Sammelthread: Deutschlands Ausländer- und Integrationpolitik

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Re: Sammelthread: Deutschlands Ausländer- und Integrationpolitik

Beitrag von no1gizmo »

annalena hat geschrieben:zum Thema:

http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE6496 ... ss_aktuell
Jo!
Dieses Verhalten ist kein soziales und auch kein Bildungsproblem, wie oft behauptet wird. Es sind andere Werte und Ziele, nach denen gelebt wird. Ich nenne dieses System „Vaters Staat“, gegen das wir uns gemeinsam zur Wehr setzen müssen. Es ist falsch, die Ursachen der Gewalt zu relativieren und - wie die Deutschtürken in ihrem Appell - die kulturelle und islamische Erziehung in Migrantenfamilien zu ignorieren, als hätte diese nicht großen Einfluss auf ihr Handeln. Wer so argumentiert, will einen Schleier über die Probleme legen und die Verantwortung auf die Politik und auf die Mehrheitsgesellschaft abwälzen.
Der Artikel ist wirklich interessant und spiegelt weitgehenst meine Erfahrung wieder.
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TaugeNix

Re: Sammelthread: Deutschlands Ausländer- und Integrationpolitik

Beitrag von TaugeNix »

no1gizmo hat geschrieben: Der Artikel ist wirklich interessant und spiegelt weitgehenst meine Erfahrung wieder.
Das ist auch kein Wunder, wird der Artikel doch von der konservativen FAZ publiziert.

Auch ist die Autorin nicht unumstritten, da sie u.a. gegen den Bau von Moscheen in Deutschland ist, auch wird ihr mittlerweile Populismus und unwissenschaftliche Arbeit vorgeworfen (Quelle: http://zeus.zeit.de/text/2006/06/Petition).

Wiederum nur eine Bestätigung dessen, was ich eingangs schon zu Medien gesagt habe.
Insgesamt ist es ein Armutszeugnis, wie weit in Deutschland die Islamophobie vorangeschritten ist, ähnlich wie die "Sinophobie" voranschreiten wird.

Wie dem auch sei - es ist nicht zu bestreiten, dass Ausländer jeglicher Nationalität einen anderen Kulturhintergrund mit sich bringen. Jedoch: in meinen Augen ist die Integrationspolitik deshalb noch lange nicht gescheitert, wenn man Ausländern einen Kern ihrer Kultur zubilligt, solange dieser nicht mit den Werten der freiheitlich demokratischen Grundordnung entgegensteht.

"Probleme" mit ausländischen Jugendlichen mögen subjektiv ein Bewertungsmaßstab sein, sind aber nicht geeignet, allgemeingültige Aussagen zu treffen.
Der ungehinderte Zuzug ist seit langem eigentlich kein Thema mehr, vielmehr ist es nun so, dass wir allein qualifizierte Arbeitskräfte anwerben wollen - diesen aber ob eine Bildungsmisere in Deutschland kaum "Spitzenjobs" anbieten können, da Forschung usw. abwandern.
Auch um das Problem der Überalterung in den Griff zu bekommen, braucht Deutschland einen auslädnischen Zuzug in gewissem Maße.
Dass es auch solche Deutsche gibt, mag ja sein, müssen wir uns dann auch noch welche zusätzlich ins Land holen?
Sag mal, liest du eigentlich auch weiter?!
Wir HOLEN die nicht mehr ins Land, es ist lediglich ein geringer Familiennachzug.
Und dieser ist schon schwierig genug.
Fehler in der Vergangenheit streite ich nicht ab.
Wann Überfremdung geschieht, ist eine Frage, wofür man einen neuen Thread aufmachen kann. Die Gefahr der Überfremdung ist aber gegeben.

Übrigens nicht von Ausländerquoten alá 10% blenden lassen. Gibt auch viele Türken, Albaner mit deutschem Pass, die aber so gar nicht die deutsche Kultur leben oder eine deutsche Mentalität haben. Eine Ausländerquote lässt sich daher wie eine Arbeitslosenquote beschönigen.
Ich lasse mich mit Sicherheit nicht von den Quoten blenden.
Es geht mir nur darum: ich habe viel Kontakt zu Emigranten, und diese sind in Deutschland "angekommen". Auf der anderen Seite kenne ich auch Deutsche, die das Deutschtum ablehnen.
Willst du die auch ausweisen? Wer ist Deutscher? Wer ist Fremder? Derjenige, der keine deutsche Ahnenreihe vorweisen kann?
Ausserdem: eine Kulturvielfalt ist nicht zwangsläufig schädlich. Allein die Bildungsarmut und monetäre Armut ist schädlich für eine soziale Gesellschaft, die sowohl Deutschen als auch andere Nationalitäten in Deutschland erfasst hat.

