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Re: Petition gegen Abschiebung
Verfasst: 09.10.2011, 04:22
von VielUnterwegs
Bernhard hat geschrieben:Xian hat geschrieben:
Wenn man deine Worte ließt könnte man fast meinen das die Verfolgung von Falun Gong Antwort auf die Aufforderung des Austritts aus der KP wäre. Ist es aber nicht. Die Verfolgung von Falun Gong fing 1999 an die Austrittsbewegung aus der KP aber erst ein paar Jahre später, da sich gezeigt hat, dass auf anderem Wege die KP zu einem Ende der Verfolgung nicht bereit ist.
jeder, der sich mit der Materie beschäftigt hat, weiß, dass diese glorreiche Idee mit dem "Parteiaustritt" erst nach dem Verbot aufkam. Aber er weiß auch, dass das nicht ein "Weg" neben anderen ist, sondern überhaupt keiner.
Kein Land kann eine Organisation "machen" lassen, die seine Bürger offen dazu auffordert, dieser Regierung ihre Loyalität aufzukündigen. Auch wenn es vorher keinen Grund für ein Verbot gegeben hätte - hier hat FLG die Begründung auf dem Präsentierteller nachgeliefert.
Wie viele dieser "Ausgetretenen" dann der KP wirklich die Gefolgschaft verweigern, möchte ich hier gar nicht diskutieren. Aber jedenfalls ist diese Aktion so ziemlich das Kontraproduktivste, was den Oberen von Falun Gong jemals eingefallen ist.
Xian hat geschrieben:
Erstens legst du Sachen in den Artikel die da so nicht stehen zweitens ist rein spekulativ was du äußerst, da ich glaube das kein Beamter dieser Welt garantieren kann, das er nichts übersieht oder was auch immer für Gründe es haben kann. Als wäre noch nie jemand aus irgendeinem Land mit Flugzeug, Bahn oder was auch immer geflohen ohne dabei einem Beamten zu begegnen, der es checkt
welche "Sachen", die laogai erwähnt hat, stehen nicht in dem Artikel?
Ich muss zugeben: Was laogai dargelegt hat, sind nur Indizien für die Unglaubwürdigkeit, keine Beweise. Es hätte theoretisch so sein können, wie es in dem Artikel steht. Aber du musst doch zugeben: Es ist sehr unwahrscheinlich. Da hätte gleich ein ganzes Bündel von Zufällen und Behörden-Schlampereien zusammenkommen müssen. qpr ist schon darauf eingegangen.
Xian hat geschrieben:
Aus dem Artikel:
Jahrelang war das Leben der Familie geprägt von Hausdurchsuchungen, Drohungen und Erpressungen seitens der Behörden. Um dem zu entkommen, bewarb sich Yun Zou als Au-pair Mädchen und floh im April 2009 schließlich nach Deutschland, wo sie auch Asyl beantragte.
Sie hat sofort Asyl beantragt, nicht erst nach einem Jahr.
Dort wird gesagt, sie floh nach Deutschland und beantragte dort Asyl. Dass das sofort geschah, sagt dein Zitat nicht.
Alles in allem ist die Sache sehr fraglich, und die Tatsache, dass keiner auf Rückfragen antwortet, macht die Sache nicht glaubwürdiger. Ohne dir jetzt zu nahe treten zu wollen, möchte ich dir empfehlen, mehr über die TATSÄCHLICHEN Zustände ich China zu lernen. Nicht nur die Berichte von 5 Menschenrechtsorganisationen gegeneinander abzugleichen und daraus die Richtigkeit oder Unrichtigkeit einer Behauptung abzuleiten.
