China's Engagement in Afrika

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Saiber
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Re: China's Engagement in Afrika

Beitrag von Saiber »

Liberator hat geschrieben:Stimmt, viele europäische und amerikanische Politiker würden sich gar nicht für Afrika interesseren, wenn jetzt nicht mit China noch ein 3. Spieler auf dem Feld wäre.
Das stimmt wenn man die breite Oeffentlichkeit der 1.Welt damit meint.

Afrika war schon immer der 1. Exporteur von Rohstoffen aller Art in die 1. Welt. Dementsprechend wurden auch der Handel betrieben. Die Regierungen schwach und klein halten, am Besten keine Regierungs-Stabilitaet aufkommen lassen, denn dann koennte der einseitige Handel in Schwierigkeiten geraten (mit wachsenden Wohlstand, wachsen auch die Ansprueche) und als Ausrede fuer die Oeffentlichkeit dient dann, "da ist gerade eine Diktatur am Anmarsch" (diese man vorher noch kraeftig unterstuetzt hatte) etc. So wichtig ist Afrika fuer die westlichen Politiker.
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RoyalTramp
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Re: China's Engagement in Afrika

Beitrag von RoyalTramp »

Jupp! Stimme in allem zu. Wie China seine neu entdeckte "Liebe" für Afrika betreibt ist zwar nicht schön, aber mit Abstand aufrichtiger & ehrlicher, aber vor allem auch effektiver, als alles, was der Westen in den letzten 60 Jahren da versucht hat. Aber anstatt bei sich Manöverkritik zu üben, dass diese Scheckbuch-Diplomatie für Afrika was völlig für den Arsch gewesen ist, zeigt man jetzt lieber mit dem Finger auf den "alten Klassenfeind", China.
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Saiber
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Re: China's Engagement in Afrika

Beitrag von Saiber »

RoyalTramp hat geschrieben:Wie China seine neu entdeckte "Liebe" für Afrika betreibt ist zwar nicht schön, aber mit Abstand aufrichtiger & ehrlicher, aber vor allem auch effektiver, als alles, was der Westen in den letzten 60 Jahren da versucht hat.
Selbstlos und aus Naechstenliebe ist das Engagement Chinas in Afrika nicht. Ich wuerde das so ausdruecken: Es ist eine Win-Win Unternehmung. Die Laender Afrikas haben seit Jahren schon realisiert, dass die Welt und Zeit an Ihnen vorbei rauscht.
Im Gegensatz zum Westen hat China das gemacht, was sie mehr an das bringt was alle haben und wovon ihre Gesellschaft und das Land wuchs, fortschritt, reich und stark wurde. Selbstbestimmung.
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Re: China's Engagement in Afrika

Beitrag von Saiber »

robbe hat geschrieben:kleiner Videobeitrag über dieses Thema, ist allerdings schon etwas älter:

Mit offenen Karten - Was will China in Afrika?
Ich bin erst gerade jetzt dazu gekommen mir diesen Beitrag von ARTE mir anzuschauen und muss sagen, dass ich schon sehr lange keinen so einen schlechten dummen TV Beitrag gesehen habe. Es ist auch nicht auf Umwegen, dass speziell der Beitrag aus dem Franzoesischen ins Deutsche uebertragen wurde wobei man unhinderlich an Frankreichs ruhmreiche Kolonialzeiten, mit deren ruhmreichen Legionaeren, in genau diesen Laendern erinnert wird und deren Wehleiden mit dieser Sendung heute. Mir kam es so vor als ob der Beitrag aus den 80ern stammt mit deren Aufmachung.

Mit offenen Karten? und was will China in Afrika? Die Gruende, die genannt wurden reichen von Naivitaet, Amateuren- und Laientum bis zur Dummheit. Nur ein Beispiel: Isolation Taiwans in der Welt. Nur zur Erinnerung, Deutschland und Frankreich erkennen Taiwan auch nicht an. Der Rest eruebrigt sich.
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Re: China's Engagement in Afrika

Beitrag von serenita »

Um Afrika und andren ärmeren Ländern tatsächlich helfen zu wollen müsste man sich dort für die Bildung einsetzen. Und das will offensichtlich keiner, weil langwierig, kostenintensiv und eben kein lukratives Geschäft für einen selbst.

