Erdbebeben in China selbst mitverursacht?

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Hendrik
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Re: Erdbebeben in China selbst mitverursacht?

Beitrag von Hendrik »

In der Tat, die feste Erdkruste liegt auf dem flüssigen Inneren, wie dünne, gebrochene Eischeiben auf einem See. Da gibt es Stöße und manchmal schieben sich diese übereinander. Wenn man jetzt punktuell Gewicht darauf stellt, dann kann das einiges bewirken. Allerdings muss man trotz des Gewichts dieses Sees fragen, wie viel wiegt der See im vergleich zu den angrenzenden Bergen?
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bossel
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Re: Erdbebeben in China selbst mitverursacht?

Beitrag von bossel »

Hendrik hat geschrieben:Allerdings muss man trotz des Gewichts dieses Sees fragen, wie viel wiegt der See im vergleich zu den angrenzenden Bergen?
Die Berge haben sich aber in letzter Zeit nicht sonderlich verändert, nehme ich mal an. Der Stausee ist aber in (geologisch gesehen) sehr kurzer Zeit entstanden, & kann dementsprechend ein bestehendes "Gleichgewicht" verändert haben. Durch die Kontinentaldrift wäre das zwar früher oder später sowieso passiert, aber es geht ja darum, was das Beben ausgelöst hat & ob die Auswirkungen uU wegen des Dammes größer waren.

Aus dem SZ-Artikel:
"[...]Die Spannung im Untergrund habe sich in den gut zwei Jahren 25-mal so stark erhöht wie normalerweise, berichtet der Seismologe Christian Klose von der Columbia University in den USA.
[...]
Die Blöcke seien in jene Richtung geruckt, in die der Druck-Anstieg der vergangenen zwei Jahre sie gedrängt hatte, sagt Klose. "Die Wassermassen haben die Störzone destabilisiert." Der Stausee habe das "lokale Erdbebengeschehen klar beeinflusst", bestätigen etwas nebulös Geophysiker um Lei Xinglin von der chinesischen Erdbeben-Behörde im Fachblatt Geology and Seismology.
[...]"
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ingo_001
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Re: Erdbebeben in China selbst mitverursacht?

Beitrag von ingo_001 »

bossel hat geschrieben:"Die Wassermassen haben die Störzone destabilisiert." Der Stausee habe das "lokale Erdbebengeschehen klar beeinflusst", bestätigen etwas nebulös Geophysiker um Lei Xinglin von der chinesischen Erdbeben-Behörde im Fachblatt Geology and Seismology.
[...]"
Was also nichts anderes als "JA" bedeutet - und die Frage somit beantwortet.
Der Zeitpunkt des Erdbebens (das sowieso gekommen wäre) ist demzufolge wahrscheinlich durch den Stausee "vorverlegt" worden.
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.

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de guo xiong
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Re: Erdbebeben in China selbst mitverursacht?

Beitrag von de guo xiong »

Hendrik hat geschrieben:In der Tat, die feste Erdkruste liegt auf dem flüssigen Inneren, wie dünne, gebrochene Eischeiben auf einem See. Da gibt es Stöße und manchmal schieben sich diese übereinander.
Meines Wissen schieben sich die *Platten* ständig übereinander ....

de guo xiong, der nur mal was sagen wollte
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Grufti
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Re: Erdbebeben in China selbst mitverursacht?

Beitrag von Grufti »

de guo xiong hat geschrieben:
Hendrik hat geschrieben:In der Tat, die feste Erdkruste liegt auf dem flüssigen Inneren, wie dünne, gebrochene Eischeiben auf einem See. Da gibt es Stöße und manchmal schieben sich diese übereinander.
Meines Wissen schieben sich die *Platten* ständig übereinander ....

de guo xiong, der nur mal was sagen wollte
Richtig... eines der letzten Male, bei dem das in spektakulärer Weise geschehen ist, entstand der große 津波 von Ende Dezember 2004
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Re: Erdbebeben in China selbst mitverursacht?

Beitrag von beowulf »

Grufti hat geschrieben:
de guo xiong hat geschrieben:
Hendrik hat geschrieben:In der Tat, die feste Erdkruste liegt auf dem flüssigen Inneren, wie dünne, gebrochene Eischeiben auf einem See. Da gibt es Stöße und manchmal schieben sich diese übereinander.
Meines Wissen schieben sich die *Platten* ständig übereinander ....

de guo xiong, der nur mal was sagen wollte
Richtig... eines der letzten Male, bei dem das in spektakulärer Weise geschehen ist, entstand der große 津波 von Ende Dezember 2004
Ich glaube er meint, dass die Platten sich kontinuierlich "übereinander" schieben bzw. in Bewegung sind:

wiki:
Insbesondere an den Plattengrenzen, wo sich verschiedene Platten auseinander (Spreizungszone), aufeinander zu (Kollisionszone) oder aneinander vorbei (Transformverwerfung) bewegen, kommt es zum Aufbau von Spannungen innerhalb des Gesteins, wenn sich die Platten in ihrer Bewegung verhaken und verkanten. Wird die Scherfestigkeit der Gesteine überschritten, entladen sich diese Spannungen durch ruckartige Bewegungen der Erdkruste und es kommt zum tektonischen Beben.

Beowulf der gerade merkt, dass er im Prinzip überhaupt nix über Erdbeben weiß und das Gefühl hat, dass auch Journalisten nicht gerade in dem Thema bewandert sind (wie so oft :-).
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Re: Erdbebeben in China selbst mitverursacht?

Beitrag von ingo_001 »

In Kurz-Form auch Plattentektonik genannt :wink:
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.

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devurandom
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Re: Erdbebeben in China selbst mitverursacht?

Beitrag von devurandom »

Hendrik hat geschrieben:.... die feste Erdkruste liegt auf dem flüssigen Inneren, wie dünne, gebrochene Eischeiben auf einem See ..... Wenn man jetzt punktuell Gewicht darauf stellt, dann kann das einiges bewirken. ....
Aua
:roll:

Gruss
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maxule
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Re: Erdbebeben in China selbst mitverursacht?

Beitrag von maxule »

devurandom hat geschrieben:
Hendrik hat geschrieben:.... die feste Erdkruste liegt auf dem flüssigen Inneren, wie dünne, gebrochene Eischeiben auf einem See ..... Wenn man jetzt punktuell Gewicht darauf stellt, dann kann das einiges bewirken. ....
Aua :roll:
Vor allem muss man aufpassen, dass die Schollen nicht kentern ... :shock:
EDIT: Und ich vergaß, die Bewohner am Ural müssen dann aufpassen, dass sie nicht in den Weltraum geschleudert werden ... :mrgreen:
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