mazzel hat geschrieben:henchan hat geschrieben:
Ich hatte bei Hostelworld gebucht. Da gab es die Wegbeschreibung gleich per Antwort-mail dazu.
Eine Visitenkarte des Hostels oder Hotel würde ich mir zumindest bei Ankunft gleich geben lassen.
....... Bevor man aber ein Taxi nimmt, kann man auch einfach die ÖPNV nutzen und zum nächsten U-Bahnhof (vom Hostel gelegen) fahren........Und gerade beim Laufen durch die Strassen bekommt man viel mit, als mit Taxi bzw. Bus oder Bahn von Ort zu Ort fahren.
Stimmt, man bekommt häufig die Adresse. Habe diese leider all zu oft nur auf englisch bekommen, was dem Taxifahrer (und dann einem selbst) nicht so viel bringt

Wenn man sich nur in Städten wie Peking und SHanghai aufhält, ist die Metro natürlich das einfachste und günstigste. Aber viele Städte haben keine U-Bahn. Da lässt sich das Taxi nicht vermeiden (und kostet wirklich nicht viel). Bus würde ich einem absoluten China-Anfänger mit Gepäck nicht empfehlen. Vieleicht findet man noch den richtigen Bus, aber ob man dann an der richtigen Station austeigt und von dort dann alleine das Hostel findet, ist eine ganz andere Frage... Das kann man machen, wenn das Gepäck sicher verstaut im Hostel liegt und es nichts ausmacht, einfach mal ein paar Stunden in die falsche Richtung zu fahren (was dann ja wieder an einem interessanten Nicht-Touri-Spot enden kann

).
In kleineren Städten (beispielsweise der Teil von Qingdao um den Bahnhof rum) kann man auch zu fuß gehen, jedoch sollte dann die Karte bzw. das Handy ordentlich gepimped sein. So abenteuerlustig man doch ist, nach mehreren Stunden Flug/Zug mag nicht jeder noch 2 Stunden durch die Gegend irren

Jub,
kann mir schon vorstellen, dass sich ein Taxi am besten lohnt, wenn man in ausserhalb von den üblichen Metropolen ist.
Meine mum und ich haben dennoch den "Umweg" gemacht, dem Fahrer, Ticketverkäufern und Leuten im Bus klar zumachen, wo wir hin wollten. Hatte bei uns bestens geklappt. In der absoluten Provinz würde ich da sicherlich nicht mehr drauf wetten.
Aber Transfer kann man doch auch mit dem Bus machen. Hat bei uns immer gut, na gut, in Xian bei der Ankunft nicht wirklich, aber immer dennoch geklappt. Wir haben Chinesen nach dem Weg gefragt, die entweder nur Chinesisch konnten, oder auch Englisch. Bei denen, die offensichtlich zu 100 % kein chinesisch noch latainische Schrift konnten, haben wir den Ort vorgelesen. Geklapt hat es nicht immer, aber letzlich hat es geklapt. Uns haben auch in Xian u.a. zu unserem Hotel geführt, die kein Englisch konnten. Mein Chinesisch ist grotten schlecht. Man hat sich aber mit Händen, Füssen und der englischen Weg- und Hotelbeschreibung verständigen können. Auch mit Händen und Füssen.
In Beijing angekommen, haben wir den Shuttle Bus zu einem Hutong genommen. Beschreibung lag ja per mail vor.
Allerdings mussten wir den Bus auf halber Strecke wechseln, einen neuen Bus besteigen.
Nach dem Ausstieg befragten wir Leute an einer Bushaltestelle. Keiner ausser einer Chinesin konnte antworten.
Sie suchte für uns die Haltestelle, fand sie aber nicht. Nur ein kleiner Junge, ein Zeitungsverkäufer machte uns klar, wo wir hin mussten. Er sprach kein Englisch, nur Chinesisch.
Bekam aber mit welchen Bus wir nehmen mussten.
Per Handzeichen machte er uns klar, das wir erst einmal ein paar Meter gerade aus und dann links in
ein Gebäude mussten. Dorthin fahrend, in entgegengesetzter Richtung, sah ich bereits einen anderen Bus mit entsprechender Nummer.
Ich will solche Situtationen, die wir mehrfach erlebten, nicht missen. Man kann es sich leicht machen, oder in einen Bus einsteigen oder zu Fuss laufen.
Ich finde, Taxi sollte immer das letzte Mittel sein. Ausser man fährt früh zum Flughafen. Da kommt es u.a. auf Zeit an. Ansonsten kann ein "Abenteuer" immer schon ab dem Flughafen beginnen.
Ist günstiger. Auf der Fahrt mit dem zweiten Bus zählte ich die Busstationen. Wusste aus dem Lonley Planet, wieviele Stationen wir fahren müssen. War mir dann aber nicht mehr sicher, ob wir nicht an einer Station vorbeigefahren waren. Sprach eine Chinesin an, die mir auch die korrekte Busstation nannte.
Kurz vor unserem Ausstieg fing sie nur an zu lachen. Im Bus gab es ein Display, das die künftigen Busstationen nannte. Auch auf Englisch. Ihre Hilfe wäre eigentlich nicht von Nöten gewesen. Sie wies uns nur auf dieses Display hin. ^^
Wie alle Lachten, verabschiedeten und von dieser netten Chinesischen Dame.
Und gingen zu unserem Hutong.
Hier im Forum hat mal jemand geschrieben, man kann Chinesen nicht bei der Wegbeschreibung trauen. Ist übrigens ein Sachse.

Natürlich kann man Chinesen bei der Wegbeschreibung trauen. Nur so.
Ich möchte solche Erfahrungen, die ich mehrfach in China machte, nicht missen. Sie sind bereits Teil eines China Aufenthaltes. Sie zeigen auch diese besondere Gastfreundschaft vieler, nicht aller, Chinesen.
Sie fahren Auto wie die letzten Chaoten, aber helfen gerne Touris.
It is only rock`n`roll but I like it.
Ich mag China, wegen den Chinesen.
(Nicht aber wegen deren stinkenden öffentlichen Toiletten.)
