Schreckliches (Schnell) Zugunglueck
Re: Schreckliches (Schnell) Zugunglueck
Haben Züge nicht sowas wie GPS, die auch einem Stromausfall funktionieren und anzeigen wo sich ein Zug befindet? Wie kann dann ein anderer auffahren?
Entweder gibt es sowas nicht, zu geringer Abstand oder irgendein anderer Fehler.
Nebenbei: Wieso wird sofort wieder nach Vergleichen gesucht? Ob nun ICEs scheiße sind, hat nix damit zu tun, dass es in China gekracht hat.
Entweder gibt es sowas nicht, zu geringer Abstand oder irgendein anderer Fehler.
Nebenbei: Wieso wird sofort wieder nach Vergleichen gesucht? Ob nun ICEs scheiße sind, hat nix damit zu tun, dass es in China gekracht hat.
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Re: Schreckliches (Schnell) Zugunglueck
Robbe, wenn die Bremsen elektrisch gesteuert sind bringt auch ein Notstrom GPS relativ wenig. Zumal ein Schnellzug bei einer Vollbremsung (Notbremse sollte ja immer funktionieren) mindestens(!) 1-2 km zurücklegt.
300 km/h sind immerhin knapp 90 m/s, und da haste nach ein paar Sekunden schon deinen Kilometer..
Edith meint: nach kurzer Internetsuche in mehreren Bahnforen braucht ein ICE3 zwischen 2 und 3.5 km. Im günstigsten Falle..
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Re: Schreckliches (Schnell) Zugunglueck
Und genau deswegen, sollte sowas automatisch funktionieren und der Abstand auf die Geschwindigkeit angepasst sein. Auch wenn der Strom ausfällt. Das ist kein Szenario, dass sich Hollywood ausdenkt, sowas ist ein gängiges Problem.wingtsun hat geschrieben:Robbe, wenn die Bremsen elektrisch gesteuert sind bringt auch ein Notstrom GPS relativ wenig. Zumal ein Schnellzug bei einer Vollbremsung (Notbremse sollte ja immer funktionieren) mindestens(!) 1-2 km zurücklegt.
300 km/h sind immerhin knapp 90 m/s, und da haste nach ein paar Sekunden schon deinen Kilometer..
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Re: Schreckliches (Schnell) Zugunglueck
Wie soll das deiner Meinung nach gehen?
Kein Strom, kein Funk (nehme mal an, dass die Sendemasten auch betroffen waren), usw.
Und mit einfachem 2m-Band kannst du auf lange Distanz nicht funken. 4m-Band braucht wieder Strom für eine Relaisstation.. Klappt auch nicht.
Kein Strom, kein Funk (nehme mal an, dass die Sendemasten auch betroffen waren), usw.
Und mit einfachem 2m-Band kannst du auf lange Distanz nicht funken. 4m-Band braucht wieder Strom für eine Relaisstation.. Klappt auch nicht.
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Re: Schreckliches (Schnell) Zugunglueck
Gibt sowas, nennt sich Satellit. Außerdem gibt es Techniken/Mechanismen, die bei einem Stromausfall anspringen.
Tut mir Leid, wenn ich kein Experte bin. Diese Problem ist bekannt und kann mit Sicherheit umgangen werden.
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Re: Schreckliches (Schnell) Zugunglueck
Ich denke die Züge verfügen über so ein System, .. Wer weiss was der wahre Grund ist..
Edit: das Streckennetz ist mit einem Compuergesteuerten System abgedeckt, dass Zuege automatisiert steuert..
Edit: das Streckennetz ist mit einem Compuergesteuerten System abgedeckt, dass Zuege automatisiert steuert..
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Re: Schreckliches (Schnell) Zugunglueck
Ich kenn die genaue Situation in China nicht, aber in der Schweiz existiert ein System, durch welches der Standort jedes einzelnen Zugwagens zu jedem Zeitpunkt bekannt ist. Jeder Streckenabschnitt, der von einem Zug befahren wird, wird geprüft und wenn ein Hindernis besteht muss der Zug anhalten (und schon bei entsprechenden Verdacht seine Geschwindigkeit stark verlangsamen). Und das, obwohl die Züge in der bergigen Schweiz doch eher langsam unterwegs sind.
