tierquälerrei

Allgemeine Fragen und Erfahrungsaustausch rund um China - Kultur - Geschichte usw.
Bobi
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Beitrag von Bobi »

[quote="Koschka"]Hallo Sky,

Tiere haben ein Bewußtsein ??? Wenn du das belegen kannst, wärst du reif für den Nobelpreis.

Aus welcher Welt stammen Sie eigentlich? Ist ja grauenhaft!



Aus meiner Sicht ist es anmaßend sich über die Eßkulturen anderer Länder auszulassen. In der ganzen Welt werden Tiere zur Nahrungs- und Rohstoffgewinnung getötet. Die Moslem essen kein Schwein, die Inder keine Rinder und die Europäer keinen Hund (oder vielleicht doch ?), na und ?

Wer von Tierquälerrei spricht, setzt weit vor der Eßkultur an. Und wo ist der Zusammenhang von Eßkultur und Bärengalle oder Pelzfarmen?


Diese Sitten und Gebräuche haben eine lange Geschichte und waren durch das allgemeine Nahrungsangebot bedingt. Die Tötungsweise erscheint manchmal schon grausam, aber auch die hat ihre historischen Wurzeln.

Das erbäuten von Frauen mit der Steinkäule hat auch eine lange Geschichte. Und manche Tötungsweisen erscheinen nicht, sondern sind grausam. Wie anmaßend ist es, diese mit historischen Wurzeln zu begründen. Soll man wieder Scheiterhaufen aufschichten, um den historischen Wurzeln zu genügen?
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bossel
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Beitrag von bossel »

Bobi hat geschrieben:Das erbäuten von Frauen mit der Steinkäule hat auch eine lange Geschichte.
Tatsächlich? Irgendwelche Belege?
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domasla
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Beitrag von domasla »

Steinkeule ist unpraktisch. Wahrscheinlicher wäre eine Holzkeule. Womit immer noch der Beleg für eine Begründung dieser Tradition fehlt.

Ja, ja... Jetzt kommt wieder irgendeine chinesische Regierungsstelle und stellt fest, dass neueste Forschungen beweisen, dass in China schon vor einer halben Million Jahre (oder 497994 v. u. Z.?) Frauen mit Keulen erbäutet (pardon: erbeutet) wurden.

D.
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kitty
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Beitrag von kitty »

Dachte jetzt würde es endlich mal etwas tiefgründiger, aber kaum freut man sich, da rutscht es schon wieder ab ins Banale.
Esst doch alles was ihr wollt? Aber würdet Ihr das auch nocht tun, wenn Ihr es selber töten müsstet? Und würdet Ihr dann das Säugetier, das Euren Hunger stillen soll einfach zu mehreren in einen Sack stecken und in einen Kübel kochendes Wasser werfen, wo sie unter schlimmsten Todesqualen um ihr kleines Leben strampeln bis sie nicht mehr können - und sagt jetzt nicht, hier machen Sie es mit den Hummern so. Sogar Sterneköche haben festgestellt, dass ein Stich ins Genick für den Hummer "humaner" ist. Die Wahrheit allerdings: Im Todeskampf werden irgendwelche Stoffe freigesetzt, die der Esser sich einverleibt. Wohl bekomms!
Aber vielleicht sollten wir mal die Tische in China oder sonstwo verlassen und uns generell dem Hauptthema zuwenden. Es gibt da einen sehr couragierten deutschen Kameramann, der das Leiden der Tiere vor allem auch in Asien festgehalten und es dem Tierschutz zur Verfügung gestellt hat. Da brauchen wir die Peta-Leute nicht als Fanatiker zu beschimpfen. Das sind dokumentierte Tatsachen! Es geht um einen unvorstellbaren Tier-Holocaust. Die Bilder erinnern mich an jene als man die KZ's öffnete, da waren in Kammern hoch aufgetürmt die Besitztümer der Verschleppten und Ermordeten. In einem Raum lagen bis oben hin gestapelt die Koffer, in einem anderen Schuhe - und auf den chinesischen Pelztierfarmen gibt es Räume in denen tausende (im doku-Beispiel) rote Katzenschwänze liegen, die später umgefärbt werden zu Bommeln die lustig an Haargummis für kleine Mädchen baumeln, im Hundeschlachthof liegen in einem Raum tausende von abgeschlagenen Hundepfoten ...
mir ist schon schlecht, weiter will ich es nicht aufzählen.
Nur so viel: Wer Tiere nur als eine gefühllose Hülle mit Instinkten und Reflexen ansieht, lebt noch in der Steinzeit.
Und nicht vergessen, wir alle sind Säugetiere und stehen nur durch unser ethisches Empfinden und Mitgefühl auf einer hohen Stufe und nicht, weil wir die Werkzeuge haben über andere zu herrschen oder ihnen Leid zuzufügen.
Zu Dir Koschka: Es ist schön, dass Du Dich für die Kinder in der Dritten Welt stark machst. Was genau tust Du da?
Alles Liebe, Kitty
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bossel
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Beitrag von bossel »

