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Re: Rassismus/Anfeindungen, erlebt ihr sowas in Eurer Stadt?

Verfasst: 16.08.2009, 22:09
von beowulf
otternase hat geschrieben:nur mal zwei Bilder ohne Kommentar (das aus China habe ich selbst aufgenommen, bürge also für die Echtheit):

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hmmm, da fällt mir etwas dazu ein

"kauft nicht bei Juden" (populärer Nazi Slogan)
und
"boykottiert chinesische Produkte" (populärer Slogan vieler "Menschenrechtler")

-->bei AI, den Grünen, Free Tibet Aktivisten etc. dürfte es eine hohe Nazi Konzentration geben.

Oder ist es vielleicht doch nicht ganz das gleiche? Weil das eine ein rassistisches Statement war, aufbauend auf einer Rassenideologie und das andere ein politisches (wenn gleich auch ein unglaublich dumpfes und diskriminierendes - ich halte generelle "Boykott-Forderungen" egal ob chinesisch, deutsch oder französisch für idiotisch)?

Meiner Meinung nach gibt es in China fast überhaupt keinen Rassismus. Eigentlich im 0-Komma-irgendwas Prozenzbereich. In Deutschland ist Rassismus weiter (sic! "weiter"-->ungleich "weit") verbreitet. Trotzdem ist nicht alles Rassismus, was als Rassismus in Deutschland bezeichnet wird. Eine Abneigung gegen eine bestimmte Gruppe, z.B. Türken ist für mich nicht automatisch Rassismus.
Das liegt aber daran, wie ich Rassismus definiere. Ich wende eine sehr enge Definition an, da dieses Thema so brisant und vielschichtig ist und man mit breiten Definitionen die Komplexität nicht erfassen kann und die Gefahr hoch ist, falsche Schlüsse zu ziehen. (siehe meine "Gag"-Schlussfolgerung oben viele AI Mitglieder sind Nazis)
Rassismus ist für mich eine politische Ideologie, aufbauend auf einer falschen Darwinismus Interpretation, die von der genetischen Überlegenheit der eigenen "Rasse" ausgeht. Vorurteile, Klischees, Diskriminierung etc. sind nicht automatisch Rassismus. Auch wenn diese mit Rassismus oft Hand in Hand gehen.

Re: Rassismus/Anfeindungen, erlebt ihr sowas in Eurer Stadt?

Verfasst: 17.08.2009, 08:26
von otternase
beowulf hat geschrieben: "kauft nicht bei Juden" (populärer Nazi Slogan)
und
"boykottiert chinesische Produkte" (populärer Slogan vieler "Menschenrechtler")

-->bei AI, den Grünen, Free Tibet Aktivisten etc. dürfte es eine hohe Nazi Konzentration geben.

Oder ist es vielleicht doch nicht ganz das gleiche? Weil das eine ein rassistisches Statement war, aufbauend auf einer Rassenideologie und das andere ein politisches (wenn gleich auch ein unglaublich dumpfes und diskriminierendes - ich halte generelle "Boykott-Forderungen" egal ob chinesisch, deutsch oder französisch für idiotisch)?
ich denke nicht, dass man obige Statements miteinander vergleichen kann:

Bei dem "Kauft nicht bei Juden", ebenso wie bei dem "Japanese forbid entering" ist Grundlage eine Feindschaft gegen diese Gruppe, man will diesen etwas Böses. Es richtet sich gegen das Individuum dieser Gruppe, es ist ein Hass auf jedes einzelne Individuum dieser Gruppe, ein Menschenhass.

Bei "boykottiert chinesische Produkte" hingegen will man ja gerade etwas Positives für die Menschen dieser Gruppe erreichen (inwieweit dies angemessen und sinnvoll und erstrebenswert ist, brauchen wir hier nicht diskutieren, Gutmenschen drängen Dritten gerne auch ungefragt das "Gute" auf). Kurzum, einem "boykottiert chinesische Produkte" liegt kein Hass auf Menschen zugrunde, sondern eher ein -zu nicht geringen Teilen meiner Meinung nach verständlicher- Hass auf ein politisches System.

Trotzdem kann man hier aber natürlich diskutieren, ob es eher Nationalismus oder Rassismus ist.