Das war der Stand vor 10 Jahren - heute dürfte auf dem Gebiet noch einmal einigies gelaufen sein und ich gehe davon aus, dass das ganze jetzt Europaweit integriert ist.
In China wurde tatsächlich extrem überhastet gehandelt, man musste ja unbedingt bis am 90. Geburtstag der Partei fertig sein. Gerade hinsichtlich der Tatsache, dass Menschen eben Fehler machen, ist eine sorgfältige Überprüfung und ein langsames Herauffahren eines Betriebs bei Neuentwicklungen unumgänglich - gerade in China, wo gerne ein bisschen freizügig mit der Dokumentation von Bauteilen umgegangen wird...
Selbst modernste Computersimulationen können Fehler aufweisen und die Kräfte, die auf bestimmte Bauteile wirken, unterschätzen - eine Tatsache, die wohl jedes Industrieunternehmen der Welt bereits schmerzlich erfahren haben dürfte...
Das war der Stand vor 10 Jahren - heute dürfte auf dem Gebiet noch einmal einigies gelaufen sein und ich gehe davon aus, dass das ganze jetzt Europaweit integriert ist.
In China wurde tatsächlich extrem überhastet gehandelt, man musste ja unbedingt bis am 90. Geburtstag der Partei fertig sein. Gerade hinsichtlich der Tatsache, dass Menschen eben Fehler machen, ist eine sorgfältige Überprüfung und ein langsames Herauffahren eines Betriebs bei Neuentwicklungen unumgänglich - gerade in China, wo gerne ein bisschen freizügig mit der Dokumentation von Bauteilen umgegangen wird...
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Erst wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fluss gestaut und der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen, dass man Biber nicht essen kann!
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Re: Schreckliches (Schnell) Zugunglueck
Also ein Bahnsystem funktioniert i.d.R. ungefaehr so:
Strecke wird in Bloecke eingeteilt, die groesser als der Bremsweg eines Zuges sind. Faehrt ein Zug in einen Block ein, wird dieser gesperrt und bei der Ausfahrt wieder freigegeben. Droht ein Zug in einen gesperrten Block einzufahren wird er (not-)gebremst.
In China ist nun ein voll funktionstuechtiger Zug in einen Zug gefahren der aufgrund eines Defekts liegengeblieben war. Sowas kann nur passieren, wenn massiv gepfuscht wurde. Faellt alle Kommunikation aus kann der Zug nicht das verlassen seines Blockes melden, also muss dieser Block gesperrt bleiben und der hinterherfahrende Zug haette gebremst werden muessen. Dieses Beispiel zeigt, dass selbst bei den "modernen" D-Zuegen in China nichtmal minimale Sicherheitsmechanismen greifen.
Es gibt auch Systeme bei denen ein Zug einen Block hinter sich herzieht der gesperrt ist. Hier muesste im Falle des Kommunikationsverlusts fuer hinterherfahrende Zuege von einer Notbremsung ausgegangen werden und der Block muesste stillstehen. Auch hier alles ganz simpel.
Ich hoffe das wird mit dem noetigen Ernst aufgearbeitet. Ich hatte bei der chineischen Bahn eigtl. immer ein sehr sicheres Gefuehl. Ich denke der befohlene Akkordbau wird am Ende als Ursache erkannt werden. Uebrigens kann ein Stromausfall - der im auffahrenden Zug hier sowieso nicht vorlag - nie die Ausrede fuer nicht erfolgte Bremsungen sein. Zugbremsen werden durch Druck offen gehalten und es gibt immer die Moeglichkeit mechanisch Druck abzulassen damit sich die Bremsen schliessen.