Klar, das klingt schon komisch. Warum darf jemand verfolgtes dann einfach einen Reisepass beantragen und ausreisen. Also ich war schon mehrfach in China und lebe seit einem Jahr in Peking und habe bei diesen Gelegenheiten auch immer mal wieder erlebt wie chinesische Behoerden so arbeiten. Ohne eine Aussage ueber den Wahrheitsgehalt der Asylbewerbung machen zu wollen, das finde ich hier sehr schwehr, kann ich mir so eine Geschichte in China schon vorstellen. Die Vernetzung der Behoerden ist noch lange nicht so weit wie in Deutschland, viele haben ihr Hukou nicht dort wo sie wohnen, oder haben sogar ein zweites unter anderem Namen in einer anderen Stadt. Weiter gehen solche Verfolgungen und andere Grausamkeiten meist von der Lokalregierung, nicht von der Zentralregierung aus. Die Zentralregierung wuerde vielleicht sogar dagegen vorgehen, wenn man die Petenten nicht am Bahnhof abfangen und in illegale Gefaengnisse stecken wuerde. Also wie gesagt, abwegig ist es nicht das ein von seiner lokalen Regierung bedraengter Chinese noch irgendwo einen Pass herbekommt (wenn er ihn nicht schon hat) und wen er es aus dem Dorf raus schafft, mag er dann am Flughafen auch nicht auf der Fahndungsliste stehen.
Geschichten ausdenken
Verfasst: 09.10.2011, 23:06
von Laogai
VielUnterwegs hat geschrieben:Ohne eine Aussage ueber den Wahrheitsgehalt der Asylbewerbung machen zu wollen, das finde ich hier sehr schwehr, kann ich mir so eine Geschichte in China schon vorstellen. Die Vernetzung der Behoerden ist noch lange nicht so weit wie in Deutschland, viele haben ihr Hukou nicht dort wo sie wohnen, oder haben sogar ein zweites unter anderem Namen in einer anderen Stadt. Weiter gehen solche Verfolgungen und andere Grausamkeiten meist von der Lokalregierung, nicht von der Zentralregierung aus.
Ich kann mir "so eine Geschichte" nur schwer vorstellen, denn FLG ist nicht Seitens Lokalbehörden verboten, sondern auf Staatsebene.
Re: Petition gegen Abschiebung
Verfasst: 10.10.2011, 07:30
von Bernhard
es ist auf Staatsebene verboten, aber die Lokalbehörden verhalten sich oft anders, als auf Staatsebene gefordert.
Soweit ich weiß, ist in China Folter verboten. Dass es in einzelnen Polizeirevieren und Gefängnissen aber zu Folter kommt, mag wohl kaum einer bestreiten.
Dass die Vernetzung der Behörden nicht immer reibungslos funktioniert, glaube ich gern. Aber ob so etwas wie von VielUnterwegs beschrieben tatsächlich oft möglich ist (Ausnahmen gibt es immer), weiß ich nicht...
Re: Petition gegen Abschiebung
Verfasst: 10.10.2011, 08:27
von Aremonus
es ist auf Staatsebene verboten, aber die Lokalbehörden verhalten sich oft anders, als auf Staatsebene gefordert.
Soweit ich weiß, ist in China Folter verboten. Dass es in einzelnen Polizeirevieren und Gefängnissen aber zu Folter kommt, mag wohl kaum einer bestreiten.
Das ist ja ein Problem auf einer ganz anderen Ebene in China. China hat keine unabhängige Justiz und keine unabhängige Legislative - die Gesetze sind daher relativ. Vieles ist in China verboten, wird aber dennoch von der Regierung geduldet - umgekehrt werden Dinge, die eigentlich nicht verboten sind, bestraft (meist in dem man möglichst eine Ausrede sucht, die sich irgendwie mit dem Gesetz vereinbaren lässt - aber manchmal auch einfach so, gerade auf lokaler Ebene...)
Re: Petition gegen Abschiebung
Verfasst: 10.10.2011, 23:19
von báitù
Yun Zou sollte sich schnell einen lieben, netten deutschen Mann suchen.
Dann einen Braten in die Röhre und fertig. Das Leben könnte so wunderbar sein...
@ alle: Bitte bleibt beim Thema, die langatmigen politischen Exkurse (soweit sie nichts mit FG zu tun haben) sind zu sehr OT und einfach nur ermüdend!
Re: Petition gegen Abschiebung
Verfasst: 10.10.2011, 23:35
von Laogai
báitù hat geschrieben:Yun Zou sollte sich schnell einen lieben, netten deutschen Mann suchen.
Dazu hat sie noch drei Tage Zeit...
báitù hat geschrieben:Dann einen Braten in die Röhre und fertig. Das Leben könnte so wunderbar sein...
