Was würde eigentlich passieren, wenn....

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siedenderschnee
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Re: Was würde eigentlich passieren, wenn....

Beitrag von siedenderschnee »

chinavelo hat geschrieben:Richtig: zum vollen IATA-Tarif. Aber warum soll er denn zahlen? Er wird doch ausgewiesen! Und wer den Flug reserviert muß zahlen, und die Reservierung erfolgt von chinesischer Seite. Die Airline muß sich mit der Bezahlung an die chinesischen Behörden wenden. Unser Freund bekommt den Flug geschenkt!
Wenn die Chinesen gemein wären, könnten sie ihn auch in ein Flugzeug nach Kabul setzen und die Taliban davon unterrichten. Und von dort soll er selbst sehen wie er weiter kommt. Immer noch Lust in China zu demonstrieren?
Bernd
So viel ich weiß muss man selber die Kosten übernehmen. Für jeden nicht EU Ausländer z.B.,der in Deutschland studieren möchte, muss zuerst ein Konto eröffnen, auf dem 1600 Euro gesperrt werden müssen während seines Aufenthalts in D. Und falls der Student einestages ausgewiesen werden muss, setzt man diese 1600 ein, um ihm ein Flugticket nach seinem Heimatland zu besorgen.
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Re: Was würde eigentlich passieren, wenn....

Beitrag von no1gizmo »

Ja ich würde es dann aber als Tourist versuchen mit 30 tage Visum :wink:
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Re: Was würde eigentlich passieren, wenn....

Beitrag von siedenderschnee »

no1gizmo hat geschrieben:Ja ich würde es dann aber als Tourist versuchen mit 30 tage Visum :wink:
Ich habe selber Erfahrung am Flughafen München gemacht.

Meine Aufenthaltserlaubnis in D. erlosch selbsttätig nach meinem über 6-monatigen Aufenthalt in China obwohl die Frist eigentlich nicht abgelaufen war. Ich wusste nichts davon und versuchte einzureisen. Am Flughafen München wurde mir mitgeteilt, dass ich nicht einreisen durfte und musste so schnell wie möglich nach China zurück fliegen. Ich sagte ich hab nicht genug Geld dabei um ein Flugticket am nächsten Tag zu kaufen. Die Polizei sagte mir das hat mit ihnen nichts zu tun und wenn ich kein Geld habe muss Lufthase zuerst dafür zahlen, Hauptsache sofort zurück.
Ich war in der Wache vor Ort um ein Dokument zu unterschreiben. Mein Pass wurde mir vorläufig entzogen und Ich musste auf der Bank im Flughafen übernachten. Das war zwar keine offizielle Ausweisung, jedoch auch etwas ähnlich in der Art. Ich wurde bis zum Gate von einem Polizisten begleitet, durfte beim Boarding den special channel benutzen und als überhaupt erster Passagier in die Maschine einsteigen. Am Beijinger Flughafen wurde ich dann beim Ausstieg von der chinesischen Polizei begrüßt, die schon vorher informiert worden war und meinen Pass auch schon von dem Kapitän weitergeleitet bekommen hatte.
Wurde dann wieder in die Wache geführt und dort 2 Stunden gehalten für die Vernehmung...

Und für das Rückflugticket habe ich ungefähr 1200 Euro bezahlt.
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Beitrag von no1gizmo »

ui das is dumm gelaufen und stelle ich mir echt hart vor, erst im Flughafen übernachten und dann 10 Studen mit dem Flugzeug zurück, dann dort auf Wache abhängen und dann wieder zurück, echt heftig.

Kaum zu glauben was die für nen Aufstand machen wegen eines abgelaufenem Datums :?
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Beitrag von siedenderschnee »

no1gizmo hat geschrieben:ui das is dumm gelaufen und stelle ich mir echt hart vor, erst im Flughafen übernachten und dann 10 Studen mit dem Flugzeug zurück, dann dort auf Wache abhängen und dann wieder zurück, echt heftig.

