Anderer Kulturkreis, dennoch ebenso eigenartig: Indien

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Gast

Beitrag von Gast »

Ich hätte nicht gedacht, dass es auch bei euch Fundamentalisten gibt.
Wie viele von euch sind sonst noch 'Fundis'?
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LeChef
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Beitrag von LeChef »

@gast, also ich pflege mich ja normalerweise zu entschuldigen, wenn ich irgendwen auch nur beleidigt haben könnte, aber hier wüsste ich wirklich nicht, wie ich das angestellt haben sollte.

also, ich formuliere meine ansicht etwas aus, dann wird es vielleicht klarer:
grundsätzlich sind die meisten christen hier in europa doch schon recht aufgeklärt und wegen einer anderen religionszugehörigkeit wird man in deutschland eigentlich nicht wirklich diskriminiert. es gibt halt immer noch eine menge vorurteile und antipathien.
atheisten werden aber (bei anderen religionsformen genauso, wenn nicht noch schlimmer) eigentlich immer als unseriös und kindisch abgestempelt. sie hätten diese einstellung nur zum trotz oder seien von gott enttäuscht oder wollten nur aufmerksamkeit auf sich ziehen.
es gibt in der tat nur ganz wenige wirklich atheistische menschen, da die meisten nicht unbedingt an einen christlichen gott, zumindest aber an ein höheres wesen oder macht glauben.
aber die einstellung, dass jemand wirklich einfach nicht an einen gott, in welcher ausprägung auch immer, glaubt, das können sich überzeugte religiöse menschen einfach nicht vorstellen. die denken sich dann einfach, dass die person doch an gott glaubt, dass es ihr nur nicht bewusst ist in welcher ausprägung. die können sich gar nicht vorstellen, dass man wirklich an nichts transzendentes glauben kann. ist aber ein grundsätzliches problem von religiösen menschen, nicht nur von christen.

und eigentlich kann es atheisten gar nicht geben, der glaube an die nichtexistenz ist ja auch eine form des glaubens. richtig heisst das: agnostiker. das heisst, die person glaubt nicht daran, dass es gott gibt, aber auch nicht daran, dass es gott nicht gibt. es ist eigentlich die einstellung: "ich weiss es nicht, möglich wäre es, aber ich glaube nicht daran!"

so, hoffe das mißverständnis hat sich gelöst.
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Grufti
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Beitrag von Grufti »

@LeChef:

Du hattest niemand beleidigt :wink:
Früher ging es uns gut. heute geht es uns besser...
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devurandom
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Beitrag von devurandom »

LeChef hat geschrieben:@gast, also ich pflege mich ja normalerweise zu entschuldigen, wenn ich irgendwen auch nur beleidigt haben könnte, aber hier wüsste ich wirklich nicht, wie ich das angestellt haben sollte.
...........
der Gast hat wohl mich gemeint. :-) Der hat die Posting an Dich adressiert, vermutlich um zu zeigen, dass er mich ignoriert aber dennoch was schreiben will. Wobei er wahrs. nicht genau weiss, was nun er schreiben soll. Seine Ergüsse erinnern mich stark an der Diskussion, die ich mal mit einem geführt habe, der unbedingt mir eine "Leuchtturm" andrehen wollte und partout nicht glauben konnte/wollte, dass es Menschen gibt, die nicht an einem fiktiven Wesen glauben und sämtliche Kernideen der Religionen lächerlich finden. (Jaja, ich hatte zu viel Zeit :D) Nachdem ich schließlich aufgab und ihm erklärt habe, dass das Papier viel zu hart und fürs Klo ungeeignet ist, war er ähnlich beleidigt und beschuldigt mich, dass ich ihm persönlich beleidigt zu haben. Nunja,
1. habe ich nicht
2. wenn der gerne beleidigt wird: sein gutes Recht,
was soll's. *Schulter zuck*. :D

Gruß
/dev/urandom
Gast

Beitrag von Gast »

LeChef hat geschrieben:@gast, also ich pflege mich ja normalerweise zu entschuldigen, wenn ich irgendwen auch nur beleidigt haben könnte, aber hier wüsste ich wirklich nicht, wie ich das angestellt haben sollte.