Die Wortwahl finde ich nicht gerade geglückt. Und abgesehen davon schützt eine Schwangerschaft nicht vor Ausweisung!
Re: Petition gegen Abschiebung
Verfasst: 12.10.2011, 13:51
von Saiber
Und doch diesen Thread aus den Augen verloren.....
Bernhard hat geschrieben:soll das im Umkehrschluss heißen, dass eine Regierung irgendwelche Personen für "Terroristen" erklären kann und dann immer Recht hat? Und dass jeder dazu Ja und Amen zu sagen hat, "weil man ja die Gesetze des jeweiligen Landes respektieren muss"?
Ist es denn nicht ueberall so? In den USA wirst du schonmal schnell als Terrorist gebranntmarkt wenn du nur einen aehnlichen Namen traegst wie ein gesuchter Terrorist. Einreise am Flughafen, Mission Impossible. Machst du dich noch mehr verdaechtigt, wirst du sofort ausgeflogen. Aber nicht nach Hause sondern nach Guantamalo.
Bernhard hat geschrieben:Meines Erachtens ist sehr wohl kritisch zu betrachten, ob das Vorgehen der Bundesregierung damals in allen Punkten berechtigt und vertretbar war. Und das der chinesischen Regierung heutzutage.
Die RAF hat der Bundesrepublik den Krieg erklaert und so bekaempften sie auch die Regierung. Ihre Begruendung fuer alle Morde, Attentate, Explosionen war der Krieg.
Die Chinesische Regierung reagiert so wie sie es aus Erfahrung kennt. Wehret den Anfaengen.
und nicht erst wenn es zu spaet ist.
Bernhard hat geschrieben:Egal, ob das so ein "Honeypot" ist oder nicht: Die Haftbedingungen in China waren Thema dieses Threads.
Ich moechte auch nicht in Frankreich, Spanien oder in Italien im Knast sein.
Re: Petition gegen Abschiebung
Verfasst: 12.10.2011, 14:03
von Saiber
Xian hat geschrieben:Wenn man deine Worte ließt könnte man fast meinen das die Verfolgung von Falun Gong Antwort auf die Aufforderung des Austritts aus der KP wäre. Ist es aber nicht. Die Verfolgung von Falun Gong fing 1999 an die Austrittsbewegung aus der KP aber erst ein paar Jahre später, da sich gezeigt hat, dass auf anderem Wege die KP zu einem Ende der Verfolgung nicht bereit ist.
Falun Gong wurde kritisch beaeugt, als es zu aufdringlich wurde und sich politisch engagierte. Sie wurden verboten als, Regierungsstellen belagert und Beamte eingeschuechtert wurden als sie sich kritisch ueber FLG auesserten. Als haertere Massnahmen stattfanden, organisierte man binnen weniger Zeit professionel Aufmaersche und Protestaktionen. Bei Signal in Zhongnanhai aufmarschieren und bei naechsten Signal binnen Minuten sich aufloesen. Alles sehr sehr gut koordiniert. Das macht jeder Regierung Angst. Wie naiv bist du denn eigentlich?
Xian hat geschrieben:
Jahrelang war das Leben der Familie geprägt von Hausdurchsuchungen, Drohungen und Erpressungen seitens der Behörden. Um dem zu entkommen, bewarb sich Yun Zou als Au-pair Mädchen und floh im April 2009 schließlich nach Deutschland, wo sie auch Asyl beantragte.
Sie hat sofort Asyl beantragt, nicht erst nach einem Jahr.

Man muesse sich doch mal zu allererst fragen, wie sie nach all diesen Repressionen durch die Regierung ueberhaupt an eine Ausreisegenehmigung gekommen ist.....

Re: Petition gegen Abschiebung
Verfasst: 12.10.2011, 14:27
von Saiber
otternase hat geschrieben:
was hat das eine mit dem anderen zu tun? China und die KPCh sind doch keine siamesischen Zwillinge. Ich kann Land, Landschaft, Menschen, Historie, Essen, Sprache Chinas mögen und lieben, gleichzeitig aber das politische System ablehnen.
