Baby deutsch - chinesischer Eltern
Re: Baby deutsch - chinesischer Eltern
Wenn das Mädchen wieder mit dem chinesischen Pass aus Thailand ausreisen muss, bringt aber auch die ganze Bangkok-Übung nichts. Sie bräuchte dann ja wieder ein deutsches Visum, wie bei einem Direktflug.
Ich habe schon das Gefühl, das eine sauber Lösung (den deutschen Pass zurückgeben) am besten ist. Auch wenn es einmal klappt, wird das Problem bei jeder Deutschland Reise neu auftauchen. Ich denke auch, wenn das Mädchen mal in China zur Schule geht und dort ihren Lebensmittelpunkt hat ist ihr auch künftig eher an einem chinesischen Pass gelegen als an einem Deutschen.
Sollte mal eine Rückkehr nah Deutschland wirklich notwendig werden, ist es vermutlich einfacher für dein Kind den deutschen Pass wieder zu erlangen als im andern Fall den Chinesischen.
Ich habe schon das Gefühl, das eine sauber Lösung (den deutschen Pass zurückgeben) am besten ist. Auch wenn es einmal klappt, wird das Problem bei jeder Deutschland Reise neu auftauchen. Ich denke auch, wenn das Mädchen mal in China zur Schule geht und dort ihren Lebensmittelpunkt hat ist ihr auch künftig eher an einem chinesischen Pass gelegen als an einem Deutschen.
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tigerprawn
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Re: Baby deutsch - chinesischer Eltern
Nein, bräuchte sie nicht.huangshan hat geschrieben:Sie bräuchte dann ja wieder ein deutsches Visum, wie bei einem Direktflug.
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tigerprawn
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Re: Baby deutsch - chinesischer Eltern
hehe... alles schon gesagt... aber noch nicht von jedem....qpr hat geschrieben:tigerprawn hat geschrieben:Wobei, um ganz genau zu sein. Chinesen bekommen in Thailand ein VOA (Visa on Arrival). D.h. richtige Photos mitbringen nicht vergessen. (sonst nimmt einem entweder die Airline nicht mit, oder es wird an der Grenze schwierig). Und natürlich Geld.
http://forum.chinaseite.de/viewtopic.ph ... 91#p273891
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Re: Baby deutsch - chinesischer Eltern
Heute auch unter Arbeitskollegen herumgefragt. Die würden alle die chinesische Staatsbürgerschaft bzw. den Hukou abgeben, denn auch wenn es uns irgendwie gelingen sollte, diese Reise ohne Verlust des chinesischen Hukous durchzubringen, heißt das nicht auch gleich, dass es dann später im Hinblick auf z.B. die Einschulung unserer Kleinen keine Probleme in Shanghai gäbe, denn so der O-Ton: Die Shanghaier Regierung geht mit chinesischen Hukous aus anderen Städten viel strenger um, als mit ausländischen Nationalitäten. Oder anders gesagt: Es ist eher wahrscheinlich als deutsches Kind einen Schulplatz in Shanghai auch an einer kostengünstigen öffentlichen Schule zu bekommen, als mit dem chinesische Hukou an überhaupt irgendeiner Schule in Shanghai, da "einheimische" Kinder immer Vorrang hätten... und gerade das letzte Drachenjahr war in dieser Hinsicht äußerst fruchtbar.
Mit anderen Worten: Viel Stress und Risiko bei Ein- und Ausreise mit der doppelten Staatsbürgerschaft, gefahr in die Illegalität was den Aufenthaltsstatus betrifft abzurutschen, aber später trotzdem gearscht, da ein Hukou aus Changsha in Shanghai noch weniger zählt als eine alleinige deutsche Staatsbürgerschaft.
Wir tendieren jetzt doch wieder eher dazu, die deutsche zu behalten und dafür die chinesische abzugeben, denn das war ja mit überhaupt der Grund, warum wir die chinesische beantragt hatten, weil wir der Meinung waren, dass es im Hinblick auf Einschulung und so weiter besser wäre. Aber unter diesen Bedingungen macht es dann ja fast gar keinen Sinn.
Mit anderen Worten: Viel Stress und Risiko bei Ein- und Ausreise mit der doppelten Staatsbürgerschaft, gefahr in die Illegalität was den Aufenthaltsstatus betrifft abzurutschen, aber später trotzdem gearscht, da ein Hukou aus Changsha in Shanghai noch weniger zählt als eine alleinige deutsche Staatsbürgerschaft.