also, ich formuliere meine ansicht etwas aus, dann wird es vielleicht klarer:
grundsätzlich sind die meisten christen hier in europa doch schon recht aufgeklärt und wegen einer anderen religionszugehörigkeit wird man in deutschland eigentlich nicht wirklich diskriminiert. es gibt halt immer noch eine menge vorurteile und antipathien.
atheisten werden aber (bei anderen religionsformen genauso, wenn nicht noch schlimmer) eigentlich immer als unseriös und kindisch abgestempelt. sie hätten diese einstellung nur zum trotz oder seien von gott enttäuscht oder wollten nur aufmerksamkeit auf sich ziehen.
es gibt in der tat nur ganz wenige wirklich atheistische menschen, da die meisten nicht unbedingt an einen christlichen gott, zumindest aber an ein höheres wesen oder macht glauben.
aber die einstellung, dass jemand wirklich einfach nicht an einen gott, in welcher ausprägung auch immer, glaubt, das können sich überzeugte religiöse menschen einfach nicht vorstellen. die denken sich dann einfach, dass die person doch an gott glaubt, dass es ihr nur nicht bewusst ist in welcher ausprägung. die können sich gar nicht vorstellen, dass man wirklich an nichts transzendentes glauben kann. ist aber ein grundsätzliches problem von religiösen menschen, nicht nur von christen.

und eigentlich kann es atheisten gar nicht geben, der glaube an die nichtexistenz ist ja auch eine form des glaubens. richtig heisst das: agnostiker. das heisst, die person glaubt nicht daran, dass es gott gibt, aber auch nicht daran, dass es gott nicht gibt. es ist eigentlich die einstellung: "ich weiss es nicht, möglich wäre es, aber ich glaube nicht daran!"

so, hoffe das mißverständnis hat sich gelöst.

Wir haben uns schon richtig verstanden. Und ich bin deiner Meinung.

Mir geht es darum, diejenigen aus eurer Gruppe auszuschliessen, welche dauernd nur unter die Gürtellinie zielen, weil sie noch nicht erfahren und erwachsen genug sind. Wie könnt ihr es nur zulassen, Leute in eurer Mitte zu haben, als Mitglieder auf dem Forum, welche noch nicht einmal die Meinungen von anderen akzeptieren können und jedesmal beleidigend werden? Warum ächtet ihr solche nicht einfach oder setzt sie vor die Türe? Habt ihr den Mut dazu nicht? Fehlt es euch an Mut und Bestimmtheit? Seid ihr wirklich solche Hasenfüsse?
Gast

Beitrag von Gast »

LeChef hat geschrieben:@gast, also ich pflege mich ja normalerweise zu entschuldigen, wenn ich irgendwen auch nur beleidigt haben könnte, aber hier wüsste ich wirklich nicht, wie ich das angestellt haben sollte.

also, ich formuliere meine ansicht etwas aus, dann wird es vielleicht klarer:
grundsätzlich sind die meisten christen hier in europa doch schon recht aufgeklärt und wegen einer anderen religionszugehörigkeit wird man in deutschland eigentlich nicht wirklich diskriminiert. es gibt halt immer noch eine menge vorurteile und antipathien.
atheisten werden aber (bei anderen religionsformen genauso, wenn nicht noch schlimmer) eigentlich immer als unseriös und kindisch abgestempelt. sie hätten diese einstellung nur zum trotz oder seien von gott enttäuscht oder wollten nur aufmerksamkeit auf sich ziehen.
es gibt in der tat nur ganz wenige wirklich atheistische menschen, da die meisten nicht unbedingt an einen christlichen gott, zumindest aber an ein höheres wesen oder macht glauben.
aber die einstellung, dass jemand wirklich einfach nicht an einen gott, in welcher ausprägung auch immer, glaubt, das können sich überzeugte religiöse menschen einfach nicht vorstellen. die denken sich dann einfach, dass die person doch an gott glaubt, dass es ihr nur nicht bewusst ist in welcher ausprägung. die können sich gar nicht vorstellen, dass man wirklich an nichts transzendentes glauben kann. ist aber ein grundsätzliches problem von religiösen menschen, nicht nur von christen.

und eigentlich kann es atheisten gar nicht geben, der glaube an die nichtexistenz ist ja auch eine form des glaubens. richtig heisst das: agnostiker. das heisst, die person glaubt nicht daran, dass es gott gibt, aber auch nicht daran, dass es gott nicht gibt. es ist eigentlich die einstellung: "ich weiss es nicht, möglich wäre es, aber ich glaube nicht daran!"

so, hoffe das mißverständnis hat sich gelöst.