China hat jahrtausende ohne die KPCh existiert, mal besser, mal schlechter, und China wird es auch dann noch geben, wenn die KPCh nur noch in den Geschichtsbüchern zu finden sein wird. Die KPCh braucht China, aber China braucht nicht unbedingt die KPCh.
du erlebst aber China so wie es jetzt ist aber auch nur wegen der CCP.
Die KPCh braucht China, aber China braucht nicht unbedingt die KPCh.
Und das du als Westler zu beurteilen?
vielunterwegs hat geschrieben:Die Vernetzung der Behoerden ist noch lange nicht so weit wie in Deutschland, viele haben ihr Hukou nicht dort wo sie wohnen, oder haben sogar ein zweites unter anderem Namen in einer anderen Stadt. Weiter gehen solche Verfolgungen und andere Grausamkeiten meist von der Lokalregierung, nicht von der Zentralregierung aus. Die Zentralregierung wuerde vielleicht sogar dagegen vorgehen, wenn man die Petenten nicht am Bahnhof abfangen und in illegale Gefaengnisse stecken wuerde. Also wie gesagt, abwegig ist es nicht das ein von seiner lokalen Regierung bedraengter Chinese noch irgendwo einen Pass herbekommt (wenn er ihn nicht schon hat) und wen er es aus dem Dorf raus schafft, mag er dann am Flughafen auch nicht auf der Fahndungsliste stehen.
Ja und am Flughafen kontrollieren sie natuerlich die Personendaten mittels Karteikarten aus dem Archiv....
vielunterwegs hat geschrieben:Falsche Annahme. Jedes chinesische Unternehmen ist angehalten ein Parteigremium zu gruenden, die Statistiken schwanken zwischen 50 und 90%, wenn analysiert wird wie viele Unternehmen denn wirklich ein Parteigremium haben. Und selbst die Unternehmen ohne Parteigremium hoehren im Zweifelsfall auf die Partei, denn diese kann ihr jederzeit die benoetigten Lizenzen entziehen bzw. alle Unternehmen mit Parteigremium (wichtige Kunden/Lieferanten) anweisen mit dieser Firma keine Geschaefte mehr zu machen.
Deine Fantasie moechte ich haben. Wenn du das noch belegen kannst bist du ein Held. Ich arbeite seit ueber 2 Jahrzehnten mit China und bin in Kontakt mit vielen Mittelstaendigen und auch groesseren Unternehmen. Aber auch Staatsunternehmen.
Es gibt ja auch das Geruecht, dass wenn man in Staatsunternehmen arbeiten will muss man Mitglied in der KP sein..... nun, einige meiner Bekannten sind keine Mitglieder und arbeiten dort in hohen Positionen.... einige sogar beim Staatsfernsehsender.
BTW. Jeden nimmt die KP auch nicht.....

Re: Petition gegen Abschiebung
Verfasst: 12.10.2011, 23:30
von Aremonus
Die Vernetzung der Behoerden ist noch lange nicht so weit wie in Deutschland
Das habe ich anders erlebt. Mir scheint es eher, als wäre Datenschutz in China ein Fremdwort... jede Behörde scheint zugang zu allen Daten zu haben. Sogar die Banken zu den Daten anderer Banken! So etwas wäre im Westen unvorstellbar...
Jedes chinesische Unternehmen ist angehalten ein Parteigremium zu gruenden,
Gesetz und Praxis sind in China oft sehr weit auseinander.
Eigentlich sollte auch jede Lokalregierung die Immobilienpreise und die Nahrungsmittelpreise massiv senken...
Re: Petition gegen Abschiebung
Verfasst: 13.10.2011, 22:00
von Bernhard
ich dachte, meine Meinung interessiert niemanden... (in deiner Welt)
Saiber hat geschrieben:Und doch diesen Thread aus den Augen verloren.....
Bernhard hat geschrieben:soll das im Umkehrschluss heißen, dass eine Regierung irgendwelche Personen für "Terroristen" erklären kann und dann immer Recht hat? Und dass jeder dazu Ja und Amen zu sagen hat, "weil man ja die Gesetze des jeweiligen Landes respektieren muss"?
