ingo_001 hat geschrieben:Tja, das WIE ...
Da bleiben der Phantasie viele Möglichkeiten - jede mehr oder weniger wahrscheinlich.
Sicher: Krieg - zumindest einen lang anhaltenden - würde es auch m.E. nicht geben. Aber auch ein kurzer Krieg ist und bleibt KRIEG.
Unabhängig von dem menchlichen Leid der betroffenen Zivil-Bevölkerung, würde sich die chinesische Regierung einem Flüchtlingsstrom gegenüber sehen, der ... immens wäre - mit allen daraus resultierenden Konsequenzen. Dieses Szenario wird man auf chinesischer Seite unbedingt verhindern wollen.
Deswegen wird die chinesische Regierung erstmal (zumindest) offiziell nichts tun, was die Situation in Nord-Korea grundlegend ändert.
Man wird auf einem evtl. Führungswechsel (KJIs jüngsten Sohn) hoffen und ihn ggf. unterstützen, wenn er sich denn wirklich als der "Reformer" Nord-Koreas herausstellen sollte.
Die Flüchtlingsströme sind ja nur ein Aspekt von vielen - man denke nur daran wie stark Südkorea und die VR wirtschaftlich verflochten sind oder bei einem Krieg würde NK verlieren und die Amis hätten einen Grund sich auch im Norden festzusetzen. Die VR ist jetzt schon ziemlich eingekreist.
Bevor das hier noch falsch verstanden wird - natürlich wären die mit Abstand größten Leidtragenden die koreanische Bevölkerung (N u. S) aber ich glaube, dass nach Korea die VR den größten Schaden bei einer Eskalation hätte.
Beim Führungswechsel selber bin ich skeptisch - es ist halt die Frage wieviel Macht die Führungsfigur wirklich hat und ob nicht die Militärspitze in NK die absolut dominanten Hintermänner sind und der neue große "Führer" eine reine Marionette wird.
Ob "kleiner" Krieg oder "großer" bei einer militärischen Konfrontation die größer als die üblichen Grenzschiessereien sind, ist das Resultat das selbe. Auch ein "einmaliger" Granatbeschuss auf Seoul würde eine totale Eskalation mit anschliessenden Sturz NKs bedeuten.
Daher glaube ich - oder hoffe ich - das es auch keinen kleinen oder kurzen Krieg geben wird.
Die Welt kann an sich wirklich nichts anderes tun also zu "hoffen". Die einzige Möglichkeit die ich sehe ist, NK immer stärker einzubinden und weg von den Sanktionen zu gehen (ich traue mir zu sagen, dass die Sanktionspolitik - wie so oft schon zuvor - gescheitert ist)
Das Obama jetzt (neben Iran, Taliban, Irak etc.) auch auf einen Dialog mit NK setzt, ist da ein gutes Zeichen.
Auch wenn die NK Führung Verbrecher sind und man sie vielleicht aus "moralischen" oder "ideelen" Gründen sanktionieren sollte und man in Kauf nehmen muss, dass die NK Führung einen "weicheren" Kurs ausnützen wird. Der Trick dabei ist, dass je mehr sie zu verlieren haben, desto mehr werden sie sich langfristig öffnen bzw. verbessern müssen.