Kaum zu glauben was die für nen Aufstand machen wegen eines abgelaufenem Datums :?
Also dann ein Tipp für dich:Immer soviel Geld dabei haben, das für ein Rückflugticket ausreicht.
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Mal im Ernst

Beitrag von sonero-1 »

Hi,

wie schon geschrieben wurde, ausser einigen unangenehmen Nächten auf Volkes Kosten und dann sofortiger Ausweisung dürfte einer Langnase nicht viel passieren.

Allerdings können alle Chinesen im Umfeld richtig Probleme bekommen. Das vergessen die "mutigen" Journalisten gerne, ignorieren es oder was auch immer.
Es sind ja schon so einige Fahrer, Dolmetscher oder sonstige Helfer von westlichen Journalisten verschwunden, im Knast oder Krankenhaus gelandet.

Das muß nun keine so blödsinnige Aktion wie hier sein (im Scherz kommt man aber schon auf solche Gedanken) sondern man kann seine chinesischen Freunde auch mit Kleinigkeiten in Schwierigkeiten bringen. Z.B. mal eben den Artikel "Die Wahrheit über "$beliebiges Reizthema" an die ach so anonyme hotmail-Adresse senden. Ruft der chinesische Freund diese auch oft von zuhause ab, ist sie auch dem Anschluss zugeordnet, Cisco sei Dank.

Ich will nicht schwarzmalen und obiges Szenario kann harmlos ausgehen (wer weiß wie gut die Kontrolle bei Emails wirklich funktioniert?).
Ich bin auch kein Chinabasher aber Realist.
Sicher ist die Überwachung lückenhaft und mutet manchmal vor allem für Ausländer fast albern an aber manchmal zeigt die Obrigkeit eben doch mal die harte Hand.

Wir können uns da sicherlich viel leisten aber seht bitte zu, daß Ihr dann keine Chinesen mit reinzieht.

Ich hatte übrigens selbst auch mal ein im Nachhinein schmunzelnswertes Erlebnis.
Seit ein paar Monaten hatte ich einen chin. Führerschein und kam auch inzwischen bestens mit dem Verkehr in BJ klar. Ich hatte so einen weissen Citroen wie die 1,60 Taxen als Firmenmietwagen, den ich auch privat nutzen durfte. Irgendwo im Norden vom 3. Ring, Kreuzung voll aber es lief. Ich hatte grün, da kommt ein schwarzer Santana (für ihn war rot), fährt auf die Kreuzung und drängelt sich durch. Dann war er gerade dabei, mir vor die Nase zu fahren und ich habe Gas gegeben, gehupt und bin mit einem leichten Schlenker ca. 10cm vor seiner Stoßstange vorbei. Er musste scharf bremsen, sehr scharf, auch wenn das alles bei max 30 km/h abging.
Ha, was für ein Spaß, der blöde Penner mit seinem albernem blauen Blinklicht im Kühlergrill, ich lass mich doch nicht verarschen!
Nunja, das war wohl Militärpolizei wie ich dann erfahren habe...
Im Nachhinein keine gute Idee, ich hatte auch Chinesen im Auto. Deren Lachen über die Situation war wohl nur teilweise echt.
Naja, als routinierter deutscher Autofahrer fährt man in China entweder besser Taxi oder wird früher oder später zum verkehrstechnischen Hulk.

Gruß,
Norbert
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Re: Was würde eigentlich passieren, wenn....

Beitrag von sonero-1 »

Hi,

@siedenderschnee:

Ich glaube Du weisst inzwischen was da falsch lief?
Nach 6 Monaten im Ausland erlischt eine AE, auch wenn sie länger gültig gewesen wäre.
Mit einer halbwegs vernünftigen Begründung (die Du bestimmt gehabt hättest und sei es Auszeit vom Studium wegen Heimweh) bekommt man eine Bescheinigung von der ABH, um länger wegbleiben zu dürfen.
Dabei geht es weniger um die Begründung sondern darum, die ABH rechtzeitig davon zu informieren.
Vermutlich geht das sogar noch aus dem Ausland, Fax an ABH:"Ich möchte länger bleiben wegen...".

Du bist nicht der Erste, der damit auf die Nase gefallen ist und wenn es so wie bei Dir läuft, ist es natürlich besonders übel.
Ich verstehe auch den Grund für diese Regel nicht so ganz, vor allem weil es so einfach ist, sich für länger als 6 Monate aus D "abzumelden", ohne die AE zu verlieren.

