ingo_001 hat geschrieben:Da nun mal kein anderer am Ende der Schlange stand, ist es müssig nach dem Motto: "was wäre wenn" zu spekulieren.
Es geht nicht um's "Was wäre wenn?", sondern was war: Es waren andere, die die WR führten, als es mit ihr bergab ging.
Sicher gab es National Konservative und Monarchisten, die den alten Zeiten nachtrauerten - aber den 2. Weltkrieg haben in letzter Konsequenz Hitler und seine NSDAP zu verantworten.
Was hat der 2. WK jetzt wieder mit dem Untergang der WR zu tun?
ingo_001 hat geschrieben:Hitler war um jeden Preis auf Krieg aus, um souveräne Staaten als Lebensraum der "Arischen Rasse" zu "requirieren" und die "Untermenschen" (speziell die Bevölkerung der UdSSR) "im günstigsten Fall" "nur" zu versklaven.
Falsch. Er war auf Lebensraum im Osten aus, dafür war er bereit, Krieg zu führen. Kleiner, aber feiner Unterschied.
Mao wollte bei Tibet den Status quo von vor 1913 wieder herstellen - nicht mehr.
Klar doch.
Wer hat gesagt, dass Bürgerkriege unblutig sind? Der Satz führt sich ja selbst ad absurdum und ist geradezu paradox. Von mir kam dier mit Sicherheit nicht.
In Deinem Zitat ging es um "unblutig". & da wir hier Mao & Hitler vergleichen, muß man dann ja wohl davon ausgehen, daß Du Mao in diesem Zusammenhang größere Skrupel als Hitler unterstellst.
Mit Taiwan ist das so ne Sache: Das musste ja Anfang der 1970er Jahre seinen Platz bei den VN an Festland-China abtreten.
Volkerrechtlich sind sowohl Tibet als auch Taiwan Teil Chinas und nicht als international unabhängige Staaten anerkannt.
Was heißt, daß Mao Krieg führen kann, soviel er will? Oder warum bringst Du das jetzt?
Es gilt nach wie vor die "Eine China-Politik", die ja auch seit jeher von allen Bundesregierungen - gleich welcher Konstellation - praktiziert wurde/wird.
Schön für die Regierungen.
Davon unberühert ist natürlich der gerechtfertigte Anspruch Tibets auf kulturelle Selbstständigkeit.
Ich denke, da kann man aus der UN-Charta & anderen UN-Dokumenten durchaus noch andere Ansprüche rauslesen, aber das ist ein anderes Thema.
ingo_001 hat geschrieben:Wenn wir jetzt so argumentieren, dann könnten sich ja eine ganze Reihe von Unabhängigkeitsbestrebungen darauf berufen, dass betreffende Gebiete vor 1720 schon mal unabhängig waren - da wären allein schon hier in Europa mehrere Anwärter zu berücksichtigen.
Vom Rest der Welt ganz zu schweigen.
Warum auch nicht. Im übrigen übersiehst Du, daß Tibet sich eben nicht China unterwarf, sondern der Mandschurei. & vor 1720 hat recht wenig mit Deinem "nie" zu tun (es sei denn, Dein "nie" hat eine andere als die übliche Bedeutung).