kitty hat geschrieben:Esst doch alles was ihr wollt?
Nicht wenn's zu teuer ist. Bin geizig.
Aber würdet Ihr das auch nocht tun, wenn Ihr es selber töten müsstet?
Wenn nötig...
Und würdet Ihr dann das Säugetier, das Euren Hunger stillen soll einfach zu mehreren in einen Sack stecken und in einen Kübel kochendes Wasser werfen, wo sie unter schlimmsten Todesqualen um ihr kleines Leben strampeln bis sie nicht mehr können - und sagt jetzt nicht, hier machen Sie es mit den Hummern so.
Warum soll man's nicht sagen? Ist doch so.
Ob ich das mit Säugetieren machen würde, ist 'ne andere Frage (würde es nicht mal mit Hummern tun).
Sogar Sterneköche haben festgestellt, dass ein Stich ins Genick für den Hummer "humaner" ist.
Ich bezweifle, daß Sternenköche das so einfach feststellen können. Schmerzempfinden ist ein komplexes Phänomen & nur unter Laborbedingungen einigermaßen überprüfbar.
Es geht um einen unvorstellbaren Tier-Holocaust.
Du meinst, jemand versucht bewußt, Katzen & Hunde auszurotten? Was soll man denn essen (oder wessen Schwänze als Bommeln verkaufen), wenn's sie nicht mehr gibt?
Und nicht vergessen, wir alle sind Säugetiere und stehen nur durch unser ethisches Empfinden und Mitgefühl auf einer hohen Stufe und nicht, weil wir die Werkzeuge haben über andere zu herrschen oder ihnen Leid zuzufügen.
Hohe Stufe? Na, ich weiß nicht...
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kitty
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Beitrag von kitty »

