Seite 3 von 6

Re: Obama trifft den Dalailam

Verfasst: 13.02.2010, 01:57
von Grufti
beowulf hat geschrieben: Meinetwegen nenne es Nationalismus. Ist es vielleicht sogar. Meiner Meinung nach ist Nationalismus für ein Schwellen- und drittes Welt Land, was China in Teilen noch ist, eine unverzichtbare Tugend. Oder anders ausgedrückt, diese "Großzügigkeit" und "Antinationalistische" Einstellung kann sich nur ein Wohlstandsbürger in seinem gesicherten Umfeld in den "westlichen" Staaten leisten. Wenn sich nämlich die nicht Westlichen Staaten keinen Nationalismus leisten, landen sie sehr schnell auf den Tablett gerade der Staaten die Nationalismus nach aussen hin als antiquiert betrachten, in der Realität beinhart ihre eigenen Interessen global durchsetzen.

.
Warum zögerst Du , zu schreiben, daß aus diesem genannten Grund letztendlich der Rest der Welt von China beherrscht bzw kolonoialisiert wird ?.

Re: Obama trifft den Dalailam

Verfasst: 13.02.2010, 02:12
von beowulf
Grufti hat geschrieben:
beowulf hat geschrieben: Meinetwegen nenne es Nationalismus. Ist es vielleicht sogar. Meiner Meinung nach ist Nationalismus für ein Schwellen- und drittes Welt Land, was China in Teilen noch ist, eine unverzichtbare Tugend. Oder anders ausgedrückt, diese "Großzügigkeit" und "Antinationalistische" Einstellung kann sich nur ein Wohlstandsbürger in seinem gesicherten Umfeld in den "westlichen" Staaten leisten. Wenn sich nämlich die nicht Westlichen Staaten keinen Nationalismus leisten, landen sie sehr schnell auf den Tablett gerade der Staaten die Nationalismus nach aussen hin als antiquiert betrachten, in der Realität beinhart ihre eigenen Interessen global durchsetzen.

.
Warum zögerst Du , zu schreiben, daß aus diesem genannten Grund letztendlich der Rest der Welt von China beherrscht bzw kolonoialisiert wird ?.
Der Rest der Welt wird von China beherrscht und kolonialisert??????????? Sorry, du überschätzt die Macht und den Einfluss von China gewaltig. Wenn jemand in einer global dominanten Situation ist und (versteckten) Kolonialismus betreibt, dann ist es die USA und in deren Windschatten und Duldung noch die EU.

China ist höchstens ein beschränkt agierender regionaler Player - z.B. Burma oder Nepal.
Das wars aber auch schon. Und auch da in einer ganz anderen Liga. Siehe z.B. Nepal wo die Maoisten sich gegen den Interesse Chinas durchgesetzt haben. Die westlichen Staaten wären dort schon längt zur "Wahrung der Menschenrechte" einmarschiert.

Wenn du mit deiner Aussage meinst, dass die diversen Staaten Nationalismus auch brauchen um sich gegen chinesische Interessen zur Wehr zu setzen... Ja. Natürlich. China oder chinesische Konzerne sind auch keine Heilsbringer und Retter (eine Ansicht die Europäer oft von sich selbst haben). Die z.B. afrikanischen Staaten müssen genauso (lernen - gerade das fehlen von Nationalismus in den Afrikanischen Staaten, vor allem in den Köpfen vieler Staatsoberhäupter ermöglicht ja das fröhliche plündern) auf ihre eigenen Interessen achten und vertreten.

Re: Obama trifft den Dalailam

Verfasst: 13.02.2010, 02:14
von Grufti
beowulf hat geschrieben:
Grufti hat geschrieben:
beowulf hat geschrieben: Meinetwegen nenne es Nationalismus. Ist es vielleicht sogar. Meiner Meinung nach ist Nationalismus für ein Schwellen- und drittes Welt Land, was China in Teilen noch ist, eine unverzichtbare Tugend. Oder anders ausgedrückt, diese "Großzügigkeit" und "Antinationalistische" Einstellung kann sich nur ein Wohlstandsbürger in seinem gesicherten Umfeld in den "westlichen" Staaten leisten. Wenn sich nämlich die nicht Westlichen Staaten keinen Nationalismus leisten, landen sie sehr schnell auf den Tablett gerade der Staaten die Nationalismus nach aussen hin als antiquiert betrachten, in der Realität beinhart ihre eigenen Interessen global durchsetzen.