Insofern...
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Re: China's Engagement in Afrika

Beitrag von Grufti »

Saiber hat geschrieben:
Mit offenen Karten? und was will China in Afrika? Die Gruende, die genannt wurden reichen von Naivitaet, Amateuren- und Laientum bis zur Dummheit. Nur ein Beispiel: Isolation Taiwans in der Welt. Nur zur Erinnerung, Deutschland und Frankreich erkennen Taiwan auch nicht an. Der Rest eruebrigt sich.
Das , was Du "Dummheit nennst, ist in der Realität leider kindische Realität. Lese doch mal den Absatz "International Anerkennung" im Wiki-Artikel über "Republik China"

Im Übrigen, mach doch mal der Redaktion von "Offene Karten" einen Vorschlag, wie Du Dir einen besseren 15-Minuten-Beitrag über ein so hochkompliziertes Thema vorstellst, ohne daß Du wegen "Pro-VR-Propaganda" angegriffen werden kannst.
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Re: China's Engagement in Afrika

Beitrag von devurandom »

RoyalTramp hat geschrieben:Jupp! Stimme in allem zu. Wie China seine neu entdeckte "Liebe" für Afrika betreibt ist zwar nicht schön, aber mit Abstand aufrichtiger & ehrlicher, aber vor allem auch effektiver, als alles, was der Westen in den letzten 60 Jahren da versucht hat. Aber anstatt bei sich Manöverkritik zu üben, dass diese Scheckbuch-Diplomatie für Afrika was völlig für den Arsch gewesen ist, zeigt man jetzt lieber mit dem Finger auf den "alten Klassenfeind", China.
So neu ist die "Liebe" nicht. In den 60ern waren schon chinesische Ingenieure und Bauarbeiter in Afrika unterwegs und haben beim Aufbau der Infrastruktur mitgeholfen. Damals geschah es halt aus "Solidaritaet mit den unterdrueckten Voelkern". Man hat fuer Summen Kraftwerke, Schulen und Krankenhaeuser gebaut, die nicht einmal die Ausgaben gedeckt haben und Lehrer, Aerzte, Ingenieure und Facharbeiter geschickt, die man selbst dringend gebraucht hat. Die Motivation war damals sicherlich auch keine reine Naechstenliebe, sondern schlicht voellig ideologisch getrieben und eigentlich komplett fanatisch. Der Westen hat damals vermutlich zugeschaut und sich einen ueber die Bloedheit der Chinesen gegrinst. Vielleicht war auch die Engagement der Chinesen mangels Eigenresource eher im kleineren Rahmen, sodass es nicht weiter auffiel. Die Vorwurf mit der "Neokolonialismus" aus dem Westen jedenfalls kam meines Erachtens erst auf, als die Chinesen anfing, sich fuer die afrikanische Resourcen zu interessieren. Bis dahin waren die industrierelevante Resourcen wie Oel, Gas oder Erz im grossen Teilen von Afrika weitgehend in der Hand von westlichen Konzernen. Es ist eine reine Interessenkonflikt. Dass die Vorgehensweise der Chinesen die Wirtschaftsgrundlage des Westens langfristig gefaehrden, kann denke ich als Fakt angesehen werden. Da soll man dann auch das Kind beim Namen nennen, anstatt irgendwas mit Kolonialismus vorzuheucheln. Man muss erst recht kein Mitleid mit Afrika vorheucheln. Mit der gigantischen Summe in Subvention und Handelsschutz hat u.a. Europa jahrzehnte lang afrikanische Wirtschaft kleingehalten oder z.T. vernichtet. Die Chinesen arbeiten zwar nicht umsonst, stellen zum Tausch immerhin Infrastruktur hin.
serenita hat geschrieben: Um Afrika und andren ärmeren Ländern tatsächlich helfen zu wollen müsste man sich dort für die Bildung einsetzen. Und das will offensichtlich keiner, weil langwierig, kostenintensiv und eben kein lukratives Geschäft für einen selbst.
Der Aufbau des Bildungssystems gehoert tatsaechlich zu der offiziell veroeffentlichten chinesischen "Afrikaplan". Es sollen jedenfalls so und so viele Schulen in einigen afrikanischen Laendern gebaut werden und Lehrkraft ausgebildet werden. Woher die Finanzierung kommt und was die Chinesen damit genau bezwecken, weiss ich auch nicht.
salber hat geschrieben: Mit offenen Karten? und was will China in Afrika? Die Gruende, die genannt wurden reichen von Naivitaet, Amateuren- und Laientum bis zur Dummheit. Nur ein Beispiel: Isolation Taiwans in der Welt. Nur zur Erinnerung, Deutschland und Frankreich erkennen Taiwan auch nicht an. Der Rest eruebrigt sich.
So doof ist die Behauptung nicht. Es gilt sogar als commonsense unter Chinesen selbst. Taiwan hat lange Zeit eine sogen. "Dollardiplomatie" betrieben und Unterstuetzung, genauer gesagt Anerkennung durch diplomatische Beziehung von kleinen armen Laendern "erkauft". Nicht weniger davon kommen eben aus Afrika. Die Afrikaplan der Chinesen entzieht den Taiwanern genau die Grundlage dieser Strategie.

