Was wird aus Nordkorea?

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no1gizmo
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Re: Was wird aus Nordkorea?

Beitrag von no1gizmo »

Ich will auch nach Südkorea (hätte sogar wirklich Interesse an der Sprache, nur bin ich mit Chinesisch und Japanisch schon völlig überlastet neben dem Beruf, habe in den letzten 2 Jahren beinahe keine Fortschritte mehr gemacht)!

Aber Nordkorea ist was besonderes, weil das Land so abgeschottet ist und man dort wirklich ein eigenes Süppchen kocht. Seoul hingegen wird so ähnlich sein wie eine Mischung aus Tokyo und Shanghai oder sowas, interessant und muss ich hin, aber kenne ich im Prinzip schon.

Ich habe aber Angst vom nordkoreanischen Regime. Wenn die mich dort festhalten wollen, dann machen die das.
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sanctus
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Re: Was wird aus Nordkorea?

Beitrag von sanctus »

no1gizmo hat geschrieben:Ich habe aber Angst vom nordkoreanischen Regime. Wenn die mich dort festhalten wollen, dann machen die das.
Da bin ich mir sogar sicher, dass die das machen würden, immerhin hat das Regime ja angekündigt, dass es sich deutsche Fachkräfte ins Land holen will. :mrgreen:
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"Übermacht" Nordkorea

Beitrag von Laogai »

no1gizmo hat geschrieben:Ich habe aber Angst vom nordkoreanischen Regime. Wenn die mich dort festhalten wollen, dann machen die das.
:lol: :lol: :lol:
Da schiebt jemand Paranoia vor sich hin. Sollte es dir gelingen als Tourist (oder in welcher Funktion auch immer) nach Nordkorea einzureisen wirst du das Land auch wieder verlassen können. Andernfalls hättest du nämlich die Weltöffentlichkeit auf deiner Seite.

Wenn du in die USA oder ein anderes "nettes" Land einreist und die entschließen sich dich dort "festzuhalten", dann machen die das auch. Aber dann bist du in der Hand Gottes, denn kein Schwein würde sich für dich interessieren.
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Re: "Übermacht" Nordkorea

Beitrag von ingo_001 »

no1gizmo hat geschrieben:Ich habe aber Angst vom nordkoreanischen Regime. Wenn die mich dort festhalten wollen, dann machen die das.
Aber nur dann, wenn Du als Diplomaten-"Gepäck" einreist und somit keiner was von Deiner Reise nach NK wüsste :mrgreen:
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.

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Taiyang
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Re: Was wird aus Nordkorea?

Beitrag von Taiyang »

ingo_001 hat geschrieben: Aber das "Beste": Sämtl. Geld, das man für den Trip ins einzig existierende Arbeiterparadies braucht muss in bar (EUR, USD, YUAN oder YEN) mitgenommen werden.
Kreditkarten werden nicht akzeptiert - ATMs ... gibts in NK nicht.
Und? Es ist nun nicht so dass Nordkorea ein wahres Shoppingparadies ist. Wo moechtest du dann also mit Kreditkarte einkaufen? Zumal in den meisten Touren die Touristen eh nur in ausgewaehlte Geschaefte gefahren werden (Pyongyanger Briefmarkenladen usw), wo es alles zu relativ humanen Preisen gibt.
Ansonsten, Eintrittsgelder und dass was man an der Hotelbar oder in der Bowlingbahn verbraucht haelt sich arg in Grenzen.
Ich hatte damals nicht mehr als 200 Euro dabei & es hat massig gereicht.

Warum Leute nach NK wollen? Aija. Bilderbuch-Steinzeitkommunismus, theoretische no-go-area, und diese Stille! Ich habe noch nie so gut geschlafen wie in meinem knochenharten nordkoreanischen Hotelbett. Nachts ist es stockfinster und morgens zwitschern die Voegel, kein Handy klingelt, kein Facebook nervt mit chats und Statusmeldungen.. wer entspannen will sollte wirklich nach Nordkorea fahren.

