Ich weiss.Die chinesische Geschichte wird von der chinesischen Regierung ziemlich verdreht dargestellt.
Sowohl von der die auf Taiwan sitzt als auch von der in Beijing

Und wie bei uns die chinesische Geschichte abgehandelt wird, ist ja auch nur Propaganda. Siehe zum Beispiel diesen aktuellen Artikel:
http://derstandard.at/1317019739233/KP- ... olutionaer
Das Mongolische Reich Yuan und das Mandschu Reich der Qing werden als chinesische Kaiserreiche dargestellt.
Ja - stimmt ja auch. Mandat des Himmels übernommen. Sowohl Kublai Khan (explizit gemacht) als auch die Mandschuren Kaiser. Die diversen Kaiser des heiligen römischen Reiches waren ja auch keine Italiener.
Eroberungskriege der Mongolen oder der Mandschu werden als Bürgerkrieg innerhalb der chinesischen Nation interpretiert.
Die Interpretation habe ich noch nie gehört.
Viele Chinesen tendenzieren daher, die historischen Ereignisse mit heutiger chinesischer Begrifflichkeit und Weltanschauung zu betrachten.
Nö, im Westen wird tendiert die historischen Ereignisse aus heutiger Begrifflichkeit und Weltanschauung zu betrachten --> Nationalstaat (möglichst Ethnisch rein)
China war aber ein Kaiserreich und aus diesem Kaiserreich ist eine Republik entstanden, die aus dem vorigen Kaiserreich ihre Forderungen ableitete (kein Unterschied zu Europa, z.B. Deutschland). Und diese Republik hat sich nach dem Bürgerkrieg geteilt, in eine Volksrepublik und in einen "Fortbestand" der alten Republik. Kennen wir auch wieder aus der deutschen Geschichte.
Das absurde an dieser Sichtweise ist ja, dass vor 700 Jahren die Han-Chinesen die Eroberungsfeldzüge der Mongolen ganz sicher nicht als "Bürgerkrieg unter ihresgleichen" gesehen haben.
Das mit den Bürgerkrieg hab ich noch nie gehört. Aber dem durchschnittlichen Bauer war es egal ob der Kaiser "mongolisch", "mandschurisch" oder "han (ein eher neuer Begriff)" war. Ähnlich wie in europäischen König u. Kaiserreichen es keinen aus der breiten Masse gekratzt hat. Ich sag da nur Richard Löwenherz - der nicht einmal "englisch" gesprochen hat und am liebsten in seiner "Heimat" Nordfrankreich war.
Die Mongolen haben da die Chinesen auch ganz bestimmt nicht als ihre Landsleute empfunden.
Was sind "Chinesen"? Chinese ist kein ethnischer Begriff. Wird nur bei uns fälschlicherweise als ethnischer Begriff geführt.
Sonst hätten sie ja nicht dieses rassistische Kastensystem eingeführt. Heute sind chinesische Mongolen und Han-Chinesen natürlich de jure Teil des chinesischen Staatsvolkes und der chinesischen Nation.Aber damals gab es diese Begriffe der chinesischen Nation nicht mal!
Ein Resultat dieser absurden Sichtweise ist, dass der Dschingis Khan von vielen Chinesen als ein "Chinesischer Held" empfunden wird, obwohl der Dschingis Khan zahllose Han-chinesen töten ließ und insbesondere die han-chinesische Bevölkerung Nodchinas aufgrund seines Vernichtungskrieges stark dezimiert wurde.
Jo mei - wie beim alten Richard Löwenherz - haha (Anmerkung den Begriff chinesische Nation gab es nicht - aber es gab sehr wohl ein chinesisches Kaiserreich. Damals wurde aber primär nach Dynastie benannt. Aber sogar der Begriff Zhongguo ist uralt. Noch ein Argument - Marco Polo war (wenn er dort war) in China beim chinesischen Kaiser und nicht in der Mongolei, beim mongolischen Kaiser
Es hat sogar zur Empörung in der mongolischen Bevölkerung geführt, als der chinesische Botschafter in der Mongolischen Republik Dschingis Khan auch für China beansprucht hatte.
Ja, natürlich. Weil jetzt in der Mongolei auch nationalistisch gedacht wird. Erinnere mich an die Diskussion bezüglich Mozart. Da war ja in Österreich auch ein Aufschrei, als die Deutschen diesen als einen der 100 wichtigsten Deutschen aufgezählt haben. Daweil weiß doch jeder, dass Mozart und Beethoven Österreicher waren und Hitler ein Deutscher
Dass Han-Chinesen selber keine Eroberungsfeldzüge führten, ist auch historisch nicht haltbar.
Richtig - da stimm ich dir zu.