.
Warum zögerst Du , zu schreiben, daß aus diesem genannten Grund letztendlich der Rest der Welt von China beherrscht bzw kolonoialisiert wird ?.
Der Rest der Welt wird von China beherrscht und kolonialisert??????????? Sorry, du überschätzt die Macht und den Einfluss von China gewaltig. Wenn jemand in einer global dominanten Situation ist und (versteckten) Kolonialismus betreibt, dann ist es die USA und in deren Windschatten und Duldung noch die EU.

China ist höchstens ein beschränkt agierender regionaler Player - z.B. Burma, Nepal.
Das wars aber auch schon.
Wird ..als zukünftiges Ereignis. Die ersten Gehversuche in diese Richtung geschehen schon ..in Afrika

Re: Obama trifft den Dalailam

Verfasst: 13.02.2010, 02:19
von beowulf
Wird ..als zukünftiges Ereignis. Die ersten Gehversuche in diese Richtung geschehen schon ..in Afrika
Sorry - hab das obrige Posting von mir gerade abgeändert, als du geschrieben hast. Ich drück immer so schnell die "Absenden" Funktion. Und dann fällt mir eine Sekunde später ein, dass ich diesen oder jenen Punkt noch nicht geschrieben habe :oops:

Re: Obama trifft den Dalailam

Verfasst: 13.02.2010, 11:35
von Topas
beowulf hat geschrieben:Topas ich halte dich für einen intelligenten Forum User - Also lass bitte diese dummen ideologisch verklärten Phrasen und die noch dümmeren Nazivergleiche.
Damit ist unser Gespräch beendet.

Re: Obama trifft den Dalailam

Verfasst: 13.02.2010, 11:48
von MannAusChina
aquadraht hat geschrieben:
MannAusChina hat geschrieben:Es ist mir schon bewusst, dass mein Deutsch noch nicht einwandfrei ist. Ich wuerde mich freuen, wenn ihr mich korrigieren koenntet.
Na, ich wünschte, mein Chinesisch wäre annähernd vergleichbar :oops: Ich habe aber mal versucht, zu korrigieren.

Gruss, a^2
Vielen Dank! Es ist sehr nett von dir! :)

Re: Obama trifft den Dalailam

Verfasst: 13.02.2010, 11:53
von Tauril
ist dass denn nicht eine inneramerikanische angelegenheit? da sollten andere staaten einfach mal ruhig sein!!!


wer ironie findet darf sie behalten ;-)

Re: Obama trifft den Dalailam

Verfasst: 13.02.2010, 11:54
von Topas
MannAusChina hat geschrieben:@Topas
Was ist Freiheit? Was macht man, wenn Wunschen von verschiedenen Gruppen zu Konflikt fuehrt und jede will seine Freiheit verteidigen?Es gibt Tibeter, die Tibet von China trennen moechten, aber es gibt viel Han Chinesen, die seit Generationen in Tibet gelebt haben, die das nicht moechten. Wen wirdest du Recht geben?
Wenn du die chinisische Geschichte kennst, dann willst du sehen, dass China sich in Frieden weiterentwicklte, nachdem China vereinigt wurde und andauernd unter Kriege litt, wenn China gesplittet wurde.
Europa ist ungefaehr so gross wie China, aber hat sich in 50 Laender gegliedert. Aus meiner Sicht ist das genau der Grund, warum beide Weltkriege ausschliesslich in Europa angefangen wurden.