Was jedoch das Verhältnis zwischen den Völkern Chinas untereinander angeht, speziell die Haltung zu und von den Uyguren, so ist dort Rassismus auf beiden Seiten meines Eindrucks nach sehr präsent, Nationalismus spielt dort hingegen keine Rolle. Und auch bei der Haltung Schwarzen gegenüber kann von Nationalismus eher weniger gesprochen werden, aber viel von Rassismus.

Re: Rassismus/Anfeindungen, erlebt ihr sowas in Eurer Stadt?

Verfasst: 17.08.2009, 08:32
von otternase
beowulf hat geschrieben:Rassismus ist für mich eine politische Ideologie, aufbauend auf einer falschen Darwinismus Interpretation, die von der genetischen Überlegenheit der eigenen "Rasse" ausgeht. Vorurteile, Klischees, Diskriminierung etc. sind nicht automatisch Rassismus. Auch wenn diese mit Rassismus oft Hand in Hand gehen.
ich halte diese Definition für allzu eng, mir scheint diese Definition hier besser geeignet, den Begriff zu fassen:

«Rassismus umfasst Ideologien und Praxisformen auf der Basis der Konstruktion von Menschengruppen als Abstammungs- und Herkunftsgemeinschaften, denen kollektive Merkmale zugeschrieben werden, die implizit oder explizit bewertet und als nicht oder nur schwer veränderbar interpretiert werden.» (Johannes Zerger, Was ist Rassismus?, Göttingen 1997, S.81)

Re: Rassismus/Anfeindungen, erlebt ihr sowas in Eurer Stadt?

Verfasst: 17.08.2009, 13:32
von NHR
beowulf hat geschrieben: Meiner Meinung nach gibt es in China fast überhaupt keinen Rassismus. Eigentlich im 0-Komma-irgendwas Prozenzbereich. In Deutschland ist Rassismus weiter (sic! "weiter"-->ungleich "weit") verbreitet.
Das sagst Du nur, weil Du keine schwarze Haut hast.
Mehr muss man dazu eigentlich nicht schreiben, weißt sicher selbst, dass Deine Aussage nur provokativer Natur war und so nicht stimmt.

Re: Rassismus/Anfeindungen, erlebt ihr sowas in Eurer Stadt?

Verfasst: 17.08.2009, 13:51
von Aremonus
Hmm.. Als ich ein Jahr in China war, habe ich von drei Vergewaltigungen erfahren. Alles Schwarzafrikaner. Vergewaltigt (und ermordet) wurde aber eine Russin, was das ganze natürlich noch größer machte. Die anderen zwei Vergewaltigungen waren dagegen Asiatinnen.
Klar, die Vergewaltigungen durch Chinesen werden einfach nicht so breitgetreten oder schaffen es nicht in den "Tratsch" der Straße.
Trotzdem: drei Vergewaltigung durch Afrikaner - das ist schon ne Menge Holz, wenn ich davon ausgehe, beileibe nicht alles zu hören.
Naja, ich kenne bloss Sichuan, und da ist mir das Verhalten vieler chinesischer Männer schon etwas eigenartig aufgestossen... Natürlich hab' ich da nicht wissenschaftlich fundierte daten, aber etwa 30 Prozent der Mädchen, die ich dort wirklich gut kenne, sind schon einmal vergewaltigt worden. Vergewaltigung wird in China einfach etwas enger gefasst als bei uns, wie mir scheint. So kommt es durchaus vor, dass in einer Beziehung sie noch nicht bereit ist, er aber will, und es sich entsprechend gegen ihren Willen holt. Was bei uns als Vergewaltigung gelten würde, ist dort höchstens unfreundlich. In keinem Fall ging sie vor Gericht...
Also kennst Du hauptsächlich schwarzafrikanische Studenten? Das ist, denke ich mal, eine spezielle Klientel. Der Durchschnittsschwarze in GZ (& anscheinend in Peking ebenso) scheint da etwas anders zu sein.
Ja, das stimmt. Ich kenne aussschliesslich schwarzafrikanische Studenten und Geschäftsleute - habe noch keine andern in Chengdu getroffen... Und die waren allesamt wirklich in Ordnung. Kann gut sein, dass das in andern Städten anders ist.. Aber auch in der Schweiz kenne ich keine der Afrikaner, wie die oben Beschrieben...