Gruss
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Re: China's Engagement in Afrika

Beitrag von RoyalTramp »

"Neu" war ja von mir auch jetzt entsprechend aufgrund der Vieldeutigkeit gehighlighted worden. Dann zwar ist das Engagement natürlich nicht neu, aber neu ist die längerfristige Ausrichtung der Gesamtplanung des "Unternehmens Afrika". Wie du schon sagtest: War es vorher im Rahmen der Solidarität mit unterdrückten Völkern, so sind es dieses Mal handfeste wirtschaftliche Interessen...so handfest, dass China noch nicht einmal ein Geheimnis darum macht, so wie es die westlichen Industrieländer mit ihrer Dauervokabeln "Demokratisierung und Menschenrechte" vernebulisiert haben, was sie eigentlich wirklich beabsichtigten.

Wie gesagt: Man muss es nicht toll finden, was da jetzt China im Hinblick auf Afrika betreibt, aber besser als das was die westlichen Industriestaaten in den letzten 60 Jahren...ja: gezielt "verbaselt" haben, ist es alle Mal. Und daher von mir für China schon mal ein Daumen hoch...
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Re: China's Engagement in Afrika

Beitrag von Saiber »

Grufti hat geschrieben:Das , was Du "Dummheit nennst, ist in der Realität leider kindische Realität.
Die Realitaet so weit hergeholt wie aus der BILD Zeitung.
Lese doch mal den Absatz "International Anerkennung" im Wiki-Artikel über "Republik China"
Das habe ich. Was soll der mir jetzt sagen?

Im Übrigen, mach doch mal der Redaktion von "Offene Karten" einen Vorschlag, wie Du Dir einen besseren 15-Minuten-Beitrag über ein so hochkompliziertes Thema vorstellst, ohne daß Du wegen "Pro-VR-Propaganda" angegriffen werden kannst.
Das wuerde gleichkommen wie zu hoffen, dass die BILD Zeitung serioeus wird.

Hochkompliziert es ist weil man die einfache Wahrheit nicht vertragen kann. China hat dem Westlichen Laendern den Kontinenten Afrika erfolgreich streitig gemacht und sie sind in allen Bereichen besser eingestellt. Das schmerzt und da versucht man natuerlich andere Wahrheiten zu finden. Nichts mit Pro-VR-Proganda denn das ist hier wenn ueberhaupt gar nicht noetig.
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Re: China's Engagement in Afrika

Beitrag von Grufti »

Du schimpfst nur über alles,was Dir nicht in Deine "Weltanschauung "paßt, aber es besser machen bist Du nicht bereit...weil Du selbst offensichtlich außer Nachbeten von Propagandasprüchen nichts Eigenes zustande bringst....
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Re: China's Engagement in Afrika

Beitrag von Saiber »

Grufti hat geschrieben:Du schimpfst nur über alles,was Dir nicht in Deine "Weltanschauung "paßt, aber es besser machen bist Du nicht bereit...weil Du selbst offensichtlich außer Nachbeten von Propagandasprüchen nichts Eigenes zustande bringst....
Ho, Ho, Ho.
Bitte spezifiziere mal deine Anklage.
Meine Weltanschauung oder deine? Was soll man besser machen? Ist diese Aufforderung irgendwie gefragt worden?
Und nun, bitte spezifiziere meine Propgandasprueche, die ich nachbete und eigen nichts zu stande bringe?

