Hat die chinesische Sprache wirklich Zukunft?

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Sky Darmos
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Keine Anpassung der Grammatik nötig

Beitrag von Sky Darmos »

roshi hat geschrieben:Punkt 2:
Das chinesische Schriftsystem ist ein perfekter Weg zur internationalisierung der schrift, weil es unabhängig von der Aussprache funktioniert.
Seht euch doch mal die verschiedenen Dialekte an: Kantonesisch im vergleich zu Mandarin, Nanjinghua im vergleich zu Dongbeihua.... Jede Stadt hat andere Dialekte, die AUssprachentechnisch extrem verschieden sein können, aber alle verstehen die schrift. Das war es doch, was china über so lange zeit zusammenhalten konnte....
Genau meine Meinung ^^
roshi hat geschrieben:Warum soll das nicht global funktionieren?
Ich denke das wird es einmal.
roshi hat geschrieben:Wenn jemand deutsch lesen will, muss er die ganze sprache lernen. Möglich wäre es aber, mit geringer Grammatikanpassung das chinesische Schriftsystem in anderen Ländern zu verwenden, ohne dass man dafür eine andere Sprache bzw. Aussprache lernen muss.
Ich halte keine grammatikalischen Anpassungen für nötig. Lediglich ein paar organisatorische Dinge im Schreibsystem sind zu beachten:
1. Ü-Pünktchen über den Zeichen markieren.
2. Bei unregelmäßigen Verben, die Auswechselungen des Vokals über dem Schriftzeichen markieren - wahrscheinlich wirds dann irgendwann weggelassen und die unregelmäßigen Verben gehen von alleine verloren ^^
3. Strengere Regeln zur Festlegung und Konstruktion von Schriftzeichen: Unterscheiden sich etwa Verb und entsprechendes Nomen nur leicht in der Aussprache, so muss der Unterschied in den entsprechenden Schriftzeichen darin bestehen dass das Verb links einen Radikal trägt der angibt von welchem Körperteil oder von welchem "Ding" die Handlung ausgeführt wird, die das Verb bezeichnet.
4. Regeln zur Konstruktion von Schriftzeichen müssen durch die Untersuchung bereits vorhandener Schriftzeichen gewonnen werden.
5. Die verwendeten Schriftzeichen müssen weitgehend ohne einen Exkurs in die chinesische Aussprache erklärbar sein. Phonetische Zeichen sollten nur dann benutzt werden wenn der angezeigte phonetische Zusammenhang erstens in mehreren Sprachen besteht, und zweitens auch ein Sinnzusammenhang ist.
6. Ein Verb -en wird von einem Nomen -en durch Groß und Kleinschreibung unterschieden. Die Endung -er wird mit Buchstaben geschrieben wenn sie nur zur Mehrzahlbildung verwendet wird, - z.B. 仔ER (kind-er), oder es sich um eine Endung ohne Sinn handelt, - z.B. 母ER (mutt-er). Ansonsten: 更 (er)、者 (er)、之 (er)、...
7. Existieren zwei Silben mit der Selben Funktion oder Bedeutung, aber mit einem kleinen Unterschied in einem Laut, so wird trotzdem das selbe Zeichen verwendet. Z.B.: 他 (er),d他 (der),-他 (-er),她 (sie),d她 (die),-她 (-e), 牠 (es),d牠(das),-牠(-es).
Also 他 (er/-er/-er) 她 (sie/-ie/-e) 牠 (es/-as/-es)
牛 in 牠 ersetze ich uebrigens durch 子 (-chen), nach dem Schema:
[亻男] (Mann) ist maskulin also d他 (der).
[亻女] (Frau) ist feminin also d她 (die).
仔 (Kind) ist neutral also d[子也] (das).
(人 (man) 女 (-in) 子 (-chen))
roshi hat geschrieben:Ich denke das Hauptproblem liegt in der uneinheitlichkeit des chinesischen (Langzeichen, Kurzzeichen),an teilweise immernoch komplizierten schreibweisen, und daran, dass sich alle an den westlichen standart gewöhnt haben....
Kompliziert ist es eher wenn man hier einen Teil kürzt und dort wieder beibehält. 隨 und 隋 ist sicher unkomplizierter und zugleich Bedeutungserfüllter als 随 und 隋.
roshi hat geschrieben:Dagegen spricht beispielsweise, dass englisch sich weltweit bereits so stark etabliert hat.
Obwohl man ja englischen Wörtern, ähnlich wie Chinesischen die Aussprache kaum ansieht ^^
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Holly4YC
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Beitrag von Holly4YC »

