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Re: Bundestagswahl 2009 -Welche Partei wählt ihr?

Verfasst: 28.09.2009, 18:30
von bossel
TaugeNix hat geschrieben:Es fehlt eine echte Partei des Volkes, eine die die wirklich Probleme des Landes anpackt.
Ach wo. Partikularisierung hat auch was für sich. Ich (als Nichtwähler) finde es ganz gut, daß sich D jetzt holländischen Verhältnissen annähert. Ich hätte da noch ganz andere Vorstellungen, aber das holländische Modell ist als Anfang gar nicht schlecht.



hifi hat geschrieben:Ja, herzlichen Glückwunsch an Deutschland!
Holla! Rieche ich da Sarkasmus? :mrgreen:

Ich denke, Du siehst das etwas zu negativ. Deutschland ist sozialdemokratisch; das ganze System. Die Unterschiede zw. den diversen Regierungen sind dementsprechend marginal. Ist im Endeffekt alles die gleiche Soße. Die FDP ist nicht wesentlich (neo-)liberaler als die SPD. Wenn's von den Zahlen gepaßt hätte, wäre auch eine SPD-FDP-Regierung zustande gekommen.



Grufti hat geschrieben:"Arbeitsplätze nicht retten " heißt "Arbeitsplätze schaffen" ???? :roll: :roll:
das ist ein Orwell´scher Neusprech, den ich leider nicht verstehe...
Das ist ähnlich wie bei der Bankenkrise. Wenn die Unternehmen denken, daß der Staat schon eingreift, wenn's schiefgeht, dann wird auf Teufel komm raus kurzfristig gewirtschaftet.
Langfristig kann das sehr wohl mehr Arbeitsplätze kosten.

Re: Bundestagswahl 2009 -Welche Partei wählt ihr?

Verfasst: 28.09.2009, 21:37
von C.Maniac
bossel hat geschrieben:Ist im Endeffekt alles die gleiche Soße. Die FDP ist nicht wesentlich (neo-)liberaler als die SPD. Wenn's von den Zahlen gepaßt hätte, wäre auch eine SPD-FDP-Regierung zustande gekommen.
Ich bezweifle Stark das überhaupt mal eine Rot-Gelbe Regierung zustande kommt.
Liberaler hin oder her, es geht letztendlich um die Politik die gemacht wird und diese geht bei beiden Parteien sehr weit ausseinander.
Liberator hat geschrieben: Sozial ist, was Arbeit schafft, und da traue ist der FDP noch am meisten zu, eben weil sie der Wirtschaft nahe steht, bzw. weil sie leider die einzige Partei ist, die überhaupt etwas von Wirtschaft versteht
Sozial ist was Arbeit schafft, aber Nicht auf Kosten Sozialer Gleichheit

FDP Interessiert sich für die Wirtschaft, vor allem für den Mittelstand.
Jetzt müssen wir wieder mal durch eine Zeit von Schwarz/Gelb, die uns in der Vergangenheit ja richtig weit gebracht hat und Eigentlich daran schuld ist wo wir gerade stehen.

Das so viele FDP wählen, sagt Eigentlich nur aus das sich viele Nie mit Politik beschäftigt haben.
In einem Land wo es mehr Arbeiter als Mittelstand gibt, ist es erschreckend das eine Partei dermaßen viele % kriegt.
Mal schauen wie lange es diesmal dauert bis die Bevölkerung begreift, was eigentlich da gerade im Gange ist.

Re: Bundestagswahl 2009 -Welche Partei wählt ihr?

Verfasst: 29.09.2009, 01:53
von belrain
C.Maniac hat geschrieben: Ich bezweifle Stark das überhaupt mal eine Rot-Gelbe Regierung zustande kommt.
Liberaler hin oder her, es geht letztendlich um die Politik die gemacht wird und diese geht bei beiden Parteien sehr weit ausseinander.
Eigentlich ist es wurscht, wie weit Parteiprogramme auseinander sind. Im Endeffekt geht es den Parteien heute nur noch darum, an die Macht zu kommen.
Wenn es nicht anders gegangen waere, haette sich die CDU auch mit der Linkspartei zusammen getan. So ist es natuerlich einfacher, da CDU und FDP schon immer gern kooperiert haben.

Re: Bundestagswahl 2009 -Welche Partei wählt ihr?

Verfasst: 29.09.2009, 03:35
von Grufti
Bitte postet im Thread Schwarz-Gelb: Positiv oder negativ für Deutschland ? weiter, da die Wahl ja vorbei ist.
Vielen Dank !


Gruß
Grufti

Re: Bundestagswahl 2009 -Welche Partei wählt ihr?

Verfasst: 29.09.2009, 06:45
von jadelixx
Jedenfalls hat Sanctus' Vormessung im Forum ganz gut funktioniert. Alle Parteien, die hier gegenueber den beiden grossen Volksparteien gut da standen, haben auch in der Realitaet kraeftig zugelegt. Auch die Auswahl der Piraten als kleinste Partei war berechtigt. Sie ist unter den im Parlament nicht zugelassenen Parteien die Staerkste mit 2%.
http://www.bundeswahlleiter.de/de/bunde ... index.html" target="_blank
Bemerkenswert ist die hohe Anzahl an ungueltigen Stimmen. Bei den Zweitstimmen immerhin 640.091!. Ein direkter Verweiss darauf, wie dramatisch der Bildungsnotstand in der BRD ist. 2 Kreuze zu machen, kann eigentlich nicht so schwer sein.
Ungefaehr 2,6 Mio gueltige Stimmen wurden durch die 5% Klausel fuer Parteien offiziell entwertet. Man darf davon ausgehen, das den kleineren Parteien durch Prognosen und durch wirtschaftsabhaengige Ausrichtung der Mainstream Presse etwa 2 bis 3 mal so viele Stimmen verloren gehen. Die Schattenzahl fuer Stimmen, die man nicht hoeren will oder die Maintream waehlen muessen, laege dann bei 10-15%.
Selbst hier im Forum gab es Meinungen, wie 'Kleinstpartei XY waehle ich nicht, da die ja keine Chance haben, usw. ...'
In der DDR hat man die Diktatur der Mehrheit durch die Arbeiterklasse als Demokratie interpretiert, in der jetzigen BRD ist es die Diktatur des Mainstreams.

Ich bin auf den Abschlussbericht der OSZE gespannt:
Fast wie in Usbekistan