Sind wir hier irgendwie im Mangel von sachlichen Argumenten und deshalb wirds persoenlich :lol: :lol: :lol: ?
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Re: China's Engagement in Afrika

Beitrag von Saiber »

devurandom hat geschrieben:So doof ist die Behauptung nicht. Es gilt sogar als commonsense unter Chinesen selbst. Taiwan hat lange Zeit eine sogen. "Dollardiplomatie" betrieben und Unterstuetzung, genauer gesagt Anerkennung durch diplomatische Beziehung von kleinen armen Laendern "erkauft". Nicht weniger davon kommen eben aus Afrika. Die Afrikaplan der Chinesen entzieht den Taiwanern genau die Grundlage dieser Strategie.
Um irgendetwas an seiner Situation zu aendern, benoetigt Taiwan weitaus mehr als nur die Unterstuetzung von Afrika und Teilen Suedamerikas. Und wenn man etwas ueber die Diplomatie des Scheckbuches gelernt hat, dann kann man durchaus davon ausgehen dass die Segeln nur dorthin gestrichen werden woher die Signatur kommt. Fuer Taiwan schon immer, unwirksam und fuer ein Argument haltlos.
Um aber diese Wahrheiten plausibler zu gestalten muss dafuer noch als gute Wuerzung Japan als Chinas gehaster/geliebter Feind/Freund herhalten.
China verdraengt Japan aus Afrika, weil sie deren Unterstuetzung fuer Japan um einen Platz im Weltsicherheitsrat kappen wollen. denn ja, die Chinesen mochten die Japaner nie.
Die logische Folgerung muesste dann lauten:
  • 1. China verdraengt die Englaender weil.....
    2. China verdraengt die Deutschen weil....
    3. China verdrangt die Amerikaner weil....
    4. China verdraengt die Franzosen weil....
    usw.
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Re: China's Engagement in Afrika

Beitrag von RoyalTramp »

Habe jetzt den Faden verloren...worüber streitet ihr jetzt gerade? Wie war das mit der VR und was mit Propaganda gemeint? Oder ist da an mir was vorbeigerauscht, dass ich in diesem "Fred" diesbezüglich nichts sehen kann, was sich dem Verdacht aussetzt, "nachgeplapperte Propaganda" zu sein?
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Re: China's Engagement in Afrika

Beitrag von robbe »

Ich weiß zwar nicht, wie es genau bei internationalen Organisationen gehandelt wird in Sachen Beitrittsregelungen, aber Tawain "kauft" sich nun mal (zum Teil) die diplomatischen Beziehungen zu anderen Staaten. Als Gegenleistung wird erwartet, dass diese Länder dann bei Beitrittsverhandlungen für Taiwan sprechen. Und China versucht dementsprechend diese Länder wieder zurück zu "kaufen". Ob das nun speziell für afrikanische Staaten gilt, weiß ich nicht. Weithergeholt ist das Argument aber nicht
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Re: China's Engagement in Afrika

Beitrag von jadelixx »

Wieso sollte alles was mit Taiwan zu tun haben? Man macht Geschaefte mit einem Kontinent, weil dann einer kleinen Insel vorm Festland die internationale Anerkennung entzogen werden koennte?

So wichtig kann die Insel doch gar nicht sein. Wenn sich 1945 ein paar Nationalsozialisten, oder wer auch immer, auf Sylt abgesetzt haetten und zur eigenen Republik erklaert haetten, waere das sicher ein Riesenthema im Ausland, aber fuer Deutschland waere es schnurzpiepegal.

Die Sendung "Offene Karten" bekennt sich selbst dazu, ein Sichtweise aus Sicht geographischer Daten aufzuzeigen. Eine Perspektive von Vielen ohne Anspruch auf Vollstaendigkeit oder absolute Wahrheit.
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