Meine chinesische Freundin ist da auch nicht so rassistisch, dass sie meine afrikanischen Studienkollegen wegen ihrer Hautfarbe andissen würde.
Meiner Meinung nach gibt es in China fast überhaupt keinen Rassismus.
Nungut, das habe ich aber vollkommen anders erlebt. Aber meine Erlebniss habe ich im letzten Post bereits geschildert. Ich sah oft auch Rassismus gegen Muslime und sogar gegen Südeuropäer (Italiener und Spanier oO)
Ich habe sogar gesehn, wie kleine Mädchen zu weinen begannen, als mein dunkelhäutiger Klassenkamarad sie grüsste - während sie mich noch zuvor grüssten und ein bisschen englisch reden wollten^^
ich denke nicht, dass man obige Statements miteinander vergleichen kann
Doch, ich denke schon. Ich kenne auch viele, die die Chinesen für eine unmoralische Kopierkonkurrenz halten und daher keine chinesischen Produkte kaufen. Also wer so etwas fordert, wendet, egal gegen wen, immer demagogischen Stil an und kann nicht ernst genommen werden. In Amerika und in der EU werden jetzt sogar ausreden wie "Umweltschutz" oder "Menschenrechte" benutzt, um den eigenen Markt abzuschotten gegenüber dem Chinesischen.
Natürlich gibt es einen Unterschied: Die Juden waren es ja, die den Neger an den Rhein gebracht und die Krise 1929 verursacht haben. Die Chinesen sind bloss "verantwortlich" dafür, dass Kalle und Schorsch keinen Job mehr finden.. oO

Re: Rassismus/Anfeindungen, erlebt ihr sowas in Eurer Stadt?

Verfasst: 17.08.2009, 14:03
von otternase
Aremonus hat geschrieben:
ich denke nicht, dass man obige Statements miteinander vergleichen kann
Doch, ich denke schon. Ich kenne auch viele, die die Chinesen für eine unmoralische Kopierkonkurrenz halten und daher keine chinesischen Produkte kaufen. Also wer so etwas fordert, wendet, egal gegen wen, immer demagogischen Stil an und kann nicht ernst genommen werden. In Amerika und in der EU werden jetzt sogar ausreden wie "Umweltschutz" oder "Menschenrechte" benutzt, um den eigenen Markt abzuschotten gegenüber dem Chinesischen.
das sind aber nicht die gleichen wie die von beowolf genannten Gruppen "AI, den Grünen, Free Tibet Aktivisten etc." (bzw. es gibt höchstens zufällig Überlappungen, aber nicht ideologisch) Gerade in diesen Gruppen gibt es viele, die sich vehement gegen Patente und Copyright ausprechen.

Re: Rassismus/Anfeindungen, erlebt ihr sowas in Eurer Stadt?

Verfasst: 17.08.2009, 14:49
von userhar
Hallo zusammen,

Das sind natürlich insgesamt traurige Geschichten. Gott sei Dank ist das in Berlin nicht so kritisch. Aber verwunderlich ist das eigentlich nicht. Auch meine Frau wurde diskriminiert und kriminalisiert. Aber nicht von irgendwelchen Leuten, sondern seitens der Regierenden.

So durfte meine Frau nicht an das Sterbebett meiner Mutter, weil "das nicht im öffentlichen Interesse ist". Außerdem:" wir unterstellen, dass ihre Frau dann illegal in Deutschland bleibt". Die Regierung macht´s vor! Dazu gehört auch die zwangsweise Trennung von 1 1/2 Jahre, weil "es in unserem Interesse liegt und sich die Frau mit dem Ehemann dann auch verständigen kann".

Die Leute, die so reagieren, wie sie reagieren sind in meinen Augen nichts weiter, als das Sprachrohr von Merkel, Steinmeier und co. Steht da nicht irgendwas im Grundgesetz? Und viele halten den Mund um nicht anzuecken.

Sollte jemand eine Idee haben, wen man noch ruhigen Gewissens wählen kann, wäre ich für einen Tipp dankbar

Trotzdem alles Gute denen, die es betroffen hat.