Mich haben sie uebrigens auch rausgelassen (und ich kenne Leute, die mehrmals im Jahr nach NK fahren und alle kommen sie wieder) obwohl ich die Wachmaenner vor dem Freundschaftsmuseum dreisterweise fragte ob ihre funkelnden silbernen Gewehre denn ueberhaupt echt waeren.

Wenn man natuerlich seine Klappe nicht halten kann und staendig kommentieren muss wie scheinheilig alles ist und was fuer ein Unrechtsstaat das doch ist, dann sollte man wirklich besser nicht nach Nordkorea fahren.
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XiuMei
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Re: Was wird aus Nordkorea?

Beitrag von XiuMei »

Nach Nordkorea zu reisen ist gar nicht so schwierig. Ich habe schon mit einigen Leuten gesprochen, die bereits dort waren und auch hier im Thread scheints ja ein paar zu geben. Ich möchte auch gerne mal hin, vielleicht klappts ja noch dieses Jahr.

Übrigens gabs vor kurzem einen Artikel im Shanghaiist, in dem die Meinung verschiedener Nordkoreabeobachter zum Thema Nordkoreareisen gesammelt wurde. Fand ich ganz interessant, weil ich bei der Überschrift zunächst davon ausgegangen war, dass wahrscheinlich eher dagegen argumentiert wird.

Also... nächstes Forentreffen in Pyöngyang? :wink:
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Re: Was wird aus Nordkorea?

Beitrag von henchan »

Ich habe mir mal dieses Buch vor einiger Zeit gekauft.
Ich find es sehr interessant. Es probiert neutral über das Reisen
in Nord-Korea zu berichten.

http://www.amazon.de/Nordkorea-Handbuch ... 049&sr=8-2
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Taiyang
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Re: Was wird aus Nordkorea?

Beitrag von Taiyang »

XiuMei hat geschrieben: Also... nächstes Forentreffen in Pyöngyang? :wink:
Da waer ich sofort dabei!

Ich wuerde auf der Stelle nochmal (und nochmal) nach NK fahren, wenn es nicht so teuer waere. Nicht unbedingt nochmal Pyongyang, eher die abgelegenen Orte ganz oben kurz vor Russland. Und nochmal in die blauen Haeuser.
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Re: Was wird aus Nordkorea?

Beitrag von blackrice »

Taiyang hat geschrieben: Ich wuerde auf der Stelle nochmal (und nochmal) nach NK fahren, wenn es nicht so teuer waere.
wie meinst Du das?
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Re: Was wird aus Nordkorea?

Beitrag von ingo_001 »

Taiyang hat geschrieben:Und? Es ist nun nicht so dass Nordkorea ein wahres Shoppingparadies ist. Wo moechtest du dann also mit Kreditkarte einkaufen?
Darum gehts nicht.
Da ich ja nicht in Beijing, sondern in Berlin wohne, hab ich einen etwas weiteren (und teureren) Heimweg als Du.
Und lass mal (durch was auch immer) den gebuchten Rückflug nicht stattfinden.
Was mach ich? Klar nächsten Flug nehmen ... den ich im Zweifelsfall aber erstmal selbst bezahlen muss.
Nee - ich brauche wenigstens die Möglichkeit an evtl. benötigtes Geld zu kommen.
Vorsorglich ggfs. 1000 Euronen (falls die für ein Rückflugticket reichen) dauernd zu beaufsichtigen - nein danke.

Du schreibst erst:
Taiyang hat geschrieben:Ich hatte damals nicht mehr als 200 Euro dabei & es hat massig gereicht.
Und dann:
Taiyang hat geschrieben:Ich wuerde auf der Stelle nochmal (und nochmal) nach NK fahren, wenn es nicht so teuer waere.
Oje ... typisch Frau: Kann sich nicht entscheiden :mrgreen:
Taiyang hat geschrieben:Warum Leute nach NK wollen? Aija. Bilderbuch-SteinzeitkommFrau:unismus, theoretische no-go-area, und diese Stille! Ich habe noch nie so gut geschlafen wie in meinem knochenharten nordkoreanischen Hotelbett. Nachts ist es stockfinster und morgens zwitschern die Voegel, kein Handy klingelt, kein Facebook nervt mit chats und Statusmeldungen.. wer entspannen will sollte wirklich nach Nordkorea fahren.
Klingt ja schon fast romantisch :lol:
Das hab ich auf einen Campingplatz auch - Handy aus und ... Ruhe satt.
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Re: Was wird aus Nordkorea?

