Chinesische Namen

Allgemeine Fragen und Erfahrungsaustausch rund um China - Kultur - Geschichte usw.
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kitty
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Beitrag von kitty »

Und bist Du zufrieden mit Deinem Namen?
In Deutschland sind nicht alle zufrieden mit den Namen, die ihnen die Eltern gegeben haben, was vielleicht auch an gegenwärtigen Moden liegt. Manche Leute lassen ihren Namen dann als Erwachsene ändern.
:twisted:
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Grufti
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Beitrag von Grufti »

Miefer hat geschrieben:ich frage mich wie ihr von chinesischen namen auf schwul gekommen seid?

zu den namen:
die meisten namen setzen sich aus drei teile zusammen.1. der familien name danach kommen noch 2 zeichen für den vornamen. bei uns ist das so, dass der 1.zeichen des vornamens aus einer generation gleich sind danach unterscheiden sich die zeichen. so haben meine brüder und die cousins und cousinen alle den zeichen 逸. mein vollständiger name lautet dann 張逸中. andere generationen haben dann andere zeichen die gleich sind. ich weis nicht ob das bei anderen familien auch so sind. unsere familie hatte eine tafel wo es eine reihenfolge gab welche zeichen drankamen.es ging aber leider im 2.ww verloren.
Mein ehemaliger Prof in München, der ein Arbeit über die "persönlichen posthumen Ehrennamen " geschrieben hatte, hatte gesagt, daß viele chinesische Familien jeweils für die männlichen und die weiblichen Nachkommen ein spezielles Gedicht parat hatten, nach dem ein Namensteil in jeder Generation festgeschrieben worden war.

Speziell für Kitty : ( ich weiß , Du willst es ganz genau wissen :wink: ):

Früher bekam jeder einigermaßen berühmte oder auch nur gebildete Chinese nach seinem Tod diesen "posthumen Ehrennamen", der sich nach den typischen Charakteristika seines Lebenslaufes und seiner anderen hervorstechenden Eigenschaften richtete.
Mein Prof ( Dr. Wolfgang Bauer, der u. a. das Buch "China und die Hoffnung auf Glück" geschrieben hatte) hatte mit wachsender Begeisterung geschildert, wie er Hunderte von Namen auf Lochkarte übertragen hatte.Für jeden Namen wurde eine bestimmte Position auf der Lochkarte herausgestanzt, und dann wurden mittels einer Stricknadel die Träger gleicher Namensbestandteile herausgefiltert..und deren Lebensläufe miteinender verglichen, um Ähnlichkeiten herauszufinden.
Früher ging es uns gut. heute geht es uns besser...
Es wäre aber besser , es ginge uns wieder gut !
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kitty
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Beitrag von kitty »

Aber Hallo! Das ist ja Arbeit für einen Blinden, wie man so schön sagt.
Danke, dass Du Dir die Mühe machst, es mir so ausführlich zu schildern. Ich weiss das sehr zu schätzen.
Wäre es Dir möglich, mir mal ein paar chin. Vornamen aufzuschreiben, getrennt in männlich und weiblich und dann die (ungefähre) deutsche Übersetzung daneben. Das wäre noch einen Zacken schärfer. Danke!
:twisted:
Miefer
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Beitrag von Miefer »

kitty hat geschrieben:Und bist Du zufrieden mit Deinem Namen?
In Deutschland sind nicht alle zufrieden mit den Namen, die ihnen die Eltern gegeben haben, was vielleicht auch an gegenwärtigen Moden liegt. Manche Leute lassen ihren Namen dann als Erwachsene ändern.
also ich finde mein namen recht gut, nur die spitznamen sind halt naja... zum beispiel itzi hasse ich ,binaber jetzt dran gewohnt. ändern würde ich den namen nie. trifft man bei chinesen eher selten glaube ich dass sie den namen ändern
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kitty
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Beitrag von kitty »

Miefer, würdest Du freundlicherweise verraten, was itzi bedeutet, oder ist das zu peinlich? :oops:
:twisted:
Miefer
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Beitrag von Miefer »

hat keine bedeutung,kommt halt nur von itzi bitzi spider,falls du es kennst...
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kitty
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Beitrag von kitty »

Ja, kenne ich. Das singt der bescheuert Ridge Forrester in RICH AND BOLD immer seinen Kindern vor. In Deutschland heisst es REICH UND SCHÖN. :roll: :roll: :roll:
:twisted:
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kitty
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Beitrag von kitty »