Dantes Inferno ist doch ein Scheiss gegen das was da gerade mit Hunden Katzen und Pelztieren abläuft. Wenn Du nachrechnen würdest, wie viele Nachkommen ein Hund oder eine Katze im Laufe von zehn Jahren produzieren können, dann macht man sich um den Fortbestand weniger Sorgen, daran hatte die Inquisition im Mittelalter auch schon mal gedreht, zumindest wollte sie alle schwarzen Katzen ausrotten. Man sagt, es gäbe keine rein schwarzen mehr, aber das liegt wohl nicht an der Inquisition, sondern an den vielen Mischungen über die Jahre.
Back to China: Sicher würde jeder, wenn er überleben müsste, Dinge tun, von denen er heute nicht träumen würde. Aber ich würde lieber verhungern, ehe ich die Hand gegen meine Haustiere erhebe. Es wird dann wohl eher umgekehrt sein. Sie werden aus Liebe für mich auf Jagd gehen und "Essen" nach Hause bringen, wenn ich ihnen nichts mehr vorsetzen kann. Und wenn sie mich überleben, nun ja, dann kann ich der Natur auch was zurück geben ... das tut doch meiner "unsterblichen Seele" keinen Abbruch.
Das mit den Hummern haben wohl Wissenschaftler festgestellt. Und gute Restaurants bzw. Köche die was auf sich halten, versuchen es anders als es "Tradition" ist. Man ist darauf gekommen, weil die Tiere auf den langen Transporten unglaublich viel Angst haben und irgendwelche Stoffe freisetzen, die das Fleisch quasi minderwertig machen. Minderwertige Nahrung = minderwertiger Gesundheitsstatus des Menschen so wäre ungefähr die Schlussfolgerung. Du willst ja sicher auch keine mit Hormonen (vor allem weiblichen) vollgestopften Tiere essen.
Wenn Du jemanden hier fragst, will natürlich keiner Tiertransporte, aber wo kommen bloss die vielen kleinen Schnitzel und Hackfleischberge in den Supermärkten her?
Mit den Eiern (und jetzt frag nicht wieder "wessen" Eier?) verhält es sich ähnlich. Die deutsche Durchschnitts-Hausfrau ist immerhin so weit, dass sie auf gute Qualität bei den Frühstückseiern für ihre Lieben achtet, doch wenn sie Kuchen bäckt kauft sie wegen des Preises doch den Schrott aus der Legebatterie - als ob sie den Kuchen nicht essen würde, sonder ihn nach dem Backen gleich in die Tonne kloppen würde.
Nun sag ich doch was zu den Bommeln. Warst Du denn noch nie in der Kaufhausabteilung, wo es Haarspangen usw. gibt? Da kannst Du Abfallprodukte aus der Pelzindustrie finden. Aus chinesischen Katzenschwänzen (von den Knöchelchen befreit, versteht sich) werden lustige Bömmelchen von geschickten Näherinnen geschneidert. Wenn das von deutschen Katzen gemacht würde, wären sie nahezu unbezahlbar wegen des Stundenlohnes.
Andererseits glaube ich nicht, dass jemand diese Tiere ausrotten will, sie sind nur eine billige "Rohstoffquelle" für den russischen und europäischen Markt: Neben umgefärbter Pelzkleidung, finden wir unter abenteuerlichen Namen die chinesische Mieze und den chin. Bello als Besatz an Anoraks, Futter in Schuhen und Handschuhen usw. Und wenn man den lebenden Tieren das Fleisch von ihren toten Kameraden verfüttert, hat man auf einmal 1000 Prozent Gewinn. Der Mensch ist gierig, wissen wir doch.
Es sollen in China wegen Angst vor Tollwut Tausende von Hunden getötet worden sein und die gegen Tollwut geimpften noch dazu.
Für jede getötete Katze wird einem umgerechnet 50 Cent gezahlt - sieht so aus, als hätte es jemand auf sie abgesehen ... Aber wie wir wissen funktioniert das nicht - hat ja schon mal so eine Sache mit Spatzen gegeben.
Nicht falsch verstehen: China als Land ist toll. Viele Chinesen sind toll.
Aber so lange solche Zustände herrschen, ist was faul im System. Und auch bei uns ist was faul im System, das wir die Einfuhr solcher Produkte nicht EU weit stoppen, obwohl zwei EU-Länder für sich unabhängig dagegen entschieden haben. Was man selber tun kann, ist sich schlau machen bei den entsprechenden Quellen und auf solche Produkte zu verzichten. Ein winziger Tropfen auf den heissen Stein, aber immerhin ...
Kitty
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SimonSayz
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Beitrag von SimonSayz »

Hallo Kitty!

Ohne dir nahe treten zu wollen: Ich schlage vor du kommst einfach mal nach Guangzhou und probierst eine Hundesuppe!

Spass bei Seite. Selbst ich als urspruenglicher Chinese (der schon seit 18 Jahren in Deutschland lebt) ruehre kein Essen an, das mal ein Hund oder eine Katze war. Aber deine Auffassung ist wirklich uebertrieben (die PETA ist eine Propagandaorganisation). Die Hinduisten meckern nicht rum, wenn Moslems Rindfleisch essen und genauso motzen die Moslems nicht, wenn Hindus Schweinefleisch essen. Der Vergleich hinkt wegen der Religion etwas, aber die Franzosen essen genauso Schnecken, Froschschenkeln etc. Der deutsche Sauerbraten wurde urspruenglich aus Pferdefleisch gemacht (in einigen wenigen Gourmetrestaurants werden das Gericht trotzdem so hergerichtet). Jedes Nutztier findet seine Bestimmung (der Tod, ob als Hauptgericht auf der Karte oder aus Erschoepfung beim Transport oder als Lastentraeger), nur der Weg ist zu vernachlaessigen. Aber genau da laesst sich eben nicht viel drehen!
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Grufti
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Beitrag von Grufti »