Beitrag von XiuMei »

blackrice hat geschrieben:
Taiyang hat geschrieben: Ich wuerde auf der Stelle nochmal (und nochmal) nach NK fahren, wenn es nicht so teuer waere.
wie meinst Du das?
Man kann ja nur an so voll organisierten Gruppenreisen teilnehmen. Und da kosten ein paar Tage in Nordkorea schon mal leicht über 1000 Euro.

Z.B. hier:
http://www.koryogroup.com/travel_groupTours.php
http://www.newkoreatours.com/north_korea_tours.html
http://www.koreakonsult.com/gruppresor%202013_eng.html
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Re: Was wird aus Nordkorea?

Beitrag von henchan »

XiuMei hat geschrieben: Man kann ja nur an so voll organisierten Gruppenreisen teilnehmen. Und da kosten ein paar Tage in Nordkorea schon mal leicht über 1000 Euro.

Z.B. hier:
http://www.koryogroup.com/travel_groupTours.php
http://www.newkoreatours.com/north_korea_tours.html
http://www.koreakonsult.com/gruppresor%202013_eng.html
Man kann schon eine Individualreise (inkl. 2 "Reiseführer") nach NK machen.
Natürlich wenn man das Geld dafür hat.

http://www.koreakonsult.com/indiv-hotel ... 8_ger.html
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no1gizmo
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Re: "Übermacht" Nordkorea

Beitrag von no1gizmo »

Laogai hat geschrieben:
no1gizmo hat geschrieben:Ich habe aber Angst vom nordkoreanischen Regime. Wenn die mich dort festhalten wollen, dann machen die das.
:lol: :lol: :lol:
Da schiebt jemand Paranoia vor sich hin. Sollte es dir gelingen als Tourist (oder in welcher Funktion auch immer) nach Nordkorea einzureisen wirst du das Land auch wieder verlassen können. Andernfalls hättest du nämlich die Weltöffentlichkeit auf deiner Seite.

Paranoia, ja.

Für die Weltöffentlichkeit interessiert man sich in Nordkorea phasenweise. Wenn man zur falschen Phase anreist, könnte man mit viel Extra-Pech dort "verweilen". Z. B. wenn es Krieg zwischen Norden und Süden geben sollte (dann wird Diplomatie dort keine große Hilfe werden, falls das NK-Regime sich entscheidet, niemanden ausreisen zu lassen).

Aber gut, unwahrscheinlich. Dann hätte ich auch nicht den Fuji-Berg besteigen dürfen, hätte ja auch ausbrechen können das Teil als ich grad auf dem Gipfel war :mrgreen:

Laogai hat geschrieben: Wenn du in die USA oder ein anderes "nettes" Land einreist und die entschließen sich dich dort "festzuhalten", dann machen die das auch. Aber dann bist du in der Hand Gottes, denn kein Schwein würde sich für dich interessieren.
Da hast du vollkommen recht. Ich betrachte die USA by the way nicht als "nettes" Land, aber ich weiß was du meinst.
Ich bilde mir aber ein, dass ich die USA gut genug einschätzen kann, dass ich mich da nicht in die Scheiße reite. Die Staatsgewalt in den USA ist mir unheimlich, aber ich halte sie noch für berechenbar, so lange man sich an Spielregeln hält.

In NK gibt es da noch so einen Faktor, den man als Einzelner nicht unbedingt beeinflussen kann.

