Was fasziniert euch an China?
大家好!
Also mir gefallen an China in 1. Linie die Sprachen, muss ich sagen. Ich selbst lerne "nur" Mandarin, beschäftige mich aber schon auch mit Kantonesisch, Wu, Hakka, Minnan und den anderen Sprachen dort. Auch die Minderheitensprachen (Zhuang, Mongolisch, Tibetisch, Yi, Hmong...) interessieren mich.
Mich fasziniert auch die immens lange Geschichte Chinas. In der Region gab es schon mehrere Hochkulturen als damals in Mitteleuropa noch graue Vorzeit herrschte. Und China zählt auch zu den Kulturen, die als erster die Schrift entwickelt haben, zusammen mit den Mayas, den Ägyptern und den Babyloniern (oder waren's die Akkadier?).
Liebe Grüße aus Leipzig,
- André
Also mir gefallen an China in 1. Linie die Sprachen, muss ich sagen. Ich selbst lerne "nur" Mandarin, beschäftige mich aber schon auch mit Kantonesisch, Wu, Hakka, Minnan und den anderen Sprachen dort. Auch die Minderheitensprachen (Zhuang, Mongolisch, Tibetisch, Yi, Hmong...) interessieren mich.
Mich fasziniert auch die immens lange Geschichte Chinas. In der Region gab es schon mehrere Hochkulturen als damals in Mitteleuropa noch graue Vorzeit herrschte. Und China zählt auch zu den Kulturen, die als erster die Schrift entwickelt haben, zusammen mit den Mayas, den Ägyptern und den Babyloniern (oder waren's die Akkadier?).
Liebe Grüße aus Leipzig,
- André
Nur um es nochmals zu präzisieren. Die älteste Schrift stammt nicht von China, auch nicht die älteste Kultur oder Zivilsation. Das Chinesische ist nur die älteste Schrift und Sprache, welche über so lange Zeit sich nicht mehr weiterentwickelt hat, weil es praktisch immer eine zentrale Regierung oder sowas wie einen Sonnengott(Ägyptische Herleitung) gegeben hat. Das und nichts mehr.
Dass in Mitteleuropa Leerland war stimmt nicht. Amerika gibt es auch erst seit 200 Jahren. Trotzdem aber hat es dort schon seit Jahrtausenden Indianer gegeben. Haben die keine Tradition, keine Kultur oder sonstwas gehabt, nur weil es keine Überlieferungen gegeben hat?
Du unterliegst dem allgemeinen Irrtum der Interpretation. Aber ich sage das an dieser Stelle nur, weil das von den Chinesen selbst immer als Superioritäts-Kausalverbindung hervorgebracht wird.
Alles klar?
Dass in Mitteleuropa Leerland war stimmt nicht. Amerika gibt es auch erst seit 200 Jahren. Trotzdem aber hat es dort schon seit Jahrtausenden Indianer gegeben. Haben die keine Tradition, keine Kultur oder sonstwas gehabt, nur weil es keine Überlieferungen gegeben hat?
Du unterliegst dem allgemeinen Irrtum der Interpretation. Aber ich sage das an dieser Stelle nur, weil das von den Chinesen selbst immer als Superioritäts-Kausalverbindung hervorgebracht wird.
Alles klar?
Deswegen schrieb ich ja auch "eine der ältesten Schriften" und nicht "die älteste". Die akkadische Keilschrift wurde sehr viel früher entwickelt, aber im Vergleich zum Rest der Welt liegt China mit der Schriftentwicklung schon sehr weit vorn.kusti hat geschrieben:Nur um es nochmals zu präzisieren. Die älteste Schrift stammt nicht von China, auch nicht die älteste Kultur oder Zivilsation. Das Chinesische ist nur die älteste Schrift und Sprache, welche über so lange Zeit sich nicht mehr weiterentwickelt hat, weil es praktisch immer eine zentrale Regierung oder sowas wie einen Sonnengott(Ägyptische Herleitung) gegeben hat. Das und nichts mehr.
Oder die Phaistos-Disk (isse doch, oder?), wo ich sie grad bei dir sehe, ist wahrscheinlich auch älter.