Gruß,
Norbert
Ling Ling
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Re: Was würde eigentlich passieren, wenn....

Beitrag von Ling Ling »

Da stellt sich die Frage, was ist Freiheit?

Stellen wir uns mal vor, du würdest dich alleine mit einem Protestschild in Deutschland auf eine Fußgängerzone stellen. Im Normalfall gehen die Leute vorbei und denken, du bist nicht ganz dicht. Es würde sich nichts ändern weil du alleine bleibst.

In der DDR blieben die Leute mit den Schildern nicht alleine und es fiel die Mauer.

Freiheit ist also ziemlich nutzlos, wenn man darunter nur versteht jederzeit alles sagen oder schreiben zu können, aber sich dadurch absolut nichts ändert.

Eigentlich geht es also nicht um Meinungsfreiheit, sondern darum, das einzelne Menschen durch Aktionen und öffentliche Äußerungen Änderungen herbeiführen können.

Theoretisch ist also deine "Macht" Einfluss zu nehmen in China größer als in Deutschland. Du darfst dich eben nur nicht erwischen lassen :P :P :P . Aber selbst wenn du erwischt wirst, kommst du in die Presse, garantiert. Immerhin, du hättest eine Schlacht gewonnen, aber den Krieg verloren.

Daraus würde ich mal folgern, das man diese "Macht" nicht so einsetzt das man selbst angreifbar wird. Vielleicht ist es sogar besser, auf diese ganz zu verzichten. So kann man Vertrauen gewinnen und auch die überzeugen, die einen sonst ganz schnell mundtot machen könnten.

Sun Tsu: "Daher beweisen jene, die jede Schlacht gewinnen, nicht wirklich höchstes Geschick - jene, die die gegenerische Armee hilflos machen, ohne es zu einem Kampf kommen zu lassen, sind die wahrhaft Vortrefflichen."

(aus Sun Tsu, Unbesiegbarkeit durch innere Meisterschaft, Verlag Hermann Bauer, Freiburg 1997)
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jd
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Re: Was würde eigentlich passieren, wenn....

Beitrag von jd »

Ling Ling hat geschrieben:Daraus würde ich mal folgern, das man diese "Macht" nicht so einsetzt das man selbst angreifbar wird. Vielleicht ist es sogar besser, auf diese ganz zu verzichten. So kann man Vertrauen gewinnen und auch die überzeugen, die einen sonst ganz schnell mundtot machen könnten.

Sun Tsu: "Daher beweisen jene, die jede Schlacht gewinnen, nicht wirklich höchstes Geschick - jene, die die gegenerische Armee hilflos machen, ohne es zu einem Kampf kommen zu lassen, sind die wahrhaft Vortrefflichen."

(aus Sun Tsu, Unbesiegbarkeit durch innere Meisterschaft, Verlag Hermann Bauer, Freiburg 1997)
Cool 8) ,

ein perfekter Anfang :idea: für einen neuen Thread über die 36 Strategeme der Chinesen (vgl. z. B. http://www.36strategeme.ch/traktat.htm) und praktische Beispiele aus dem Alltag. :)

Jens David,
der in Freiburg i. Br. an der Quelle sitzt, was die Strategemforschung angeht
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Re: Was würde eigentlich passieren, wenn....

Beitrag von sonero-1 »

#### Beitrag vom Admin gelöscht ####
Ling Ling
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Re: Was würde eigentlich passieren, wenn....

Beitrag von Ling Ling »

sonero-1 hat geschrieben:Deinen Weg der Schlussfolgerungen finde ich etwas abstrus, das Ergebnis teile ich aber ;-)
Bist Du Chinese? Das würde es erklären.

China mit der DDR zu vergleichen ist absurd.
Habe nicht die Absicht gehabt die DDR mit China zu vergleichen, freut mich aber, das du feststellst, das ein nicht demokratisches System in Deutschland viel gründlicher kontrolliert als ein chinesisches in China. Wenn Herr Schäuble das erfährt, kann er endlich wieder ruhiger schlafen. :P :P :P

Ich bin zwar kein Chinese, aber wieso würde das absurde Schlussfolgerungen erklären? Ist es nicht absurd aus absurden Schlussfolgerungen zu folgern, das sie nicht von einem Deutschen sind? Vielleicht weil wir Deutschen viel gründlicher sind, zum Beispiel beim Kontrollieren? :P :P :P
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Re: Was würde eigentlich passieren, wenn....

