Dennis (CDS) hat geschrieben:
Es wären immer noch Paris, Shanghai, Taipei, New York. Wieviele Leute mag es wohl geben, bei denen die Existenz eines Superwolkenkratzers den Hauptausschlag gibt in diese Städte zu reisen?
Sicherlich nicht ausschließlich wegen eines Wolkenkratzers, aber dazu beitragen können solche Projekte schon sehr.
Ich bin hundertprozentig davon überzeugt, dass Hongkong und Shanghai ohne ihre Skyline nur noch halb so interessant wären, für Touristen, Auslandspraktikanten und Investoren.
Man will auch dort hin investieren (Zeit&Geld), wo es nach Erfolg aussieht.
Dennis (CDS) hat geschrieben:
Die gleiche Referenz ließe sich erreichen, wenn man mit der neuesten Technik weniger hoch, aber ökologisch und ökonomisch effizienter bauen würde. Aber ich hatte ja schon geschrieben, dass es für die am Bau beteiligten Unternehmen sicherlich eine gute Möglichkeit ist.
Das kann man ja trotzdem noch machen.
Es ist übrigens sehr teuer einen sehr sparsamen Motor zu bauen, der ökologisch betrieben und auch produziert werden kann.
Dagegen ist der V12 im Mercedes ziemlich einfach zu konstruieren und manchmal sogar nicht teurer zu produzieren (das habe ich gerade in Konstruktion I gelernt

) als das kleine super sparsame Motörchen mit höchster Effizienz!
Trotzdem packen die richtigen Leute für den V12 wesentlich mehr Scheine (Prestige!) hin, als für den kleinen Motor.
Dennis (CDS) hat geschrieben:
Deutschland baut die o.g. Sachen, weil sich damit am besten Geld verdienen lässt. Ein dicker Mercedes (...wart ich schau mal grad zufällig aus dem Fenster....nach 7 Sekunden entdeckt) auf Taipeis Straßen eignet sich in meinen Augen als deutsches Prestigeobjekt einfacher als ein Hochhaus. Zumal sich berühmte Gebäude immer auf Städte, aber nicht direkt auf Länder beziehen, wie du bei deiner Aufzählung sehr schön bewiesen hast.
Warum die Frage stellen "Dicke Autos oder dicke Wolkenkratzer"? Warum nicht einfach beides?
Gut, für Vernunftsmenschen ist das dicke Auto genauso unnötig wie der Wolkenkratzer (liegt bei vielen aber auch daran, das sie sich das eine genauso wie das andere nicht leisten können).
Aber ich wiederhole nochmal: Deutscher Ingenieure und Naturwissenschaftler haben uns zum Wohlstand gebracht, verlieren wir diese, verlieren wir alles!
Was sollen wir sonst verkaufen? Bodenschätze haben wir nicht (nun kommt nicht mit dem bisschen Kohle oder irgend nen Pippifax), Tourismus? nur marginal.
Klar, wir haben Juristen, Banker, Wirtschaftsprüfer, Übersetzer..... das ist auch gut so.
Aber nicht vergessen: Erst das, was Naturwissenschaftler und Ingenieure und auch die Facharbeiter so zusammen basteln, vom Computer(programm) über Hochgeschwindigkeitszüge, FLugzeuge und Automobile bis hin zum Wolkenkratzer... erst diese Dinge werden zum Handels-/Spekulations- und Versicherungsgegenstand (und deren Bedienungsanleitungen müssen übersetzt werden

) und können ins Ausland verkauft werden.