Auch das hab ich ja nicht behauptet. Nur herrschten in Europa immer noch feudale Zustände (aka 'finsterstes Mittelalter'), während in China schon eine mit der Moderne vergleichbare Gesellschaftsform entstanden ist.Dass in Mitteleuropa Leerland war stimmt nicht. Amerika gibt es auch erst seit 200 Jahren. Trotzdem aber hat es dort schon seit Jahrtausenden Indianer gegeben. Haben die keine Tradition, keine Kultur oder sonstwas gehabt, nur weil es keine Überlieferungen gegeben hat?
Die Indianer haben sicherlich eine lange Kultur aufzuweisen, nur mangels Verschriftlichung (von den Nordamerikanern gab es m.W. nur 1 oder 2 Völker, die eine Schrift besaßen; mir fallen spontan nur die Micmacs ein) lässt sich darauf schlecht zurückblicken. Das ist meines Erachtens der "Vorteil" an der chinesischen Kultur: Da sie schon früh zu schreiben begannen, wissen wir heute viel mehr über die Vergangenheit als über die Vergangenheit der Indianer.
Nee. Wahrscheinlich hab ich mich nur zu ungenau ausgedrückt oder du warst zu beckmesserisch.Du unterliegst dem allgemeinen Irrtum der Interpretation. Aber ich sage das an dieser Stelle nur, weil das von den Chinesen selbst immer als Superioritäts-Kausalverbindung hervorgebracht wird.
Alles klar?
Liebe Grüße,
- André
- Grufti
- Titan

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Vortarulo hat geschrieben:大家好!
Also mir gefallen an China in 1. Linie die Sprachen, muss ich sagen. Ich selbst lerne "nur" Mandarin, beschäftige mich aber schon auch mit Kantonesisch, Wu, Hakka, Minnan und den anderen Sprachen dort. Auch die Minderheitensprachen (Zhuang, Mongolisch, Tibetisch, Yi, Hmong...) interessieren mich.
Mich fasziniert auch die immens lange Geschichte Chinas. In der Region gab es schon mehrere Hochkulturen als damals in Mitteleuropa noch graue Vorzeit herrschte. Und China zählt auch zu den Kulturen, die als erster die Schrift entwickelt haben, zusammen mit den Mayas, den Ägyptern und den Babyloniern (oder waren's die Akkadier?).
Liebe Grüße aus Leipzig,
- André
Erzähl mal mehr ..über die "mehreren" Hochkulturen..
Die Schrift der Mayas soll erst um 700 v. Chr. entstanden sein....und selbst wenn man die Gründung Roms bei 753 v. chr. ansetzt, so soll die Schrift und Hochkultur der Etrusker schon rund 100 Jahre früher aus dem Griechischen entstanden sein...
Achso jetzt bin ich vom Thema abgekommen...
Ich hatte mich schon für einige "Hochkulturen" etwas näher bechäftigt... mit dem "Alten Rom" mehr ode weniger zwangsweise, doch hatte dies mich auf den Geschmack gebracht...und so hatte ich auch begonnen, Altgriechisch zu lernen... Einige, wenn auch nicht so lange Zeit hatte ich mit den Mayas , insbesondere mit deren Kalender, beschäftigt..
Vielleicht wäre ich auch dabei geblieben... nur ...es gab eben für mich keine Möglichkeit, mich mit "Alten Mayas " oder "Alten Ägyptern" zu unterhalten....oder selbst an Texte zu kommen, die ich übersetzen hätte können.. und irgendwie bin ich erst auf Japanisch, das ich im Selbstunterricht mehr schlecht als recht zu lernen versucht hatte, auf Chinesisch als anderes sprachliches Extrem zu Altgriechisch gekommen, was damals (1971) als Wahlfach in München angeboten wurde. na...und dann hatte ich 1975 begonnen, Sinologie, Japanologie und Koreanistk zu studieren...
jedenfalls entstammt meine Begeisterung für China und seine kultur nicht einer "Superioritäts-Kausalverbindung" sprich chinesischen Arroganz anderen Völkern und Kulturen gegenüber, die mich eigentlich mehr von China und besonders von den Chinesen abstößt, ....als anzieht
Früher ging es uns gut. heute geht es uns besser...
Es wäre aber besser , es ginge uns wieder gut !
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Ich sprach von den verschiedenen Reichen, die es damals gab. Qin, Wei, Qi, etc. pp. — hätte ich von "einer Hochkultur" gesprochen, hättest du dich doch daran wieder hochgezogen, also beschwer dich nicht.Grufti hat geschrieben:Erzähl mal mehr ..über die "mehreren" Hochkulturen..