na leute,
auf jeder fall denke ich, chinesisch wird immer von Chinesen benutzt und nie wird diese Sprache von irgendwas ersitzt. Chinesen die in china leben müssen auch lesen und schreiben kann.



wie no1gizmo geschrieben hat:
ja viele Chinesen wissen manchmal nicht mehr, wie ein Wort geschrieben wird (lesen könnten sie es noch).


ich weiß nicht von welchen Chinesen er bezogt hat, ich bin der meinung, chinesen die in china leben können alle schreiben, mind. die zu schule gegangen sind.

all in all, ich finde das wichtig dass wir unsere sprache behalten und am unsere nachkommen weitergehen!

naja, man kann ja nicht ewig leben, niemand von uns können genau vorstellen was in 1000jahre passieren wird, vielleicht da gibt nur noch eine sprache auf dem ganze welt...
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no1gizmo
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Beitrag von no1gizmo »

die chinesen, die ich kennengelernt habe, konnten ja auch alle Zeichen schreiben, die gängi sind. Aber einige Zeichen gingen eben nicht, die konnten die nur noch erkennen, aber nicht schreiben.
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Beitrag von siedenderschnee »

no1gizmo hat geschrieben:die chinesen, die ich kennengelernt habe, konnten ja auch alle Zeichen schreiben, die gängi sind. Aber einige Zeichen gingen eben nicht, die konnten die nur noch erkennen, aber nicht schreiben.
Das errinnert mich an ein Beispiel, das ein Chinesisch lernende Amerikaner einmal genannt hat. Fast alle Chinesen die er getroffen hat, sogar mit Doktortitel der chinesischen Literatur, können nicht das Wort 打喷嚏 (niesen) richtig schreiben. Es gibt noch andere Beispiele und er meint es wäre einfach unvorstellbar das ein Amerikaner die häufig benutzte Wörter wie sneeze nicht schreiben könnte.
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Beitrag von Dennis (CDS) »

siedenderschnee hat geschrieben:Das errinnert mich an ein Beispiel, das ein Chinesisch lernende Amerikaner einmal genannt hat. Fast alle Chinesen die er getroffen hat, sogar mit Doktortitel der chinesischen Literatur, können nicht das Wort 打喷嚏 (niesen) richtig schreiben.
Hm, meine Frau ist wirklich etwas Besonderes. 打喷嚏 in etwa 5 Sekunden geschrieben und das sogar noch etwas verschlafen. :lol:

Verzeih mir, aber es ist sowas wie mein Hobby, irgendwelche merkwürdigen Aussagen von Amis zu widerlegen, denn
siedenderschnee hat geschrieben:er meint es wäre einfach unvorstellbar das ein Amerikaner die häufig benutzte Wörter wie sneeze nicht schreiben könnte.
Vielleicht mag sneeze ein häufig benutztes Wort im Englischen sein, die Zeichen 喷 und 嚏 sind es aber in Chinesischen mit Sicherheit nicht. 嚏 kommt doch praktisch in keinem anderen Zusammenhang vor. Er sucht sich da ein Wort aus, welches mit sehr seltenen Zeichen geschrieben wird und vergleicht dieses dann mit einem relativ einfach zu schreibendem Wort seiner Muttersprache....für mich ist das Dummschwätzerei.