Und nun habe ich doch noch eine Frage, sonst kann ich nicht einschlafen.
Schlaft Ihr etwa alle schon???
Kann mir jemand von Euch vorschläge für einen schönen chinesischen Mädchennamen machen und natürlich auch schreiben, wie man ihn ausspricht und was es in etwa auf Deutsch bedeutet?
Es handelt sich um ein noch junges, vielleicht fünf Jahre altes Mädchen, ein sehr hübsches, empfindsames Kind. Und obwohl es ein Mädchen ist, ist es seinen Eltern willkommen.
Wobei ich zu wenig weiss, ob alle werdenden Eltern in China die Möglichkeit der frühgeburtlichen Vorsorge haben, um das Geschlecht des Kindes erfahren. Wann geht das eigentlich? Stelle mir vor, dass das erst weit nach der 12. Woche möglich ist, somit der Fötus voll ausgebildet. Und welche Gründe sind es im allgemeinen, sich gegen die Geburt eines Mädchens und für einen Jungen zu entscheiden? Mitgift? Weil die Hochzeit eines Mädchens zu teuer für die Eltern ist? :oops: :x
:twisted:
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Grufti
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Beitrag von Grufti »

Nö ich schlafe nicht....

Sorry,m daß ich wegen der chinesischen Namen bisher nicht geantwortet hatte:

Also.... Prinzipiell kann man jedes Schriftzeichen zur Bildung eines Namens benutzt ( siehe auch den Wiki - link, den Babs auf de allerersten Seite dieses Ordners erwähnt hatte..

Besonders schlimm ist es, wenn die Eltern in revolutionären Zeiten Namen wählen, die das arme Balg dann sein ganzes Leben mitschleppen muß...
Also wenn jemand "Sieg" "Fortschritt" "Anti Amerika" "Revolution " etc ( ich kenne leider keine schlimmeren Beispiele) heißt, kann man so ziemlich auch sein Alter schätzen, denn zu gewissen Zeiten waren diese Namen eben "in".. Interessant wäre es zu erfahren, wie die Kinder, die während der "großen Kulturrevolution" geboren wurden..heißen und ob sie ihren Namen später wieder gewechselt haben...

Besonders "easy" ist es , wenn man seinem Kind hier in Deutschland einen offiziellen ( also im Paß eingetragenen ) chinesischen Namen geben will, und keinen Kampf gegen die behörden führen muß, wenn man sein Kind anders als "krethi und pleti" nach ungewöhnlichen Bezeichnungen nennen will

Man sucht sich die Zeichen aus, die einem geafllen...und läßt sich dann von der chinesischen Botschaft ( oder --in meinem Fall " dem Kulturbüro Taibei ( oder wieauchimmer diese inoffizielle Vertreung Taiwans hier in Deutschland heißen mag ..) bestätigen, daß es sich bei dem erwählten Namen um ..."einen in China üblichen Namen für einen Bub oder ein Mädchen" handelt...obwohl es diese Kombination von zwei chinesischen Zeichen eigentlich - -weil in diesem Augenblick selbst ausgesucht-- garnicht gibt :lol: :lol:
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Beitrag von Dennis (CDS) »

Grufti hat geschrieben:...und läßt sich dann von der chinesischen Botschaft ( oder --in meinem Fall " dem Kulturbüro Taibei ( oder wieauchimmer diese inoffizielle Vertreung Taiwans hier in Deutschland heißen mag ..)
Grufti, ich bin enttäuscht....

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kitty
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Beitrag von kitty »

Es soll kein Kind hier so genannt werden, sondern es ist nur mein Fantasiekind aus der Geschichte. Aber danke, das ist sehr hübsch. Also suche ich mir erst mal ein Zeichen aus, das mir gefällt und wenns dann auch noch passt, gut. Nehme aber auch jeden Vorschlag dankend an, der von Euch kommt.
:twisted:
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Grufti
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Beitrag von Grufti »

Dennis (CDS) hat geschrieben:
Grufti hat geschrieben:...und läßt sich dann von der chinesischen Botschaft ( oder --in meinem Fall " dem Kulturbüro Taibei ( oder wieauchimmer diese inoffizielle Vertreung Taiwans hier in Deutschland heißen mag ..)
Grufti, ich bin enttäuscht....

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Ich war 1990 das letzte mal dort.. :cry:
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Koschka
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Beitrag von Koschka »

es gibt auch einige wenige doppelte familiennamen, d.h. zwei zeichen für den namen. ein bekannte von mir heisst zum beispiel oyang pu, wobei oyang der familienname ist.
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Camau
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Beitrag von Camau »

Ich glaube auch, dass viele den Schein wahren und heiraten, weil, wenn auskommt dass der Sohn oder die Tochter Homosexuell ist, verstossen würde von der eigenen Familie und genau das riskiert man nicht, denn die Familienbanden sind extrem stark und die "Kinder" würden lieber sich selber und ihre Gefühle verleugnen als den Eltern diesen Schmerz zuzufügen.

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