Gut, vielleicht waren die Mayas kein gutes Beispiel. Zu lange her, dass ich mich mit deren Schriftsystem beschäftigt habe (mit dem Kalender auch; eine unendlich spannende Sache, das!). Die Schrift der Phönizier hat sich wohl so (grob) gegen 1800 v.Chr. entwickelt. Die Keilschrift der Akkadier noch früher. Die ägyptischen Hieroglyphen m.W. auch. Das entspricht auch (ganz grob) der Entwicklung der chinesischen Schrift. Man kann das sowieso nie genau angeben, da die ältesten Funde sicherlich nicht das erstmalige Auftreten von Schrift in der entsprechenden Region darstellt...Die Schrift der Mayas soll erst um 700 v. Chr. entstanden sein....und selbst wenn man die Gründung Roms bei 753 v. chr. ansetzt, so soll die Schrift und Hochkultur der Etrusker schon rund 100 Jahre früher aus dem Griechischen entstanden sein...
Siehst du. Ist bei mir ja auch nicht so. Ich bin kein Chinese.jedenfalls entstammt meine Begeisterung für China und seine kultur nicht einer "Superioritäts-Kausalverbindung" sprich chinesischen Arroganz anderen Völkern und Kulturen gegenüber, die mich eigentlich mehr von China und besonders von den Chinesen abstößt, ....als anzieht
Gruß,
- André
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Vortarulo hat geschrieben:...Mich fasziniert auch die immens lange Geschichte Chinas. In der Region gab es schon mehrere Hochkulturen als damals in Mitteleuropa noch graue Vorzeit herrschte. Und China zählt auch zu den Kulturen, die als erster die Schrift entwickelt haben, zusammen mit den Mayas, den Ägyptern und den Babyloniern (oder waren's die Akkadier?).
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Ich sprach von den verschiedenen Reichen, die es damals gab. Qin, Wei, Qi, etc. pp. — hätte ich von "einer Hochkultur" gesprochen, hättest du dich doch daran wieder hochgezogen, also beschwer dich nicht.
Naja, wenn Du die verschiedenen Staaten ( ist "Reich" nicht etwas zu hoch gegriffen, auch wenn sich einige der ehemaligen Lehensfürsten der Zhou sich bald auch "König" nannten??) meinst, so liegt diese Zeit der chinesischen Geschichte doch nicht ganz so weit in der Vergangenheit..
Natürlich...durch u.a. die klimatischen Verhältnisse war das damalige China gegenüber Mitteleuropa bevorzugt, aber die Kulturen rund um das Mittelmeer (wobei ich den heutigen "Nahen Osten" einschließe) doch wesentlich zahlreicher und voneinnader verschiedener als der chinesische "Einheitsbrei" ... aber lassen wir das, es sollen auch noch andere Teilnehmer schreiben können, weshalb sie sich für China begeistern....
Früher ging es uns gut. heute geht es uns besser...
Es wäre aber besser , es ginge uns wieder gut !
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von mir aus könnt ihr die diskuussion ruhig foprtführen. ich finds interessant. besonders dass d sinologie, koreanistik und japanologie studiert hast. hast du auch alles abgeschlossen oder nur die sinologie (ist ja schon ne ganze menge)
so, was sollte die begeisterung eines BWLers für china sein?
-> Wachstumszahlen von über 9%
-> 1,3 Mrd Potenzielle Kunden (wenn jeder von denen auch nur ein produkt von uns kauft....)
-> schnelle entscheidungsfindungen, die nicht durch unnötige verwaltungen wie in demokratien aufgehalten werden
-> DER zukunftsmarkt
-> billige arbeitskräfte
-> die chinesen sind lernwillig, da könnten sich so manche hier ein scheibchen von abschneiden...
....ich hoffe die ironie ist klar herausgekommen
ich weiss es noch immer nicht so genau, was mich daran jetzt genau begeistert. vielleicht die riesigen möglichkeiten in eine andere welt einzusteigen. vielleicht auch ein wenig flucht von hier.
mann wees es nett
so, was sollte die begeisterung eines BWLers für china sein?
-> Wachstumszahlen von über 9%
-> 1,3 Mrd Potenzielle Kunden (wenn jeder von denen auch nur ein produkt von uns kauft....)
