Was wird aus Nordkorea?

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Bernhard
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Re: Was wird aus Nordkorea?

Beitrag von Bernhard »

Philipp hat geschrieben: Ich find wie gesagt, dass man von dem Herrn repräsentativere Bilder bekommt, weil er sich nicht nur auf einer Staats-Tour befindet (hab den Link in der Vergangenheit schon gepostet):
http://www.flickr.com/photos/kernbeisser/" target="_blank
Da magst du Recht haben. Die Kernbeisser-Reihe hatten wir ja schon. Das hier war nur als Ergänzung gemeint. Aber die Erstere mag besser sein, da möchte ich gar nicht widersprechen....
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ingo_001
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Re: Was wird aus Nordkorea?

Beitrag von ingo_001 »

Philipp hat geschrieben:Wie ich schon geschrieben habe ist die Vergangenheitsbewältigung in Japan wohl ausgeprägter als in irgendeinem anderen asiatischen Land.
Da das japanische Kaiserreich den 2. Weltkrieg ausgelöst hat (jedenfalls im asiatisch/pazifischen Raum) gibts da kein anderes asiatisches Land, was Du meinen könntest.
Philipp hat geschrieben:In China gibt es im Vergleich faktisch überhaupt keine Vergangenheitsbewältigung, nur Propaganda über die "Befreiung" des Landes nach 1949.
Aus (wohlgemerkt) chinesischer Sicht besteht da auch kein Grund, weil Tibet - und somit auch dessen Bevölkerung - ja ein Teil Chinas sind.
Philipp hat geschrieben:Insofern sind die chinesischen Vorwürfe an die Japaner reinste Heuchelei und ich würde sie als Japaner auch als nichts anderes als verlogenes nationalistisches Gehabe einer zum Nationalismus aufgepeitschten chinesischen Jugend ansehen, der es nicht um ehrliche historische Bewältigung, sondern nur um anti-japanische Ressentiments geht.
Und wie erklärst Du Dir dann die anti-japanischen Proteste, die es vor ein Paar Jahren in mehreren südost-asiatischen Landern gegeben hat?
Auch wenn die betreffenden japanischen Schulbücher (die ja der Anlass der damaligen Demonstrationen waren) nur zu einen kleinen Prozentsatz
als Geschichtslehrbücher Einzug in die japanischen Schulen gefunden hätten - stell Dir mal den (gerechtfertigten) Aufschrei hierzulande vor, wenn bei uns Vergleichbares passiert wäre.
Und sich auf japanischer Seite mit dem Argument zu rechtfertigen, dass in CHINA keine Vergangenheitsbewältigung staatfindet ...
Eine Demokratie SO keine eigenen Defizite "rechtfertigen".

Aber das ist OT und sollte ggf. in einen Japan-Thread besser aufgehoben sein.
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.

Die Logik ist Deine Freundin - Wünsch-Dir-Was und Untergangs-Propheten sind falsche Freunde.
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Philipp
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Re: Was wird aus Nordkorea?

Beitrag von Philipp »

ingo_001 hat geschrieben: Und wie erklärst Du Dir dann die anti-japanischen Proteste, die es vor ein Paar Jahren in mehreren südost-asiatischen Landern gegeben hat?

Was heißt das schon? In Südostasien hats auch schon öfters gewalttätige Proteste gegen die chinesischen Minderheiten dort gegeben, heißt trotzdem nicht dass die Überseechinesen dort irgendwas falsch gemacht haben.

Die Menschen in Südostasien sind ja nicht unbedingt besser als die Chinesen was die Vergangenheitsbewältigung anbelangt, z.B. wird Imelda Marcos nach wie vor von vielen Menschen auf den Philippinen umjubelt, ihre Tochter und ihr Sohn sind beide erfolgreiche Politiker dort, obwohl die Marcos-Familie Milliarden gestohlen und außer Landes gebracht hat.
romeo
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Re: Was wird aus Nordkorea?

