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Re: Die Aufrüstung in Japan
Verfasst: 15.07.2014, 22:58
von dakine
alanos hat geschrieben:[...] Ich frage mich allerdings wirklich, warum die Japaner die F-35 gekauft haben.[...]
[...] Vielleicht war das ja der Preis, den Südkorea und Japan zahlen mussten für Obamas uneingeschränkte Unterstützung im Krisenfall.
Womit du dir die Antwort schon selbst gegeben hast. Allein die uneingeschränkte Unterstützung der USA wäre die paar F-35 allemal wert.
Aber auch taktisch macht der Kauf Sinn - vorausgesetzt, die F-35 hält was sie verspricht...
Ein lang anhaltender Krieg kann und soll durch diese Flugzeuge nicht entschieden werden. Um Chinesische Flugzeuge über Japanischem Luftraum abzufangen bzw. zu neutralisieren genügen die F-15J und Patrioten.
Es geht darum, ganz zu Beginn eines bewaffneten Konflikts um diese Felsbrocken sehr schnell und effektiv zuzuschlagen und amphibische Landungen zu decken. Dafür ist die F-35 optimal ausgelegt.
Im Zeitalter der netzwerkzentrierten Kriegsführung kann ein Krieg in wenigen Stunden entschieden werden.
Re: Die Aufrüstung in Japan
Verfasst: 15.07.2014, 23:32
von jackie_chan
Dann sollen die Japaner neben ein paar neuen Leos auch gleich noch eine Staffel Eurofighter dazu kaufen, für die Luftraumsicherung sind die meiner Meinung nach der F35 überlegen. Diese ganzen Kinderkrankheiten der X/F35, verstehe nicht warum so viele Staaten die kaufen wollen...
Auch noch mein Senf zum Thema Drohnen: für den Einsatz in der Luft gibt es derzeit sicher ein großes Potential, nicht nur was die militärische Nutzung angeht (Drohnen werden schon seit Jahren/Jahrzehnten in der Forschung eingesetzt), am Boden wird einem (gut ausgebildeten) Soldaten aber auch in 10-20 Jahren noch kein Roboter etwas vormachen. Wie man dabei "gut ausgebildet" definiert ist so eine Sache. Wenn ich manchmal irgendwelche, mehr oder weniger sinnlose, Berichte in der China Daily über die Ausbildung oder das Training von irgendwelchen Polizei- oder Militäreinheiten lese, frag ich mich ob die überhaupt wissen wie man die Knarre richtig herum hält. Es ist teilweise echt belustigend was man da aufgetischt bekommt (Ok, ist halt auch nur die China D., darf man nicht zu viel erwarten

).
Die Chinesen haben vlt. eine Armee mit 7 Mio. Soldaten und vielen Panzern und Flugzeugen, anscheinend ist das Ausbildungsniveau aber nicht wirklich moderner oder besser als das ganze veraltete Kriegsmaterial. Wenn ich in China als Geisel genommen werden würde, dann möchte ich bitte nicht von lokalen Behörden befreit werden, sondern von der GSG 9 oder dem KSK

Re: Die Aufrüstung in Japan
Verfasst: 16.07.2014, 05:27
von Utz
Ich war am Wochenende auf der Insel Shengsi und habe dort ein paar Soldaten beim Manöver beobachtet. Die haben ihre Haubitzen in Richtung Japan in Stellung gebracht. Jetzt geht es also los... Ein Foto habe ich auch gemacht, das wollte der Soldat aber nicht und wollte meine Kamera sehen. Ich hab ihm dann meine Urlaubsbilder gezeigt und das bewusste Bild ausgespart. Kann man das hier zeigen oder meldet das einer an den China Geheimdienst? Nicht dass ich dann Ärger kriege!
Re: Die Aufrüstung in Japan
Verfasst: 16.07.2014, 08:11
von sweetpanda
Utz hat geschrieben:Kann man das hier zeigen oder meldet das einer an den China Geheimdienst? Nicht dass ich dann Ärger kriege!
Bitte zeigen, bin mir sicher dass der Chinageheimdienst hier mitliest. Den Großteil der Informationen beziehen Geheimdienste eh aus "offenen" Quellen.
Re: Die Aufrüstung in Japan
Verfasst: 16.07.2014, 08:34
von Utz
sweetpanda hat geschrieben:Utz hat geschrieben:Kann man das hier zeigen oder meldet das einer an den China Geheimdienst? Nicht dass ich dann Ärger kriege!
Bitte zeigen, bin mir sicher dass der Chinageheimdienst hier mitliest. Den Großteil der Informationen beziehen Geheimdienste eh aus "offenen" Quellen.
Sehr beruhigend, dann lieber nicht. Der Kanonenführer hat mein Nummernschild gesehen und sicher notiert.
Re: Die Aufrüstung in Japan
Verfasst: 16.07.2014, 08:52
von dakine
Ein Nummernschild aus Gansu fällt in Zhejiang eben auf. Ich kann es einfach nicht lassen