-> schnelle entscheidungsfindungen, die nicht durch unnötige verwaltungen wie in demokratien aufgehalten werden
-> DER zukunftsmarkt
-> billige arbeitskräfte
-> die chinesen sind lernwillig, da könnten sich so manche hier ein scheibchen von abschneiden...
....ich hoffe die ironie ist klar herausgekommen
ich weiss es noch immer nicht so genau, was mich daran jetzt genau begeistert. vielleicht die riesigen möglichkeiten in eine andere welt einzusteigen. vielleicht auch ein wenig flucht von hier.
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"Mein Leben hat keinen Sinn, keine Richtung, kein Ziel, keine Bedeutung. Trotzdem bin ich glücklich. Was mache ich richtig?" ; Snoopy
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- Grufti
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@LeChef.
Leider hatte es nur für einen Abschluß (Dolmetscherdiplom) in Chinesisch gereicht, denn das mit Koreanisch und Japanisch war vor meinem Studienaufenthalt in Taiwan...1977-79...und später hatte ich leider wieder zurück nach Deutschland müssen (obwohl ich eigentlich 100:0 in Taiwan bleiben wollte,...nicht nur 70:30 wie bei Dennis (CDS))....
Ich hatte keine abgeschlossene Ausbildung... und wollte nicht nur von Übersetzungstätigkeiten für Quelle etc leben. Eine Zukunft in Taiwan hatte ich für mich nicht gesehen, da es damals den Computer-Boom noch nicht gegeben hatte.. und ich bereits 26 Jahre alt war..
Leider hatte es nur für einen Abschluß (Dolmetscherdiplom) in Chinesisch gereicht, denn das mit Koreanisch und Japanisch war vor meinem Studienaufenthalt in Taiwan...1977-79...und später hatte ich leider wieder zurück nach Deutschland müssen (obwohl ich eigentlich 100:0 in Taiwan bleiben wollte,...nicht nur 70:30 wie bei Dennis (CDS))....
Ich hatte keine abgeschlossene Ausbildung... und wollte nicht nur von Übersetzungstätigkeiten für Quelle etc leben. Eine Zukunft in Taiwan hatte ich für mich nicht gesehen, da es damals den Computer-Boom noch nicht gegeben hatte.. und ich bereits 26 Jahre alt war..
Früher ging es uns gut. heute geht es uns besser...
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- Bellerophon
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- Registriert: 09.04.2006, 23:33
Hier sind die Griechen und Minoer bisher völlig außer Acht gelassen worden. Die haben irgendwann ab 1200 v.Chr das phönizische Alphabet übernommen und ihren Ansprüchen angepasst.
Davor gab es schon Linear A und B
Aber nicht nur die Schriftlichkeit alleine ist interessant.
Entscheidend ist, was man inhaltlich aus der Sprache herausholt und was man mit der Schrift tradiert.
Inschriften, Gebete Rituale gab es schon sehr früh.
Der große Wurf gelingt den Griechen mit den homerischen Epen.
Wie sieht das in China aus? Ab wann begann man, echte Literatur zu produzieren? Gibt es einen chinesischen Homer?
Das würde mich sehr an China interessieren.
Davor gab es schon Linear A und B
Aber nicht nur die Schriftlichkeit alleine ist interessant.
Entscheidend ist, was man inhaltlich aus der Sprache herausholt und was man mit der Schrift tradiert.
Inschriften, Gebete Rituale gab es schon sehr früh.
Der große Wurf gelingt den Griechen mit den homerischen Epen.
Wie sieht das in China aus? Ab wann begann man, echte Literatur zu produzieren? Gibt es einen chinesischen Homer?
Das würde mich sehr an China interessieren.
Hallo Bellerophon,Bellerophon hat geschrieben:
Wie sieht das in China aus? Ab wann begann man, echte Literatur zu produzieren? Gibt es einen chinesischen Homer?
Das würde mich sehr an China interessieren.
es gibt die berühmten "Fünf Klassischen Werke Chinas", die alle in der Zhou Dynastie, zwischen 1100 und 220 v.Chr. entstanden: 诗经 Shi Jing, 书经 Shu Jing, 礼记 Li Ji, 易经 Yi Jing und 春秋 Chun Qiu.
Das 诗经 kannst du hier nachlesen: http://www.gushi.de/
Barbara
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