Ich überlege, ob ich mal meine Frau für eine NK-Reise in 2014 begeistern kann :mrgreen:
NK ist eines der sehr wenigen Länder, wo eine Chinesin an der Seite Vorteile bringen könnte :lol:
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Suedchina
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Re: Was wird aus Nordkorea?

Beitrag von Suedchina »

Nordkorea ist doch wie ein Zoo Besuch fuer uns mit 5 Jahren im Westen.
Es wird reichlich Eintritt verlangt
Du darfst die Tiere oder Menschen nicht fuettern.
Auch streicheln ist nicht erwuenscht.
Es gibt nur fuer Euch Ecken wo man "shoppen" kann und das Essen wird getrennt von den (Ur)Bewohnern gereicht. Googelt mal was vor 100 Jahren alles im Zoo zu sehen war. Gut keine Nordkoreaner aber mal ein paar Menschen aus Afrika. Heute heisst es Erlebniszoo und die Tiere oder Menschen duerfen sich im Gehege fast frei aufhalten
Wenn die Sonne Erkenntnis tief steht, werfen auch Zwerge lange Schatten.
.
.guckt auch hier nach http://alternative.aktiv-forum.com/
asahi
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Re: Was wird aus Nordkorea?

Beitrag von asahi »

Ich war letzten August für 5 Tage in Nordkorea und anschließend noch in Qingdao, Nanjing, Shanghai und Peking.
Im Vielfliegertreff hab ich meinen Reisebericht des Nordkorea Teils veröffentlicht.
Hier findet ihr ihn (Achtung, es sind 340 Bilder)
http://www.vielfliegertreff.de/reiseber ... ilder.html

no1gizmo hat geschrieben:Ich würde echt gerne mal nach NK, für ne Woche oder so. Aber das Problem ist, ich kann echt meinen Mund nicht halten und wenn ichs dort übertreibe... weiß ich nicht was passieren könnte.

Dort wäre man verloren und keine Diplomatie könnte einem dort helfen.
Man muß sich schon öfters zusammenreißen, damit man nicht mit dem Reiseleiter aneckt. Wenn man aber zu sehr Nervt, kann das schon Ärger für einen selbst, die Gruppe oder aber auch für den Reiseleiter geben. Die Reiseleiter sind aber gut geschult und kennen nur eine Meinung. Die ihrer Juche Partei und der Kim Familie. Wenn man zu sehr Nervt, wird man schon mal von einem der beiden Reiseleiter zusammengestaucht. Die sind da nicht zimperlich und bekommen auch heimliches Fotografieren aus dem Handgelenk oder aus dem fahrenden Bus weiß. Aber man arrangiert sich normalerweise schon, da man ja genau weiß was einen erwartet.

Wenn man es aber darauf anlegen willst, befördern sie dich mit dem nächsten Zug oder Flugzeug schleunigst aus dem Land.

sanctus hat geschrieben:@asahi (leckeres japanisches Bier übrigens)

Sehr interessanter Beitrag. Nun gut, wie ich bereits kurz erwähnte, war deren Chinesisch wohl mit das schlechteste vom gesamten Klassenverband damals. Kann mir gut vorstellen, dass die wohl bei dem Dialog kaum etwas verstanden haben, da hat der Eine ebend einfach nur alles verneint, weil es am einfachsten war in dem Moment.

Trotzdem haben sich alle in dem Moment wohl gedacht, dass das auch einfach so passt. Vor allem die paar Südkoreaner die wir hatten, hatten einen Heidenspaß dabei.
Das mit dem verneinen denke ich auch. So haben sie sich aus der Affaire gezogen.
Wie kamen den die Nordkoreaner mit ihren Landsleuten aus dem Süden aus? Den Süden hab ich als ganz wunderbares Land mit ebensolchen fröhlichen Menschen kennengelernt. Aber im Norden war vieles so was von Düster. Da war selbst die DDR 1000x besser.

PS: da mir das Asahi Bier so Mundet, konnte ich nur diesen Nicknamen nehmen.