Kitty

Du darfst auch nicht nach München auf den Viktualienmarkt gehen, denn dort gibt es immer noch eine Pferdemetzgerei...

mich wundert es eigentlich, daß Du nicht schon schrei8b)st, wenn in der EU alle Rindviecher 2 Ohrenmarken tragen müssen, damit die Bauern ihre Subventionen bekommen können...
Früher ging es uns gut. heute geht es uns besser...
Es wäre aber besser , es ginge uns wieder gut !
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Beitrag von bossel »

kitty hat geschrieben:Dantes Inferno ist doch ein Scheiss gegen das was da gerade mit Hunden Katzen und Pelztieren abläuft.
Wie mir scheint, hast Du echte Probleme mit Relationen, erst der Holocaust, jetzt Dantes Inferno. Das wollte ich eigentlich oben schon klarmachen, aber offenbar war ich nicht deutlich genug: Es ist Schwachsinn, die Tötung von Tieren zur Fell- oder Nahrungsgewinnung mit dem Holocaust gleichzusetzen. Bitte nimm Dir ein vernünftiges Geschichtsbuch & guck Dir mal an, worum es dabei ging.
daran hatte die Inquisition im Mittelalter auch schon mal gedreht, zumindest wollte sie alle schwarzen Katzen ausrotten.
Bist Du sicher? Irgendwelche Quellen?
Aber ich würde lieber verhungern, ehe ich die Hand gegen meine Haustiere erhebe. Es wird dann wohl eher umgekehrt sein. Sie werden aus Liebe für mich auf Jagd gehen und "Essen" nach Hause bringen, wenn ich ihnen nichts mehr vorsetzen kann.
Äh, Liebe zu Dir? Könnte es sein, daß Du reichlich -hmm- blauäugig an die Sache rangehst? Liebe bei Katzen reicht für gewöhnlich nicht weiter als bis zum Freßnapf & Hunde sind nunmal dumpfbackige Rudeltiere, die ihrem Führer hinterherrennen (solange er stark genug ist. Sollte ihr Hunger zu groß werden, ...).
wenn sie Kuchen bäckt kauft sie wegen des Preises doch den Schrott aus der Legebatterie
Ich bin konsequent, kaufe immer nur Legebatterieeier.
Warst Du denn noch nie in der Kaufhausabteilung, wo es Haarspangen usw. gibt?
Ehrlich gesagt, meide ich solche Bereiche immer. Ich bevorzuge die Buch- oder Lebensmittelabteilung.
Andererseits glaube ich nicht, dass jemand diese Tiere ausrotten will
Womit wir wieder beim Holocaust wären. Bist Du sicher, daß Du weißt, wovon Du redest?
Was man selber tun kann, ist sich schlau machen bei den entsprechenden Quellen und auf solche Produkte zu verzichten.
Na, da bin ich doch echt vorbildlich: Habe noch nie Katzenfell getragen.
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Beitrag von kitty »

Hallo erst mal, SimonSayz,
warum reden wir eigentlich schon wieder übers Essen? Weiss ich doch alles ... und die Eskimos essen Robben ... und die Franzosen Schnecken ... Darum geht es mir nicht. Von mir aus kann jeder essen was er will, da bin ich tolerant. Ich nehme meinem Gegenüber nicht die Schüssel weg, nur weil das, was er drin hat mal vier Beine gehabt hat. Du sagst, jedes Nutztier hat seine Bestimmung, darin stimme ich mit Dir überein, so wie jeder von uns auch seine hat, aber liegt es nicht in der Verantwortung des Menschen, die Umstände zu bestimmen unter denen Tiere leben und mit guten, artgerechten Haltungsbedingungen zum Beispiel das ohnehin zu kurze Leben zu erleichtern und ihm auf diese Weise etwas zurück zu geben. Wenn Du Peta als Propagandaorganisation bezeichnest, dann sieh Dir doch einfach mal das ZDF-Video an. Seit wann ist Aufklärung denn immer gleich Propaganda. Hätten wir die Aufklärung nicht gehabt, dann wäre die Erde immer noch eine Scheibe. Übrigens: Der Kameramann ist freier Journalist und wurde nur von Peta-Aktivisten begleitet, aber auch von einer chinesischen Tierschützerin. Hier mein Link, wenns Dich interessieren sollte.
http://www.pelzinfo.de/f_katzenfelle.html
Liebe Grüsse von Kitty