Strecke wird in Bloecke eingeteilt, die groesser als der Bremsweg eines Zuges sind. Faehrt ein Zug in einen Block ein, wird dieser gesperrt und bei der Ausfahrt wieder freigegeben. Droht ein Zug in einen gesperrten Block einzufahren wird er (not-)gebremst.
In China ist nun ein voll funktionstuechtiger Zug in einen Zug gefahren der aufgrund eines Defekts liegengeblieben war. Sowas kann nur passieren, wenn massiv gepfuscht wurde. Faellt alle Kommunikation aus kann der Zug nicht das verlassen seines Blockes melden, also muss dieser Block gesperrt bleiben und der hinterherfahrende Zug haette gebremst werden muessen. Dieses Beispiel zeigt, dass selbst bei den "modernen" D-Zuegen in China nichtmal minimale Sicherheitsmechanismen greifen.
Es gibt auch Systeme bei denen ein Zug einen Block hinter sich herzieht der gesperrt ist. Hier muesste im Falle des Kommunikationsverlusts fuer hinterherfahrende Zuege von einer Notbremsung ausgegangen werden und der Block muesste stillstehen. Auch hier alles ganz simpel.
Ich hoffe das wird mit dem noetigen Ernst aufgearbeitet. Ich hatte bei der chineischen Bahn eigtl. immer ein sehr sicheres Gefuehl. Ich denke der befohlene Akkordbau wird am Ende als Ursache erkannt werden. Uebrigens kann ein Stromausfall - der im auffahrenden Zug hier sowieso nicht vorlag - nie die Ausrede fuer nicht erfolgte Bremsungen sein. Zugbremsen werden durch Druck offen gehalten und es gibt immer die Moeglichkeit mechanisch Druck abzulassen damit sich die Bremsen schliessen.
Re: Schreckliches (Schnell) Zugunglueck
Ich habe von dem Unglück leider erst eben erfahren.
Was mich in diesem Moment glücklich macht, ist dass ich eine halbe Stunde bevor das Unglück geschah die Stelle passierte.
Ich war eigentlich bisher beeindruckte von den neuen Hochgeschwindigkeitszügen in China.
Schnell, butterweiches Fahrgefühl, funktionierende Klimaanlagen.
Da könnte sich die DB eine Scheibe davon abschneiden.
Aber jede neue Technik hatte bis jetzt ihr Unglück, so auch jetzt hier in China.
Sie werden daraus lernen, so wie auch die DB nach Eschede daraus gelernt hat.
Was mich in diesem Moment glücklich macht, ist dass ich eine halbe Stunde bevor das Unglück geschah die Stelle passierte.
Ich war eigentlich bisher beeindruckte von den neuen Hochgeschwindigkeitszügen in China.
Schnell, butterweiches Fahrgefühl, funktionierende Klimaanlagen.
Da könnte sich die DB eine Scheibe davon abschneiden.
Aber jede neue Technik hatte bis jetzt ihr Unglück, so auch jetzt hier in China.
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Re: Schreckliches (Schnell) Zugunglueck
Ich frage mich wenn der Strom ausfaellt warum dann nicht automatisch die Bremsen blockieren. So ist es bei deutschen Zuegen - Ohne Strom loesen die bremsen nicht ist wie beim LKWHannes hat geschrieben:Ich habe von dem Unglück leider erst eben erfahren.
Was mich in diesem Moment glücklich macht, ist dass ich eine halbe Stunde bevor das Unglück geschah die Stelle passierte.
Ich war eigentlich bisher beeindruckte von den neuen Hochgeschwindigkeitszügen in China.
Schnell, butterweiches Fahrgefühl, funktionierende Klimaanlagen.
Da könnte sich die DB eine Scheibe davon abschneiden.
Aber jede neue Technik hatte bis jetzt ihr Unglück, so auch jetzt hier in China.