Ist es denn nicht ueberall so? In den USA wirst du schonmal schnell als Terrorist gebranntmarkt wenn du nur einen aehnlichen Namen traegst wie ein gesuchter Terrorist. Einreise am Flughafen, Mission Impossible. Machst du dich noch mehr verdaechtigt, wirst du sofort ausgeflogen. Aber nicht nach Hause sondern nach Guantamalo.
lies meine Aussage nochmal durch. Ich habe hier nicht diskutiert, wie schnell oder langsam man zum Terroristen erklärt wird. Ich habe gefragt, ob solche Maßnahmen einer Regierung per se immer legitim sind, und man als Bürger sich auf jeden Fall der Linie der Regierung anzuschließen hat oder nicht.
Saiber hat geschrieben:
Bernhard hat geschrieben:Meines Erachtens ist sehr wohl kritisch zu betrachten, ob das Vorgehen der Bundesregierung damals in allen Punkten berechtigt und vertretbar war. Und das der chinesischen Regierung heutzutage.
Die RAF hat der Bundesrepublik den Krieg erklaert und so bekaempften sie auch die Regierung. Ihre Begruendung fuer alle Morde, Attentate, Explosionen war der Krieg.
Die Chinesische Regierung reagiert so wie sie es aus Erfahrung kennt. Wehret den Anfaengen.
und nicht erst wenn es zu spaet ist.
... und was willst du damit sagen? Ich stehe dem eben kritisch gegenüber, wenn ein Staat rein verbalen Widerstand mit massiver Gewalt unterdrückt. Im Fall der RAF war es nicht rein verbaler Widerstand...
Saiber hat geschrieben:
Bernhard hat geschrieben:Egal, ob das so ein "Honeypot" ist oder nicht: Die Haftbedingungen in China waren Thema dieses Threads.
Ich moechte auch nicht in Frankreich, Spanien oder in Italien im Knast sein.
... und was hat das mit meiner Aussage zu tun?
Vielleicht solltest du an deinem Textverständnis arbeiten. Es ist nicht das erste Mal, dass du die Aussagen anderer falsch verstanden oder falsch eingeordnet hast.
Re: Petition gegen Abschiebung
Verfasst: 14.10.2011, 09:23
von Phytagoras
Bzgl. der Haftbedingungen...
Wenn man Scheisse baut, sollte man auch dafuer gerade stehen. Die Chinesen wissen doch, wie es in den Gefaengnissen zugeht. Wenn man das weiss und dennoch Scheisse baut, hat mans nicht anders verdient (imo).
Natuerlich nur insofern der Verurteile auch wirklich schuldig ist.
Re: Petition gegen Abschiebung
Verfasst: 14.10.2011, 09:48
von Saiber
Bernhard hat geschrieben:lies meine Aussage nochmal durch. Ich habe hier nicht diskutiert, wie schnell oder langsam man zum Terroristen erklärt wird. Ich habe gefragt, ob solche Maßnahmen einer Regierung per se immer legitim sind, und man als Bürger sich auf jeden Fall der Linie der Regierung anzuschließen hat oder nicht.
Wenn schon irgendeine Regierung auf der Welt in irgendwelchen Situationen den Ausnahmezustand bzw. das Kriegsrecht ausrufen kann, dann hat der Buerger sich auf jeden Fall der Linie dieser Regierung anzuschliessen. Ob es ihm gefaellt oder nicht. Was legitim ist und was nicht haben andere im Ausland, deren Lebensmittelpunkt nicht in diesem Land ist nicht zu beurteilen. Die sitzen in den schlimmsten Faellen vor den Fernseher bei Popcorn und Bier und schauen zu. Es gibt Gesetze und Regeln in einem Land, die der Buerger ohne Ausnahmen zu befolgen hat. Insbesondere wenn diese sich um die Sicherheit eines Landes dreht. Da gibt es keine "Sonderbehandlungen". Ich mag es auch nicht wenn ich fuer die Ueberschreitung von 10kmh in Deutschland Punkte und Geld lassen muss. Muss mich aber daran halten und dazu "Amen" sagen.