Wir haben uns schon richtig verstanden. Und ich bin deiner Meinung.

Mir geht es darum, diejenigen aus eurer Gruppe auszuschliessen, welche dauernd nur unter die Gürtellinie zielen, weil sie noch nicht erfahren und erwachsen genug sind. Wie könnt ihr es nur zulassen, Leute in eurer Mitte zu haben, als Mitglieder auf dem Forum, welche noch nicht einmal die Meinungen von anderen akzeptieren können und jedesmal beleidigend werden? Warum ächtet ihr solche nicht einfach oder setzt sie vor die Türe? Habt ihr den Mut dazu nicht? Fehlt es euch an Mut und Bestimmtheit? Seid ihr wirklich solche Hasenfüsse?
:lol:
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Pengembara
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Beitrag von Pengembara »

Den vorigen Post ignoriere ich einfach mal.

Hmm, ich muss LeChef uneingeschrenkt recht geben. Ich selbst bezeichen mich als Atheist, mit Agnostiker können die wenigsten was anfangen.

Für die meisten Menschen ist es in Ordnung, wenn ich an irgendwas glaube, irgendeinen Gott, beseelte Gegenstände, was weiß ich...

Aber sobald man sagt, dass man nicht glaubt, dass es einen Gott etc gibt, ist man sofort suspekt.

Eigentlich bin ich der überzeugung, dass jeder an das glauben oder nicht glauben mag, wozu er Lust hat, solange er andere Menschen damit in ruhe lässt und Menschenrechte beachtet.

Für sehr viele gläubige Menschen scheint das nciht zu gelten. Ich kann schon gar nicht mehr zählen, wie oft mich irgendwer davon versucht hat zu überzeugen, wie arm und lächerlich mein Leben ohne Glauben wäre.

Es ist wirklich traurig, dass in einem eigentlich doch recht forschrittlichen Land wie Deutschland, das Nicht-Glauben, auch nciht wirklich angesehen wird.

Ich würde nie versuchen jemand davon zu überzeugen, dass es Gott nicht gibt, ich könnte es ja nicht einmal beweisen. Aber warum will man mich unbedingt davon überzeugen, dass kann man mir nämlich genausowenig beweisen.

Und an diesen Gast von seite eins, der behautet hat, ich wäre moralisch verwerflich, wenn ich nicht glaube.
Du hälst dich dann wohl and die Bibel oder wie?

Dazu ein lustiges Beipiel, wie sinnvoll es ist sich an "Gottes Wort" zu halten, jetzt am Beispiel homosexualität.

Der Hintergrund:

Laura Schlessinger ist eine US-Radio-Moderatorin, die Leuten, die in ihrer Show anrufen, Ratschläge erteilt. Kürzlich sagte sie als achtsame Christin, dass Homosexualität unter keinen Umständen befürwortet werden kann, da diese nach Leviticus18:22 ein Greuel wäre.

Der folgende Text ist ein offener Brief eines US-Bürgers an Dr. Laura, der im Internet verbreitet wurde.

Liebe Dr. Laura,

vielen Dank, dass Sie sich so aufopfernd bemühen, den Menschen die Gesetze Gottes näher zu bringen. Ich habe einiges durch Ihre Sendung gelernt und versuche, das Wissen mit so vielen anderen wie nur möglich zu teilen.

Wenn etwa jemand versucht seinen homosexuellen Lebenswandel zu verteidigen, erinnere ich ihn einfach an das Buch Mose 3, Leviticus 18:22, wo klargestellt wird, dass es sich dabei um ein Greuel handelt. Ende der Debatte.

Ich benötige allerdings ein paar Ratschläge von Ihnen im Hinblick auf einige der speziellen Gesetze und wie sie zu befolgen sind.

- Wenn ich am Altar einen Stier als Brandopfer darbiete, weiß ich, dass dies für den Herrn einen lieblichen Geruch erzeugt (Lev. 1:9). Das Problem sind meine Nachbarn. Sie behaupten, der Geruch sei nicht lieblich für sie. Soll ich sie niederstrecken?

