happyfuture hat geschrieben:AngelofMoon hat geschrieben:Liegt vor dass die Ehe schon im Ausland gelebt wurde (sprich: der Deutsche Ehepartner lebt mit seinem Visumspflichtigen Ehepartner zusammen im Ausland (mehr als 6 Monate)), wird eigentlich kein Sprachnachweis gebraucht, da die Ehe ja schon gelebt wird ( sprich: Eine Schein - Zwangsehe liegt in diesem Fall nicht vor.).
Dieses muss natürlich beim Visum Antrag für einen Daueraufenthalt in Deutschland nachgewiesen werden, zum Beispiel durch eine Aufenthaltsgenehmigung (residence permit) des deutschen Ehepartners.
Kannst du dies mit "Quellen" belegen?
Hi,
kann ich leider auch nicht belegen, kann aber bestätigen, daß das so stimmt.
Der restliche formale Kram ist tatsächlich keine große Nummer.
Was den Arbeitsmarkt angeht ist es tatsächlich schwierig.
Meine Frau hat aus China keinen Abschluss mitgebracht aber hier in D eine kaufmännische schulische Ausbildung gemacht.
Ihr Deutsch rumpelt auch nach fast 8 Jahren noch ganz ordentlich. Für den Alltag kein Problem aber Geschäftsbriefe kannst Du vergessen. Wobei sie keine Akademikerin ist, erst mit 30 mit Deutsch angefangen hat und Englisch auch mehr autodidaktisch "by doing" gelernt hat.
An Jobs hat sie bisher immer nur kurz was bei Firmen gefunden, die komplett chinesisch waren.
Die benehmen sich in D auch chinesisch, was die Arbeitnehmerrechte angeht, deshalb heisst es ab jetzt auch, keine Chinesen mehr als Chefs.
Die Arbeitsverträge hätte ein Anwalt in klitzekleine Fetzen zerlegt bzw. man hätte gar kein Anwalt gebraucht, das hätte man dem Richter nur wortlos hinlegen müssen und der hätte sich bepisst.
Aber egal was ist, sieh zu, daß sie was zu tun hat, und wenn es nur immer weiter Deutschkurse sind. Wenn meine Frau mal gar nix zu tun hatte, war nach spätestens 3 Monaten die Krise da. Das war wie Dauer-PMS.
Die ersten 1-2 Jahre wirst Du bzw. sie es ev. bereuen.
Das Essen, alles so menschenleer und langweilig, Fernsehen doof usw...
Danach war zumindest meine Frau so an D gewöhnt, daß sie nach 3 Wochen Heimaturlaub die Schnauze voll von dem Unsinn, Dreck und Lärm in China hatte.
Genau jetzt gerade schon nach einer Woche "überall Staub und Lärm, ich könnte kotzen, ich bleib die ganze Zeit bei meinen Eltern auf dem Hof" (Bauernhof, Hubei).
Nach drei Jahren plus Wartezeit wg. Bürokratie hat sie sich einbürgern lassen.
Eine dauerhafte Rückkehr scheint jetzt ausgeschlossen, auch wenn ich mir das fast vorstellen und beruflich ev. deichseln könnte.
Aber immer dran denken: "You can take the woman out of China but you can never take China out of the woman".
Gruß,
Norbert