Bernhard hat geschrieben:... und was willst du damit sagen? Ich stehe dem eben kritisch gegenüber, wenn ein Staat rein verbalen Widerstand mit massiver Gewalt unterdrückt. Im Fall der RAF war es nicht rein verbaler Widerstand...
Insbesondere hier hast du nicht die geringste Ahnung was FLG ist. Was fuehrt dich zur Annahme, dass der
"Widerstand" (oder nicht doch Aufbegehren?),
"rein verbal" ist? (edit: Anmerkung - kursive Schrift)
Bernhard hat geschrieben:... und was hat das mit meiner Aussage zu tun?
Vielleicht solltest du an deinem Textverständnis arbeiten. Es ist nicht das erste Mal, dass du die Aussagen anderer falsch verstanden oder falsch eingeordnet hast.
Du weiss nicht mal was du selber schreibst. Du sprichst die Haftbedingungen an und ich sage, dass die Haftbedingugnen in den besagten Laendern auch nicht besser sind, und die sind vor euerer Haustuere bzw. ihr nennt sie auch noch "Partner" und "Verbuendete". Zumindest deine Aussagen verstehe ich oder ordne ich schon richtig ein. Da kannst du dir schon sicher sein.
Vielleicht solltest du an deinem Textverständnis arbeiten
Versucht einer es wieder mal auf einen anderen Weg....?

Re: Petition gegen Abschiebung
Verfasst: 14.10.2011, 14:37
von Bernhard
Saiber hat geschrieben:
Wenn schon irgendeine Regierung ....
..... Gesetze und Regeln in einem Land, die der Buerger ohne Ausnahmen zu befolgen hat.
Selbstverständlich tut man gut daran, sie zu befolgen. Notgedrungen. Ich hatte hingegen die Frage aufgeworfen, ob sie immer gerecht sind. Nach meinem Weltbild hat eine Regierung, die die Macht hat, dadurch nicht automatisch recht.
Saiber hat geschrieben:
Insbesondere hier hast du nicht die geringste Ahnung was FLG ist. Was fuehrt dich zur Annahme, dass der "Widerstand" (oder nicht doch Aufbegehren?), "rein verbal" ist? (edit: Anmerkung - kursive Schrift)
Was der Unterschied zwischen "Widerstand" und "Aufbegehren" ist, weiß ich nicht genau. Es ist vielleicht eine Frage der Perspektive, oder der Definition.
Hat Falun Gong
bisher jemals einen Mord begangen, einen Unfall mit Todesfolge inszeniert, eine Entführung begangen? Mir ist nichts bekannt. Wenn ja, dann lasse ich mich gern eines Besseren belehren.
(wie gesagt: Diese angeblichen Selbstverbrennungen lasse ich hier bewusst außen vor, weil die Beweislage zu dürftig ist; außerdem wäre das dann ein Gewaltakt gegen sich selbst, nicht gegen andere)
Saiber hat geschrieben:
Du weiss nicht mal was du selber schreibst. Du sprichst die Haftbedingungen an und ich sage, dass die Haftbedingugnen in den besagten Laendern auch nicht besser sind, und die sind vor euerer Haustuere bzw. ihr nennt sie auch noch "Partner" und "Verbuendete". Zumindest deine Aussagen verstehe ich oder ordne ich schon richtig ein. Da kannst du dir schon sicher sein.
Ich hatte mich über Haftbedingungen in China geäußert, allerdings nicht in dem Zusammenhang, in dem du mich zitiert hattest. Dein Zitat war etwas aus dem Zusammenhang.
Saiber hat geschrieben:
Vielleicht solltest du an deinem Textverständnis arbeiten
Versucht einer es wieder mal auf einen anderen Weg....?

Vielleicht hätte ich das nicht schreiben sollen; ich merke aber, dass du öfter auf ein Stichwort "abfährst" und darauf eine deiner Tiraden loslässt, ohne den Zusammenhang zu berücksichtigen.
Re: Petition gegen Abschiebung
Verfasst: 15.10.2011, 09:55
von unbekannt
versuch doch es mal hier
die kennen bestimmt einen weg in deutschland zu bleiben
http://www.merian.de/reiseziele/artikel/a-766482.html