- Ich würde gerne meine Tochter in die Sklaverei verkaufen, wie es in Exodus 21:7 erlaubt wird. Was wäre Ihrer Meinung nach heutzutage ein angemessener Preis für sie?

- Ich weiß, dass ich mit keiner Frau in Kontakt treten darf, wenn sie sich im Zustand ihrer menstrualen Unreinheit befindet (Lev. 15:19-24). Das Problem ist, wie kann ich das wissen? Ich hab versucht zu fragen, aber die meisten Frauen reagieren darauf pikiert.

- Lev. 25:44 stellt fest, dass ich Sklaven besitzen darf, sowohl männliche als auch weibliche, wenn ich sie von benachbarten Nationen erwerbe. Einer meiner Freunde meint, das würde auf Mexikaner zutreffen, aber nicht auf Kanadier. Können Sie das klären? Warum darf ich keine Kanadier besitzen?

- Ich habe einen Nachbarn, der stets am Samstag arbeitet. Exodus 35:2 stellt deutlich fest, dass er getötet werden muss. Allerdings: Bin ich moralisch verpflichtet, ihn eigenhändig zu töten?

- Ein Freund von mir meint, obwohl das Essen von Schalentieren wie Muscheln oder Hummer ein Greuel darstellt (Lev. 11:10), sei es ein geringeres Greuel als Homosexualität. Ich stimme dem nicht zu. Könnten Sie das klarstellen?

- In Lev. 21:20 wird dargelegt, dass ich mich dem Altar Gottes nicht nähern darf, wenn meine Augen von einer Krankheit befallen sind. Ich muss zugeben, dass ich Lesebrillen trage. Muss meine Sehkraft perfekt sein oder gibt es hier ein wenig Spielraum?

- Die meisten meiner männlichen Freunde lassen sich ihre Haupt- und Barthaare schneiden, inklusive der Haare ihrer Schläfen, obwohl das eindeutig durch Lev. 19:27 verboten wird. Wie sollen sie sterben?

- Ich weiß aus Lev. 11:16-8, dass das Berühren der Haut eines toten Schweins mich unrein macht. Darf ich aber dennoch Fußball spielen, wenn ich dabei Handschuhe anziehe?

- Mein Onkel hat einen Bauernhof. Er verstößt gegen Lev. 19:19, weil er zwei verschiedene Saaten auf ein und demselben Feld anpflanzt. Darüber hinaus trägt seine Frau Kleider, die aus zwei verschiedenen Stoffen gemacht sind (Baumwolle/Polyester). Er flucht und lästert außerdem recht oft. Ist es wirklich notwendig, dass wir den ganzen Aufwand betreiben, das komplette Dorf zusammenzuholen, um sie zu steinigen (Lev. 24:10-16)? Genügt es nicht, wenn wir sie in einer kleinen, familiären Zeremonie verbrennen, wie man es ja auch mit Leuten macht, die mit ihren Schwiegermüttern schlafen? (Lev. 20:14)

Ich weiß, dass Sie sich mit diesen Dingen ausführlich beschäftigt haben, daher bin ich auch zuversichtlich, dass Sie uns behilflich sein können. Und vielen Dank nochmals dafür, dass Sie uns daran erinnern, dass Gottes Wort ewig und unabänderlich ist.

Ihr ergebener Jünger und bewundernder Fan
_____________________

soviel dazu...
Wer glaubt etwas zu sein, hat aufgehört etwas zu werden. - Rudolf Herzog (1869-1943)
Gast

Beitrag von Gast »

Hallo Pengembara

Vielen Dank für deinen witzigen Beitrag. Es gibt halt so viele Sichten.

Ich möchte nochmals darauf hinweisen, dass wir nur deshalb eine menschliche Moral haben können, weil wir eine höhere Gesetzmässigkeit anerkennen. Denn nur wenn wir dieser höheren Gesetzmässigkeit eine wirklich Gesetzmässigkeit zuweisen können, funkionieren auch die menschlichen Gesetzmässigkeiten, und haben dadurch Bestand.