Nochmal : Es geht sich mir nicht primär darum, dass neue Grenzen entstehen, sondern vielmehr darum, dass Grenzen im Allgemeinen auch zu Grenzen in Köpüfen führen. Und diese führen zu Spannungen. Was ich hervorheben möchte ist, dass jeder Mensch - unabhängig der Nationalität und unabhängig der kulturellen Indentität - die gleichen Rechte zur Selbstbestimmung haben müssen. Und Argumente wie "Tibet könnte wirtschaftlich nicht überleben", "Tibet war vor 60 Jahren ein Sklavenstaat", "Tibet gehört seit so uns so viel Jahrhunderten zu China" lasse ich nicht gelten. Ostpreussen gehörte auch mehr oder weniger seit dem späten Mittelalter zum Deutschen Reich.

Und verscuhe , durch Provinzgrenzziehungen oder Siedlungspolitik die kulturelle Identität zu einer Minderheit zu machen.....Also wenn Myanmar zu China gehören würde, wären diese nach 50 Jahren wohl auch in der Minderheit. Solche Argumente sind p*Daumen.

Zur Freiheit : Warum sollte ,wenn Han und Tibeter jeweils Freiheit besitzen, es zur Auseinandersetzungen kommen ? Doch nur dann, wenn einer der beiden Völker ihre Freiheit auf Kosten der anderen definiert.

Zu Weltkriege : Siehe Gruftis Posting

Aber auch hier : Warum denken die meisten nur in A oder B ? Also in Grenzen. Sollte es nicht so sein, dass jeder Mensch egal welcher Nationalität und egal in welcher Nation dieser lebt, die gleichen Rechte hat ? Leider ist es nicht so. Das gilt für fast die ganzen Welt. Rein theoretisch dürfte es doch normalerweise kein Problem sein, wenn ein Chinese in Tibet lebt, oder umgekehrt ? Auch bei zwei separaten Staaten. Normalerweise sollte sich sich Freiheit unabhängig irgendwelcher grenzen definieren. Und Grenzen damit mehr oder weniger überflüssig machen.

Was der Freiheit entgegensteht sind Machtpolitische Interessen, Wirtschaftliche Interessen, Interessen bestimmter Schichten, Nationalismus ( also dem Gefühl, dass das eigene Vaterland dass "beste " auf der Welt ist ) und vieles mehr. Und genau desahalb sind viele Kriege entstanden.

Und zu den beiden Weltkriegen : Hier in Europa mussten diese Katastrophen und der anschliessende kalte Krieg wohl erst passieren, eh die Entscheidungsträger mal wach geworden sind.
Glaube mir, vielen Europäer ist diese Erfahrung voll und ganz ausreichend.

Re: Obama trifft den Dalailam

Verfasst: 13.02.2010, 14:05
von xyz678
Es ist eine bodenlose Frechheit dass ein verblendenter Ossi sich traut, hier im Forum seinen Scheiß zu hinterlassen. Kümmere euch lieber um die No-Go Areas! In Ost-Deutschland weden jeden Tag massiv Menschenrechte verletzt. Menschen mancher Gegend trauen sich nicht mal auf die Strasse. Schlimmer noch, die Menschenrechtsverletzungen werden von normalen Bürgern begangen. Es war, ist und bleibt eine Hölle auf Erden.

Jetzt zu Tibet: Erstens Rückgrat schreibt man mit t und nicht mit d. du denkst dass Merkel Rückgrat gezeigt hast? Wie lächerlich! Alle Welt weiß dass sie ab nun sich nie mehr traut den Dalying Labber zu treffen, weil china ihr eins auf die Fresse gehauen hat. Rückgrat? Dann triff noch mal den Dalying? Los? Also!

China sieht ein kleines pimmel-land wie deutschland, das an der Leine der Amis geführt wird, gar nicht als Gegner an, weil es gar nicht würdig ist, ein Gegner chinas zu sein. Also es einfach links liegen lassen, wenn es sich wieder mal aufmerksam machen will.