Bossel, zu Dir komme ich gleich noch!
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kitty
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Beitrag von kitty »

Lieber Bossel,
Du nennst mich also blauäugig - ist aber besser als blind.
Ich brauch kein Geschichtsbuch für den Holocaust. Hast Du schon mal so ein Lager besucht? Besagte Kammern, in denen die deutschen schön ordentlich die Habe ihrer Opfer sortiert haben, Haare, Zähne, Schuhe etc. - ich weiss, dass man Menschen nicht mit Tieren vergleichen soll, dafür entschuldige ich mich auch bei den Opfern und ihren Nachfahren.
George Bernhard Shaw sagte zu dem Thema: Solange es Schlachthäuser gibt, wird es auch Schlachtfelder geben.
Zu deutsch heisst das, wo Tiere misshandelt und missbraucht werden, ist der Mensch ebenfalls nicht sicher.
Wenn Du Dir das Video ansiehst, falls Du wirklich an Aufklärung interessiert bist, dann wirst Du die Kammern sehen mit den gestapelten Fellen, den abgeschnittenen Katzenschwänzen. Es sieht aus wie die Sammlung eines Perversen, wenn Dir der Vergleich lieber ist. Wenigstens kann man, wenn man sich das angesehen hat, nicht behaupten, man hätte nichts von all dem gewusst.
Ist doch eigenartig. Da haben wir das weltweite Netz und Zugriff auf alles Wissen der Welt und dümpeln im Halbwissen herum und verleugnen Tatsachen und Zusammenhänge, nur weil wir sie uns nicht vorstellen können, oder weil einem Tierschützer suspekt sind. Mehr suspekt als Tiermörder??? Das ist doch beknackt.
Und woher stammt eigentlich Dein rudimentäres mittelalterliches Wissen über Tiere, wo Du doch die Buchabteilungen bevorzugst. Wo hast Du denn bisher gelebt? Etwa im Osten? Da haben sie sowas gelehrt. Die Zeit ist aber nicht stehen geblieben. Wenn Du Dich weiterbilden willst nenne ich Dir mal ein paar interessante Quellen.
Vor hundert Jahren gab es schliesslich keinen Fernseher - wer weiss, was die Menschheit in weiteren hundert Jahren über das Bewusstsein der Tiere weiss. Vielleicht halten sie das, was heute mit den Tieren passiert für reine Barbarei und Steinzeitverhalten - ich tus schon heute und bin meiner Zeit mit blauen Augen offenbar ein ganzes Stück voraus.
Alles Liebe Kitty
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bossel
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Beitrag von bossel »

kitty hat geschrieben:Du nennst mich also blauäugig - ist aber besser als blind.
Bedingt. (Ist aber vielleicht Geschmackssache.)
dass man Menschen nicht mit Tieren vergleichen soll,
Darum geht's nicht, Menschen sind Tiere. Es geht um die Intention hinter der Sache.
George Bernhard Shaw sagte zu dem Thema: Solange es Schlachthäuser gibt, wird es auch Schlachtfelder geben.
Stammt m.W. von Tolstoi. Ist aber unerheblich, da ich von solchen Zitaten nicht viel halte. Bloß weil irgendeine Berühmtheit irgendwas sagt, stimmt's noch lange nicht.
Wenn Du Dir das Video ansiehst, falls Du wirklich an Aufklärung interessiert bist, dann wirst Du die Kammern sehen mit den gestapelten Fellen, den abgeschnittenen Katzenschwänzen.
Habe ich behauptet, daß keine Katzen zur Fellgewinnung getötet werden?
Das ist doch beknackt.
Nun ja, manche dümpeln im Halbwissen irgendwelcher Propaganda herum...
Und woher stammt eigentlich Dein rudimentäres mittelalterliches Wissen über Tiere, wo Du doch die Buchabteilungen bevorzugst. Wo hast Du denn bisher gelebt? Etwa im Osten? Da haben sie sowas gelehrt. Die Zeit ist aber nicht stehen geblieben. Wenn Du Dich weiterbilden willst nenne ich Dir mal ein paar interessante Quellen.
Für Weiterbildung bin ich immer offen. Halte aber nicht viel von Propaganda.