Beitrag von romeo »

Philipp hat geschrieben:
ingo_001 hat geschrieben: Und wie erklärst Du Dir dann die anti-japanischen Proteste, die es vor ein Paar Jahren in mehreren südost-asiatischen Landern gegeben hat?

Was heißt das schon? In Südostasien hats auch schon öfters gewalttätige Proteste gegen die chinesischen Minderheiten dort gegeben, heißt trotzdem nicht dass die Überseechinesen dort irgendwas falsch gemacht haben.

Die Menschen in Südostasien sind ja nicht unbedingt besser als die Chinesen was die Vergangenheitsbewältigung anbelangt, z.B. wird Imelda Marcos nach wie vor von vielen Menschen auf den Philippinen umjubelt, ihre Tochter und ihr Sohn sind beide erfolgreiche Politiker dort, obwohl die Marcos-Familie Milliarden gestohlen und außer Landes gebracht hat.
Pogrome an Auslandschinesen hat es Anfang der 90-er Jahre in Indonesien gegeben. Der Anteil der Chinesen in Indonesien soll zw. 3-6% betragen, sie beherrschen aber aufgrund ihrer Tüchtigkeit ca. 30% der Wirtschaft. Während dieser Pogrome sind wahrscheinlich mehrere tausend Menschen massakriert worden.
Auch in Malaysia werden die Inder und Chinesen als Nichtmuslime massiv benachteiligt.
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Philipp
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Re: Was wird aus Nordkorea?

Beitrag von Philipp »

romeo hat geschrieben: Pogrome an Auslandschinesen hat es Anfang der 90-er Jahre in Indonesien gegeben. Der Anteil der Chinesen in Indonesien soll zw. 3-6% betragen, sie beherrschen aber aufgrund ihrer Tüchtigkeit ca. 30% der Wirtschaft. Während dieser Pogrome sind wahrscheinlich mehrere tausend Menschen massakriert worden.
Auch in Malaysia werden die Inder und Chinesen als Nichtmuslime massiv benachteiligt.

Pogrome an Auslandschinesen hats in Indonesien schon oft gegeben, 1965 viel schlimmere als die in den 90er Jahren, mit vielleicht hunderttausenden Toten, ebenso in Malaysia 1969, in Vietnam waren die "Boat People" auch häufig fliehende Chinesen usw.

Die Überseechinesen scheinen bis auf in Thailand in ganz Südostasien auf Grund ihres Erfolgs reichlich unpopulär zu sein.
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bossel
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Re: Was wird aus Nordkorea?

Beitrag von bossel »

S Korea diverts jets over threats
BBC.
"The North's threat follows its warnings that a US-South Korean military exercise, due to take place next week, could trigger a military clash. "

Knallt es? Oder nicht? Wenn ja, wie laut?
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Re: Was wird aus Nordkorea?

Beitrag von romeo »

Philipp hat geschrieben:
romeo hat geschrieben: Pogrome an Auslandschinesen hat es Anfang der 90-er Jahre in Indonesien gegeben. Der Anteil der Chinesen in Indonesien soll zw. 3-6% betragen, sie beherrschen aber aufgrund ihrer Tüchtigkeit ca. 30% der Wirtschaft. Während dieser Pogrome sind wahrscheinlich mehrere tausend Menschen massakriert worden.
Auch in Malaysia werden die Inder und Chinesen als Nichtmuslime massiv benachteiligt.

Pogrome an Auslandschinesen hats in Indonesien schon oft gegeben, 1965 viel schlimmere als die in den 90er Jahren, mit vielleicht hunderttausenden Toten, ebenso in Malaysia 1969, in Vietnam waren die "Boat People" auch häufig fliehende Chinesen usw.

