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Re: Chinesischer Staatsbuerger werden...

Verfasst: 08.04.2011, 09:41
von happyfuture
Aremonus hat geschrieben:

Glaubst du allen ernstes an das, was Du da schreibst? Ich denke, als "Langnase" wirst Du in der Gesellschaft so gut wie nie als Chinese gelten, egal welche Dokumente du irgendwo "organisiert" hast!
Ich glaube, hier liegt ein Missverständnis vor:
Meine Aussage war, dass dies Netzwerken erleichtern kann - als Ausländer, der Chinese wurde, ist man schnell bekannt wie ein bunter Hund (siehe die paar, die's geschafft haben). Man wird nicht als "Chinese" angesehen, aber sicher als "entschiedener Verbündeter Chinas" - es entsteht also dennoch ein "Wir"-Gefühl.
Dies kann sehr positiv sein - gerade wenn man z.B. im Show-Business tätig ist oder mit Staats-nahen Betrieben zusammenarbeitet.
nun gut, mag sein, ich werde dies nicht "ausprobieren"

Re: Chinesischer Staatsbuerger werden...

Verfasst: 12.04.2011, 12:20
von forsky
Als chinesischer Staatsbürger hättest Du auch die Ehre, in die PLA, die Armee zu dürfen!

Re: Chinesischer Staatsbuerger werden...

Verfasst: 12.04.2011, 18:27
von Bernhard
forsky hat geschrieben:Als chinesischer Staatsbürger hättest Du auch die Ehre, in die PLA, die Armee zu dürfen!
Haha, auf diese Ehre werden die meisten Westler gerne verzichten. Und viele Chinesen auch, schätze ich mal.

Aber die PLA ist ja eine reine Berufsarmee. Niemand muss dienen, wenn er nicht will.

Re: Chinesischer Staatsbuerger werden...

Verfasst: 13.04.2011, 04:09
von VielUnterwegs
Und auch das nur de facto. De jure kann jeder Chinese, auch Frauen, zum Wehrdienst eingezogen werden. "Gluecklicherweise" sind aber genuegend Chinesen scharf darauf bei der PLA zu dienen und es gibt schon laenger keine Zwangseinberufungen.

Re: Chinesischer Staatsbuerger werden...

Verfasst: 13.04.2011, 08:52
von forsky
Aber das erhebende Gefühl, morgens beim Antreten die Fahne grüssen zu dürfen! Das gemeinschftliche Erleben, gemeinsam für die Sache kämpfen zu dürfen!

Wenigstens werden in der PLA noch so wichtige Dinge hochgehalten, wie zum Beispiel sauber zu marschieren. Das ist kein sinnloser Drill sondern sinnvolle Grundausbildung fürs Leben, eine zackige Ausbildung für Körper und Geist!

Re: Chinesischer Staatsbuerger werden...

Verfasst: 13.04.2011, 09:27
von nurfüreinmal
und ich weiß auch von mindestens einer Person, die dort im Rahmen der Pflichtzeit vor dem Studienantritt ihren ersten heterosexuellen Geschlechtskontakt hatte ;-) Das gehört aber soweit ich weiß nicht zur normalen Grundausbildung ;-)

Re: Chinesischer Staatsbuerger werden...

Verfasst: 13.04.2011, 22:06
von fenglong
:!:

Bleibt mal bitte beim Thema. Wenn ich mich mit anstossendem Mist beschaeftigen wollte, wuerde ich einfach den Fernseher einschalten.

Re: Chinesischer Staatsbuerger werden...

Verfasst: 13.04.2011, 23:33
von ingo_001
fenglong hat geschrieben:Bleibt mal bitte beim Thema.
Das Thema ist doch durch, d.h., es ist Alles gesagt.
Ergo: Wenn man keine Mio.-Beträge im Gepäck hat, ist die chin. Staatsbürgerschaft (realistisch betrachtet) unerreichbar.

Re: Chinesischer Staatsbuerger werden...

Verfasst: 14.04.2011, 04:52
von happyfuture
fenglong hat geschrieben:Wenn ich mich mit anstossendem Mist beschaeftigen wollte, wuerde ich einfach den Fernseher einschalten.
Wieso habe ich keinen Fernseher? :P

Re: Chinesischer Staatsbuerger werden...

Verfasst: 14.04.2011, 08:05
von forsky

Re: Chinesischer Staatsbuerger werden...

Verfasst: 14.04.2011, 13:25
von Jeffe
forsky hat geschrieben:Als chinesischer Staatsbürger hättest Du auch die Ehre, in die PLA, die Armee zu dürfen!
:lol: :lol:

Re: Chinesischer Staatsbuerger werden...