Wir tendieren jetzt doch wieder eher dazu, die deutsche zu behalten und dafür die chinesische abzugeben, denn das war ja mit überhaupt der Grund, warum wir die chinesische beantragt hatten, weil wir der Meinung waren, dass es im Hinblick auf Einschulung und so weiter besser wäre. Aber unter diesen Bedingungen macht es dann ja fast gar keinen Sinn.
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Re: Baby deutsch - chinesischer Eltern
Dass gerade die Großstädte mit Hukous (deren Inhabern) aus anderen Städten/Dörfern ... diskriminierend umgehen ist ja nun schon lange bekannt und alles andere als ein Geheimnis.
Frag mal die Wanderarbeiter, deren Kinder keinen Schulplatz in Beijing, Shanghai, Guangzhuo etc. bekommen ...
Das ist doch gerade die Krux: Die Städte wollen die billigen Arbeitskräfte haben - aber nicht die Plätze für die jeweiligen Kinder in Kita und Schule bereitstellen - um nur mal dieses Beispiel zu nennen.
Deshalb will ja die chin. Regierung das Hukou-System reformieren.
Fragt sich nur, wie lange sie dazu braucht und was konkret geändert werden wird.
Frag mal die Wanderarbeiter, deren Kinder keinen Schulplatz in Beijing, Shanghai, Guangzhuo etc. bekommen ...
Das ist doch gerade die Krux: Die Städte wollen die billigen Arbeitskräfte haben - aber nicht die Plätze für die jeweiligen Kinder in Kita und Schule bereitstellen - um nur mal dieses Beispiel zu nennen.
Deshalb will ja die chin. Regierung das Hukou-System reformieren.
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Re: Baby deutsch - chinesischer Eltern
War mir nicht geläufig, dass die Wanderarbeiter ihre Kinder aus diesem Grund nicht mitnehmen würden, sondern war immer eher der Meinung, weil sie in den Gemeinschaftsunterkünften auf 14m² mit 6 Personen keinen Platz für Kinder hätten und Baustellen oder andere Tätigkeitsorte, an denen Wanderarbeiter ihrer Beschäftigung in der Regel nachgehen, keine Kinderspielplätze wären. Aber natürlich würde das mit der Schule auch Sinn machen.
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Re: Baby deutsch - chinesischer Eltern
Das trifft auf die meisten Wanderarbeiter auch zu.RoyalTramp hat geschrieben:War mir nicht geläufig, dass die Wanderarbeiter ihre Kinder aus diesem Grund nicht mitnehmen würden, sondern war immer eher der Meinung, weil sie in den Gemeinschaftsunterkünften auf 14m² mit 6 Personen keinen Platz für Kinder hätten und Baustellen oder andere Tätigkeitsorte, an denen Wanderarbeiter ihrer Beschäftigung in der Regel nachgehen, keine Kinderspielplätze wären. Aber natürlich würde das mit der Schule auch Sinn machen.
Und trotzdem wollen nicht wenige, die Anfangs nur das Geld nach hause schicken wollten mittlerweile auch ihre Familien in die Städte nachholen, weil sie sich dort eben für die ganze Familie eine bessere Zukunft erhoffen.
Dem wollen die Städte (aus ihrer Sicht) natürlich einen Riegel vorschieben - was ja bis jetzt auch funktioniert.
Und streng genommen seid Ihr dann auch Wanderarbeiter - wenn auch auf einem anderen Niveau, mit denen man (die Zielstadt) nur ungerne die eigenen Wohltaten teilt.
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Re: Baby deutsch - chinesischer Eltern
Naja, ganz so übel, wie es manchmal dargestellt wird, ist es auch nicht. Die Schulgebühren sind beispielsweise geregelt. Die öffentlichen Schulen Shanghais stehen schon länger (zumindest theoretisch, quer stellen wird sich die Schule wahrscheinlich immer irgendwie können) auch Kindern von Ausländern offen.ingo_001 hat geschrieben:Und streng genommen seid Ihr dann auch Wanderarbeiter - wenn auch auf einem anderen Niveau, mit denen man (die Zielstadt) nur ungerne die eigenen Wohltaten teilt.
