da hai hat geschrieben:Gerade über die Frage ob es ein übernatürliches Wesen gibt lässt sich trefflich diskutieren. Siehe dazu die ganzen Gottesbeweise. Hier wird sich mit der Sache aber mehr philosophisch auseinandergesetzt.
Gottesbeweise sind mE nichts weiter als wertloses Philosophengeblubber. Aber natürlich kann man über die Existenzfrage diskutieren (genau wie über die Frage, warum es unmöglich ist, eine Schildkröte mit einem Pfeil zu treffen). Es bringt nur nichts. Das habe ich oben falsch ausgedrückt. Ist & bleibt aber eine reine Glaubensfrage.
Das Problem wenn man Gott immer nur mit Religion verbindet ist, dass es oft darauf hinaus läuft, irgendwelche Stellen aus der Bibel zu zitieren um damit etwas zu beweisen, ob nun für oder gegen die Existenz Gottes. Das kann man aber nicht, da diese von Menschen geschrieben ist und Gottes Existenz unabhängig ist von Religion/Glauben/Kirche oder was der Papst/Angela Merkel oder Hansi Meier denkt.
Man diskutiert aber nunmal idR mit Anhängern einer spezifischen Religion (die übrigens nicht organisiert sein muß). Daß man die Nichtexistenz eines übernatürlichen Wesens so nicht unbedingt ableiten kann, ist klar. Aber man kann aufzeigen, daß die jeweiligen Dogmen nicht funktionieren, sich widersprechen, oä.
Wenn Du an die Delikate Wurst im All glaubst, dann ist das eben so. Kann man nicht viel drüber diskutieren, Du glaubst es halt. Wenn Du aber versuchst, die Existenz der Wurst durch irgendwas irdisches zu beweisen, dann hat man eine Grundlage, auf der man spezielle Glaubenselemente widerlegen (oder zumindest andere Erklärungsansätze zeigen) kann.
"Der große Fettfleck aus dem Jahr 2300 vor dem großen Anschnitt beweist, daß die Wurst auf Erden war!"
"Archäologische Erkenntnisse zeigen, daß es gar kein echter Fettfleck war. Der Große Fettsack hat damals an dieser Stelle ein Jahr Pause gemacht & aus seinem Schweiß & anderen noch weniger appetitlichen Körperabsonderungen hat sich dieser Fleck gebildet. Die Tatsache, daß es der große Fettsack war, hat vermutlich über die Jahrhunderte via Sprachverwirrung zu der Überlieferung als Fettfleck geführt."
"Da Blutwurst am besten schmeckt, muß die Delikate Wurst sie nach ihrem Bildnis geschaffen haben."
"Blutwurst schmeckt aber nicht jedem. Mir zB ist luftgetrocknete Salami lieber. Außerdem gibt es Blutwurst nachweislich schon seit 3150 Jahren. Lange bevor jemand von der Delikaten Wurst gehört hat."
"Als unsere Vorfahren vor 2673 Jahren beim heiligen Feldzug gegen die Käsegläubigen fast verhungert waren, regnete es Schweinswürstchen. So konnten sie die Käsigen vernichtend schlagen."
"Aus Grabungen ist ersichtlich, daß in der Gegend dieses angeblichen Feldzuges zw. der Zeit vor 3500 & 2200 Jahren niemand lebte. Noch dazu gibt es auch in der Zeit davor & lange danach keinen Hinweis auf signifikante Käsezubereitung dort."
Ich halte einen Gott nach Religion deshalb für unwahrscheinlich, da Gott hier in gewisser Weise personifiziert wird
Ist ja auch kein Wunder, wenn man bedenkt, daß sich Menschen ihre Götter aller Wahrscheinlichkeit nach selbst ausgedacht haben.
Für viel wahrscheinlicher halte ich es, dass Gott etwas ganz anderes ist.
Aber gibt es dafür nicht auch schon eine Religion? Mutter Erde, Nirwana, das große Alleszusammen, oder sowas?
Auch wenn ich selber nicht an die Existenz eines solchen Wesen/Dings glaube, kann ich mir aber vorstellen (vor allem hoffe ich es), dass es durchaus etwas übernatürliches gibt, das über unser Verständnis und unser Wissen hinaus geht.
Vorstellen kann man sich vieles (sogar den Großen Bösen Dachshund, der die Delikate Wurst fressen will; Schauder!). Verstehe aber nicht, warum Du Dir die Existenz erhoffst, wenn sie für das alltägliche Leben sowieso irrelevant ist.