Die Überseechinesen scheinen bis auf in Thailand in ganz Südostasien auf Grund ihres Erfolgs reichlich unpopulär zu sein.
Von Vietnam abgesehen, wo viele vor dem Kommunismus flohen, finden die Benachteiligungen und Pogrome in islam. Staaten statt. Ich kenne ein paar Geschichten über Malaysia und über die zunehmende Jagd auf Nichtmuslime in Indonesien.
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Philipp
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Re: Was wird aus Nordkorea?

Beitrag von Philipp »

romeo hat geschrieben: Von Vietnam abgesehen, wo viele vor dem Kommunismus flohen, finden die Benachteiligungen und Pogrome in islam. Staaten statt. Ich kenne ein paar Geschichten über Malaysia und über die zunehmende Jagd auf Nichtmuslime in Indonesien.

Ist sicherlich ein Faktor, auf den Philippinen sind die Chinesen aber auch bei der örtlichen Bevölkerung sehr unpopulär und in Vietnam sind Ressentiments gegen die Chinesen auch weit verbreitet.
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Re: Was wird aus Nordkorea?

Beitrag von romeo »

Philipp hat geschrieben:
romeo hat geschrieben: Von Vietnam abgesehen, wo viele vor dem Kommunismus flohen, finden die Benachteiligungen und Pogrome in islam. Staaten statt. Ich kenne ein paar Geschichten über Malaysia und über die zunehmende Jagd auf Nichtmuslime in Indonesien.

Ist sicherlich ein Faktor, auf den Philippinen sind die Chinesen aber auch bei der örtlichen Bevölkerung sehr unpopulär und in Vietnam sind Ressentiments gegen die Chinesen auch weit verbreitet.
Nun ja, von den Philippinen habe ich keine Ahnung. Allerdings weiß ich auch, daß sich Vietnamesen und Chinesen in gegenseitiger herzlicher Abneigung verbunden sind.
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Grufti
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Re: Was wird aus Nordkorea?

Beitrag von Grufti »

Bernhard hat geschrieben: Na ja, das ist eben eine Frage der Wahrnehmung. China unterscheidet sehr stark zwischen "innen" und "außen".
Es brüstet sich damit, schon immer sehr friedliebend gewesen zu sein und nie versucht zu haben, seinen Machtbereich mittels Krieg zu vergrößern (anders als die Westmächte und Japan). Allenfalls hat es versucht, "verlorenes" Land "zurückzuerobern". Ob das so stimmt, möchte ich jetzt einmal dahingestellt lassen. Aber China sieht es so.

Was es dagegen im Innern gemacht hat, geht aus (offizieller) chinesischer Sicht andere Völker erst einmal nichts an. Dazu gehört auch die ganze Problematik um Tibet, was aus chinesischer Sicht ja schon "seit vielen Jahrhunderten" zu China gehört.
Deswegen sind für das offizielle China (und gewiss auch für viele Chinesen) die Untaten der japanischen Besatzungsarmee juristisch etwas ganz anderes als die der kommunistischen Partei.
Eine Bestätigung dieser Betrachtung des Unterschieds zwischen "Innen und Außen" sieht man ganz aktuell wieder an der Haltung Chinas im Falle des Haftbefehls gegen den sudanesischen Präsidenten : China steht im Übrigen mit den Vertretern der anderen afrikanischen Staaten auf dem Standpunkt, daß dieser Haftbefehl wegen Kriegsverbrechens an der eigenen Bevölkerung des Sudan ganz einfach wieder aufgehoben werden soll, um es den Hilfsorganisationen wieder zu ermöglichen, sich um die Opfer des sudanesischen Bürgerkrieges zu kümmern.

Im Übrigen habe ich jetzt ein sehr gutes Argument bekommen, wenn ein Chinese uns Deutschen die Vernichtung --zumindest der deutschen Juden vorwerfen sollte:

[Ironie]Ej,... das ist eine interne deutsche Angelegenheit gewesen, was geht das den Rest der Welt an...[/Ironie]
Früher ging es uns gut. heute geht es uns besser...
Es wäre aber besser , es ginge uns wieder gut !
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Re: Was wird aus Nordkorea?