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Re: Baby deutsch - chinesischer Eltern
Ausländische Wanderarbeiter sind i.d.R. natürlich willkommen - im Gegensatz zu den eigenen Landsleuten from outside ot the own city.
Haber davon abgesehen hat das bisherige System exakt die Wirkung, die sich die betreffenden Städte erhoffen.
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Re: Baby deutsch - chinesischer Eltern
Auch für Kinder mit einem Hukou aus einer anderen Stadt gibt es Regelungen. Dass die Kinder gar nicht in die Schulen gehen können, stimmt einfach nicht. Es ist mit einigen Formalitäten verbunden, und auch mit geringen Aufpreisen. Aber ein Schulwechsel in Deutschland (und in vermutlich jedem anderen Land) geht auch nicht ohne Formalitäten über die Bühne. Problematisch wird es eben, wenn die Eltern nicht in Shanghai gemeldet sind (und das dürfte auf Deutschland ebenfalls zutreffen...).
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Re: Baby deutsch - chinesischer Eltern
Ok, das "Kein" war überspitzt formuliert.
Aber wie viele Kinder von chin. Wanderarbeitern sind wohl in den Schulen der betr. Großstädte?
Der Lohn von Wanderarbeitern liegt ja bekanntl. am unteren Ende der Lohn-Skala - und da sind schon die normalen Schul-Gebühren (wenn überhaupt) nur schwer aufzubringen.
Und Du denkst da ernsthaft, dass erhöhte Gebühren (und seien sie von unserer Warte aus gesehen noch so gering) deren Chancen verbessern? *Denk Dir den Ironie-Smilie.
Sorry aber bei solchen Aussagen kann ich nur mit dem Kopf schütteln ...
Und das Thema Schul-Gebühren ist ja nur ein Beispiel.
Glaub (wenn nicht mir) wenigstens den dies bezgl. Äußerungen der chin. Regierung, die sich schon was dabei gedacht hat das starre Hukou-System reformieren zu wollen.
Ich finde es irgendwie erschreckend, dass Du davon aus gehst, dass da auch nur ansatzweise Chancengleichheit besteht - dem ist de facto nicht so.
Das wird mittlerweile selbst von der chin. Regierung eingeräumt, die das wohl doch am Besten beurteilen kann.
Und der Vergleich mit D. passt da ja wohl gar nicht.
Hier kann jedes Kind in die Schule gehen - in der Stadt in der die Eltern leben.
Ich rede von Grundschulen und nicht von Unis ...
Auch wenn hier die Schere zwischen arm und reich auch weiter auseinander geht: Der Besuch der im gleichen Ort befindlichen Grundschule ist sicher gestellt.
Gebühren für Grundschulen (die staatl. sind natürlich gemeint) gibts hier (noch) nicht.
Aber wie viele Kinder von chin. Wanderarbeitern sind wohl in den Schulen der betr. Großstädte?
Der Lohn von Wanderarbeitern liegt ja bekanntl. am unteren Ende der Lohn-Skala - und da sind schon die normalen Schul-Gebühren (wenn überhaupt) nur schwer aufzubringen.
Und Du denkst da ernsthaft, dass erhöhte Gebühren (und seien sie von unserer Warte aus gesehen noch so gering) deren Chancen verbessern? *Denk Dir den Ironie-Smilie.
Sorry aber bei solchen Aussagen kann ich nur mit dem Kopf schütteln ...
Und das Thema Schul-Gebühren ist ja nur ein Beispiel.
Glaub (wenn nicht mir) wenigstens den dies bezgl. Äußerungen der chin. Regierung, die sich schon was dabei gedacht hat das starre Hukou-System reformieren zu wollen.
Ich finde es irgendwie erschreckend, dass Du davon aus gehst, dass da auch nur ansatzweise Chancengleichheit besteht - dem ist de facto nicht so.
Das wird mittlerweile selbst von der chin. Regierung eingeräumt, die das wohl doch am Besten beurteilen kann.
Und der Vergleich mit D. passt da ja wohl gar nicht.
Hier kann jedes Kind in die Schule gehen - in der Stadt in der die Eltern leben.
Ich rede von Grundschulen und nicht von Unis ...