Übrigens:
Es ist keine gewagte Theorie, dass ich die Gesamtverantwortung der Gesellschaft für jeden einzelnen Menschen in Deutschland aufstelle. Es ist Kern unserer Verfassung. Und damit in jedem Gesetz (egal ob StGB, usw.) zu finden. Zumindest Teile davon..
Es geht darum, dass Franzosen fast die gleiche Kultur hat wie wir und sich daher leicht integriert, genau wie ein Italiäner usw.
Das ist wieder Unsinn.
Ein Franzose hat vielleicht eine ähnliche Kultur, aber wenn wir Kulturen abgrenzen wollen - dann hat der Franzose eine andere Kultur. Die nicht mehr oder weniger "kompatibel" ist, wie die "Islamische Kultur" zu der unsrigen. Ein Franzose kann ebenso stur nach seiner Kultur leben und damit in Deutschland anecken, so wie ein Bayer z.T. nicht in Norddeutschland aufgenommen wird in die Gesellschaft (jaja, ich kenne solche Fälle).
Was folgert man daraus? Das der Franzose sich anzupassen hat. Ebenso wie der Türke. Und seine Kultur nur soweit mitbringen darf, wie es uns "nützt"? Oder lassen wir dem Franzosen den Kern seiner Kultur/Religion usw., nur zeigen ihm wo die Grenzen sind?
Warum ist eine Moschee schlimm? Ich könnte Sonntags manchmal ob des sakrale Geläuts der Kirchen gegenüber zum Massenmörder werden..
Nein, Probleme entstehen dadurch, dass durch fehlende Bildung (auf beiden Seiten) eine Armut entsteht, die in Feindlichkeiten umschlägt. Und wenn ich mit islamischen Freunden rede, dann werden die bei Kopftüchern/Ehrenmorden/usw fuchsteufelswild, weil das nicht der ISLAM ist, sondern die Ungebildetheit einiger Leute. Also: fehlende Bildung, erneut.
UNSERE Aufgabe? Der Gastgeber passt sich dem Gast an? :roll: Damit andere -Gäste- unsere Kultur leichter aktzeptieren können - meinst du das ernst??
Du scheinst meine Worte nur zu überfliegen.
Ich sagte: Aufgabe des deutschen Volkes ist es dann, unsere Kultur, Religion (warum auch immer) und Rechtsverständnis eben so darzustellen, dass die anderen Völker diese gerne adaptieren. Also: Vorzüge herausstellen, und wenn es welche gibt, werden diese überzeugen.
Wenn nicht, muss man aus vielleicht überzeugenderen Ansichten und Ansätzen lernen.

Naja, wir werden da auf keinen grünen Ast kommen.
Unsere Denkweisen sind zu verschieden.
Darf ich dich fragen, wo du aufgewachsen bist? Ich bin aufgewachsen in Frankfurt, einem Kindergarten, wo europäische und nicht-europäische Kinder aufeinandertrafen.

Gruss,
TaugeNix^guckt jetzt BuLi und muss danach weiterlernen..
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Re: Sammelthread: Deutschlands Ausländer- und Integrationpolitik

Beitrag von wuseltiger »

Das hat hier was von: CDU versus "der linke Flügel der SPD"... :lol:
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Re: Sammelthread: Deutschlands Ausländer- und Integrationpolitik

Beitrag von no1gizmo »

TaugeNix hat geschrieben:
Dass es auch solche Deutsche gibt, mag ja sein, müssen wir uns dann auch noch welche zusätzlich ins Land holen?
Sag mal, liest du eigentlich auch weiter?!
Wir HOLEN die nicht mehr ins Land, es ist lediglich ein geringer Familiennachzug.
Und dieser ist schon schwierig genug.
Fehler in der Vergangenheit streite ich nicht ab.
Dann sind wir uns ja einig! Hoffe aber, dass das wirklich Vergangenheit ist und auch bleibt.
Dieser "geringer" Familienzuzug hat uns aber doch recht viele perspektivenlosen Jugendlichen ins Land geholt :roll:

