In dem Artikel heißt es:Sepel via welt.de hat geschrieben:Chinas Superzug rast von Peking nach Kanton
Der Zug legt in knapp acht Stunden knapp 2.300 Kilometer zurück (wie man auch dem Artikel entnehmen kann). Ich bin wahrlich kein Mathegenie, aber 23 geteilt durch acht lässt sich auch dann schnell errechnen. Ergibt nämlich etwas weniger als drei. Oder 300, wenn man statt 23 2.300 rechnet. Folglich ist 300 lediglich die Durchschnittsgeschwindigkeit. Da er an vier Stationen hält muss der Zug über weite Strecken viel schneller fahren. Nämlich um die 350 km/h! Konnte oder wollte welt.de nicht richtig rechnen? Aber wahrscheinlich bin ich da einfach nur zu kleinlich.welt.de hat geschrieben:Mit dem 300 Stundenkilometer schnellen Zug demonstriert das Land auch Fortschritte seiner selbst konstruierten Technologie.
Daher weiter im Text. Mit einer Absatzüberschrift:
Das größte Eisenbahnnetz der Welt haben die USA. Um diesen "Rekord" zu knacken wird China noch viele Jahre brauchen, denn es werden kaum neue Bahnlinien gebaut, sondern hauptsächlich bestehende Verbindungen auf Hochgeschwindigkeit getrimmt. Und nur so wäre die Absatzüberschrift nämlich richtig: Größtes Hochgeschwindigkeitsnetz der Welt.welt.de hat geschrieben:Größtes Eisenbahnnetz der Welt
Viele Medien haben über die neue Verbindung berichtet, auch Zeit Online (2.300 Kilometer mit Tempo 300). Dort wird als "kleiner Nachgeschmack" auf die Pannen-Serie bei Schnellzügen hingewiesen: "Einen Dämpfer hatte der rasche Ausbau der Bahnstrecken in China im Juli 2011 erhalten. Damals starben beim Zusammenstoß zweier Hochgeschwindigkeitszüge bei Wenzhou im Osten des Landes 40 Menschen." und "Auch auf der Strecke zwischen Peking und Shanghai kam es wiederholt zu technischen Pannen: In mehreren Hochgeschwindigkeitszügen fielen Licht und Klimaanlage aus".
Peinlich, nicht wahr? Sollte es jedenfalls für Leute sein, die sich noch an Eschede (1998) und an eine Fahrt im überhitzten ICE im Jahr 2012 erinnern können. Die chinesischen Medien haben über die beiden "Pannen" berichtet. Jedoch konnten sie keinen raschen Ausbau der Bahnstrecken in Deutschland verantwortlich machen. Der Ausbau hat sich nämlich über Jahre hingezogen. Wie konnten diese Pannen bei uns trotzdem passieren?
Menschliches Versagen.
Versager 1: Die Welt
Versager 2: Die Zeit