Auch wenn hier die Schere zwischen arm und reich auch weiter auseinander geht: Der Besuch der im gleichen Ort befindlichen Grundschule ist sicher gestellt.
Gebühren für Grundschulen (die staatl. sind natürlich gemeint) gibts hier (noch) nicht.
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Re: Baby deutsch - chinesischer Eltern
Lies meine Antwort nochmal in Ruhe durch. Ich habe nichts von Chancengleichheit geschrieben. Mein Vergleich zu Deutschland bezog sich auf den Wohnsitz. Zieh in eine andere deutsche Stadt, melde dich nicht an, und versuche dort dein Kind an einer Schule anzumelden. Du wirst Probleme bekommen. Das war der Vergleich und nichts anderes. Und das trifft auf viele Wanderarbeiter zu, keine Frage...
Wir können das Thema Schulgebühren gern vertiefen, aber dann erwarte ich auch, dass du dich durch die chinesischen Seiten liest und Kenntnis von den Gebührenhöhen nimmst.
Wir können das Thema Schulgebühren gern vertiefen, aber dann erwarte ich auch, dass du dich durch die chinesischen Seiten liest und Kenntnis von den Gebührenhöhen nimmst.
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Re: Baby deutsch - chinesischer Eltern
Ich geh mal davon aus, dass es der Normalfall in D. ist, dass man sich an seinem neuen Wohnsitzort anmeldet.Linnea hat geschrieben:Zieh in eine andere deutsche Stadt, melde dich nicht an, und versuche dort dein Kind an einer Schule anzumelden. Du wirst Probleme bekommen. Das war der Vergleich und nichts anderes. Und das trifft auf viele Wanderarbeiter zu, keine Frage...
Jedenfalls für den 08/15 Deutschen, der kein Dreck am Stecken hat.
Das ist nämlich (im Gegensatz zu China) einfach und ohne irgendwelche Hürden möglich.
Wieso das?Linnea hat geschrieben:Wir können das Thema Schulgebühren gern vertiefen, aber dann erwarte ich auch, dass du dich durch die chinesischen Seiten liest und Kenntnis von den Gebührenhöhen nimmst.
Ich habe genug Bekannte in chin. Großstädten, die keine Wanderarbeiter, sondern Mittlechichtler sind - und was die mir über Kita- und Schulgebühren für ihre Kids erzählen, ist selbsterklärend.
Das kann kein Wanderarbeiter mal einfach so hin blättern, die können schon froh sein, wenn sie ihrem Lohn ausbezahlt bekommen.
Du magst ja die chin. Schulgebühren en Detail kennen, das ändert aber nichts daran, dass Kinder von Wanderarbeitern an den Arbeitsorten Ihrer Eltern sehr dünn gesät sind.
Das ist (wie so oft) der Unterschied zwischen Theorie und Praxis.
Aber das stimmt wahrscheinlich alles nicht - oder ist kaum der Rede Wert ...
Falls es da Statistiken zu gibt - und davon gehe ich aus, dann zieh sie Dir mal rein.
Wie gesagt: Die chin. Regierung will nicht zuletzt wegen dieser Problematik, das Hukou-System reformieren.
Was sie nicht machen würde, wenns dafür keinen Handlungsbedarf geben würde.
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Re: Baby deutsch - chinesischer Eltern
In Deutschland können selbst die Kinder illegaler Einwanderer zur Schule gehen.Linnea hat geschrieben:Lies meine Antwort nochmal in Ruhe durch. Ich habe nichts von Chancengleichheit geschrieben. Mein Vergleich zu Deutschland bezog sich auf den Wohnsitz. Zieh in eine andere deutsche Stadt, melde dich nicht an, und versuche dort dein Kind an einer Schule anzumelden. Du wirst Probleme bekommen. Das war der Vergleich und nichts anderes. Und das trifft auf viele Wanderarbeiter zu, keine Frage...
http://www.faz.net/aktuell/politik/inla ... 11075.html
Re: Baby deutsch - chinesischer Eltern
Hi, nur kurz zur Info, bei mir hat die Einreise geklappt. Die Kleine ist mit Ihrem deutschen Pass mit chinesischem Visum (L 2fache Einreise) ohne Probleme nach Peking gekommen. Hat jetzt auch nen chinesischen Stempel. Mal schauen was bei der nächsten Ausreise passiert....
lg
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