Was denken die Chinesen in "demokratischen" Ländern? Was für eine Scheiße! Das ist reine Heuchelei und der Westen machts sich nur noch mehr unbeliebt! Im Endeffekt schauffelt sich der Westen nur noch seinen eigenen Grab. Siehst du, wenn sie nicht mal richtig überzeugt werden können, was werden wohl die echten Chinesen in China denken?

Übrigens, Rückgrat ja? Hast du mitgekommen dass ein Diplomat dritten Ranges aus China bei der Klimakonferenz in Kopenhagen Obama eine halbe Stunden lang warten ließ um dann zu sagen: Ich habe auch andere Gesprächspartner und kann leider nicht mit dir Gespräche führen.

tja, china kann den halbneger mittlerweile dermaßen demütigen. Wo ist das Rückgrat? Und china hat nicht mal lust, merkel auch so annährend zu demütigen. Jetzt siehst du wie scheiße das Deutschland-Bild der Chinesen ist. Also deal with that!

Re: Obama trifft den Dalailam

Verfasst: 13.02.2010, 14:18
von tarkan
Grufti hat geschrieben:
MannAusChina hat geschrieben: Europa ist ungefaehr so gross wie China, aber hat sich in 50 Laender gegliedert. Aus meiner Sicht ist das genau der Grund, warum beide Weltkriege ausschliesslich in Europa angefangen wurden.

Lieber MannAusChina

Zähle doch mal nach, welche Staaten in Europa des Jahres 1914 wirklich existierten...

Ich komme maximal auf die Hälfte der 50 Staaten.. aber inklusive Andorra, Monaco, San Marino , Liechtenstein..usw.
Der WW I ist nicht enstanden,weil es zuviel existierende Staaten gab, sondern aus dem extremen Nationalismus der großen und kleinen Staaten.
Schon der Vielvölkerstaat K.U.K Österreich.Ungarn ( eine Art China der damaligen Zeit !) war ein Pulverfaß ohne Gleichen und der österreichische Thronfolger wurde genau aus dem Grunde des Nationalismus eines kleinen Staates (Serbien) getötet, was in Verbindung mit den Gegensätzen der imperialistischen Mächten GB, F , RU, D den WWI ausgelöst hatte.

WWII ist auch nicht deswegen entstanden weil es "zuviele " europäische Staaten gegeben hatte, sondern weil in D ein größenwahnsinniger Postkartenmaler aus Braunau am Inn den Nerv der Deutschen getroffen hatte, die sich als Opfer der Siegermächte des WWI gefühlt hatten.
Diese Deine These ist Nonsense ...!

ach ja, europa hat mehr staaten als als vor 100 jahren, na und? was ist dein punkt? china hatte 30 provinzen vor 50 jahren und jetzt sind es 40, das ist den chinesen auch schnurz egal, kapiert? :mrgreen:

Re: Obama trifft den Dalailam

Verfasst: 13.02.2010, 15:35
von aquadraht
Grufti hat geschrieben:
aquadraht hat geschrieben:
Grufti hat geschrieben:...
Grufti, ich finde, Du machst es Dir auch zu einfach.
Ich sehe eigentlich keinen Widerspruch zu Deiner Meinung....

