Verzeihung zuerst, falls ich grammatische Fehler mache (aber wie immer). Mit riesiger Interesse lese ich diese Diskussion durch und will jetzt auch etwas dazu sagen.
Ich bin ein gebürtiger chinesischer Student, habe in Deutschland mein Studium abschlossen und bleibe in DE weiter promovieren (P.S. ich komme nicht aus Oberschicht Chinas).
Es ist kein Wunder, dass es ein umstrittener Thema ist, ob Chinesinnen frei sind oder ob sie alle raus gehen möchten, da China an sich ein Land voller Gegensätze ist. Eine historische Wende erlebt China mit Freue und Schmerzen.
Ich sage nur, was in meinen Augen die Tatsache ist.
Alles Chinesen, Chinesinnen. Und um ehrlich zu sein, kenne ich nicht soooo viele Chinesen (und DA wirst du dann wieder recht haben: ich kenne sie nicht, weil oftmals das Geld fehlt, um an Plätze zu gehen, an den sich Westler rumtreiben). Aber ich muss zugeben: Viele dieser Studenten kommen von den Top-Unis (Tsinghua, Beida, auf Jura-Gebiet Zhengfa und Renmin), müssen viel Geld bezahlen und sind dementsprechend auch aus keinen "armen" Familien.
TaugeNix, du weiss ziemlich gut, welche Unis in China die Besten sind. Allerdings ist das Ausbildungssystem in China unterschiedlich als es in Deutschland. Student zahlen demsprechend auch sehr unterschiedlich, je nachdem, an welcher Uni er studiert. Lass mich zumnächst dafür erklären.
Die Hochschulen in China lassen sich grundsätztlich in folgeden Gruppen gliedern.
1.Die Top-Unis
Sie setzen den europäsichen Studenten unvorstellbaren hohen Kriterien bei Auswahl der chinesischen Kandidaten. So können nur die besten 0.1% aller Kandidaten die Studenten der Tsinghua Universität (ranking 1) sein. Circa 10 beste chinesische Hochschulen können zu dieser Gruppe gehören.
2. Die Elite-Unis
Elite-unis sind grundsätztlich die sogenannten 211-Universitäten, die auch von zentralen Regierung direkt unterstützt und verwaltet werden. Die Anzahl solcher Universitäten beträgt schätzungweise 100.
3. Allgemeine-Unis
Sie werden von der lokalen Regierung unterstützt und verwaltet. Die meinsten chinesischen Studenten studieren dort.
4. Private Hochschule
Private Hochschulen sind noch eine Neuigkeit. Kandidaten aus sozialen starken Familien, die jedoch wegen der unausreichenden Performanz in der staatlich Hochschulaufnahmeprügungen nicht berechtig sind, die Hochschulen der 3. Gruppen aufgenommen werden zu können, können von ihnen aufgenommen werden. Studenten zahlen viel mehr dafür. Hier sind folgenden 2 Faktoren aufzupassen. Erstens, die MBA-Privatehochschulen gehören nicht dazu. Zweitens, wie die staatlichen Hochschule genießen die privaten Hochschule auch keinesfalls Autonomie.
5. Andere Hochschulen, deren Abschluss nicht von deutscher Ausbildungssystem annerkannt wird
Beispielweise die Hochschulen, die keine Berechtigung der Verleihung des Bachelor-Grads haben.
Studenten zahlen für die Hochschulen der obsten 3 Gruppen ungefähr gleich, weil sie alle von der Regierung finanziell unterstützt sind. Anhald des jetzigen Zustands beträgt das Studiengebühr 500-600 Euro pro Jahr. Studenten der 4 Gruppe (private Hochschule) zahlen hingegen viel mehr dazu, also, ungefähr 1500-2500 Euro pro Jahr. Man muss das Studiengebühr im Bezug auf GDP Pro Kopf (c.a. 1700 US-Dollar) in China zusammen berücksichtigen.
Diese fünf Gruppen bilden sich eine große Hierarchie. Trotz der immer groß werdenden Bildungsinvestition solllen meiner Meinung nach die Unmöbilität, Bürokratie, fehlende akademische Freiheit, Korruption chinesischer Hochschulen für die internationalen Konkurrenzunfähigkeit verantwortlich sein. Diese Problematik ist jedoch eine Abweichung unserer Diskussion.
Wegen der Generationsklupf meine ich hier nur die chinesichen Frauen jungerer Generation. Ich stimme zu, dass viele chinesischen Frauen die Westen verheiraten wollen. Ich muss gleichzeitig auch zugeben, dass einige Menge Frauen die europäischen Männer als Sprungsbrett ausnutzen wollen. Diese können aber nur einen kleinen Teil chinesischer Frauen repräsentieren. Soweit ich weiss, ein definitiver Mehrheit der chinesischen Studentinnen, die in Deutschland studieren, leben mit europäeschen Partnern aus echter Liebe zusammen.
Ich habe (leider) bisher noch keine einzige Chinesin getroffen, die ins Ausland zum Studieren gehen wird. Letztes Jahr war ich auf einer Uni im Süden und die, die scheinbar dort zur "Oberschicht" gehört haben, meinten, sie wollen den MBA in Peking machen, in der Hauptstadt. Seien aber noch nie dortgewesen.
Trendylee, ich stimme dir auch teilweise dazu, dass die Chinesinnen viel wenigerer mobile als die europäerischen Studentinnen. Denke mal aber bitte mal daran, dass Deutschland mitten Europas ist. Europa ist weit, USA ist gegenüber des pazifischen Ozeans, Japan ist auch nicht so nah. Der Aufwand, für eine chinesische Studentin im Ausland zu studieren, ist recht unheim größer als der eines Plans einer deutschen Studentin, die in Frankreich ein Semester als Austauschstudentin studieren wird. Denke mal auch daran, dass die Studienkalender sehr wenig flexibel in China ist. Ich habe in China für 4 Jahr um Bachelor-Grad studiert. Ich weiss selber, wenn man ein halbes Semester in China verpasst, verpasst dann das ganze Jahr. Leider muss ein chinesischer Student das Risiko der Exmatrikulation eingehen, da Student nicht mehr 5 Jahr Bachelor (Regelstudienzeit 4 Jahr) studieren darf (knappe Studienplätze). Das heißt, entweder in Campus bleiben, um rechtzeitig zu absolvieren, oder, soweit es keinen glaubhaften Grund gibt, auf die Strasse schlafen. China ist groß, ein Student aus Suden ist deswegen in Peking nicht unbedingt gewesen. So ist auch in Deutschland, viele meiner deutschen WG-Mitbewohner sind auch nie in einmahlige Ostdeutschlands Länder gewesen.