Beitrag von Bernhard »

Grufti hat geschrieben: [Ironie]Ej,... das ist eine interne deutsche Angelegenheit gewesen, was geht das den Rest der Welt an...[/Ironie]
Es wäre wirklich interessant zu wissen, was die chinesische Bevölkerung täte, wenn das jetzt geschähe. Würde sie nur ihr Bedauern ausdrücken, ohne weiter etwas zu unternehmen?
Ich habe keine Ahnung, aber es wäre ein interessantes Gedankenspiel....

Aber ich merke, ich schweife ab. Mit Nordkorea hat das beileibe nichts mehr zu tun...
Mathias
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Re: Was wird aus Nordkorea?

Beitrag von Mathias »

bossel hat geschrieben: ... S Korea diverts jets over threats ... BBC ... "The North's threat follows its warnings that a US-South Korean military exercise, due to take place next week, could trigger a military clash." ... Knallt es? Oder nicht? Wenn ja, wie laut?
Der März (Mars, Gott des Krieges) heißt bei uns heute noch so, weil er sich rein meteorologisch dazu eignet Kriege zu beginnen. Aus dem gleichen Grund laufen auch die jährlichen gemeinsamen Manöver in und um Südkorea im Frühjahr an. Die gestrige Drohung Nordkoreas, man könne für die Sicherheit des zivilen Flugverkehrs im von Nordkorea kontrollierten Luftraum (ZKKP / PYONGYANG FIR) nicht mehr garantieren, gehört zum üblichen Säbelrasseln. Zudem wären diverse Flüge ohnehin, aufgrund der Manöver verlegt worden, also kann man das retour auch gleich wieder den Nordkoreanern in die Schuhe schieben. Business as usual!
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Re: Was wird aus Nordkorea?

Beitrag von Mathias »

Bernhard hat geschrieben: ... Es wäre wirklich interessant zu wissen, was die chinesische Bevölkerung täte, wenn das jetzt geschähe. Würde sie nur ihr Bedauern ausdrücken, ohne weiter etwas zu unternehmen? ... Ich habe keine Ahnung, aber es wäre ein interessantes Gedankenspiel ...
Glücklicherweise ist das Deutschlandbild der meisten Chinesen sehr klischeehaft und wir Deutschen kommen wohl besser weg, als wir es verdient haben :wink: Ich bin schon ganz froh, daß die Chinesen die "Hunnenrede" von Wilhelm II. offenbar vergessen haben.

Genau, wie die meisten Menschen auf der Welt, nehmen auch die Chinesen die Innenpolitik anderer Länder kaum wahr. Mit dem Namen "Schitteler" können zwar fast alle Chinesen etwas anfangen, der Holocaust ist in China jedoch weitgehend unbekannt.
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Re: Was wird aus Nordkorea?

Beitrag von bossel »

Mathias hat geschrieben:Business as usual!
Na, ich weiß nicht. Dieses Jahr erscheint das Säbelrasseln ein bißchen lauter als üblich.

Ich denke zwar nicht, daß der Norden in der Lage ist, eine größere militärische Auseinandersetzung zu führen (geschweige denn, zu gewinnen), aber man weiß nie, was die Knallköppe an der Spitze so für Ideen haben. & Schaden anrichten können sie so oder so.
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Re: Was wird aus Nordkorea?

Beitrag von Bernhard »

bossel hat geschrieben:
Mathias hat geschrieben:Business as usual!
Na, ich weiß nicht. Dieses Jahr erscheint das Säbelrasseln ein bißchen lauter als üblich.
Es ist gewiss lauter, als in der "Sonnenschein"-Periode des vorigen südkoreanischen Präsidenten (habe seinen Namen vergessen). Aber zivile Flugzeuge abschießen.... das kann sich Nordkorea nicht leisten. Und das wissen die, wenn sie nicht völlig durchgeknallt sind.
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