Und mir ging es eben gerade, wie Grufti es gestern mal beschrieben hat. "niesen"......."nie-sen", mensch das ist doch gar kein richtiges Pinyin....."ni sen" hab ich aber noch nie gehört, mensch was heißt das bloß......oh ach so, da pen ti. :oops:
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Beitrag von siedenderschnee »

Dennis (CDS) hat geschrieben:Hm, meine Frau ist wirklich etwas Besonderes. 打喷嚏 in etwa 5 Sekunden geschrieben und das sogar noch etwas verschlafen. :lol:

Vielleicht mag sneeze ein häufig benutztes Wort im Englischen sein, die Zeichen 喷 und 嚏 sind es aber in Chinesischen mit Sicherheit nicht. 嚏 kommt doch praktisch in keinem anderen Zusammenhang vor.
喷 ist schon ein häufig benutztes Zeichen im Chinesischen z.B喷泉、喷饭、喷发、喷气式. Aber das 嚏 wird vielleicht wirklich nur hier bei 喷嚏 benutzt.

Nachdem ich das las, übte ich zwei mal, das Zeichen 嚏zu schreiben. Jetzt bin ich auch schon ein "besonderer" Chinese. :D

Ein anderes Beispiel wäre 邋遢, wird schon sehr häufig gesprochen, aber ich glaube richtig zu schreiben können das nicht viele Chinesen.
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Beitrag von Grufti »

"Niesen"
einige Münchner Stadtteile und Ort in Bayern könnte man ohne Probleme in Zeichen schreiben:

爬行, 刷冰 ( passend zum 刷冰 冰溪, an dem im Englischen Garten im Sommer wieder die Nackerten in der Sonne braten.. :oops: :lol: ).... 林岛 , 慢行 高亭 吐清usw etc pp
Früher ging es uns gut. heute geht es uns besser...
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Beitrag von no1gizmo »

Das eine Taiwannesien und Taiwan sowas kann, ist ja logisch, wenn nicht, dann wohl nicht die Regel.

Aber Chinesen die hier Leben, haben dann mit der Zeit ein Problem. Daher ist das Schriftsystem, welches vollkommen von der Aussprache getrennt ist, nicht so gut.
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Re: Keine Anpassung der Grammatik nötig

Beitrag von no1gizmo »

Sky Darmos hat geschrieben:
roshi hat geschrieben:Punkt 2:
Das chinesische Schriftsystem ist ein perfekter Weg zur internationalisierung der schrift, weil es unabhängig von der Aussprache funktioniert.
Seht euch doch mal die verschiedenen Dialekte an: Kantonesisch im vergleich zu Mandarin, Nanjinghua im vergleich zu Dongbeihua.... Jede Stadt hat andere Dialekte, die AUssprachentechnisch extrem verschieden sein können, aber alle verstehen die schrift. Das war es doch, was china über so lange zeit zusammenhalten konnte....
Genau meine Meinung ^^
Alter, ihr verplant das total. Dafür brauch man keine chinesische Schrift! Guckt euch doch japanisch an (nein, Japanisch ist auch nicht so toll, die Kanji müssten weg, geht aber nicht, ich weiß) oder besser Koreanisch. Da muss man nur die Silben lernen, das sind dann 200 bis 300 Zeichen und fertig ist man, nicht 123012734289349283427893 wie im Chinesiischen (Zahlen müssen nicht der Realität entsprechen lol).

So, dann kann jede Sprache die Silben halt anders aussprechen, aber die Bedeutungen bleiben die gleichen.

Oder guck das wort "Information". Das versteht man in Deutsch und Englisch (und in noch anderen Sprachen, aber die deutschen schreiben es exakt so wie die englischsprachigen). Es hat die gleiche Bedeutung, wird aber in den Sprachen verschieden ausgesprochen!