Beitrag von HK_Yan »

@siedenderschnee:

Ich glaube Du weisst inzwischen was da falsch lief?
Nach 6 Monaten im Ausland erlischt eine AE, auch wenn sie länger gültig gewesen wäre.
Das kann schneller passieren als man denkt. Wenn z.B. ein Chinese mit befristetem D Visa hauefig aus D aus- und einreist - und bei einer Ausreise der Pass nicht gestempelt wurde. Dann ist man offiziell nicht ausgereist und hat dann schnell sein Soll ueberschritten.
freut mich aber, das du feststellst, das ein nicht demokratisches System in Deutschland viel gründlicher kontrolliert als ein chinesisches in China.
Das liegt nicht am fehlenden Willen sondern an den Fachkenntnissen der Polizei. Die sind einfach zu dumm dazu.

Uebrigends wurde Spiderman Alain Robert aus China ausgewiesen und fuer 5 Jahre verbannt nachdem her den SH Jin Mao raufgeklettert ist.....

http://en.wikipedia.org/wiki/Alain_Robert
http://english.peopledaily.com.cn/20070 ... 80065.html

Trotzdem war er gerade wieder in China zum Bergsteigen:

http://www.theage.com.au/news/world/chi ... 48267.html
http://www.shortnews.com/start.cfm?id=66654
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Re: Was würde eigentlich passieren, wenn....

Beitrag von sonero-1 »

Hi,

@Ling Ling:
Nun ja, abstrus (nicht absurd) ist für mich der Gedankengang, daß man durch die "Exklusivität" einer Meinungsäusserung mehr erreichen würde.
Die Bauern, die darum kämpfen, ihre rechtmässige Entschädigung für ihre durch den Staudamm oder Industrieansiedlungen zerstörte Existenz zu bekommen, dürften da andere Erfahrungen gemacht haben.
Dringt man aber durch, erregt es aber natürlich mehr Aufsehen.
Egal, darüber brauchen wir nicht zu streiten. Ich finde es schräg gedacht aber keineswegs absurd.
Einem Chinesen würde ich so eine Denke eben eher zutrauen ;-)

Ich fürchte die perfektere Überwachung in der DDR hat tatsächlich was mit Gründlichkeit und Pflichtbewusstsein zu tun.
Oder nehmen wir das IM-System: Welcher Chinese würde riskieren, seine Beziehungen im Umfeld zu versauen um dem Staat zu dienen?
Andererseits gibt es eben auch viel weniger Idealisten, die ihren Hals riskieren würden um gegen die Obrigkeit anzugehen. Ergo braucht man sie alle nicht so heftig überwachen, solange sie mehr hinter Geld und Karriere her sind als hinter Demokratie oder Pressefreiheit. Das kann man nicht Essen oder Anziehen, verzocken kann mans auch nicht und einen Audi A4 bekommt man dafür auch nicht.
Das kann schneller passieren als man denkt. Wenn z.B. ein Chinese mit befristetem D Visa hauefig aus D aus- und einreist - und bei einer Ausreise der Pass nicht gestempelt wurde. Dann ist man offiziell nicht ausgereist und hat dann schnell sein Soll ueberschritten.
Wenn man die Regel kennt und dann nicht darauf achtet, daß man das alles nachweisen kann, das ist eigentlich noch dusseliger als die Regel gar nicht zu kennen.

Gruß,
Norbert
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Re: Was würde eigentlich passieren, wenn....

Beitrag von Ling Ling »

@sonero-1
Vielleicht habe ich mich falsch ausgedrückt. Es ist nicht die Exklusivität einer Meinung.

Nehmen wir mal an es gibt viele Leute mit der Meinung A, aber keiner wagt sie zu äußern. Würde man nun ohne Strafe zulassen, das jemand die Meinung A äußert, würden es mehr Leute werden die sich äußern. Das es eine Strafe gibt zeigt aber, das sich Entscheidungsträger vor der Meinung A fürchten und sie sich durch diese bedroht sehen.