Ausserdem: eine Kulturvielfalt ist nicht zwangsläufig schädlich. Allein die Bildungsarmut und monetäre Armut ist schädlich für eine soziale Gesellschaft, die sowohl Deutschen als auch andere Nationalitäten in Deutschland erfasst hat.
Tja, viele der Immigranten sitzten nun in der deutschen Schule und können den Unterricht nicht folgen. Ja ja, das Bildungssystem, .... ist verbesserungswürdig! Aber wäre hilfreich wenn die Schüler schonmal bei Einschulung Deutsch könnten, würde dem Bildungsstand in Deutschland sicher gut tun.
TaugeNix hat geschrieben: Übrigens:
Es ist keine gewagte Theorie, dass ich die Gesamtverantwortung der Gesellschaft für jeden einzelnen Menschen in Deutschland aufstelle. Es ist Kern unserer Verfassung. Und damit in jedem Gesetz (egal ob StGB, usw.) zu finden. Zumindest Teile davon..
Klar gibts die Verantwortung.
Wenn illigale Einwander hier her kommen, werden die auch nicht aus dem Land geprügelt. Ausgewiesen werden die dann aber i.d.R. schon! Ausweisung ist also nichts böses.
TaugeNix hat geschrieben:
Es geht darum, dass Franzosen fast die gleiche Kultur hat wie wir und sich daher leicht integriert, genau wie ein Italiäner usw.
Das ist wieder Unsinn.
Ein Franzose hat vielleicht eine ähnliche Kultur, aber wenn wir Kulturen abgrenzen wollen - dann hat der Franzose eine andere Kultur. Die nicht mehr oder weniger "kompatibel" ist, wie die "Islamische Kultur" zu der unsrigen. Ein Franzose kann ebenso stur nach seiner Kultur leben und damit in Deutschland anecken, so wie ein Bayer z.T. nicht in Norddeutschland aufgenommen wird in die Gesellschaft (jaja, ich kenne solche Fälle).
Blödsinn. Ein wenig angepasster Franzose fällt der Gesellschaft hier weit weniger zu Lasten als ein wenig angepasster Libanese.
TaugeNix hat geschrieben: Nein, Probleme entstehen dadurch, dass durch fehlende Bildung (auf beiden Seiten) eine Armut entsteht, die in Feindlichkeiten umschlägt. Und wenn ich mit islamischen Freunden rede, dann werden die bei Kopftüchern/Ehrenmorden/usw fuchsteufelswild, weil das nicht der ISLAM ist, sondern die Ungebildetheit einiger Leute. Also: fehlende Bildung, erneut.
Hat niemand gesagt, dass der Islam Schuld an Ehrenmorde, Steinigungen usw. hat, die Kultur/Gesellschaft woher diese Angewohnheit kommt, ist daran schuld. Macht die Sache aber auch nicht einfacher und trotzdem passt der Islam meiner Meinung nicht hier her.

Bildungsstand, ja. Ist es eigentlich allein unsere Aufgabe den Ausländern diese Bildung zu verschaffen? Man könnte sich das Leben auch einfacher machen, ungebildete Opfer ausweisen und qualifizierte Leute einladen. Macht Australien und Japan auch nicht anders. Dumm nu, Deutschland würde sich sowas auch gar nicht trauen, zu groß die Angst vor...... Ihr wisst schon.
TaugeNix hat geschrieben:
UNSERE Aufgabe? Der Gastgeber passt sich dem Gast an? :roll: Damit andere -Gäste- unsere Kultur leichter aktzeptieren können - meinst du das ernst??
Du scheinst meine Worte nur zu überfliegen.
Ich sagte: Aufgabe des deutschen Volkes ist es dann, unsere Kultur, Religion (warum auch immer) und Rechtsverständnis eben so darzustellen, dass die anderen Völker diese gerne adaptieren. Also: Vorzüge herausstellen, und wenn es welche gibt, werden diese überzeugen.
Ach TaugeNix, du bist sicherlich ein gebildetes Menschlein, aber irgendwie verblendet. Die Leute sind nicht wegen unserer Religion, Kultur, Gewohnheiten hergekommen, sondern weil es (vorallem früher) Arbeit und ein soziales Netz gibt.
Da können wir noch so viel "positiv" darstellen..... richtig Deutsch werden die aller aller wenigsten Ausländer (ausgenommen die, mit sehr ähnlicher Kultur, z.B. die Franzosen, Amerikaner,...), eher nimmt wegen Überfremdung (ja ich weiß, Einwanderungsstopp und so) Deutschland die Kultur der anderen an, so dass man sich höchstens in der Mitte trifft.
TaugeNix hat geschrieben: Darf ich dich fragen, wo du aufgewachsen bist? Ich bin aufgewachsen in Frankfurt, einem Kindergarten, wo europäische und nicht-europäische Kinder aufeinandertrafen.
Aufgewachsen in Hamburg, auch in einem Kindergarten, wo europäische und nicht-europäische Kinder aufeinandertrafen.

Jetzt gibts in dem Kindergarten jedoch mehr ausländische Kinder als deutsche. Naja.

Ich habe bis heute zwei islamische Freunde. Einen seit der frühen Kindheit. Ich hatte mal eine islamische Freundin und einmal Ramadan praktiziert! Ich bin ursprünglich kein Ausländerhasser, sehr offen eingestellt.

Jetzt verlange ich nur eines: Straffällige Ausländer sofort raus.
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Re: Sammelthread: Deutschlands Ausländer- und Integrationpolitik

Beitrag von no1gizmo »

wuseltiger hat geschrieben:Das hat hier was von: CDU versus "der linke Flügel der SPD"... :lol:
Volltreffer :D :roll: :twisted:
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Re: Sammelthread: Deutschlands Ausländer- und Integrationpolitik

Beitrag von Ling Ling »

Diese CDU - SPD - Grünen - FDP Einordnungen haben historisch nur zu diesem jetzigen Zustand geführt. Es herrscht in Parteien ein regelrechter Fraktionszwang, man stimmt immer so ab, wie die jeweiligen Fraktionsspitzen es wollen.

Der Abgeordnete sollte in erster Linie seinem Gewissen verpflichtet sein und nicht seiner Fraktion. Das ist aber genau nicht der Fall. Deshalb gibt es so viele Entscheidungen, die kein Problem lösen sondern nur neue schaffen.

So waren die CDU/CSU und konservative Politiker in den 80ern immer dagegen, das Deutschland ein Einwanderungsland wird. Die sogenannte Linke wollte dies.

Aber nur schon der Begriff "Einwanderungsland" rief schon heftigsten Widerstand hervor. Das war mehr als doof. Einwanderungsländer sind zum Beispiel Australien, Kanada und die USA. Einwanderungsländer bieten Ausländern die Möglichkeit einzuwandern, wenn sie Voraussetzungen erfüllen. Also, Sprachkenntnisse, Ausbildung in einem benötigten Berufszweig etc.

Das man mit aller Kraft verhinderte, das Deutschland ein solches Einwanderungsland wird, verringerte die Chance, das gut ausgebildete Menschen hier her kamen. Statt dessen blieb eigentlich nur noch die Möglichkeit politisches Asyl zu beantragen. Und wie es so schön heißt, wo es viele Gesetze gibt, gibt es auch viele Verbrecher. Man lockte so viele Menschen an, die sowieso aufgrund fehlender Perspektiven im Heimatland nichts mehr zu verlieren hatten, oft wenig qualifiziert waren.

Und auf kommunlapolitischer Ebene habe ich einige konservative Kirchturmspolitiker kennengelernt, die sich am Stammtisch damit brüsteten, das die Arbeitsplätze doch den Deutschen gehörten. In ihren Betrieben waren sie aber immer gerne bereit einen Ausländer zu beschäftigen, wenn er billiger ist als ein deutscher Mitarbeiter.

Auch wenn man für eine Unterstützung der Menschen in ihren Heimatländern warb, wurde oft darauf verwiesen, das man als deutsche Firma ja nicht auf Gewinn verzichten könne. Davon würde es ja den Menschen in diesen Ländern nicht besser gehen.

Witzig daran ist, das genau die gleichen Leute später jahrelang den Arbeitern erklärten, wenn sie auf Lohn verzichten, würde es den Arbeitslosen bald besser gehen. :P

Es wird nirgendwo mehr gelogen als in der Politik.
TaugeNix

Re: Sammelthread: Deutschlands Ausländer- und Integrationpolitik

Beitrag von TaugeNix »

Naja.. Linker Flügel der SPD? Dazu habe ich in vielen Dingen eine andere Ansicht, ich gehöre keiner Partei an ;)
Zumindest stehe ich der SPD aber näher als den Konservativen, aber die Linksradikalen können mir gestohlen bleiben.

Das dazu :D

Humm, jetzt zur Aufarbeitung:
Tja, viele der Immigranten sitzten nun in der deutschen Schule und können den Unterricht nicht folgen. Ja ja, das Bildungssystem, .... ist verbesserungswürdig! Aber wäre hilfreich wenn die Schüler schonmal bei Einschulung Deutsch könnten, würde dem Bildungsstand in Deutschland sicher gut tun.
Kein Einspruch, die deutsche Sprache ist wichtig. Nur, im gleichen Atemzug zu sagen, dass europäische Ausländer weniger Integrationsprobleme bereiten, widerlegt dieser Artikel:

Italienische Schüler schlecht integriert
http://www.tagesschau.de/inland/migrantenkinder2.html
und trotzdem passt der Islam meiner Meinung nicht hier her.
Warum nicht? Warum verlassen so viele Deutsche die Kirche, den Schoß des Christentums? Warum gibt es so viele konfessionslose Deutsche? Weil Religion nicht den Menschen ausmacht, sondern der Mensch die Religion. Und auch das Christentum hat Dinge, die jeder rationale und gebildete Mensch ablehnt - so wie rationale und gebildete Moslems/Juden/Buddhisten/usw. dies auch tun.
Bildungsstand, ja. Ist es eigentlich allein unsere Aufgabe den Ausländern diese Bildung zu verschaffen?
Artikel 7 Abs. 1 GG: "Das gesamte Schulwesen steht unter der Aufsicht des Staates.".
Wer, wenn nicht der deutsche Staat? Lieber eine Koran-Schule, wo möglicherweise ein falscher Islam gelehrt wird?
Man könnte sich das Leben auch einfacher machen, ungebildete Opfer ausweisen
Diese "Opfer" sind übrigens für den Wirtschaftsaufschwung Deutschlands verantwortlich gewesen. Ob man sie nun hätte aus Fairness an ihrem erwirtschafteten Aufschwung teilhaben lassen müssen, und in welcher Form, sei mal dahingestellt. Jedenfalls sind solche Worte unangebracht und z.T. m.E. menschenverachtend.
Dumm nu, Deutschland würde sich sowas auch gar nicht trauen, zu groß die Angst vor...... Ihr wisst schon.
Nein, sag es mir. Vor wem? Vor vernünftigen Menschen, die andere Menschen nicht mehr vor das existenzielle Nichts stellen wollen, wie es die BRD z.T. schon jetzt macht? Vor dem Urteil des Wählers? Vor wem hat Deutschland Angst?

Gruss,
TaugeNix^gute Nacht, muss noch was erledigen..
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Re: Sammelthread: Deutschlands Ausländer- und Integrationpolitik

Beitrag von no1gizmo »

TaugeNix hat geschrieben: Kein Einspruch, die deutsche Sprache ist wichtig. Nur, im gleichen Atemzug zu sagen, dass europäische Ausländer weniger Integrationsprobleme bereiten, widerlegt dieser Artikel:

Italienische Schüler schlecht integriert
http://www.tagesschau.de/inland/migrantenkinder2.html
Okay, hingenommen. Dabei aber auch interessant, dass Spanier die wohl bestintegriertesten Einwanderer sind. (dabei finde ich die Mentalität von Spanier und Italiäner sehr ähnlich, komisch)

Aber Menschen aus dem Morgenland haben noch eine von uns aus gesehen entferntere Kultur und Sprache und Religion, nicht nur das, die Religion hat auch noch einen höheren Stellenwert.
TaugeNix hat geschrieben:
Bildungsstand, ja. Ist es eigentlich allein unsere Aufgabe den Ausländern diese Bildung zu verschaffen?
Artikel 7 Abs. 1 GG: "Das gesamte Schulwesen steht unter der Aufsicht des Staates.".
Wer, wenn nicht der deutsche Staat? Lieber eine Koran-Schule, wo möglicherweise ein falscher Islam gelehrt wird?
Es ist mir ehrlich egal, wenn die zur Koranschule gehen, nur bitte nicht hier in Deutschland.
Das gesamte Schulwissen - unter Aufsicht des Staates? Ja und, das ist doch gut so. Trotzdem müssen wir ja nicht ungebildete Leute importieren und diese ausbilden.

Ich glaube aber, hier haben wir uns missverstanden.
TaugeNix hat geschrieben:
Man könnte sich das Leben auch einfacher machen, ungebildete Opfer ausweisen
Diese "Opfer" sind übrigens für den Wirtschaftsaufschwung Deutschlands verantwortlich gewesen. Ob man sie nun hätte aus Fairness an ihrem erwirtschafteten Aufschwung teilhaben lassen müssen, und in welcher Form, sei mal dahingestellt.
Ja naja, die Arbeiter wurden auch entlohnt, nicht als Sklaven gehalten. Und besser entlohnt als in ihrer Heimat, sonst wären sie nicht hergekommen.
Eine ewige Dankbarkeit sollte also nicht notwendig sein, zumal es jetzt auch eher um die nachgekommende Generation ist, die halt größtenteils perspektivenlos ist und vor meiner Haustür bandenmäßig herumläuft.
TaugeNix hat geschrieben:
Dumm nu, Deutschland würde sich sowas auch gar nicht trauen, zu groß die Angst vor...... Ihr wisst schon.
Nein, sag es mir. Vor wem? Vor vernünftigen Menschen, die andere Menschen nicht mehr vor das existenzielle Nichts stellen wollen, wie es die BRD z.T. schon jetzt macht? Vor dem Urteil des Wählers? Vor wem hat Deutschland Angst?
Naja, wenn Deutschland eine Ausländerpolitik praktizieren würde, wie Australien oder Japan, käme doch gleich das "Ach guck ma, die Nazis sind wieder da". Das besonders tolle daran ist ja, dass die lautesten Stimmen hier in Deutschland aufkämen, weil die muslimischen verbände hier schon viel zu viel Macht und dementsprechend eine laute Stimme haben (wann kommt eigentlich die erste muslimische Partei an den Start?).

Oder im Bild ausgedrückt (worauf die deutsche Politik ja bekanntlich empfindlich drauf reagiert):

http://s5.directupload.net/images/080209/dm9poxke.jpg
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Re: Sammelthread: Deutschlands Ausländer- und Integrationpolitik

Beitrag von Ling Ling »

no1gizmo hat geschrieben: Ja naja, die Arbeiter wurden auch entlohnt, nicht als Sklaven gehalten. Und besser entlohnt als in ihrer Heimat, sonst wären sie nicht hergekommen.
Eine ewige Dankbarkeit sollte also nicht notwendig sein, zumal es jetzt auch eher um die nachgekommende Generation ist, die halt größtenteils perspektivenlos ist und vor meiner Haustür bandenmäßig herumläuft.

Naja, wenn Deutschland eine Ausländerpolitik praktizieren würde, wie Australien oder Japan, käme doch gleich das "Ach guck ma, die Nazis sind wieder da". Das besonders tolle daran ist ja, dass die lautesten Stimmen hier in Deutschland aufkämen, weil die muslimischen verbände hier schon viel zu viel Macht und dementsprechend eine laute Stimme haben (wann kommt eigentlich die erste muslimische Partei an den Start?).
Oder im Bild ausgedrückt (worauf die deutsche Politik ja bekanntlich empfindlich drauf reagiert):
Da stimme ich dir zu. Wer jetzt aus Deutschland auswandert macht es ja auch nur vorrangig deshalb weil er ein besseres Leben will und mit seinem Leben hier nicht zufrieden ist. Kaum einer wandert jetzt aus weil er hier sehr viel verdient und nun seine ganze Enrergie in den Dienst eines anderen Landes stellen will.

Ich finde es auch sehr merkwürdig was hier so abläuft, siehe türkische Wahl-Veranstaltung in der Köln Arena:

http://www.wdr.de/themen/politik/intern ... le=politik

Das dort vorliegende Interview bestärkt mich nur in der Meinung, das diese Kräfte nicht an einer Integration interessiert sind.

Wenn man für eine Trennung von Staat und Kirche ist und auch für die Frauenrechte eintritt, dann ist auch die Aufhebung des Kopftuchverbotes an den Unis in der Türkei bedenklich. Immerhin demonstrieren ja tausende türkischer Frauen in der Türkei dagegen. Wieso gibt man also jemandem wie Erdogan hier in Deutschland die Möglichkeit Wahlkampf zu führen? Wenn er das in der Türkei macht ist es nicht unsere Sache.

Wieso haben eigentlich so viele noch zwei Pässe, einen deutschen und einen türkischen, war da nicht mal die Diskussion, das man nur eine Staatsbürgerschaft haben darf (alles iim WDR Bericht oben)?

Ich schlage mal vor, das die CSU ihren nächsten politischen Aschermittwoch in Istanbul abhält, wäre doch auch ganz lustig, oder?

Ich will hier mal klarstellen: In meinem Freundeskreis gibt es Türken die hier voll integriert sind. Sie sind 100% in Ordnung, strenge Muslime, sie achten Recht und Gesetz, legen Wert auf eine gute Ausbildung ihrer Kinder, arbeiten in der IT-Branche, im Managment oder haben Firmen in Deutschland. Ihre Kinder sind auch integriert, haben einen internationalen Freundeskreis.
Aber es fallen eben mehr die auf, die sich hier nicht benehmen und Ärger machen. Und es ist so wie bei Deutschen auch, je niedriger die soziale Schicht, je höher die Vermehrungsrate.
Deshalb finde ich die Idee von der Linkspartei ganz gut, Verhütungsmittel kostenlos für Sozialfälle :P :P :P - zum Ausgleich dazu: auch Westerwelles Vorschlag Strom mit nur 7% MwSt zu versehen ist nicht schlecht.

In meiner Stadt gab es eine SPD-Politikerin, war sehr sozial eingestellt und sehr engagiert. Sie hatte ein Kind und sie förderte, das es seine muslimischen Schulkameraden mit nach Hause brachte. Das ging einige Monate ganz gut, sie blieben zum Essen und Spielen. Aber nach einiger Zeit wurde ihr Kind mit dem Messer bedroht, wurde beklaut und hatte nur noch Angst. Auch die Dame selbst war nun in der Klemme, hatte sogar selber Angst.

Ein anderer Bekannter hatte Jahre in Afrika gearbeitet und sprach Marrokanisch. Er war ein großer Fan dieser Kultur und der Menschen dort und lachte immer über die Borniertheit, Überheblichkeit der Deutschen im Umgang mit Arabern oder Afrikanern. Er konnte sich sehr gut in die Menschen dort vor Ort hineinversetzen und verstand, warum sie sich so verhalten. Nur, er konnte die Sprache und er ließ sich nicht verarschen, also hatten alle Kinder hier Respekt vor ihm.

Nur nett sein hilft nicht viel, man muss verstehen wie der andere tickt und wenn es in die falsche Richtung geht, muss man auch als Staat den Mut aufbringen Dinge wieder zu korrigieren.

Und wovor man Angst hat? Das kann ich auch beantworten, vor der Presse. Sowie sich einer vorwagt, wird auf ihn eingeschossen. Vor einigen Monaten wurde bei Verbrechen nicht über die Nationalität berichtet. Die Personenbeschreibungen sind dann so wie: Dunkelhaarig, gelockt, ...
Dann, als die Bild vor drei Wochen die ganzen Ausländerdelikte anprangerte, da schrieben die anderen Zeitungen plötzlich wieder die Herkunft der Täter in ihren Artikeln. Wenn was passierte, stand da nun türkische Jugendliche ... . Zum Beispiel im Kölner Stadtanzeiger. Jetzt, einige Wochen später, ist es wieder so dass nur noch von Jugendlichen gesprochen wird.

Genau so ein Verhalten führt dazu, dass es als feige gedeutet wird. Viele würden ja gerne, aber keiner macht das Maul auf, nur wenn dann mal eine Bildzeitung vorn weg läuft, dann traut man sich. Das ist doch schon ein Skandal an sich, das sich die Presse in ihrer ängstlichen Selbstzensur nach der Bildzeitung richtet, nach so einem Revolverblatt.

In einer Nachricht ist es wichtig, alle verfügbaren Informationen ohne Wertung zur Verfügung zu stellen. Wenn man Informationen weg lässt, deren Angaben rechtlich möglich sind, zensiert man sich selbst. Außerdem ist das eine Manipulation des Lesers, also keine Nachricht mehr sondern eine wertende Darstellung. Damit will man in diesen Fällen wohl Ausländerfeindlichkeit verhindern. Das Gegenteil erreicht man damit, man schafft eine Atmosphäre, in der man der Presse nicht mehr glaubt sondern ihr unterstellt oder der Politik unterstellt, man hätte Angst die Wahrheit zu schreiben.

Die schlimme Konsequenz, es entstehen Informationsstrukturen die nicht mehr öffentlich sind. So dürften meiner Meinung nach no1gizmo Standpunkte weit verbreitet sein. Nur spricht man es eben nicht offen aus.

Genau das ist der Nährboden für Rechtsradikale, die sich dann als die wahren Vertreter des Volkes geben.

Der KStA schrieb heute zur Forderung Erdogans nach türkischen Schulen: "Der Kanzlerin war das offenbar keinen deutlichen Widerspruch wert. "
http://www.ksta.de/html/artikel/1201184459794.shtml

Das ist es, was zu den Eindrücken führt, man hätte Angst.

Auf ntv war heute eine Umfrage ob es türkische Schulen in der BRD geben solle oder nicht. 96% waren dagegen (Zwischenstand).
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Re: Sammelthread: Deutschlands Ausländer- und Integrationpolitik

Beitrag von no1gizmo »

@Ling Ling, das ist doch genau das, worauf ich hinaus wollte! :!: :idea: Daumen hoch.
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Re: Sammelthread: Deutschlands Ausländer- und Integrationpolitik

Beitrag von Ling Ling »

@no1gizmo: Dann siehst du auch ein, das es umgekehrt auch nicht so schön ist wenn du davon träumst, das du mit deinem Auto durch Shanghai bretterst und die Deutschlandfahne hinten drin hast.
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Re: Sammelthread: Deutschlands Ausländer- und Integrationpolitik

Beitrag von no1gizmo »

Ling Ling hat geschrieben:@no1gizmo: Dann siehst du auch ein, das es umgekehrt auch nicht so schön ist wenn du davon träumst, das du mit deinem Auto durch Shanghai bretterst und die Deutschlandfahne hinten drin hast.
Wenn ich das mache, dann ist das asozial im höchsten Maße. Ich würde mich dann nicht wundern, wenn ich ausgewiesen werden würde oder ein paar Nächte im Knast verbringen würde oder so.
Will heißen, ich würds wohl tun - weil ich persönlich einfach behämmert bin - aber mich nicht über Konsequenzen wundern.

Allerdings würde ich auch nicht nach China, Taiwan oder wo hin auch immer um dort mich ins soziale Netz zu hängen (das gibts dort nicht, oder wenn doch, dann nicht für mich), sondern Geld und Qualifikation ins Land bringen.

Wenn die Migranten aus dem Morgenland (über die anderen sag ich nichts, weil die kein Problem darstellen) nicht unser soziales Netz mehr belasten würden, als dass sie hier Arbeitsplätze schaffen oder Geld mit ins Land schleusen, dann würde ich echt nichts sagen.

Ich finde es ja auch bedenklich (obwohl ich mich selbst ja auch assig verhalten - siehe diese BWM-Aktion), wie sich Engländer oder Deutsche auf Ibiza usw. aufführen, auch Auswanderer nach Spanien bauen dort ihre deutschen Dörfer zusammen. ABER es gibt immerhin noch den einen Unterschied, dass die Urlauber und auch Auswanderer Geld mit ins Land bringen und nicht auf Kosten der Einheimischen Leben.
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Re: Sammelthread: Deutschlands Ausländer- und Integrationpolitik

Beitrag von TaugeNix »

no1gizmo hat geschrieben:Es gibt immerhin noch den einen Unterschied, dass die Urlauber und auch Auswanderer Geld mit ins Land bringen und nicht auf Kosten der Einheimischen Leben.
Sorry, nur kurz (muss lernen, morgen schreib ich auf der Arbeit mal mehr):
Tun das wirklich alle Auswanderer? Solche Thesen halte ich nicht nur für höchst bedenklich, sondern vielmehr für schlicht falsch.
Um es statistisch auszudrücken: im Jahr 2003 waren 550.000 Ausländer arbeitslos, das entspricht einer Quote von 22%, also etwa die doppelte Quote der "deutschen" Arbeitlosen. Nun, mit 550.000 stellen die Ausländer in 2003 etwa 13% aller Arbeitslosen.

Sicher, dass ist überproportional viel. Aber gleichzeitig muss man eben sehen, dass von allen Arbeitslosen "nur" 13% Ausländer sind. Und ich habe keine Statistik entdeckt, wie dies aussieht, wenn man eingebürgerte Ausländer mit in die Statistik mitaufnimmt, schätze aber, es wird maximal einen Anstiegt von 3-4% ausmachen, da dort auch die schon seit Jahren "in Deutschland angekommenen" und vollerwerbstätigen eingerechnet werden müssen.

Was sagst du übrigens zu deutschen Schulen im Ausland?!

Naja, wir werden auf keinen grünen Zweig kommen, unsere Ansichten liegen weit auseinander.
Ich sehe nach wie vor keinen Grund, Ressintements gegenüber Ausländern zu entwickeln, sondern vielmehr Ressintements gegenüber der deutschen Bildungspolitik.

Wie dem auch sei, ich muss jetzt lernen..

Gruss,
TaugeNix^sieht die Probleme in Deutschland an anderen Stellen..
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Re: Sammelthread: Deutschlands Ausländer- und Integrationpolitik

Beitrag von Linnea »

Ling Ling hat geschrieben:Und es ist so wie bei Deutschen auch, je niedriger die soziale Schicht, je höher die Vermehrungsrate.
Deshalb finde ich die Idee von der Linkspartei ganz gut, Verhütungsmittel kostenlos für Sozialfälle
Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich dadurch etwas an der Situation ändern wird. Die Frage ist doch, wieso bekommen Personen aus bestimmten sozialen Schichten mehr Kinder als Personen aus anderen Schichten.
Grundsätzlich würde ich davon ausgehen, dass eine Person aus einer niederen sozialen Schicht dadurch, dass sie ein Kind hat ihre Rolle aufwertet. Das Kind bringt Sinn oder eine Aufgabe ins Leben und nicht zuletzt erhielten Familien bis zur Einführung des Elterngeldes Anfang 2007 auch zwei Jahre lang monatlich 300€ Erziehungsgeld, das nicht auf andere Sozialleistungen angerechnet wurde. Dazu kommt, dass es seit es bei, ALGII die Regelung gibt, dass man bis 25 im Haushalt der Eltern wohnen muss wenn man davon abhängig ist, ein Kind für einige einen sicheren Weg darstellt eine eigene Wohnung finanziert zu bekommen. Ein Kind stellt hier in vielen Fällen eine finanzielle Verbesserung gegenüber der Tatsache kein Kind zu haben dar - ich glaube nicht, dass da kostenlose Verhütungsmittel großartig etwas verändern würden.
Oder fragen wir anderes herum: Wieso bekommen Akademiker vergleichsweise wenige Kinder und diese auch vergleichsweise spät? An den Finanzen sollte es doch eigentlich nicht scheitern. Aber: Bis zur Einführung des Elterngeldes 2007 haben Familien, bei denen nicht beide Partner nach der Geburt des Kindes sofort wieder voll arbeiten gegangen sind, immer gewaltig draufbezahlt und haben keine sichtbaren fianziellen Aufschwung durch ein Kind erfahren (das tun sie streng genommen heute noch, aber zumindest für ein Jahr wurde der Wegfall eines Gehalts vermindert). Dazu kommt sicherlich auch, dass man sich wohl eher mit einem Beruf identifizieren kann auf den man vielleicht jahrelang hinstudiert hat, als damit so schnell wie möglich wieder beim Discounter Regale abzustauben. Und so weiter...
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Re: Sammelthread: Deutschlands Ausländer- und Integrationpolitik

Beitrag von no1gizmo »

TaugeNix hat geschrieben: Um es statistisch auszudrücken: im Jahr 2003 waren 550.000 Ausländer arbeitslos, das entspricht einer Quote von 22%, also etwa die doppelte Quote der "deutschen" Arbeitlosen. Nun, mit 550.000 stellen die Ausländer in 2003 etwa 13% aller Arbeitslosen.
Die doppelte Quote der deutschen Arbeitslosen, "schön" sag ich dazu nur. Diese Quote haben wir uns hier hergeholt, wieder "schön"!
TaugeNix hat geschrieben: Sicher, dass ist überproportional viel.
:!:
TaugeNix hat geschrieben: Und ich habe keine Statistik entdeckt, wie dies aussieht, wenn man eingebürgerte Ausländer mit in die Statistik mitaufnimmt, schätze aber, es wird maximal einen Anstiegt von 3-4% ausmachen, da dort auch die schon seit Jahren "in Deutschland angekommenen" und vollerwerbstätigen eingerechnet werden müssen.
So eine Statistik wirst du nicht finden. Wer einmal einen deutschen Pass hat und als Deutsch gilt, bleibt auch Deutsch und wird genauso behandelt wie alle anderen Deutschen.

einer Meinung nach liegt die Quote höher als 3-4%.
TaugeNix hat geschrieben: Was sagst du übrigens zu deutschen Schulen im Ausland?!
Die deutschen Schulen dienen den deutschen Einwanderen in das Land. Diese leben nie nie niemals von dem sozialen Netz, sondern schaffen Arbeitsplätze oder arbeiten in einheimischen Unternehmen. Außerdem schicken die Deutschen ihre Kinder in die Schule, damit sie nicht völlig den Anschluss verpassen (weil die einheimischen Schulen halt Grütze sind) oder weil sie eine spezielle Ausbildung in Deutsch nutzen wollen, weil sie eh wieder nach Deutschland zurückkehren werden.
TaugeNix hat geschrieben:..sieht die Probleme in Deutschland an anderen Stellen..
Zusätzliche Stellen kommen nur hinzu, natürlich ist die verfehlte Ausländerpolitik nur ein Punkt auf der Liste.
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