Re: Was will sie?
Verfasst: 24.09.2010, 22:58
Die Analogie bezieht sich auf die Ebene der Vernunft, der Einschätzung, der Menschenkenntnisse bzw. Kenntnisse über das Leben, die Liebe, über das andre Geschlecht, die wir mit der Zeit erlangt haben, um einschätzen zu können, bevor wir uns ganz und gar auf eine Gefahr begeben. Der Baum symbolisiert also die sichere Gefahr in einer vereinfachten Darstellung natürlich.RoyalTramp hat geschrieben: Das habe ich schon verstanden, aber wo ist das "Zwischenmenschliche" in deiner Analogie mit dem gegen den Baum fahren? Der Baum hat wohl eher weniger Gefühle, die verletzt werden könnten (jetzt rein hypothetisch angenommen). Daher bleibt es dabei: Deine Analogie aus dem Straßenverkehr passt einfach nicht.
Es ist bei Gott nicht so, sobald von Gefühle die Rede ist, uns alsbald die einzige Möglichkeit übrig bliebe, tatenlos zuzusehen, was auch immer jetzt nun geschieht. Es sei denn, wir wollen das. Wir wollen, dass das Schiff nicht den Kurs ändert, sondern schnurstracks auf den Eisberg zusteuert, um hinterher Freunde jauchzend jubeln zu können: wir haben es durchlebt! Wir haben es nur nicht überlebt! Mit andren Worten, manche Erfahrungen kann man getrost schenken.
Aber Du hast recht, vielleicht ist da ja gar keine Gefahr, vielleicht hat die Mehrheit hier sich nur eingebildet, dass irgendwas an der Urlaubsbekanntschaft nicht stimmt, und v.a. dass es nicht wert ist, es raufzufinden, was tatsächlich dahinter verbirgt. Da wir alle nicht die Gewissheit haben können, ist das Ganze hier eine reine Spekulation, durch sie wieder das Fünkchen Hoffnung an einer wahren, jetzt nur vorübergehend verlaufenen Liebe geschürt wird in ein freudiges Osterfeuer! Warum auch nicht, ich kann mich jedenfalls nicht dran verbrennen.
Gott, ich glaube, ich befinde mich bereits in das gefürchteten fortgeschrittenen Alter, weil ich bereits so rede wie manche beim betreuten Wohnen.