Ist es aber so, das es überhaupt keine Rolle spielt wenn viele Menschen die Meinung A öffentlich von sich geben, weil davon die Entscheidungsträger nicht gefährdet werden können, erfolgt auch keine Strafe.

Dabei denke ich an folgende Situationen:

In den 60er und 70er Jahren waren Studentenproteste oft sehr heftig. Die Polizei, Hochschuldirektoren, Vertreter des Staates bezogen Stellung gegen diese Proteste. Dadurch erhielten die Protestaktionen erst Zielpersonen, gegen die sie demonstrieren konnten.

Heute ist es so, das auf Proteste meistens mit Verständnis reagiert wird. Zur Zielscheibe macht sich höchstens jemand, der bis dahin völlig unbekannt ist und hofft so in die Medien zu kommen.

Aber niemand übernimmt die Verantwortung und sagt er könne etwas ändern. Die Verantwortungen werden immer im Kreis weiter geschoben, am Ende ist keiner zu fassen, die Proteste laufen ins Leere. Zum Beispiel die Deutsche Bahn und die Stillegung von Strecken. Die Bahn sagt, die Länder und Kommunen wären zuständig. Die Länder und Kommunen sagen, der Bund würde ihnen für den Erhalt der Strecken kein Geld geben, der Bund sagt aber, die Kommunen würden Geld bekommen es nur nicht dafür ausgeben. Die Bahn sagt, der Bund würde den Ländern das Geld geben ...
Egal an wen man sich wendet, er schiebt die Schuld auf jemanden anderen. Das kann man überall sehen, bei den Strompreisen, Gas-, Benzinpreisen, ...
Man kann die Meinung haben das Zugstrecken nicht stillgelegt werden sollen, aber egal an wen man den Protest richtet, die Hauptaufgabe ist nicht mehr der Protest sondern den Adressaten dafür ausfindig zu machen.

Eine andere Methode ist das man Meinungen mit Ideologien mischt. So war das zum Beispiel bei meinem Studium. Die Bedingungen verschlechterten sich und die Studenten wollten sich an unserer Hochschule dagegen wehren. Also begann man spontan mit Unterschriftenlisten, man traf sich und überlegte wie man Streiken könnte. Wir hatten alle ein Ziel: Wir wollten uns gegen die Verschlechterung der Studienbedingungen wehren und deshalb protestieren. Dann wurden von einzelnen Gruppen Forderungen angehängt die mit dem ursprünglichen Protest nichts zu tun hatten. Sie lieferten je nach politischer Richtung Erklärungen für die Verschlechterung der Studienbedingungen und daraus wurden weitere Forderungen abgeleitet. Es kam zur Spaltung des Protestes. Die ersten Studenten wollten dann nicht mehr mitmachen weil sie diese Forderungen nicht unterstützen wollten und einem anderen politischen Lager angehörten. Am Ende passierte dann ... nichts, nur die Studienbedingungen wurden schlechter.

Wenn man solche Methoden und Strategien einzusetzen weiß, kann man weitestgehend auf den Einsatz von rigorosen Methoden verzichten.
hifi
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Re: Was würde eigentlich passieren, wenn....

Beitrag von hifi »

Ja, Eure Diskussion hier ist wirklich sehr interessant.

Für ein Langnase ist das Demostrieren in China eigentlich nicht so problematisch. Dabei wird man vermutlich nicht mal von eigener Polizei begrüßt, wenn man aus China verwiesen wird. Nur dass man dannach nicht mehr wieder in das Land verreisen kann. Daher soll am bestens die Leute es versuchen, die auch sowieso nicht nach China reisen wollen.

Bei der Geschichte von siedenderschnee ist es ganz interessant zu erfahren, wie gut die Zusammenarbeit zwischen der deutschen und chinesischen Polizei funktioniert. Ich würde mich mal interessieren, was die Chinesen da von Dir wissen wollen. Haben sie Verständnis für Dein Problem (Unverständnis für die deutsche Bürokratie) oder werdest Du noch dort für die deutsche Ordnungswidrigkeit bestraft? Z.B. Pass eingezogen oder so...
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