Stell dir einen Gott vor, welcher keine menschliche Moral hätte? Das wäre ja ein Widerspruch in sich selbst. Da wird doch jedes höhere Gesetz verneint. Deshalb muss Gott auch immer ein menschliches Antlitz haben. Sonst funktioniert eine Religion nicht. Denn wenn man sich eingestehen würden, dass das universelle Gesetz weder menschlich gut, noch menschlich schlecht ist, dann gäbe es keinen menschlichen Gott mehr.

Der Mensch von heute ist noch nicht soweit zu sehen, dass die Anerkennung einer höheren Gesetzmässigkeit nichts mit dem Wort Gottes als in den Büchern der Thora, Bibel oder des Koran zu tun hat. Hieraus aber schliessen zu wollen, dass es keine höhere Gesetzmässigkeit gäbe, wäre vollkommen falsch. Der Gläubige von heute ist nicht modern genug, nicht gebildet genug, um das zu sehen. Leider.

Es ist vollkommen richtig, dass ein Staatsgesetz im Namen Gottes, im Namen einer universellen Gesetzgebung gegründet wird. Dies drückt die Suche nach der Wahrheit aus, das Anerkennen des nicht beinflussen könnens von Gesetzmässigkeiten. Hoffen und Wünschen spielen eine wichtige Rolle in der Definition eines Staates. Eine Unternehmung gibt über das Leitbild den Weg vor. Das muss ein Staat auch machen, und zwar indem er eine übergeordnete Gesetzmässigkeit gewährt. Die Atheisten(Agnostiker) chinesischer Natur messen dem keinen Spielraum zu. Das ist grundfalsch und unkultiviert.
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Pengembara
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Beitrag von Pengembara »

Ich biete als Gegenidee die Mathematik/Physik/Logik/Vernunft, prinzipiell, die Wissenschaft, an.
Wenn du das als Leitidee oder das streben nach Wahrheit auch anerkennst, dann können wir uns darauf einigen.

Wem genau messen denn chinesische Agnosiker keinen Spielraum zu? Der Übergeordneten Gesetzmäßigkeit? In welcher Weise nehmen Chinesen denn die Gesetzmäßigkeit weniger an als Agnostiker in Europa?

Für mich gibt es weder einen Menschlichen noch Unmenschlichen Gott, weil ich einfach nicht weiß, wozu man ihn brauchen sollte. Moral hat nichts mit Gott/Glauben zu tun.
Glauben ist meiner Meinung nur ein anderes Wort für Unwissen und darin verharren.

Die höhre Gesetzmäßigkeit schaffen wir Menschen uns selbt. Wie die Moral. Das ist auch Glaube, nur anders formuliert.
Die höhere Gesetzmäßigkeit ist mehr eine Selbstorganisation der Menschen, damit ein Miteinander von so vielen möglich wird.
Aber diese höhere Gesetzmäßigkeit ist weder statisch, noch "Gott gegeben" noch permanent.

Und wieso nimmst du dir heraus, urteilen zu dürfen was unkultivert ist? Wer bestimmt, was Kultur ist?

Und bitte gib dir mal einen anderen Namen als "Gast", das ist echt anstrengend mit den ganzen Gästen hier!
Wer glaubt etwas zu sein, hat aufgehört etwas zu werden. - Rudolf Herzog (1869-1943)
Gast

Beitrag von Gast »

Pengembara hat geschrieben:Ich biete als Gegenidee die Mathematik/Physik/Logik/Vernunft, prinzipiell, die Wissenschaft, an.
Wenn du das als Leitidee oder das streben nach Wahrheit auch anerkennst, dann können wir uns darauf einigen.

Wem genau messen denn chinesische Agnosiker keinen Spielraum zu? Der Übergeordneten Gesetzmäßigkeit? In welcher Weise nehmen Chinesen denn die Gesetzmäßigkeit weniger an als Agnostiker in Europa?

Für mich gibt es weder einen Menschlichen noch Unmenschlichen Gott, weil ich einfach nicht weiß, wozu man ihn brauchen sollte. Moral hat nichts mit Gott/Glauben zu tun.
Glauben ist meiner Meinung nur ein anderes Wort für Unwissen und darin verharren.

Die höhre Gesetzmäßigkeit schaffen wir Menschen uns selbt. Wie die Moral. Das ist auch Glaube, nur anders formuliert.
Die höhere Gesetzmäßigkeit ist mehr eine Selbstorganisation der Menschen, damit ein Miteinander von so vielen möglich wird.
Aber diese höhere Gesetzmäßigkeit ist weder statisch, noch "Gott gegeben" noch permanent.