Das man eine internationale Schrift hat, hat doch nichts chinesischen Zeichen zu tun. Wenn die Buchstaben nicht das wahre sind, könnte man auch eine Silbenschrift wie eben Koreanisch, Katakana, Hiragana etc nehmen.
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XiuMei
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Re: Keine Anpassung der Grammatik nötig

Beitrag von XiuMei »

no1gizmo hat geschrieben: Das man eine internationale Schrift hat, hat doch nichts chinesischen Zeichen zu tun. Wenn die Buchstaben nicht das wahre sind, könnte man auch eine Silbenschrift wie eben Koreanisch, Katakana, Hiragana etc nehmen.
Ähm... Punkt eins: ich weiß nicht, wieviel du über die koreanische Schrift weißt, aber das sind BUCHSTABEN! Die werden "zufällig" in Silbenblöcken an-ge-ord-net, aber es sind und bleiben Buchstaben. Und zwar keine 200-300, sondern nur 24.

Punkt zwei: Der Witz bei den chinesischen Zeichen ist ja, daß sie Bedeutungen beinhalten und nicht nur die Aussprache. Beim Koreanischen dagegen hast du nur die Aussprache, ich kann dir wunderbar einen koreanischen Text vorlesen, hab aber so gut wie keinen Schimmer, was drin steht.

Naja, vielleicht hab ich dich auch falsch verstanden, bin mir nämlich nicht so ganz sicher, was du mit deinem Beitrag aussagen wolltest.
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Beitrag von no1gizmo »

Koreanisch hat nicht so viele Zeichen (Buchstaben, naja, für mich bleibens Zeichen), Japanisch bringt mit Katakana und Hiragana über 100 Zeichen auf die Waage und Thailändisch,.... weiß ich gar nicht :oops:

Naja.

Was beteutet das Zeichen 爱 für einen Pekinger? Und für jemanden aus Taiwan? oder Hongkong? (wobei letztere es nochmal geringfügig anders schreiben mögen, verstehen tun sie auch diese Variante).

Genau, es bedeutet für alls Chinesen "Liebe", obwohl der Hongkong-Chinese es anders ausspricht als der Pekinger. Das wurde hier als Argument genannt, warum die chinesische Schrift durchsetzungsfähig ist. Es ist auch nicht aus einzelnen Aussprach-Elementen zusammen gesetzt.

Nun nehmen wir das vorher bereits angeführte Wort "Information". Es versteht ein Engländer und ein Deutscher, ja es hat sogar exakt die gleiche Bedeutung für beide Menschen, beide verstehen es sofort. Dabei ist es aber aus Aussprach-Symbolen zusammengesetzt. Der Deutsche kann das Wort laut vorlesen, er könnte es sogar, wenn er die Bedeutung nicht kennen würde und kann jemanden ohne Sichtkontakt nach der Bedeutung des Wortes fragen, auch ohne zu erklären wie es aussieht.
Das gleiche gilt für den Engländer. Wenn der Deutsche die Aussprachregeln für die Aussprachsymbole kennt (sind ja nicht so viele, je eine, maximal 4 Regeln für jeden Buchstaben), kann er es auch auf Englisch aussprechen.

Was macht ein Hongkong-, Peking-, oder Taiwan-Chinese, wenn er die Erscheinung eines Wortes vergessen hat und nicht mehr schreiben kann? Was macht ein Deutscher/Engländer, wenn er nicht mehr weiß (genau genommen weiß er es eher selten in Form einer bildlichen Vorstellung), wie das Wort mit der Bedeutung "Information" aussieht? Er sagt es sich selber vor und wendet dabei die Aussprachregeln an, schon ist das Wort wieder hergestellt.

Diese enormen Vorteile ist bei der chinesischen Schrift nicht gegeben.

In Wahrheit ist die chinesische Schrift eine gottverdammt unpraktische Schrift, die aber nunmal dummerweise nen Haufen Menschen schreiben, die auf dem Weg nach oben sind.