Re: Die Aufrüstung in Japan
Verfasst: 16.07.2014, 09:15
von edmund27
Schade, dass die Japaner beim Ami eingekauft haben. Da waren unsere Vertreter zu langsamsam oder hatten das richtige Öl zum schmieren nicht dabei. Unserer Industrie fehlen halt so Leute wie der Schreiber. Unsere Rüstungsindustrie sollte sich langsam dem asiatischen Markt zuwenden. Hier könnte man noch satte Gewinne machen. Ein paar Leos für die Chinesen wäre ganz gut. Und die zahlen cash.

Re: Die Aufrüstung in Japan
Verfasst: 16.07.2014, 10:39
von tanzhou
@Edmund: Im Prinzip gebe ich Dir recht. Aber solche Exporte muessen ja erstmal durch den Bundestag und werden dort dann debattiert und elendigst lange diskutiet, Linke und Gruene rennen Sturm, etc ... Weisst ja was ich meine. In der Zwischenzeit macht dann eben ein anderer das Geschaeft. DE ist das Land der Diskussionen Debatten und gut Ding braucht immer eine gaaaaanz lange Weile ... Siehe BER, irgendwie fast das gleiche deutsche Problem. Traurig aber wahr.
Re: Die Aufrüstung in Japan
Verfasst: 16.07.2014, 10:44
von Utz
Du Kriegstreiber! Deutsche Waffen, deutsches Geld, morden mit in aller Welt! Ein bisschen Frieden braucht die Welt, nicht deutsche Waffen, deutsches Geld! Hilf mit und bring der Welt den Frieden, denn das braucht die Welt hinieden! Pflück eine Blume auf der Wiese und steck sie in ein Schießgewehr! Liebe brauchen alle Menschen, keinen Krieg und Gegenwehr!
Re: Die Aufrüstung in Japan
Verfasst: 16.07.2014, 12:32
von edmund27
So lange ein Markt dafür da ist wird es immer Hersteller geben, die diesen Markt bedienen. Ich bin kein Kriegtreiber, sondern ich habe hier nur dar gelegt, wie die Welt tickt.
Und damit das bei uns auch klappt, werden so Leute, wie Niebel eingestellt. Diese Leute kennen sich bestens aus wie man Waffen ungehindert Exportiert. Mit Japan hat es nicht geklappt, jetzt sind die Saudis dran. Wenn nicht von Deutschland, dann benutzt man halt eine Tochterfirma aus dem Ausland. Kriege werden heute herbei geredet. Dieser Rasmussen ist das beste Beispiel. Wenn es nach dem ging , dann würden wir gen Russland maschieren und die Krim befreien.