Und wieso nimmst du dir heraus, urteilen zu dürfen was unkultivert ist? Wer bestimmt, was Kultur ist?

Und bitte gib dir mal einen anderen Namen als "Gast", das ist echt anstrengend mit den ganzen Gästen hier!

Logik, Mathematik, etc. sind Wissenschaften. Wissenschaft hat mit Glaube nichts zu tun. Oder kannst du etwa beweisen, dass es eine höhere Gesetzmässigkeit gibt oder nicht gibt? Du wärst der Erste.

In China beruft sich kein einziges Gesetz auf eine übergeordnete Ordnung. Das meine ich.

Für dich hat vielleicht Gott nichts mit Moral zu tun. Aber ohne Anerkennung einer höheren Gesetzmässigkeit für den Menschen kann es auch keine menschliche Moral geben. Denn würdest du zulassen, dass ein universelles Gesetz nicht nach menschlicher Moral funktionieren würde, dann könntest du dir gleich die Kugel geben. Unser ganzes Schaffen und Denken basieren auf einer bestimmten Moral, unsere gesamte Kultur fusst darauf.

Ich nehme mir heraus urteilen zu dürfen was kultiviert ist, weil es schlichtweg meine Meinung ist. Nur Fundamentalisten haben Probleme mit anderen Meinungen, wie z.B. du oder Devurandum. Vielfach aber ist dieser Fundamentalismus nur bedingt durch ein unreifes Lebensalter. Und deshalb ist Errettung möglich.

Ist doch egal, wie ich auftrete. Gast ist gut und korrekt. Meine Meinung ist meine Meinung. Ob ich nun Gast heisse oder anders. Schon wieder Probleme mit Meinungen?

Echt, gerade in denjenigen Kreisen, christliches Zentraleuropa, wo man Aufgeklärtheit erwarten würden, ist sie nicht vorhanden. Vielmehr habt ihr einerseits nicht einmal Mut, jemandem wie mir Paroli oder die Stirn zu bieten, und zwar nur deshalb, weil ich mich als Muslim geoutet habe. Und andererseits weil ihr selbst unfähig seid, in euren eigenen Reihen die Fundamentalisten, wie Devurandum, ein für allemal mundtot zu machen.

Euch fehlt es eindeutig an Mut. Mut, eure Meinung zu sagen, und Mut die Fundamentalisten als solche zu outen und euch gegen sie zu stellen. Schaut euch an im Spiegel! Das seid ihr!

Nachtrag: Praktisch alle westlichen Verfassungen haben in ihren Präambeln einen Bezug zu einer höheren Gesetzgebung, welche vom Menschen nicht kann beeinflusst werden. Ausser Frankreich, und eben auch China.
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Beitrag von Pengembara »

Genau, Wissenschaft ist kein Glaube, deshalb mir ja so symphatisch.
Deine Meinung ist also die einzig wahre... ehm ja, du darft urteilen was Kultur ist und was nicht, ehm ja... Du erkennst anderer Leute Meinung an... ehm ja.

Außerdem informier dich bitte mal was Fundamentalist bedeutet und hör auf damit die Leute zu beschimpfen.

Ich erkenne gerne andere Meinungen an, aber ich beschließe jetzt für mich dass ich mit diesem demagogischen Gast unter Tausenden nicht mehr diskutieren möchte.

Ich wünsche dir noch einen schönen Tag!
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Beitrag von Gast »

Dein Problem ist, dass du NUR die Wissenschaft anerkennst. Dein Denken ist sehr einfach und unerfahren.
Aber auch das ist eine Form des Fundamentalismus.

Und auch Fundamentalismus ist es, wenn man sich nicht aktiv gegen Fundamentalismus ausspricht, weil man den Mut nicht hat, oder das Verständnis nicht. Wissennotstand ist leider immernoch Eigenverschulden, auch heute noch, aber keine Entschuldigung oder Rechtfertigung.