Nun ist aber die Frage, wenn die Chinesen mal weiter sind, werden sie ihre Schrift pimpen? SO wie Japaner immer mehr Kanji vermeiden, weil man die Wörter, wenn man sie nicht kennt, nicht alleine entschlüsseln kann (weil man die Bedeutung nicht erfasst und sie nicht aussprechen kann).
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Re: Keine Anpassung der Grammatik nötig

Beitrag von no1gizmo »

XiuMei hat geschrieben:Beim Koreanischen dagegen hast du nur die Aussprache, ich kann dir wunderbar einen koreanischen Text vorlesen, hab aber so gut wie keinen Schimmer, was drin steht.
1) Beim Koreanischen hast du nur die Aussprache, beim Chinesischen hast du GAR NICHTS! Oder willst du mir erzählen, dass man aus den Zeichen lesen kann, was sie bedeuten! Ich lerne auch Chinesisch, also versuchs gar nicht erst! :roll: :wink:

2) stelle dir vor, in China und Japan und sonst wo, würde man mit Koreanischen Zeichen schreiben und alle wörter werden exakt so geschrieben, nur werden die Silben (äh Buchstaben) in allen Ländern verschieden ausgesprochen. Dann könnte jedes Land die Texte anderer Länder lesen, die Aussprache wäre verschieden (so wie "Information" im Englischen und Deutschen) aber die Bedeutungen die selben. Zusätzlich könnte jeder in seinem Land die Aussprache am Wort ablesen

3) Stelle dir vor, du könntest schon gut Koreanisch sprechen. Du telefonierst mit deinem koreanischen besten Freund und stoßt in einem Text zufällig auf ein Wort, was du nicht kennst. Nun kannst du dieses Wort durch die Silben (hupsi, Buchstaben) akkustisch rekonstruieren und ihn danach fragen. Das geht bei Chinesisch nicht.
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Beitrag von siedenderschnee »

no1gizmo hat geschrieben:Koreanisch hat nicht so viele Zeichen (Buchstaben, naja, für mich bleibens Zeichen), Japanisch bringt mit Katakana und Hiragana über 100 Zeichen auf die Waage und Thailändisch,.... weiß ich gar nicht :oops:

Naja.

Was beteutet das Zeichen 爱 für einen Pekinger? Und für jemanden aus Taiwan? oder Hongkong? (wobei letztere es nochmal geringfügig anders schreiben mögen, verstehen tun sie auch diese Variante).

Genau, es bedeutet für alls Chinesen "Liebe", obwohl der Hongkong-Chinese es anders ausspricht als der Pekinger. Das wurde hier als Argument genannt, warum die chinesische Schrift durchsetzungsfähig ist. Es ist auch nicht aus einzelnen Aussprach-Elementen zusammen gesetzt.

Nun nehmen wir das vorher bereits angeführte Wort "Information". Es versteht ein Engländer und ein Deutscher, ja es hat sogar exakt die gleiche Bedeutung für beide Menschen, beide verstehen es sofort. Dabei ist es aber aus Aussprach-Symbolen zusammengesetzt. Der Deutsche kann das Wort laut vorlesen, er könnte es sogar, wenn er die Bedeutung nicht kennen würde und kann jemanden ohne Sichtkontakt nach der Bedeutung des Wortes fragen, auch ohne zu erklären wie es aussieht.
Das gleiche gilt für den Engländer. Wenn der Deutsche die Aussprachregeln für die Aussprachsymbole kennt (sind ja nicht so viele, je eine, maximal 4 Regeln für jeden Buchstaben), kann er es auch auf Englisch aussprechen.

Was macht ein Hongkong-, Peking-, oder Taiwan-Chinese, wenn er die Erscheinung eines Wortes vergessen hat und nicht mehr schreiben kann? Was macht ein Deutscher/Engländer, wenn er nicht mehr weiß (genau genommen weiß er es eher selten in Form einer bildlichen Vorstellung), wie das Wort mit der Bedeutung "Information" aussieht? Er sagt es sich selber vor und wendet dabei die Aussprachregeln an, schon ist das Wort wieder hergestellt.

Diese enormen Vorteile ist bei der chinesischen Schrift nicht gegeben.

In Wahrheit ist die chinesische Schrift eine gottverdammt unpraktische Schrift, die aber nunmal dummerweise nen Haufen Menschen schreiben, die auf dem Weg nach oben sind.