Lt Deinem Posting wäre Ö-U eigentlich ein Staat mit großer Zukunft gewesen... ist aber nicht zuletzt am Nationalismus der einzelnen Reichsvölker gescheitert
Naja, wenn ein Mensch an Aids stirbt, applaudiere ich normalerweise nicht dem Virus. Der Nationalismus hat in der Tat in Europa und Umgebung mit Ö-U und dem osmanischen Reich zwei der multinationalen Imperien zerstört und ein drittes, das russische Reich, ziemlich verkrüppelt. Viel Gutes ist dabei nicht rausgekommen, und eine Ironie der Geschichte ist, dass die aus diesen Wirren hervorgegangene führende Nation ihrerseits ein multinationales Imperium ist, wie das auch das britische Empire, solange es Führungsmacht war, gewesen ist. Und nachdem sich der europäische Nationalismus nach ein paar zigmillionen Toten etwas ausgetobt hat, und auch der Ausrottungsdrang der "westlichen Zivilisation" etwas nachlässt, kommen Staaten zustande, die ihrerseits eher multiethnisch sind. Selbst in Deutschland bemerkt man langsam, dass man nicht aus rassereinen Teutonen besteht.
Hätten die Ösis jeglichen Widerstand gegen ihr Regime gnadenlos niedermachen sollen, wie es in Beijing 1989 geschehen ist ??
Die Bilanz des "gnadenlosen Niedermachens" 1989 liegt laut en.wikipedia.org bei 300-800 Toten, davon 30-100 auf Regierungsseite. Der Blutzoll des sozialdemokratisch geführten deutschen Bürgerkriegs 1919-21 liegt weit über zehntausend. In Ungarn kamen bei der Niederschlagung der Räterepublik durch Horthy meines Wissens mehr Menschen um als bei Liusi. Man sollte eher fragen, ob Deng Xiao Ping so hätte reinschlagen sollen wie Noske. Ich finde, eher nicht.
Wir schreiben hier von zwei grundverschiedenen Mentalitäten, das was für China richtig sein mag, war in Europa undenkbar...
Das mag in einer Reihe von Punkten zutreffen. Ich plädiere aber für eher zurückhaltende Benutzung dieses Arguments. Verhältnisse und Mentalitäten stehen in Wechselwirkung miteinander, und wenn man das Mentalitätsargument überdehnt, landet man bei stumpfer Affirmation bestehender Verhältnisse.
schon aus dem einen Grund, weil die Bevölkerungsverhältnisse komplett anders sind...
In China besteht die Bevölkerung aus weit über 95 % Han-Chinesen, während es in Europa keine Nation gibt, die in einem ähnlich großén Gebiet auf einen annähernd gleichen %satz der Gesamtbevölkerung Europas kommt.
Rein faktisch: es sind 91,95% Han (2002), und der Anteil hat in den letzten dreissig Jahren etwas (ca.1,5%) abgenommen. Aber Han sind nicht eine geschlossene Ethnie, sondern das Catch-all für alle chinesischen Staatsbürger, die nicht einer der offiziellen 56 Ethnien angehören, darunter Sherpa, Russen, Japaner und Inder. Sollte ich je eine Einbürgerung in China anstreben und erhalten, wäre ich statistisch Han. Die Bevölkerungsgruppe, aus der gleichwohl die Han zum grössten Teil bestehen, ist ethnisch wie kulturell alles andere als homogen, sie zerfällt in 7 untereinander nicht oder schlecht verständliche "Dialekte", die eigentlich, trotz weitgehend gleicher Grammatik und Schrift, eigene Sprachen sind.

Übrigens kennt keine der Kulturen des asiatischen Raums ein "Rassekonzept". Bekanntlich ist die 2. Frau des berühmtesten Königs der tibetischen Yarlung(Tubo)-Dynastie eine chinesische Prinzessin. Niemand, weder in Tibet noch in China, würde die Nachkommen als "Halbchinesen" ansehen, so dass durch eine weitere chinesische Einheirat die tibetischen Könige "dreiviertelchinesisch" geworden wären. Auf solchen Quatsch sind nur die Europäer gekommen. Wenn in Dongguan ein Zhuang eine Miao heiratet und die Nachkommen sich nicht um den Minderheitenstatus kümmern, sind sie Han. Das ist nicht wie bei "Russlanddeutschen".
Dadurch hatte der Konkurrenzkampf zwischen den einzelnen Nationen die bekannten Ausmaße angenommen, der letztendlich zur Eroberung der restlichen Welt und der Dezimierung anderer Völker geführt hatten.
Das vermag ich nicht so zu sehen. Die Zeit der europäischen "Entdecker" begann im 14. Jahrhundert mit dem Frühkapitalismus als Reaktion auf die islamische Seeherrschaft im Mittelmeerraum. Diese Epoche der "Entdeckungen" ist von Beginn eine Epoche der Ausrottungen.
Nachdem die europäischen Nationen dann seit dem 18. Jahrhundert an Macht gewannen, gingen sie einander und der Welt an die Kehle. Woher genau die Präferenz der "westlichen Zivilisation" für Ausrottungen kommt, weiss ich nicht und verstehe ich auch nicht ganz. Vielleicht liegen die Wurzeln bereits in der Römerzeit, als ganze Völker in die Sklaverei verschleppt wurden, wo sie bald zugrunde gingen, und ihr Land an die siegreichen Legionäre verteilt wurde.

