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Re: Erdbebeben in China selbst mitverursacht?
Verfasst: 16.02.2009, 10:12
von Hendrik
In der Tat, die feste Erdkruste liegt auf dem flüssigen Inneren, wie dünne, gebrochene Eischeiben auf einem See. Da gibt es Stöße und manchmal schieben sich diese übereinander. Wenn man jetzt punktuell Gewicht darauf stellt, dann kann das einiges bewirken. Allerdings muss man trotz des Gewichts dieses Sees fragen, wie viel wiegt der See im vergleich zu den angrenzenden Bergen?
Re: Erdbebeben in China selbst mitverursacht?
Verfasst: 16.02.2009, 14:59
von bossel
Hendrik hat geschrieben:Allerdings muss man trotz des Gewichts dieses Sees fragen, wie viel wiegt der See im vergleich zu den angrenzenden Bergen?
Die Berge haben sich aber in letzter Zeit nicht sonderlich verändert, nehme ich mal an. Der Stausee ist aber in (geologisch gesehen) sehr kurzer Zeit entstanden, & kann dementsprechend ein bestehendes "Gleichgewicht" verändert haben. Durch die Kontinentaldrift wäre das zwar früher oder später sowieso passiert, aber es geht ja darum, was das Beben ausgelöst hat & ob die Auswirkungen uU wegen des Dammes größer waren.
Aus dem SZ-Artikel:
"[...]Die Spannung im Untergrund habe sich in den gut zwei Jahren 25-mal so stark erhöht wie normalerweise, berichtet der Seismologe Christian Klose von der Columbia University in den USA.
[...]
Die Blöcke seien in jene Richtung geruckt, in die der Druck-Anstieg der vergangenen zwei Jahre sie gedrängt hatte, sagt Klose. "Die Wassermassen haben die Störzone destabilisiert." Der Stausee habe das "lokale Erdbebengeschehen klar beeinflusst", bestätigen etwas nebulös Geophysiker um Lei Xinglin von der chinesischen Erdbeben-Behörde im Fachblatt Geology and Seismology.
[...]"
Re: Erdbebeben in China selbst mitverursacht?
Verfasst: 16.02.2009, 15:54
von ingo_001
bossel hat geschrieben:"Die Wassermassen haben die Störzone destabilisiert." Der Stausee habe das "lokale Erdbebengeschehen klar beeinflusst", bestätigen etwas nebulös Geophysiker um Lei Xinglin von der chinesischen Erdbeben-Behörde im Fachblatt Geology and Seismology.
[...]"
Was also nichts anderes als "JA" bedeutet - und die Frage somit beantwortet.
Der Zeitpunkt des Erdbebens (das sowieso gekommen wäre) ist demzufolge wahrscheinlich durch den Stausee "vorverlegt" worden.
Re: Erdbebeben in China selbst mitverursacht?
Verfasst: 17.02.2009, 02:18
von de guo xiong
Hendrik hat geschrieben:In der Tat, die feste Erdkruste liegt auf dem flüssigen Inneren, wie dünne, gebrochene Eischeiben auf einem See. Da gibt es Stöße und manchmal schieben sich diese übereinander.
Meines Wissen schieben sich die *Platten* ständig übereinander ....
de guo xiong, der nur mal was sagen wollte
Re: Erdbebeben in China selbst mitverursacht?
Verfasst: 17.02.2009, 02:42
von Grufti
de guo xiong hat geschrieben:Hendrik hat geschrieben:In der Tat, die feste Erdkruste liegt auf dem flüssigen Inneren, wie dünne, gebrochene Eischeiben auf einem See. Da gibt es Stöße und manchmal schieben sich diese übereinander.
Meines Wissen schieben sich die *Platten* ständig übereinander ....
de guo xiong, der nur mal was sagen wollte
Richtig... eines der letzten Male, bei dem das in spektakulärer Weise geschehen ist, entstand der große
津波 von Ende Dezember 2004
Re: Erdbebeben in China selbst mitverursacht?
Verfasst: 17.02.2009, 03:48
von beowulf
Grufti hat geschrieben:de guo xiong hat geschrieben:Hendrik hat geschrieben:In der Tat, die feste Erdkruste liegt auf dem flüssigen Inneren, wie dünne, gebrochene Eischeiben auf einem See. Da gibt es Stöße und manchmal schieben sich diese übereinander.
Meines Wissen schieben sich die *Platten* ständig übereinander ....
de guo xiong, der nur mal was sagen wollte
Richtig... eines der letzten Male, bei dem das in spektakulärer Weise geschehen ist, entstand der große
津波 von Ende Dezember 2004
Ich glaube er meint, dass die Platten sich kontinuierlich "übereinander" schieben bzw. in Bewegung sind:
wiki:
Insbesondere an den Plattengrenzen, wo sich verschiedene Platten auseinander (Spreizungszone), aufeinander zu (Kollisionszone) oder aneinander vorbei (Transformverwerfung) bewegen, kommt es zum Aufbau von Spannungen innerhalb des Gesteins, wenn sich die Platten in ihrer Bewegung verhaken und verkanten. Wird die Scherfestigkeit der Gesteine überschritten, entladen sich diese Spannungen durch ruckartige Bewegungen der Erdkruste und es kommt zum tektonischen Beben.
Beowulf der gerade merkt, dass er im Prinzip überhaupt nix über Erdbeben weiß und das Gefühl hat, dass auch Journalisten nicht gerade in dem Thema bewandert sind (wie so oft

.
Re: Erdbebeben in China selbst mitverursacht?
Verfasst: 17.02.2009, 09:20
von ingo_001
In Kurz-Form auch Plattentektonik genannt

Re: Erdbebeben in China selbst mitverursacht?
Verfasst: 17.02.2009, 09:51
von devurandom
Hendrik hat geschrieben:.... die feste Erdkruste liegt auf dem flüssigen Inneren, wie dünne, gebrochene Eischeiben auf einem See ..... Wenn man jetzt punktuell Gewicht darauf stellt, dann kann das einiges bewirken. ....
Aua
Gruss
/dev/urandom
Re: Erdbebeben in China selbst mitverursacht?
Verfasst: 17.02.2009, 16:34
von maxule
devurandom hat geschrieben:Hendrik hat geschrieben:.... die feste Erdkruste liegt auf dem flüssigen Inneren, wie dünne, gebrochene Eischeiben auf einem See ..... Wenn man jetzt punktuell Gewicht darauf stellt, dann kann das einiges bewirken. ....
Aua
Vor allem muss man aufpassen, dass die Schollen nicht kentern ...

EDIT: Und ich vergaß, die Bewohner am Ural müssen dann aufpassen, dass sie nicht in den Weltraum geschleudert werden ...
