Laogai hat geschrieben:Im Verwaltungsbereich von Beijing gab es vier Kohlekraftwerke, drei davon wurden bereits auf Gas umgestellt, das letzte bis 2017. Nach faulen Eiern riecht es nur dann, wenn der Schwefelgehalt in der Kohle sehr hoch ist, wie z.B. in (nicht entschwefelter) Braunkohle. China verbrennt aber fast ausschließlich Steinkohle, mit einem niedrigen Schwefelgehalt. Drum merke: Nicht jede Kohle, die verbrannt wird, stinkt

Es wird schon stimmen was du sagst, aber wenn die Kraftwerke früher vielelicht 30 Kilometer von der Stadtmitte weg waren hat man sie geschlossen dafür dann 10 neue Kohlekraftwerke in 50 oder 80 Kilometer Entfernung aufgemacht?
Denn woher soll der Dreck sonst kommen?
In Peking gibt es höchstens 10 Millionen Autos, oder?
In der gesamten Rhein Ruhrmetropole gibt es sicher ähnliche viele Auto und die Fläche ist auch etwa gleich und kaum Probleme trotz vieler Diesel.
Insbesondere europäische oder japanische Fahrzeuge können die Luft doch gar nicht so stark verschmutzen, insbesondere deshalb, weil in China doch kaum Diesel verkauft werden.
70% bis 80% der Verschmutzung stammt von Kraftwerken und Fabriken.
Im übrigen dulde ich keine Argumentationen die den Absatz deutscher Autos in ein schlechtes Licht rücken.
Wahrscheinlich wäre die Luft in Peking sogar besser, wenn die Leute im Winter in deutschen Autos bei laufendem Motor "wohnen" würden. Da man dann die dutzenden Kohlekraftwerke im Hinterland ausschalten könnte, wäre die Luft in der Stadt vielleicht sogar besser.
CO2-mäßig sicher schlimmer, vom Feinstaub her aber besser.
