühen zu intensivieren.
Der Wert der Anerkennung beruht auf der Kompetenz oder Macht des Lobenden und auf seiner Seltenheit. Gegenbegriff zum „Lob“ ist der „Tadel“.
Der Gegenbegriff drückt es noch deutlicher aus... jemand der loben kann, kann auch tadeln.
Re: Sind die Chinese leicht beleidigt?
Verfasst: 12.09.2008, 12:14
von Dennis (CDS)
Vielleicht wäre es per Definition genauer, von Anerkennung als von Lob zu sprechen.
Obwohl Anerkennung im eigentlichen Sinne auch wieder anderes bedeutet als Lob.....
Was gibt es noch? Respekt? Achtung? Wertschätzung? Wohlwollen?
Ich plädiere für Anerkennung im Sinne von Lob.
Re: Sind die Chinese leicht beleidigt?
Verfasst: 12.09.2008, 15:22
von bossel
no1gizmo hat geschrieben:Ich bin der Meinung, dass dieses "Verhalten" von Mitschülern enorm von unseren lieben (von allen Seiten beschützten) Migranten(kindern) in diese Richtung getrieben wurde und wird.
Will Dir ja Deine Vorurteile nicht nehmen, aber so funktioniert es leider nicht. Dieses "Verhalten" ist eher milieu- als kultur- oder nationaltitätsabhängig.
Als ich noch auf der Grundschule war (auch später) hatten wir keine Probleme mit den (zugegebenermaßen recht wenigen) ausländischen Mitschülern. Am problematischsten waren die Jungs aus einem speziellen Gebäude, in dem "asoziale" Familien wohnten. Alles Deutsche, übrigens.
Das Problem scheint mir eher die Tatsache, daß eben viele ausländische Familien nun in einem solchen oder ähnlichen Milieu leben. Die Frage ist dann: Warum ist das so & wie kann man das ändern?
Wenn Du die Ausländer einfach abschieben willst, ist das vielleicht eine kurzfristige Erleichterung, aber keine Lösung. Langfristig bewirkst Du damit aber nur eine Verschiebung der Probleme, weil das Milieu bestehenbleibt (& evtl. mit Deutschen wiederaufgefüllt wird).