Re: Rassismus/Anfeindungen, erlebt ihr sowas in Eurer Stadt?

Verfasst: 17.08.2009, 14:53
von otternase
userhar hat geschrieben:Sollte jemand eine Idee haben, wen man noch ruhigen Gewissens wählen kann, wäre ich für einen Tipp dankbar
prinzipiell ist die Auswahl gross, aber eine Partei, die man vollumfänglich guten Gewissens wählen kann, ist mir auch nicht untergekommen:

* SPD – Sozialdemokratische Partei Deutschlands (16 Landeslisten)
* CDU – Christlich Demokratische Union Deutschlands (15 Landeslisten, nicht in Bayern)
* FDP – Freie Demokratische Partei (16 Landeslisten)
* DIE LINKE. – Die Linke (16 Landeslisten)
* GRÜNE – Bündnis 90/Die Grünen (16 Landeslisten)
* CSU – Christlich-Soziale Union in Bayern (Landesliste nur in Bayern)
* NPD – Nationaldemokratische Partei Deutschlands (16 Landeslisten)
* DVU – Deutsche Volksunion (12 Landeslisten)
* MLPD – Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands (16 Landeslisten)
* PIRATEN – Piratenpartei Deutschland (15 Landeslisten, nicht in Sachsen)
* REP – Die Republikaner (11 Landeslisten)
* ödp – Ökologisch-Demokratische Partei (8 Landeslisten)
* BüSo – Bürgerrechtsbewegung Solidarität (7 Landeslisten)
* Die Tierschutzpartei – Mensch Umwelt Tierschutz (6 Landeslisten)
* RRP – Rentnerinnen und Rentner Partei (5 Landeslisten)
* FAMILIE – Familien-Partei Deutschlands (4 Landeslisten)
* PBC – Partei Bibeltreuer Christen (4 Landeslisten)
* DIE VIOLETTEN – Die Violetten – für spirituelle Politik (3 Landeslisten)
* RENTNER – Rentner-Partei-Deutschland (3 Landeslisten)
* PSG – Partei für Soziale Gleichheit, Sektion der Vierten Internationale (Landeslisten in Berlin und NRW)
* Volksabstimmung – Ab jetzt…Bündnis für Deutschland, für Demokratie durch Volksabstimmung (Landeslisten in Baden-Württemberg und NRW)
* CM – Christliche Mitte – für ein Deutschland nach Gottes Geboten (Landesliste nur in Bayern)
* BP – Bayernpartei (Landesliste nur in Bayern)
* DKP – Deutsche Kommunistische Partei (Landesliste nur in Berlin)
* ADM – Allianz der Mitte (Landesliste nur in Baden-Württemberg)
* FWD – Freie Wähler Deutschland (Landesliste nur in Brandenburg)
* ZENTRUM – Deutsche Zentrumspartei – Älteste Partei Deutschlands gegründet 1870 (Landesliste nur in NRW)

Re: Rassismus/Anfeindungen, erlebt ihr sowas in Eurer Stadt?

Verfasst: 17.08.2009, 15:03
von domasla
Außer Konkurrenz, aber mit den Aussichten auf die besten Quoten gäbe es noch die

* HSP - Horst Schlämmer Partei.

D., Off und Topic?

Re: Rassismus/Anfeindungen, erlebt ihr sowas in Eurer Stadt?

Verfasst: 17.08.2009, 15:08
von otternase
sicher offtopic

hat schon etwas Originelles, sogar im Offtopic-Forum noch Offtopic zu werden...

erwähnt seien in dem Kontext aber noch

Die Grauen
Die Partei
Freie Union (Pauli-Partei)

die wurden im wesentlichen wegen Formalien nicht zugelassen--- Ein etwas fragwürdiger Vorgang!

Re: Rassismus/Anfeindungen, erlebt ihr sowas in Eurer Stadt?

Verfasst: 17.08.2009, 15:14
von andy
otternase hat geschrieben:sicher offtopic

hat schon etwas Originelles, sogar im Offtopic-Forum noch Offtopic zu werden...

erwähnt seien in dem Kontext aber noch

Die Grauen
Die Partei
Freie Union (Pauli-Partei)

die wurden im wesentlichen wegen Formalien nicht zugelassen--- Ein etwas fragwürdiger Vorgang!
Pauli Partei?
Ich sag nur NPD Tarnliste.
Und man braucht ja auch Nicht für jeden Müll eine eigene Partei.