Verfasst: 14.04.2011, 13:53
von Sachse28
Ich kenne Ausländer die zwar nicht in der Volksbefreiungsarmee dienen, aber an der Uni an dem militärischen Training im 1. Semester teilnehmen mussten.

Re: Chinesischer Staatsbuerger werden...

Verfasst: 03.05.2014, 12:24
von Luntan
Dieses Thema der Ausländer, die ihre eigene Staatsbürgerschaft aufgegeben haben, und jetzt als Chinesen in China leben, ist schon in einigen Threads angesprochen worden. Ich poste nun die Daten absichtlich hier als Gegenbeispiel zu den wilden Vermutungen die bei solchen Diskussionen jeweils im Forum gemacht werden. Beispiele:

1. „Die eigene Schwiegermutter sagt es so, also muss es so sein, Widerspruch ist zwecklos“ :mrgreen:

2. Mit Geld kann man alles in China kaufen :roll:

3. Man muss ein Kommunist oder gar ein kommunistischer Funktionär werden :lol:

Interessant wie niemand konkrete Zahlen oder auch nur ein Beispiel genannt hat. Einfach einmal etwas behaupten weil man es sowieso weiß.

Die Volkszählung vom 1. November 2010 gibt nun die genaue Anzahl von Ausländern die bereits die Chinesische Staatsbürgerschaft angenommen haben und zu dem Zeitpunkt in China gelebt haben.
Unter der Rubrik 外国人加入中国籍人口 sind alle schön aufgelistet:

Die Gesamtzahl für China sind 1448 Personen, davon sind 557 Männer und 891 Frauen. Und nun zur Verteilung: Gerade einmal 20 leben in Beijing, 7 in Tianjin und Shanghai hat auch nur 9. Somit sind es also weder Funktonare, ausländische Kommunisten und schon gar keine reichen Kapitalisten die zu Chinesen gemacht wurden. Wo sind sie denn?

In Changzhou in Jiangsu hat es übrigens auch nur gerade einmal 2 Männer die „Neuchinesen“ sind, und die beide im 武进区 wohnen :idea:

In Henan hat es 195, Hubei 72, Hunan 93, Guangdong hat gar 170 Personen.
Den Rekord hält Yunnan mit 200, wovon 158 allein in Baoshan 保山市 leben.

Was sieht man nun bei einem Vergleich der Zahlen: Hauptsächlich Personen aus Ländern wie Vietnam, Burma oder Laos haben ein Interesse an der Chinesischen Staatsbürgerschaft. Für diese macht es auch Sinn. Jemand der einen ausländischen Pass hat und sich etwa eine Wohnung in Shanghai leisten kann will kaum Chinesischer Staatsbürger werden.

Merke: Geld spielt offensichtlich keine grosse Rolle, da viele dieser neuen Staatsbürger gerade in den weniger entwickelten Gebieten wohnen.

Quelle: 中国2010年人口普查分民族人口资料 ab Seite 2065. Publiziert vom 民族出版社,北京2013年7月.

Re: Chinesischer Staatsbuerger werden...

Verfasst: 03.05.2014, 15:55
von punisher2008
Luntan hat geschrieben: Was sieht man nun bei einem Vergleich der Zahlen: Hauptsächlich Personen aus Ländern wie Vietnam, Burma oder Laos haben ein Interesse an der Chinesischen Staatsbürgerschaft. Für diese macht es auch Sinn. Jemand der einen ausländischen Pass hat und sich etwa eine Wohnung in Shanghai leisten kann will kaum Chinesischer Staatsbürger werden.
Aha, die Einwohner von Vietnam oder Laos haben also keinen "ausländischen Pass"? Oder sind weiße "mehr" Ausländer als Asiaten? Außerdem denke ich dass diese Einwanderer chinesische Wurzeln haben, also keine echten Vietnamesen etc. sind sondern 华裔. Dadurch dürfte es nämlich wesentlich leichter sein Chinese zu "werden". Oder gibt deine Quelle gegenteilige Auskünfte?

Re: Chinesischer Staatsbuerger werden...

Verfasst: 03.05.2014, 17:03
von blackrice
Luntan hat geschrieben:In Changzhou in Jiangsu hat es übrigens auch nur gerade einmal 2 Männer die „Neuchinesen“ sind, und die beide im 武进区 wohnen
huch.. :shock: ...dachte erst du meinst mich, aber ich wohne ja im Xinbei-District :D

falls du Infos von diesen beiden "Neuchinesen" brauchst lasse es mich wissen, dann mach´ ich mal ´nen Ausflug nach Wujin :wink:

der gut einstündige BRT-bus-ride dorthin würde mich 1 kuai kosten....würde ich dir nicht in Rechnung stellen :mrgreen: