no1gizmo hat geschrieben:
Der Artikel ist wirklich interessant und spiegelt weitgehenst meine Erfahrung wieder.
Das ist auch kein Wunder, wird der Artikel doch von der konservativen FAZ publiziert.
Auch ist die Autorin nicht unumstritten, da sie u.a. gegen den Bau von Moscheen in Deutschland ist, auch wird ihr mittlerweile Populismus und unwissenschaftliche Arbeit vorgeworfen (Quelle:
http://zeus.zeit.de/text/2006/06/Petition).
Wiederum nur eine Bestätigung dessen, was ich eingangs schon zu Medien gesagt habe.
Insgesamt ist es ein Armutszeugnis, wie weit in Deutschland die Islamophobie vorangeschritten ist, ähnlich wie die "Sinophobie" voranschreiten wird.
Wie dem auch sei - es ist nicht zu bestreiten, dass Ausländer jeglicher Nationalität einen anderen Kulturhintergrund mit sich bringen. Jedoch: in meinen Augen ist die Integrationspolitik deshalb noch lange nicht gescheitert, wenn man Ausländern einen Kern ihrer Kultur zubilligt, solange dieser nicht mit den Werten der freiheitlich demokratischen Grundordnung entgegensteht.
"Probleme" mit ausländischen Jugendlichen mögen subjektiv ein Bewertungsmaßstab sein, sind aber nicht geeignet, allgemeingültige Aussagen zu treffen.
Der ungehinderte Zuzug ist seit langem eigentlich kein Thema mehr, vielmehr ist es nun so, dass wir allein qualifizierte Arbeitskräfte anwerben wollen - diesen aber ob eine Bildungsmisere in Deutschland kaum "Spitzenjobs" anbieten können, da Forschung usw. abwandern.
Auch um das Problem der Überalterung in den Griff zu bekommen, braucht Deutschland einen auslädnischen Zuzug in gewissem Maße.
Dass es auch solche Deutsche gibt, mag ja sein, müssen wir uns dann auch noch welche zusätzlich ins Land holen?
Sag mal, liest du eigentlich auch weiter?!
Wir HOLEN die nicht mehr ins Land, es ist lediglich ein geringer Familiennachzug.
Und dieser ist schon schwierig genug.
Fehler in der Vergangenheit streite ich nicht ab.
Wann Überfremdung geschieht, ist eine Frage, wofür man einen neuen Thread aufmachen kann. Die Gefahr der Überfremdung ist aber gegeben.
Übrigens nicht von Ausländerquoten alá 10% blenden lassen. Gibt auch viele Türken, Albaner mit deutschem Pass, die aber so gar nicht die deutsche Kultur leben oder eine deutsche Mentalität haben. Eine Ausländerquote lässt sich daher wie eine Arbeitslosenquote beschönigen.
Ich lasse mich mit Sicherheit nicht von den Quoten blenden.
Es geht mir nur darum: ich habe viel Kontakt zu Emigranten, und diese sind in Deutschland "angekommen". Auf der anderen Seite kenne ich auch Deutsche, die das Deutschtum ablehnen.
Willst du die auch ausweisen? Wer ist Deutscher? Wer ist Fremder? Derjenige, der keine deutsche Ahnenreihe vorweisen kann?
Ausserdem: eine Kulturvielfalt ist nicht zwangsläufig schädlich. Allein die Bildungsarmut und monetäre Armut ist schädlich für eine soziale Gesellschaft, die sowohl Deutschen als auch andere Nationalitäten in Deutschland erfasst hat.
Übrigens:
Es ist keine gewagte Theorie, dass ich die Gesamtverantwortung der Gesellschaft für jeden einzelnen Menschen in Deutschland aufstelle. Es ist Kern unserer Verfassung. Und damit in jedem Gesetz (egal ob StGB, usw.) zu finden. Zumindest Teile davon..
Es geht darum, dass Franzosen fast die gleiche Kultur hat wie wir und sich daher leicht integriert, genau wie ein Italiäner usw.
Das ist wieder Unsinn.
Ein Franzose hat vielleicht eine ähnliche Kultur, aber wenn wir Kulturen abgrenzen wollen - dann hat der Franzose eine andere Kultur. Die nicht mehr oder weniger "kompatibel" ist, wie die "Islamische Kultur" zu der unsrigen. Ein Franzose kann ebenso stur nach seiner Kultur leben und damit in Deutschland anecken, so wie ein Bayer z.T. nicht in Norddeutschland aufgenommen wird in die Gesellschaft (jaja, ich kenne solche Fälle).
Was folgert man daraus? Das der Franzose sich anzupassen hat. Ebenso wie der Türke. Und seine Kultur nur soweit mitbringen darf, wie es uns "nützt"? Oder lassen wir dem Franzosen den Kern seiner Kultur/Religion usw., nur zeigen ihm wo die Grenzen sind?
Warum ist eine Moschee schlimm? Ich könnte Sonntags manchmal ob des sakrale Geläuts der Kirchen gegenüber zum Massenmörder werden..
Nein, Probleme entstehen dadurch, dass durch fehlende Bildung (auf beiden Seiten) eine Armut entsteht, die in Feindlichkeiten umschlägt. Und wenn ich mit islamischen Freunden rede, dann werden die bei Kopftüchern/Ehrenmorden/usw fuchsteufelswild, weil das nicht der ISLAM ist, sondern die Ungebildetheit einiger Leute. Also: fehlende Bildung, erneut.
UNSERE Aufgabe? Der Gastgeber passt sich dem Gast an?

Damit andere -Gäste- unsere Kultur leichter aktzeptieren können - meinst du das ernst??
Du scheinst meine Worte nur zu überfliegen.
Ich sagte: Aufgabe des deutschen Volkes ist es dann, unsere Kultur, Religion (warum auch immer) und Rechtsverständnis eben so darzustellen, dass die anderen Völker diese gerne adaptieren. Also: Vorzüge herausstellen, und wenn es welche gibt, werden diese überzeugen.
Wenn nicht, muss man aus vielleicht überzeugenderen Ansichten und Ansätzen lernen.
Naja, wir werden da auf keinen grünen Ast kommen.
Unsere Denkweisen sind zu verschieden.
Darf ich dich fragen, wo du aufgewachsen bist? Ich bin aufgewachsen in Frankfurt, einem Kindergarten, wo europäische und nicht-europäische Kinder aufeinandertrafen.
Gruss,
TaugeNix^guckt jetzt BuLi und muss danach weiterlernen..