aquadraht hat geschrieben:
Naja, viel Unsinn in wenigen Sätzen.
So viel zu deinem Post, ich gehe da nochmal näher drauf ein.
aquadraht hat geschrieben:
Man bekommt zwar jeden Mitarbeiter raus, schlimmstenfalls mit dicken Abfindungen oder durch Betriebsschließung. Es kann halt so teuer werden, dass man es vernünftigerweise lässt, wenn kein vernünftiger Grund vorliegt. Und nach der neueren Rechtsprechung von BAG und BGH ist die Bagatell-Verdachtskündigung tot. Da hat das in den Menschenrechten begründete Verhältnismässigkeitsprinzip endlich über das Unternehmerinteresse gesiegt (Grund war wohl der massive gesellschaftliche Druck).
Geht immer, glaub mir, auch ohne Abfindung. Aber selbst mit Abfindung lohnt es sich ggf.
"Menschenrechte" scheinen ja ein tolles "Gutmenschen"-Argument zu sein, ist aber totaler Quatsch auf diese Weise zu argumentieren.
Geschäft ist Geschäft, wir sind hier nicht bei "Wünsch dir was".
aquadraht hat geschrieben:
Wer "in Deutschland niemanden einstellen" würde, hat entweder ein Gewerbe, das Festanstellungen unwirtschaftlich erscheinen lässt (in dem Falle nicht den Rand aufreissen über Wirtschaftsunternehmen, von denen man keine Ahnung hat)
Da ich auch im Moment wieder bei einem solchen großen Wirtschaftsunternehmen arbeite, würde ich nicht behaupten, dass ich davon keine Ahnung hätte.
aquadraht hat geschrieben:
oder leidet unter massiver Ignoranz des Arbeitsrechts und obendrein noch Rechenschwäche.
So ein Quark, obwohl das mit der Ignoranz.... ich lasse mir ungerne vorschreiben, mit wem ich wie lange Geschäfte mache, selbst als Arbeitnehmer (wobei ich mich an das, was im Arbeitsvertrag vereinbart wurde, halten werde, sonst hätte ich den Arbeitsvertrag ja nicht angenommen oder ggf. anders verhandelt).
aquadraht hat geschrieben:
Ich arbeite selbst als Freiberufler und lasse mir den Unterschied zur Festanstellung recht ordentlich vergüten.
Ja, dafür muss der AG ja auch für dich keine Sozialversicherungsbeiträge zahlen und kann dir ohne zu zögern "tschüss" sagen (ohne sich Gedanken machen muss, wir er das jetzt am besten angeht).
Die meisten Freiberufler verdienen soooo viel mehr nun auch nicht, abgesehen von den echten Experten, die man sich aber so wie jeden Freiberufler und freien Mitarbeiter (nicht dasgleiche) nur für genau so lange gönnt, wie man den brauch.
aquadraht hat geschrieben:
Die meisten, die über Bürokratie im deutschen Arbeitsrecht jammern, haben schlicht keine Ahnung. Der Rest lügt böswillig bzw. betreibt Propaganda. Das deutsche Arbeitsrecht ist in keiner Weise extrem und erlaubt die Auflösung von Arbeitsverhältnissen aus allen vernünftigen und vertretbaren Gründen ohne grosse Probleme.
Haha! Ich lach mich schlapp. Deswegen sind die Unternehmen ja auch so locker beim Einstellen von neuen Mitarbeitern und versuchen auch überhaupt nicht ihre Standorte ins Ausland zu verlagern..... neeeeeeinnnn.. Wer hier wohl keine Ahnung hat (oder vielleicht einfach nur eine rosa rote Brille trägt?)
aquadraht hat geschrieben:
Das "hire and fire" ist der feuchte Machtgeilheitstraum unfähiger Manager und Unternehmer. In China wird denen auch schon mal der Schädel eingeschlagen. Die chinesische Regierung wusste schon, warum sie als Vorlage für die Arbeitsrechtsreform das deutsche Arbeitsrecht genommen hat und nicht das der USA.
Der Kapitalistenhasser lässt seinen Gedanken freien Lauf, rock´n roll!