Re: Die Aufrüstung in Japan
Verfasst: 17.07.2014, 03:14
von Luntan
sweetpanda hat geschrieben:Natürlich hat China absolut gesehen viele junge Männer, aber durch die Ein-Kind-Politik haben die Muttis dieser Jungs keinen anderen Wonnepropen mehr übrig, wenn der eine Tod ist. Da Söhne in China noch immer eine Art "Sozialversicherung" sind akzeptieren die Eltern keine Verluste.
Ich würde mal gerne sehen wie die chinesische "Öffentlichkeit" reagiert wenn China endlich militärische Verantwortung in Krisengebieten übernimmt und vielleicht mal 50 Mann in Mali oder über eine Zeitspanne von 10 Jahren 1000 Mann in Afghanistan verliert.
Am meisten junge Männer hat es in Indien. Wieso gibt es denn dort keine Kriege?
Am meisten junge Männer in einem islamischen Land gibt es in Indonesien. Noch einmal, wieso gibt es denn dort keine Kriege?
Was ein signifikantes kriegerisches Ereignis ist und was nicht ist wohl subjektiv. Auch der Krieg 2008 zwischen Georgien und Russland war ein Krieg zwischen Nationalstaaten in Europa. Ob der nun wichtiger oder unwichtiger ist als derjenige im Sudan ist vor allem davon abhängig wo man wohnt. Für die Georgier war er vermutlich wichtiger.
Zum Glück "übernimmt" China keine Verantwortung als Weltpolizist. Bei den USA ist dies ja auch zu einem Ende gekommen, siehe Libyen oder Syrien. Kriege die man nicht gewinnen kann soll man auch nicht beginnen. Einige Regierungen wissen das schon, andere lernen es noch.
Was Japan betrifft ist es gelinde gesagt eher ungeschickt die Probleme mit den Nachbarländern durch ungeschickte Politik weiter zu steigern, wenn diese Länder (China, Korea, Russland) alle allein schon eine viel grössere Armee als Japan haben. Dann beklagt man sich man sei bedroht und müsse aufrüsten. Da bleibt dann der Verdacht, dass es sich eher um ein "Geschäftsmodel" einer nationalistischen Regierung handelt, die hofft Dank der "Bedrohung" bei der nächsten Wahl wiedergewählt zu werden.
Re: Die Aufrüstung in Japan
Verfasst: 17.07.2014, 08:43
von edmund27
Das mit dem Geschäftsmodell ist interessanter Aspekt. Ein gutes Beispiel für uns ist doch der Ukraine Konflikt. Hier wird durch durch geschickte Berichterstattung eine Bedrohung durch Russland auf gebaut. Dann kommt der Rasmussen und behauptet die Nato ist zu schwach, um gene den Russen stand zu halten. Und schon haben wir wieder einen Feind. Und jetzt könnte man auch bei uns wieder eine Aufrüstung dem Urnenpöbel verkaufen. Somit hat die Waffenlobby Ihr Ziel erreicht. Und das gleiche wurde auch in Japan gemacht. Der Konflikt wird auch hier durch geschickte Propaganda hoch gefahren. Der Chinese wird als der Bösewicht hingestellt und somit die Grundlage geschaffen , für massives Aufrüsten. Und auch hier hat die amerikanische Waffenlobby Ihr Ziel erreicht. Japan kauft Waffen in der USA. Und mit dem anderen hier geschriebenen Quatsch hat das nichts zu tun. Frieden können die Waffenhändler nicht gebrauchen.
Re: Die Aufrüstung in Japan
Verfasst: 17.07.2014, 14:08
von feilunhai
Meiner Meinung nach hat Japan das Recht, sich aufzurüsten und eine normale Armee zu haben. Es ist schließlich eine lange Zeit nach dem II Weltkrieg vergangen.
Bedenkt man, wie nah Japan zum Nordkorea oder China liegt, ist es verständlich.
Re: Die Aufrüstung in Japan
Verfasst: 17.07.2014, 14:47
von alanos
feilunhai hat geschrieben:Meiner Meinung nach hat Japan das Recht, sich aufzurüsten und eine normale Armee zu haben. Es ist schließlich eine lange Zeit nach dem II Weltkrieg vergangen.
Bedenkt man, wie nah Japan zum Nordkorea oder China liegt, ist es verständlich.
Das ist nur verständlich, wenn man wenig Ahnung hat. Weder China noch Nordkorea bedrohen japanisches Staatsgebiet (wie soll denn Nordkorea auch Japan bedrohen? Ich bezweifle, dass man mit Ruderbooten so weit paddeln kann

).
Außer natürlich du willst darauf hinaus, dass Japan Korea und China wieder besetzen sollte. Für alles andere sind die momentanen
Selbstverteidigungsstreitkräfte nämlich völlig ausreichend.