Mittelalterliches Wissen? Inwiefern?
Im Osten haben sie was gelehrt?
& im Westen haben sie gelehrt, wie sehr Tiere Menschen lieben? Oder verstehe ich hier was falsch?
Tut mir leid für mein mangelndes Verständnis, aber hier solltest Du tatsächlich etwas konkreter werden.
Vor hundert Jahren gab es schliesslich keinen Fernseher
Fernseher? Ohne Fernseher keine Wissenschaft?
Vielleicht halten sie das, was heute mit den Tieren passiert für reine Barbarei und Steinzeitverhalten
Hundert Jahre? Ungelegte Eier.
Barbarei & Steinzeitverhalten? Hast Du Vorurteile gegenüber Steinzeitmenschen?
kitty hat geschrieben:Kannst Du Dir vorstellen, dass es noch was schlimmeres als die Tiertransporte hier gibt?
Meine Phantasie funktioniert nicht so toll, aber ich kann mir so einiges vorstellen, was schlimmer ist. Fängt mit den Augen an & hört bei den Eingeweiden auf.
Du sagst, sie haben in China auch ein Tierschutzgesetz. Kannst Du bitte näheres dazu sagen?
Gesetze zum Schutz wildlebender Tiere gibt es schon länger. Ein Gesetz gegen unnötige Grausamkeit wurde August letzten Jahres eingebracht, weiß aber nicht, ob das schon in Kraft getreten ist. Ob das simple Schlachten zur Fellgewinnung darunter fällt, darf aber sowieso bezweifelt werden.
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Beitrag von kitty »

Natürlich hast Du Recht, Bossel,
das Zitat stammte selbstverständlich von Tolstoi. Shaw hat es in ein wenig erweiterter Form benutzt: "Solange die Menschen die wandelnden Gräber der von ihnen ermordeten Tiere sind, wird es Kriege geben auf dieser Erde." Die Aussage ist im Grossen und Ganzen die selbe.
Auf die Aussprüche von Berühmtheiten kann man in manchen Fällen verzichten, soweit sie behaupten: "Der Schwede ist kein Holländer" oder "Der Ball ist rund!" Jedoch gibt es da ein paar kluge Geister, die einem aus dem Herzen sprechen, wie z.B. Leonardo Da Vinci ... (Will Dich nicht noch mehr langweilen zum Thema Tierquälerei), besser kann man es einfach nicht sagen.
Für mich ist es viel schwieriger immer die kopierten Zitate in dieser Diskussion aufzunehmen, das ist ja so, als wäre man nicht mehr in der Lage zusammenhängend zu schreiben.
Was Tiere allgemein betrifft, also der Stand moderner Forschung kannst
Du u.a. bei Rupert Sheldrake nachlesen, Biochemiker aus Cambridge. Da sind eine ganze Reihe von Veröffentlichungen auf dem Buchmarkt.
Noch einmal ein Wort zur Propaganda: Es kann gar nicht genug "Propaganda" geben, bei all dem Leid, das ich gesehen habe, wenn es denn Propaganda wäre.
Ach so, ich kann nur sagen, was sie im Osten gelehrt haben. Bin nicht im Westen zur Schule gegangen. Wahrscheinlich auch das gleiche, aber vielleicht waren sie da noch einen Tick informierter, stelle ich mir vor, vielleicht aber auch nicht, das müsste man mit denen diskutieren, die es wissen. Es hat zumindest immer etwas länger gedauert, bis im Westen bereits etabliertes Wissen den Weg in den Osten fand, am ehesten über das Fernsehen, aber eben nicht so schnell in die Schulen.
Ethik ist nicht unbedingt an Kultur pauschal gebunden. Ich glaube, das liegt tief in uns und in jeder Gesellschaft, sei sie auch noch so rückständig, gibt es Menschen, die ein moralisches oder ethisches Empfinden besitzen und andere, die es eben nicht haben. Sogar um die tut es mir leid, weil sie nicht wissen, was ihnen entgeht, obwohl's ihnen wahrscheinlich nicht mal was ausmachen würde, wenn sie's wüssten, weil sie's ja nicht zu brauchen scheinen.
Und nein, ich habe nichts gegen Steinzeitmenschen, wie ich auch nichts gegen Chinesen oder Eskimos habe. Lies doch mal richtig und versuch nicht immer gleich um der Rhetorik willen aus jeder Mücke einen Elefanten zu basteln. Ich stelle mir nur vor, wollte ich damit sagen, dass uns kommende Generationen gar nicht so fortschrittlich sehen, wie wir uns vielleicht halten.
Gruss Kitty
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Beitrag von bossel »

