Grufti hat geschrieben:Bernhard hat geschrieben:. Ich halte von Liu Xiaobo wenig bis nichts. Zugegeben, ich habe mich mit ihm nicht eingehend beschäftigt. Aber ich kann beim besten Willen nicht sehen, was er Positives bewirkt haben soll.
Allerdings wäre es auch wert zu analysieren, wie viele von diesen Staaten aus Überzeugung fern geblieben sind, und wie viele, weil sie wirtschaftliche Nachteile befürchteten.
Meine Meinung dazu hatte ich schon
hier (11.12.2010, 02:55 Uhr ) geäußert
Da unser admin, wie von mir vorhergesagt, den Lästerthread nicht nur gesperrt sondern total gelöscht hatte, poste ich meine Meinung über Liu Xiaobo hier noch einmal:
Aus chinesischer Sicht finde ich die Vergabe des Konfuzius-Preises an einen taiwanesischen Politiker nicht so besonders klug, denn soll der Konfuzius-Preis nicht ein
internationaler Friedenspreis als
Gegenstück zum Friedensnobel-Preis sein ???
Was macht es denn dann für einen Sinn, einen aus VR-Chinesischer Sicht
einheimischen, inländischen Politiker mit einem
internationalen Preis auszuzeichnen... ??
Aus meiner bescheidenen Sicht ist die Vergabe eines i
nternational gedachten Preis an einen Taiwanesen eine
direkte Anerkennung der internationalen Selbstständgkeit der Inselrepublik .
Die 台独份子 sollten der Organisatoren des Konfuzius-Preises aus vollem Herzen für dieses Eigentor gratulieren.
Die Organisatoren haben, wenn sie immer noch an der Ein-China-System festhalten wollen, aus
international gedachten Preis nur ein
nationales Ereignis fabriziert..
Was die Aufregung um den Friedensnobelpreisträger betrifft:
Meiner bescheidenen Meinung nach hatte sich die chinesische Regierung in diesem Fall äußerst unklug und unwürdig verhalten. Meinetwegen hätte sie Liu festhalten können, im Übrigen aber nicht so ein fürchterliches Theater machen, und andere Staaten unter Druck setzen sollen, nicht an der Verleihung in Oslo teil zu nehmen und damit Liu um ein Vielfaches bekannter zu machen (auch unter den Auslandschinesen), als er es übehaupt Wert sein mag..
China hätte besser nach dem Motto" Was kümmert es den Mond, wenn ihn die Hunde anbellen" handeln sollen, anstatt sich wie ein vor Schmerz fürchterlich aufjaulender Elefant aufzuführen, weil ihm eine Maus auf die Füße getreten ist.
Diese Gedanken sind die meiner Frau, einer normalerweise wirklich
extrem nationalistische Dame aus Beijing, bei der ich mir --schon um des lieben Hausfriedens willen-- schon abgewöhnt habe, irgendeine persönliche Meinung zu Themen zu haben, die in irgendeiner Art auch nur im Entferntesten mit Politik in Zusammenhang mit
Großchina in den Grenzen von 1292 + Taiwan (
bitte zur entsprechenden Karte scrollen!)(nee ganz so schlimm isse nich ) zu tun haben.
Es hat etwas mit "Würde und Selbstbewußtsen eines Staates" zu tun, die im umgekehrten Verhältnis zur Größe und Macht eines Landes zu stehen scheint.
Nun muß sich China auf die gleiche Stufe mit Nazi-Deutschland stellen lassen , denn bei der Verleihung des Friedensnobelpreises 1936 (für 1935) durfte ebenfalls nicht einmal ein Familienangehöriger aus Deutschland ausreisen, um den Preis für Carl von Ossietzky anzunnehmen...
P.S.
Bin mal gespannt, ob der User "F...............e" noch einmal auftaucht !