Bernhard hat geschrieben:also die einzigen Deutschsprachigen, die du da treffen wirst, sind deine Fremdenführer. Und die sind natürlich Widerspruch (und manchmal wohl auch Beleidigungen) von Reisenden gewohnt. Du musst ja nicht bewusst provozieren, aber bei normalem Widerspruch wird dir wohl nichts passieren.
Genau so ist es. Mit normalen hinterfragen, lockt man die Reiseleiter nicht aus der Reserve. Dazu sind sie zu gut geschult und wissen teilweise was in der Welt vor sich geht. So war unserer zu DDR Zeiten in Dresden und Ostberlin zum Studieren. Selbst nach der wende ist er öfters in Deutschland bei verschiedenen Delegationen mit dabei. Bei den Gesprächen mit ihm merkte man das er auch schon Teile der (freien) Welt gesehen und erlebt hat. Das konnte man heraushören. Dennoch gab es kein einziges Wort der Kritik am eigenen Land. Die 2. Reiseleiterin, konnte nur englisch und war bei weiten nicht so zugänglich und man merkte das sie noch nie im Ausland war. Sie war Stocksteif.

Laogai hat geschrieben:Warum?
Ist es der Reiz des Verbotenen? Weil es quasi ein no go area ist?

Keiner will nach Südkorea, obwohl es dort liebliche Landschaften und überwiegend nette Leute gibt. Aber viele wollen nach Nordkorea. Die Landschaft dort unterscheidet sich kaum von der Nordchinas oder Südkoreas. Die Einwohner scheinen ja eher verschlossen zu sein, wenn man den Berichten Glauben schenken darf. Und sie sind es erst recht wenn man die Landessprache nicht spricht.
Also: Warum nach Nordkorea reisen?
Ich war selbst schon im Süden der Halbinsel. Klar hat der Norden den Reiz des exotischen Steinzeitkommunismus. Aber das war es bei mir nicht nur. Ich hab in der Ecke (außer die Mongolei) alle Länder schon abgegrast.
Man muß aber so eine Reise schon etwas mit seinem gewissen vereinbaren, da viel von dem Geld dem Kim Clan zugutekommt. Aber die ganzen Boykotts oder das Embargo Trift ja eigentlich nur das Volk und nicht die Regierenden. Über die “grüne Grenze“ zu China kommt ja eh alles was die Herrscher benötigen. Ich wollte aber mit meinem Besuch der Bevölkerung zeigen, das die Welt sie nicht vergessen hat. Wir in der DDR waren ja auch froh, das uns der Westen nicht vergessen oder ignoriert hat. Auch wenn die nordkoreanische Bevölkerung uns auf Distanz begegnet ist, so haben sie Tief im Herzen die Hoffnung auf ein besseres Leben. Wie schnell sich so was ändert, sieht man ja gerade an Burma. Da war ich vor Jahren auch schon und jetzt bewegt sich da so viel.


ingo_001 hat geschrieben:...Weitere nützliche Info:
Visabearbeitungszeit: 4 Wochen

Aber das "Beste": Sämtl. Geld, das man für den Trip ins einzig existierende Arbeiterparadies braucht muss in bar (EUR, USD, YUAN oder YEN) mitgenommen werden.
Kreditkarten werden nicht akzeptiert - ATMs ... gibts in NK nicht.
Auch das Nachschicken von Geld ist nicht mögl. - Western Union etc. ... nicht in NK.