Nun ist aber die Frage, wenn die Chinesen mal weiter sind, werden sie ihre Schrift pimpen? SO wie Japaner immer mehr Kanji vermeiden, weil man die Wörter, wenn man sie nicht kennt, nicht alleine entschlüsseln kann (weil man die Bedeutung nicht erfasst und sie nicht aussprechen kann).
Du hast bestimmt das hier gelesen, oder? :wink:
http://www.pinyin.info/readings/texts/1991Moser.pdf
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Beitrag von unipia »

no1gizmo hat geschrieben:Koreanisch hat nicht so viele Zeichen (Buchstaben, naja, für mich bleibens Zeichen), Japanisch bringt mit Katakana und Hiragana über 100 Zeichen auf die Waage und Thailändisch,.... weiß ich gar nicht :oops:

Naja.

Was beteutet das Zeichen 爱 für einen Pekinger? Und für jemanden aus Taiwan? oder Hongkong? (wobei letztere es nochmal geringfügig anders schreiben mögen, verstehen tun sie auch diese Variante).

Genau, es bedeutet für alls Chinesen "Liebe", obwohl der Hongkong-Chinese es anders ausspricht als der Pekinger. Das wurde hier als Argument genannt, warum die chinesische Schrift durchsetzungsfähig ist. Es ist auch nicht aus einzelnen Aussprach-Elementen zusammen gesetzt.

Nun nehmen wir das vorher bereits angeführte Wort "Information". Es versteht ein Engländer und ein Deutscher, ja es hat sogar exakt die gleiche Bedeutung für beide Menschen, beide verstehen es sofort. Dabei ist es aber aus Aussprach-Symbolen zusammengesetzt. Der Deutsche kann das Wort laut vorlesen, er könnte es sogar, wenn er die Bedeutung nicht kennen würde und kann jemanden ohne Sichtkontakt nach der Bedeutung des Wortes fragen, auch ohne zu erklären wie es aussieht.
Das gleiche gilt für den Engländer. Wenn der Deutsche die Aussprachregeln für die Aussprachsymbole kennt (sind ja nicht so viele, je eine, maximal 4 Regeln für jeden Buchstaben), kann er es auch auf Englisch aussprechen.

Was macht ein Hongkong-, Peking-, oder Taiwan-Chinese, wenn er die Erscheinung eines Wortes vergessen hat und nicht mehr schreiben kann? Was macht ein Deutscher/Engländer, wenn er nicht mehr weiß (genau genommen weiß er es eher selten in Form einer bildlichen Vorstellung), wie das Wort mit der Bedeutung "Information" aussieht? Er sagt es sich selber vor und wendet dabei die Aussprachregeln an, schon ist das Wort wieder hergestellt.

Diese enormen Vorteile ist bei der chinesischen Schrift nicht gegeben.

In Wahrheit ist die chinesische Schrift eine gottverdammt unpraktische Schrift, die aber nunmal dummerweise nen Haufen Menschen schreiben, die auf dem Weg nach oben sind.

Nun ist aber die Frage, wenn die Chinesen mal weiter sind, werden sie ihre Schrift pimpen? SO wie Japaner immer mehr Kanji vermeiden, weil man die Wörter, wenn man sie nicht kennt, nicht alleine entschlüsseln kann (weil man die Bedeutung nicht erfasst und sie nicht aussprechen kann).
Bin der Meinung das die chinesische Sprache nicht "gepimpt" werden muss. Vorallen die Schrift nicht. Ich finde die Aussprache ist doch 1000 mal chaotischer. Gleiche Betonung von Worten aber n-Bedeutungen.
Schrift machste mit PC heutzutage und die paar Notizen im alltäglichen Leben, dafür brauchste keine 3000 Zeichen, da schicken 100.
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Beitrag von Sepel »

Zur Not kann die KP ja in ferner Zukunft ein Dikret erlassen, in dem das lernen anderer Sprachen verboten wird. So werden die ausländischen Investoren und alle anderen, die irgendetwas mit China zu tun haben gezwungen chinesisch zu lernen.

Problem gelöst. :wink:
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