Auch dir einen schönen Tag noch. Hat mich gefreut mich mit dir austauschen zu können.
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Beitrag von fankeqian »

Pengembara hat geschrieben:Ich biete als Gegenidee die Mathematik/Physik/Logik/Vernunft, prinzipiell, die Wissenschaft, an. (...)
Die höhre Gesetzmäßigkeit schaffen wir Menschen uns selbt. Wie die Moral. Das ist auch Glaube, nur anders formuliert.
Die höhere Gesetzmäßigkeit ist mehr eine Selbstorganisation der Menschen, damit ein Miteinander von so vielen möglich wird.
hallo Pengembara,
als denkanstoß biete ich mal wieder meinen lieblingspolemiker Henryk M. Broder aus dem Spiegel im gespräch mit einem intellektuellen türken auf. es lohnt sich wirklich das interview zu ende zu lesen, weil im hinteren teil die beiden genau über das thema dieses threads sprechen.

http://www.spiegel.de/kultur/gesellscha ... 49,00.html

zwei, drei kleine zitate daraus:

Zaimoglu: Ich kann mir keine Vorstellung von Gott machen. ich weiß nicht, wie er aussieht. (...) Ich bin sozusagen ein Gottgläubiger mit dem Rücken an der Wand. Ich habe keine Argumente. Ich brauche für meinen Alltag, für meine Liebe, für meine Gefühle Gott nicht. Aber immer vor dem Einschlafen, wenn ich schon im Bett liege, sage ich: "Allmächtiger, du bist so schön!" Mehr nicht.

Broder: Ich dagegen sage manchmal: "Wo warst Du, als Großmutter Broder ins Lager gebracht wurde?" Oder: "Womit warst Du beschäftigt, als im World Trade Center 3000 Menschen starben?" Damit gewinnt Gott ein anderes Aussehen.

Zaimoglu: Das Einzige, was ein Gottgläubiger angesichts solcher Fragen machen kann, ist: das Maul zu halten. Ich weiß auch keine guten Antworten.
(...)
Zaimoglu: Da muss ich eine Schwäche eingestehen: Mein Glaube an die Aufklärung ist nicht so groß. (...) ich weiß, dass die Aufklärung die Konzentrationslager nicht verhindert hat. Wie kann ich da ein Freund der Aufklärung sein? Wie kann man nach dem Dritten Reich an die Aufklärung glauben?"

ich wollte auch schon dieser tage meinen beitrag zum derzeit anlaufenden "clash of civilizations" leisten. nach der welle der empörung über die karikaturen seitens der muslime wollte ich meiner empörung über die drohende todesstrafe für den afghanischen konvertiten Abdul Rahman ausdruck verleihen und das konterfei des afghanischen präsidenten Kazai vor dem afghanischen konsulat hier in Hamburg verbrennen. aber zahlreiche geschäftstermine haben mich so lange davon abgehalten, bis dieser christ - leidergottes - zu früh freigesetzt wurde. so wie es aber aussieht, die nächste gelegenheit wird nicht lange auf sich warten lassen. und ich habe dann hoffentlich etwas mehr zeit, um so zwischendurch in der mittagspause einen türkischen dönerimbiss mit schweineblut zu beschmieren oder einen afghanischen kulturverein zu verwüsten.

glaube hin, aufklärung her. steinigung von ehebrecherinnen oder atombombe als beliebiger ausdruck der beiden richtungen - mir scheint es wie die wahl zwischen teufel und belzebub.
FKQ
ein paar fotos zum angucken
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fankeqian
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Beitrag von fankeqian »

Pengembara hat geschrieben:Genau, Wissenschaft ist kein Glaube, deshalb mir ja so symphatisch.
wenn ich nur wüsste, an welchen stand der wissenschaft ich mich halten soll! an den von vor 5, 20 oder 75 jahren? die wechselt doch alle paar jahre ihre paradigmen und erklärt das, was noch gestern als dogma galt, heute schon wieder zum fehler. wie soll ich mich daran halten?!

FKQ
ein paar fotos zum angucken
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Beitrag von Gast »

Die Hoffnung erlischt zuletzt. Es gibt also noch intelligente Leute auf dieser Welt.

Wissenschaft ist nur eine Betrachtung unter vielen. Sie ist ein Werkzeug zu einem besseren Verständnis, und sie ist stetig am wachsen, im Idealfall. Aber als Erklärungsversuch für alles in dieser Welt? Bei Gott, so eine Dummheit!
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