kitty hat geschrieben:Jedoch gibt es da ein paar kluge Geister, die einem aus dem Herzen sprechen, wie z.B. Leonardo Da Vinci ... (Will Dich nicht noch mehr langweilen zum Thema Tierquälerei), besser kann man es einfach nicht sagen.
Geschmackssache. M. E. ist frei Schnauze i.d.R. wesentlich besser als Nachplappern irgendwelcher Berühmtheiten.
Für mich ist es viel schwieriger immer die kopierten Zitate in dieser Diskussion aufzunehmen, das ist ja so, als wäre man nicht mehr in der Lage zusammenhängend zu schreiben.
Aber wenigstens weißt Du, worum es in der Antwort geht.
Was Tiere allgemein betrifft, also der Stand moderner Forschung kannst Du u.a. bei Rupert Sheldrake nachlesen, Biochemiker aus Cambridge.
Ich ziehe wissenschaftliche Arbeiten pseudowissenschaftlichen vor. Sheldrake repräsentiert keineswegs den Stand moderner Forschung. "Morphic Fields", hah!

Das erklärt sowieso nicht, was Du mit mittelalterlichem Wissen meinst. Oder hat Sheldrake auch irgendwelche Werke über das Wissen des Mittelalters verfaßt? Wäre mir neu.
Es hat zumindest immer etwas länger gedauert, bis im Westen bereits etabliertes Wissen den Weg in den Osten fand, am ehesten über das Fernsehen, aber eben nicht so schnell in die Schulen.
Auch im Westen fanden die neuesten Erkenntnisse nicht unbedingt schnell den Weg in die Schulen. Als damals eifriger Leser wissenschaftlicher Magazine konnte ich sehr gut beurteilen welcher Lehrer auf der Höhe der Zeit war & welcher nicht. Die meisten waren es nicht.
Ethik ist nicht unbedingt an Kultur pauschal gebunden. Ich glaube, das liegt tief in uns und in jeder Gesellschaft, sei sie auch noch so rückständig, gibt es Menschen, die ein moralisches oder ethisches Empfinden besitzen und andere, die es eben nicht haben.
Woher stammt denn dieses "mittelalterliche Wissen" (natürlich nicht mittelalterlich, aber doch überholt)?
Rückständige Gesellschaften? Welcher Anthropologe hat Dir sowas eingeredet?
Menschen, die kein moralisches/ethisches Empfinden besitzen? Nun, die gibt es tatsächlich, aber die formen eine verschwindend geringe Minderheit, & leiden gewöhnlich an einer Geisteskrankheit, einer Art dissozialer Persönlichkeitsstörung.

Ethik ist immer an eine Kultur gebunden, nur die Fähigkeit, eine Ethik bzw. Moral zu entwickeln oder zu erlernen ist universell. Sowas sollte man nicht verwechseln.
Mir erscheint es recht "mittelalterlich" (obwohl man sagen muß, daß die Nazis natürlich auch eine entsprechende Ansicht vertraten - äh - vertreten), andere Gesellschaften als rückständig zu bezeichnen, nur weil sie andere Vorstellungen von Ethik & Moral haben.
Und nein, ich habe nichts gegen Steinzeitmenschen, wie ich auch nichts gegen Chinesen oder Eskimos habe. Lies doch mal richtig und versuch nicht immer gleich um der Rhetorik willen aus jeder Mücke einen Elefanten zu basteln.
Gesellschaften als rückständig zu bezeichnen, ist also nichts negatives? Ah, dann muß ich die Bedeutung dieses Wortes wohl doch mal nachschlagen.
Ich stelle mir nur vor, wollte ich damit sagen, dass uns kommende Generationen gar nicht so fortschrittlich sehen, wie wir uns vielleicht halten.
Das kann sich jeder denken, der sich ein bißchen mit Geschichte auskennt.
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Beitrag von kitty »