Gute Reise :mrgreen:
Visa war bei mir kein Problem. Hat der Veranstalter (nordkorea-info) besorgt.
Das mit dem Geld ist auch nicht so das Problem.
Wir mußten die hälfte des Reisepreises in Deutschland bezahlen. Den Rest vor Ort. Es gibt aber auch Veranstalter, wo man alles schon vorausbezahlt.
Das es Kreditkarten oder ATM´s nicht gibt ist auch nicht´s neues. In Burma wurden auch erst letztes Jahr die ersten aufgestellt. So mußte ich 2010 auch mein komplettes Budget für 3 Wochen mit ins Land nehmen. Oder Laos. Da wurden auch erst 2006-07 die ersten ATM`s installiert.
Im Reisepreis war ja alles schon dabei. Das einzige was extra gekostet hat war das Bier (ca. 1,50€ die Flasche), ein Blumenstrauß (5€) , Souvenirs und das Arirang Festival für 80€. So habe ich ca. 150€ in den 5 Tagen noch ausgegeben.
no1gizmo hat geschrieben:Ich will auch nach Südkorea (hätte sogar wirklich Interesse an der Sprache, nur bin ich mit Chinesisch und Japanisch schon völlig überlastet neben dem Beruf, habe in den letzten 2 Jahren beinahe keine Fortschritte mehr gemacht)!
...
Ich habe aber Angst vom nordkoreanischen Regime. Wenn die mich dort festhalten wollen, dann machen die das.
Vor Nordkorea braucht man keine Angst zu haben. Zumindest nicht als Tourist, Die sehen sehr das es einem an nichts fehlt und das war mein einfachster Urlaub der letzten 15 Jahre. Es wird sich von A-Z und von der ersten bis zur letzten Sekunde um dich gekümmert. Wenn du es nicht gerade drauf ankommen lässt, ist es schon ein seltsames Erlebnis. Die Regierung und ihr System sind zwar total Bekloppt, dennoch hat man als Westler nicht zu befürchten.

Laogai hat geschrieben:Da schiebt jemand Paranoia vor sich hin. Sollte es dir gelingen als Tourist (oder in welcher Funktion auch immer) nach Nordkorea einzureisen wirst du das Land auch wieder verlassen können. Andernfalls hättest du nämlich die Weltöffentlichkeit auf deiner Seite..
Ich glaube man wäre auch in jeder Zeitung, wenn man einfach in Panmunjeom die Grenze zum Süden überquert. Das würde dort recht leicht gehen. Da hat man die Weltöffentlichkeit sicher auf sich gezogen. Nur das man danach bestimmt einen Spießrutenlauf durch den südkoreanischen, amerikanischen und danach deutschen Geheimdienst hat.

Taiyang hat geschrieben:..Warum Leute nach NK wollen? Aija. Bilderbuch-Steinzeitkommunismus, theoretische no-go-area, und diese Stille! Ich habe noch nie so gut geschlafen wie in meinem knochenharten nordkoreanischen Hotelbett. Nachts ist es stockfinster und morgens zwitschern die Voegel, kein Handy klingelt, kein Facebook nervt mit chats und Statusmeldungen.. wer entspannen will sollte wirklich nach Nordkorea fahren.
...
Wenn man natuerlich seine Klappe nicht halten kann und staendig kommentieren muss wie scheinheilig alles ist und was fuer ein Unrechtsstaat das doch ist, dann sollte man wirklich besser nicht nach Nordkorea fahren.
Das mit dem Handy hat sich ja geändert. Das darf man neuerdings mitnehmen. Aber Internet ist dennoch tabu.
Wie oben schon geschrieben. Man sollte wissen warum man das Land besuchen will und was einem da erwartet. Ich habe Berichte gehört, wo es in Gruppen Querulanten gab, und die ganze Tour dadurch gelitten hat.

XiuMei hat geschrieben:Nach Nordkorea zu reisen ist gar nicht so schwierig. Ich habe schon mit einigen Leuten gesprochen, die bereits dort waren und auch hier im Thread scheints ja ein paar zu geben. Ich möchte auch gerne mal hin, vielleicht klappts ja noch dieses Jahr.
Genau so ist es. Man Bucht die Tour und muß sich eigentlich um nichts kümmern. Man wird am Flughafen abgeholt und nach dem Trip wieder in die Freiheit am Flughafen entlassen.

henchan hat geschrieben:Ich habe mir mal dieses Buch vor einiger Zeit gekauft.
Ich find es sehr interessant. Es probiert neutral über das Reisen
in Nord-Korea zu berichten.

http://www.amazon.de/Nordkorea-Handbuch ... 049&sr=8-2
Das Buch ist Gut. Das hatte ich auch mit.
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