Der Nationalismus ist dabei ein aus der Aufklärung entstandenes Konzept, das die Staatszugehörigkeit zum Wert an sich stilisiert. Per se ist das nichts "Böses", sondern eine Form von kollektiver Identifikation, die Zusammengehörigkeitsgefühle stiftet, was mit der Infragestellung des Gottesgnadentums der Monarchen auch notwendig und sinnvoll war und als emotionale Widerspiegelung der Volkssouveränität gerechtfertigt werden kann. Es wird radikalisiert durch die (einer Perversion des wissenschaftlichen Weltbilds entspringende) ethnische und rassebiologisch verengte Sicht auf das "Staatsvolk" und/oder die Bewertung des jeweils eigenen Kollektivs als besser, höherwertiger, als "Herrenvolk", "God's own country", "global leader" etc. Genau an dem Punkt wird Nationalismus gefährlich und potenziell tödlich.

Bei allen dunklen Punkten, die ich in China und bei den Chinesen ausmache, vermag ich ein solches aggressives Überwertigkeitsgefühl so wenig auszumachen wie den Anspruch, dem Rest der Welt den eigenen Lebensstil aufzunötigen.

Gruss, a^2

Re: Obama trifft den Dalailam

Verfasst: 13.02.2010, 16:05
von beowulf
Topas hat geschrieben:
beowulf hat geschrieben:Topas ich halte dich für einen intelligenten Forum User - Also lass bitte diese dummen ideologisch verklärten Phrasen und die noch dümmeren Nazivergleiche.
Damit ist unser Gespräch beendet.
Ist natürlich eine sehr einfache Art und Weise eine Diskussion zu beenden. Da braucht man ja auch nicht mehr auf den Inhalt eingehen. Für jemanden der Nazivergleiche bringt - also mit der Keule austeilt - bist du sehr verletzlich. :lol:

Also komm, reiß dich am Riemen, bring dich in die Diskussion ein wenig ein und bring vor allem deine eigenen Gedanken und Ansichten zum Ausdruck. Oder kannst du nur die vorgekauten Phrasen andere wiederholen? Wenn dem so ist, dürfte ich mich mit der Einschätzung, dass du ein intelligenter User bist, getäuscht haben. Das glaube ich aber nicht.

Re: Obama trifft den Dalailam

Verfasst: 13.02.2010, 17:37
von chinavelo
xyz678 hat geschrieben: tja, china kann den halbneger mittlerweile dermaßen demütigen. Wo ist das Rückgrat? Und china hat nicht mal lust, merkel auch so annährend zu demütigen. Jetzt siehst du wie scheiße das Deutschland-Bild der Chinesen ist. Also deal with that!
Fehlende Kinderstube!

Bernd

Re: Obama trifft den Dalailam

Verfasst: 13.02.2010, 17:50
von TaugeNix
chinavelo hat geschrieben:
xyz678 hat geschrieben: tja, china kann den halbneger mittlerweile dermaßen demütigen. Wo ist das Rückgrat? Und china hat nicht mal lust, merkel auch so annährend zu demütigen. Jetzt siehst du wie scheiße das Deutschland-Bild der Chinesen ist. Also deal with that!
Fehlende Kinderstube!

Bernd
Ach was.. Nur mal wieder einer, dessen chinesische Verlobte mit einem "Halbneger" im Bett überrascht wurde :mrgreen:

Gruß,
TaugeNix^sowas! :wink:

Re: Obama trifft den Dalailam

Verfasst: 13.02.2010, 18:25
von Tauril