Hey, Bossel!
Was redest Du immer von Geschichte? Als ob man mit Geschichte immer alles begründen und belegen könnte. Es gibt Leute, die nie etwas daraus lernen und es gab und gibt immer welche, die ihrer Zeit voraus waren und es sind. Vielleicht hat Sheldrake sich geirrt bei den Morphic Fields, vielleicht auch nicht, hätte Dir vielleicht andere Beispiele nennen sollen. Es gibt auch sensible amerikanische Forschungen, die bewiesen haben wollen, dass Tiere nicht bloss leere Hüllen sind die ausschliesslich fressen, sich fortpflanzen und (bei den Hunden) ihrem Herrn bedingunslos ergeben sind, nur weil er ersteres sicherstellt. Das war ja schliesslich unser Ausgangspunkt.
So sicher wie Du bin ich mir übrigens nicht, ob Sheldrake sich geirrt hat - jedenfalls nicht in allen Punkten. Hawking hat sich auch geirrt und Galileo auch (nehmen wir, dass die Erde eine Kugel sei - in Wirklichkeit soll sie ja eher einem "Ei" ähneln.) Irrtümer in der Forschung dienen auch dazu, zu hinterfragen und weiter zu machen.
Mittelalterliches Wissen war ja auch nur als Metapher für nicht mehr zeitgemäss. Klar, hätte ich auch so sagen können.
Die Sprüche der Berühmtheiten dienen ja auch nicht dazu, sich aufzublasen und zu zeigen: Guck, was ich alles weiss, sondern da gibt es Sachen zum Schmunzeln, zum Staunen und die uns zeigen, dass es immer schon Vorreiter für bestimmtes Denken gab. Ich zitiere Shaw: "Der hundertprozentige Amerikaner ist ein neunzigprozentiger Idiot."
Ich will das nicht kommentieren - aber wir lernen doch immer wieder
etwas über die Leute, wenn wir uns dafür interessieren, wie sie dachten.
Ohne gestern kein morgen.
Mit rückständigen Gesellschaften habe ich Dir natürlich wieder ein Stichwort geliefert, wobei ich eher die Herrschenden meinte, die den Menschen das Wissen, Weiterentwicklung und Freiheit vorenthalten. Meines Erachtens ist eine andere Auffassung von Moral und Ethik immer von den Herrschenden vorgegeben (und hier können wir gerne den Begriff Propaganda einsetzen) und wird von der Masse des Volkes übernommen (das ist meine Sichtweise auf das Dritte Reich). Es gab aber, und das musst auch Du zugeben, lieber Bossel, Menschen, die dieses Bild von Moral und Ethik schon damals angezweifelt und sogar
bekämpft haben. Ich kannte so jemanden - meine Grosseltern.
An dieser Diskussion über Kultur und Ethik haben sich in diesem Forum schon mal Leute aneinander gerieben, wie ich gestern gesehen habe. Für mich steht auch nicht die Frage, ob Ethik etwas ist, das von der Kultur abhängt oder ob es in jedem Individum bereits angelegt ist. Und damit bin ich nicht alleine. Im Gegensatz zu Dir glaube ich nicht, dass es nur eine verschwindend kleine Menge von Geisteskranken etc. ist, die dies ethische Empfinden nicht haben, sondern ein grosse, betäubte Masse, die sich anpasst und in diese oder jene Richtung manipulierbar ist.
Individuelles Denken und Handeln und eine Kultur zu beeinflussen bzw. eine Gesellschaft zu ändern ist zwar nur in einer Massenbewegung möglich, die Impulsgeber jedoch kommen von Menschen, für die Ethik unabhängig von der Kultur existiert, in ihrem tiefsten Innern. Ich glaube, das man darüber viel von Kindern lernen kann - bevor sie mit Erziehung konfrontiert werden. Kannst mir gerne wiedersprechen.
Gruss Kitty
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