Im ersten Augenblick Dennis, dachte ich wirklich, du willst mir erzählen, dass diese bedauernswerte
Kreatur (sorry, man kann es nicht anders ausdrücken) so aussieht, weil sein ALG II nicht gereicht hat. Da war ich echt ensetzt.
Nun zur Seite die mir empfohlen wurde:
Jeder kann in ALG II abrutschen durch Arbeitslosigkeit. Diesen Menschen (zu denen auch ich gehören koennte) muss geholfen werden und für Behinderte und Kranke koennte man meiner Ansicht nach das ALG II verdoppeln oder verdreifachen.
Aber speziell zu dieser Dame ("arme Sau"):
Verabschiede Dich als erstes von Fachgeschäften oder Supermärkten mit Markenartikeln. Aldi wird Dein neuer Gourmettempel sein. Aber auch dort wirst Du Dich ausschließlich auf das B-Sortiment beschränken müssen. Mortadella oder Lachsschinken? Vergiss es: Cervelat-Aufschnitt und Schmelzkäse heißen Deine neuen Tellerfreunde.
das ist doch der Gipfel der Unverschämtheit. Soll die Solidargemeinschaft nun neben Kippen und Bölkstoff auch Mortadella und Lachsschinken finanzieren? Also irgendwie habe ich den Sinn einer Sozialhilfe wohl falsch verstanden... Und die Dame offensichtlich auch

Dieser Punkt hat mich fast umgehauen ...
Mein Ansatzpunkt lieber taugenix, ob du ihn nun verstehst oder nicht, ist, dass es Millionen Menschen gibt, die in die Sozialhilfe hineingeboren wurden, deren Eltern Stütze bekamen und deren Kinder Stütze bekommen werden. Vielleicht weißt du das nicht, weil du aus "besserem Hause" stammst, wie du immer wieder betonst. Ich weiß aber wovon ich spreche, da es in einem Seitenarm meiner family mehr als genug
Berufssozialhilfeempfänger gibt. Diese Menschen sind zum größten Teil für den sog. 1. Arbeitsmarkt unbrauchbar.
Aber diesen Menschen muss geholfen werden und das sicher nicht durch eine Erhöhung der Stütze. Dieser Teufelskreis muss durchbrochen werden, sie muessen
arbeiten. Und wenn der erste Arbeitsmarkt keine Arbeitsplätze bereit haelt (was nicht unbedingt die Schuld des Arbeitsmarktes ist, sondern an der zunehmenden Technisierung und Abwanderung "einfacher" Arbeitsplätze liegt), dann muss ihnen auf anderen Märkten geholfen werden.
Bei taugenix wird das so dragestellt, als ob es in D eine Hand voll "RTL-Proleten" gäbe und alle anderen bedauernswerte Kreaturen seien. Aber so ist das nicht. Millionen Menschen fehlt der Antrieb. Die muessen da raus,
damit wirklich unverschuldet in Not gekommene (die in ihrem Leben schonmal irgendwann einen Tag gearbeitet gearbeitet haben) dann auch von der Sozialhilfe geholfen werden kann.
Für die ist die Sozialhilfe ja schließlich da
Mein Lösungsansatz von oben mag vielleicht nicht funktionieren, mir fehlt der wirtschaftliche Sachverstand, um das beurteilen zu koennen. Aber ich spreche hier eben nicht von Ansätzen, die nur die nächsten Jahre betreffen, ich spreche von einer "Agende 2050". Eine Vision, wie man diese Menschen da raus kriegt und dadurch das Sozialsystem als ganzes erhalten kann. (Leider habe ich keine Vision, das muessen dann andere machen).
Aber zu dieser Hilfe gehört ganz klar auch ein erhöhter Druck auf die Betroffene!