Re: Rassismus/Anfeindungen, erlebt ihr sowas in Eurer Stadt?

Verfasst: 17.08.2009, 15:21
von otternase
wählen würde ich die Freie Union auch nicht, aber die Vorgänge um die Nichtzulassung sind schon mehr als grotesk, kann man zB. hier nachlesen:
http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 42,00.html

Zitat Sonneborn (Die Partei)
"Der letzte Wahlleiter in diesem Land, der derart undemokratisch mit kleinen und anderen Parteien umgesprungen ist", so Sonneborn an die Adresse von Bundeswahlleiter Roderich Egeler, "ist 1946 von einem alliierten Militärtribunal hingerichtet worden".

heftig, aber nicht unberechtigt!



um aber mal wieder wenigstens etwas on-topic zu werden:
hat denn inzwischen jemand unter den 27 Parteien oder auch den drei nicht-zugelassenen eine Partei gefunden, die sich konsequent für die Rechte von binationalen Lebensgemeinschaften einsetzt?
Ich nicht, und daher würde ich behaupten wollen, dass 27 Parteien offenbar noch nicht genug sind---

Re: Rassismus/Anfeindungen, erlebt ihr sowas in Eurer Stadt?

Verfasst: 17.08.2009, 15:55
von Mathias
domasla hat geschrieben:Außer Konkurrenz, aber mit den Aussichten auf die besten Quoten gäbe es noch die * HSP - Horst Schlämmer Partei.
Also meine Stimme hat der Horst, vor allem hat der Mann einfach Stil.

Sorry, das musste jetzt einfach raus :wink:

Re: Rassismus/Anfeindungen, erlebt ihr sowas in Eurer Stadt?

Verfasst: 17.08.2009, 18:51
von no1gizmo
otternase hat geschrieben: hat denn inzwischen jemand unter den 27 Parteien oder auch den drei nicht-zugelassenen eine Partei gefunden, die sich konsequent für die Rechte von binationalen Lebensgemeinschaften einsetzt?
Welche speziellen Rechte benötigt denn eine binationale Ehe :?: :?:

Re: Rassismus/Anfeindungen, erlebt ihr sowas in Eurer Stadt?

Verfasst: 17.08.2009, 20:31
von otternase
no1gizmo hat geschrieben:
otternase hat geschrieben: hat denn inzwischen jemand unter den 27 Parteien oder auch den drei nicht-zugelassenen eine Partei gefunden, die sich konsequent für die Rechte von binationalen Lebensgemeinschaften einsetzt?
Welche speziellen Rechte benötigt denn eine binationale Ehe :?: :?:
da würde mir als sympathisches Politikprogramm einfallen (mal so ganz ungeordnet):

1) Verzicht auf unsinnige Dokumentforderungen und überbordenden Bürokratismus. Wenn binationale Ehen in anderen europäischen Ländern (wie zB. Dänemark) rechtskräftig mit weitaus weniger Aufwand geschlossen werden können, warum dann nicht auch in D?
1b) Bearbeitung von Dokumenten und Hochzeiten mindestens in allen europäischen Amtsprachen ohne Dolmetscher

2) grosszügigere Vergabe von Besuchervisa bei Verlobten. ZB. in Situationen wie sie userhar oben geschildert hat.

3) Schaffung von Besuchervisa über mehr als 90 Tage (natürlich nur, wenn dadurch keine Kosten für den Staat entstehen) für Verlobte und für enge Angehörige von binational Verheirateten

4) Verzicht auf A1-Vorleistung bei Visa für Hochzeit und Familienzusammenführung

5) Möglichkeit der doppelten Staatsbürgerschaft für Kinder aus binationalen Ehen lebenslang und nicht bis zum 23. Lebensjahr begrenzt

6) steuerliche Anerkennung von Kosten für Sprachkurse und andere Integrationsmassnahmen von ausländischen Ehepartnern

7) vereinfachte steuerliche Anerkennung von Unterhaltsleistungen an bedürftige Familienmitglieder der ausländischen Familie

... to be continued