Laogai hat geschrieben:Nicht zum Thema, aber das "Thema" ist wohl eh schon durch:
Ueber die Wahrscheinlichkeiten von Revolutionen zu spekulieren, ist auch nicht so prickelnd. Was man aus dem von rpm-U verlinkten Artikel entnehmen kann, ist lediglich, das einem Buch ueber Revolution mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden soll.
Wenn Wang Qishan oeffentlich dazu aufruft, das besagte Buch zu lesen, kann das auch dazu gedacht sein, um kommende Massnahmen zu rechtfertigen. Man kann darueber spekulieren, was das fuer Massnahmen sein koennten.
Im besten Fall, wird der eigene Parteiaparat darauf vorbereitet, kuenftig Macht mit dem Volk zu teilen und eine gerechtere Gesellschaft anzustreben. Was ohne Zweifel nicht im Interesse aller Parteimitglieder der KPC ist.
Laogai hat geschrieben:jadelixx hat geschrieben:Ich glaube
hier bringt es ein Diskussionsteilnehmer ganz gut auf den Punkt:"Auch mich stört der Ausdruck "Mythos".
Auch mich stört der Ausdruck "Mythos". "Lüge" hingegen wäre richtig.
Das entspricht dem offiziellen chinesischen Regierungsstatement, es waere eine Luege, das chinesische Studenten erschossen wurden.
Herzlichen Glueckwunsch Laogai, ich moechte Dich fast fragen, was zahlt man Dir denn dafuer?
Selbstverstaendlich ist das eine bequeme Sichtweise, die der einzig machtausuebenden Instanz in China sehr angenehm ist. In China passiert nur Gutes und das ist allein der weisen Administration der KPC zu Danken. Das was sich im Schatten abspielt, darueber darf spekuliert aber niemals darf es bewiesen sein.
Das wird so wohl auch ueberwiegend von der restlichen Elite in China tolleriert.
Btw Uebertreibungen, das 10.000de zu Tode gekommen waeren, habe ich bisher nur beim aquadraht gelesen
Es geht beim Tiananmen Massaker nicht darum, wie viele Studenten zu Tode gekommen sind und wie viele Soldaten und Polizisten. Es geht darum, das die Verantwortlichen entschieden haben, die Armee bewaffnet gegen ihr Volk einzusetzen und jegliche Debatte darueber unterdruecken.
Wieviele Menschen zu Tode kommen, wenn eine Partei mit Schusswaffen gegen eine Partei ohne gleichwertige Waffen losgeht, spielt keine Rolle.
Pekings Krankenhaeuser waren voll mit angeschossenen jungen Leuten, ob die jetzt alle in der Naehe vom Tiananmen Platz angeschossen wurden oder nicht, ob sie sich hinreissen lassen haben und mitgemacht haben, einen Soldaten zu lynchen oder nicht, ob es Studenten waren ...
Das Ergebnis war ein Blutbad.
Der Ausdruck Massaker ist gerechtfertigt. Ganz egal, ob sonstwo in irgendeinem anderen Land in einer werdenen Demokratie auch ein Massaker stattgefunden hat oder nicht.
