Inzwischen ist der Verkauf von nicht fertiggestellten Wohnungen (bis zu 90% des Bestandes) chinaweit praktisch zusammengebrochen.
https://www.reuters.com/world/china/chi ... 022-07-20/
Analysten gehen davon aus, dass sich die - in ihrer Größenordnung einzigartige - Pleitewelle bei den chinesischen Immobilienunternehmen nicht nur fortsetzen, sondern beschleunigen wird.
Neue Spezial-Zensoren machen jede Kritik an den von einem Bankrott bedrohten Banken platt.
https://www.reuters.com/world/china/chi ... 022-07-20/
Eine durch die Hintertür eingeführte Impfpflicht in Beijing und Chengdu musste wieder zurückgezogen werden, nachdem ein Sturm der Entrüstung durch die sozialen Medien geweht war.
https://www.tagesschau.de/ausland/asien ... a-101.html
Chinesische Bürger trauen den CN Impfstoffen nicht über den Weg. Hinter vorgehaltener Hand wird zum einen von drastischen Nebenwirkungen und zum anderen von Wirkungslosigkeit berichtet, die von Auslandschinesen aus asiatischen Ländern an die hiesigen Familien rückgemeldet wird.
Meine Meinung zum CN Impfstoff: Es gibt im wesentlichen nur drei größere Studien über den Impfstoff. Die erste aus Hong Kong bescheinigt 50% Wirksamkeit gegen die Variante D, die zweite bescheinigt Wirkungslosigkeit bei Omikron. Eine US Studie ermittelt ebenso lediglich 50%. Im April 2021 sagt der stellvertretende CN Gesundheitsminister, die CN Impfstoffe hätte keine hohe Wirksamkeit und man müsse auf mRNA Impfstoffe warten (später war dies ein "Missverständnis"). Die Zulassungsverfahren des CN Impfstoffes wurden in Europa und in den USA in allen Fällen abgebrochen und sich damit aus einem Milliardenmarkt verabschiedet.
Die anfängliche Begeisterung für den CN Stoff bei einigen asiatischen Ländern ist seit Herbst 2021 ins Gegenteil verkehrt und wird nicht mehr verimpft. Bei CN Pharmaunternehmen haben vor 8 Monaten mitgeteilt, bei der Entwicklung von mRNA Stoffen gescheitert zu sein.
Ich weiß, dass dies einige im Forum anders sehen, aber für mich hat der Impfstoff damit Schrottwert. Hinzu kommt, dass China keine Impfkampagne gefahren hat und deshalb die Impfquote bei den über 60 Jährigen in den Städten nur um 40% liegt, auf dem Lande eher bei 20%. Mit diesen Quoten und CN Impfstoffen ist keine exit-Strategie möglich.
Anders in Europa. Trotz aller Unkenrufe beträgt die Impfquote in Europa rund 80% (3 oder 4 Impfungen) und bei den vulnerablen Gruppen liegt sie in einigen Ländern bei über 90%. Diese Grundimmunisierung verbunden mit einem ordentlichen Gesundheitssystem lässt es überhaupt nur zu, dass sich abertausende täglich infizieren und mit Erkältungssymptomen davon kommen. Europa dürfte die Massendurchseuchung praktisch abgeschlossen haben.
Ein Großausbruch in China - besonders bei den 500 Millionen Menschen, die "auf dem Lande wohnen" - hätte schnell apokalyptische Folgen. Die medizinische Versorgung in dezentralen Gebieten liegt weiter unterhalb der WHO Minimalstandards und würde sofort zusammenbrechen.
---
Die
Vertrauenskrise ist längst da, wenn auch nur selten öffentlich vorgetragen. Man misstraut der "Regierung", das Virusproblem zu lösen, man misstraut den Banken und man verliert das Vertrauen in den Arbeitsmarkt.
Die
Schuldenkrise verschärft sich weiter. In diesen Tagen erhalten "compounds" das Angebot, Wartungs- und Verschönerungsarbeiten durchführen zu lassen. Meinem compound wurden dafür 461.000 RMB angeboten. Die Besitzer müssen noch 20% oben drauf legen.
So werden wieder tonnenweise RMB gedruckt und mit diesen neuen Schulden "öffentliche Investitionen" durchgeführt. Die Summe der öffentlichen Investitionen erreicht dabei Rekordwerte. Hier wird auf Pump ein BIP hochgehalten, dass so gar nicht mehr existiert.
In meiner Stadt geben internationale Schulen ganze Klassen auf, wegen Lehrermangel. Unternehmen wie BOSCH stellen teilweise die Produktion ein, da (ausländische) Fachkräfte fehlen. Die deutsche Botschaft und ihre Konsulate in China fahren ein Notprogramm wegen Personalmangel (nicht mal denen gelingt es, ihre Leute ins Land zu holen). Die internationale Isolation Chinas und das Herausdrängen von Ausländern könnte die nächste Krise werden.
Auslandsinvestitionen in China befinden sich auf einem Rekordtief.
Unternehmensabwanderung wird immer deutlicher, Vietnam und Malaysia sind die Gewinner. Xi Jinping wird zu einem ASEA Treffen im November persönlich anreisen, aber nicht zum G20-Treffen, dass 2 Tage später stattfindet. Obwohl die
Wirtschaftskrise China längst erreicht hat.
Die Hilflosigkeit von Beijing ist langsam unübersehbar.
EU Aktiengesellschaften wird jetzt angeboten, etwa Unternehmensanleihen an der Börse Shanghai herauszugeben. Man fasst sich nur noch an den Kopf. Großinvestoren meiden von jeher Shanghai wie der Teufel das Weihwasser und konzentrieren sich - wenn - dann auf Hong Kong.
Ich weiß, man könnte all dem entgegnen, dass dies doch "derzeit überall auf der Welt so ist". Dies stimmt aber nicht. Zum einen machen die Dimensionen, über die gesprochen wird, jeden Volkswirtschaftler sprachlos, zum anderen sind dies Prozesse, die schon seit einigen Jahren laufen.
Für mich sind derzeit kaum Lösungsansätze erkennbar, diese aber bitter nötig. Viele Experten sagen, China hab seine "Schuldentragfähigkeitsgrenze" erreicht oder stünde kurz davor.
Bis dahin macht die selbsternannte "Regierung" der US Dollar Milliardäre in Beijing das, was sie kann: Drohen (Pelosi), bedrohen (Taiwan), rügen (G7), zensieren (Verschuldungskrise), lügen (Wirtschaftskrise) und massive Unterstützung des Kriegsverbrechers Putin.
Frei nach Simmel: Mich wundert, dass ich so fröhlich bin.