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Shenzhen
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Re: Schreckliches (Schnell) Zugunglueck
Und was nuetzt das wenn von hinten ein Zug mit 300 Sachen ankommt?einfach-ich hat geschrieben:Ich frage mich wenn der Strom ausfaellt warum dann nicht automatisch die Bremsen blockieren. So ist es bei deutschen Zuegen - Ohne Strom loesen die bremsen nicht ist wie beim LKW
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Re: Schreckliches (Schnell) Zugunglueck
Auch nochmal für dich: der auffahrende Zug war voll funktionsfähig. Der Zug auf den aufgefahren wurde ist wegen Stromausfall liegen geblieben. Und hier liegt das wichtige Detail, das zeigt das dieser Unfall nur passieren kann, wenn nichtmal die grundlegendsten Sicherheitsmechanismen im Bahnverkehr greifen.wingtsun hat geschrieben:Wie soll das deiner Meinung nach gehen?
Kein Strom, kein Funk (nehme mal an, dass die Sendemasten auch betroffen waren), usw.
Und mit einfachem 2m-Band kannst du auf lange Distanz nicht funken. 4m-Band braucht wieder Strom für eine Relaisstation.. Klappt auch nicht.
Re: Schreckliches (Schnell) Zugunglueck
Dummerweise läßt sich das auch in Deutschland nicht vermeiden, daß Züge auf Hindernisse prallen, die da so auf den Gleisen rumliegen und -stehen.
Wenn das Unglück tatsächlich so abgelaufen ist, frage ich mich, warum der Zugführer des liegengebliebenen Zugs nicht einfach per Händie seine Leitwarte verständigt hat.
Wenn das Unglück tatsächlich so abgelaufen ist, frage ich mich, warum der Zugführer des liegengebliebenen Zugs nicht einfach per Händie seine Leitwarte verständigt hat.
久而久之越来越多人可以亲我屁股!
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Re: Schreckliches (Schnell) Zugunglueck
Shenzhen hat geschrieben:Und was nuetzt das wenn von hinten ein Zug mit 300 Sachen ankommt?einfach-ich hat geschrieben:Ich frage mich wenn der Strom ausfaellt warum dann nicht automatisch die Bremsen blockieren. So ist es bei deutschen Zuegen - Ohne Strom loesen die bremsen nicht ist wie beim LKW
auch der braucht strom zum fahren
oder hatte der eine zweite stromleitung dabei
Re: Schreckliches (Schnell) Zugunglueck
Hallo,
ich bin zur Zeit wieder im Urlaub in Wenzhou. Ungluecklicherweise hat sich der Unfall direkt vor unserem Balkon ereignet. Wir haben direkten Blick die Bahnlinie, die ca. nur 300m entfernt ist.
Ich kann ja mal etwas Background geben, so als fast Augenzeuge. Zumindest Hoerzeuge.
Zum Zeitpunkt des Unfalls war hier ein Wahnsinnsgewitter. Sowas kenne ich aus Deutschland zumindest nicht. Meine chinesische Familie nahm es eher locker, sagten dann aber doch im nachhinein das es ein Gewitter der schlimmeren Sorte war. Klar es war dunkel, aber es hat auch so heftig gestuermt und geregnet das man kaum was sehen konnte. Dazu natuerlich noch Blitze wie am Fliessband und Donner. Naja ich fand es, im Gegensatz zu meiner chinesischen Familie, doch einigermassen interessant und hatte die Balkontuer so einen Spalt auf und habe das Spektakel mit dem Handy aufgenommen. Allerdings nicht in Blickrichtung der Bahnlinie, das da was passiert konnte ja niemand ahnen und die Bahnlinie konnte man sowiso nicht sehen.
Es gab die ganze Zeit schon heftigste Donner, aber einer war so laut das ich fast schon annehmen muss das es der Unfall war.
Irgendwann verzog sich langsam das Gewitter und ich hoerte eine Polizeisirene. Moment erstmal mussten sich die Alarmanlagen der geparkten Autos beruhigen. Ich habe mir dabei nichts gedacht, das kennt man auch aus Deutschlands Grossstaedten, das nach Unwettern das Erste was man hoert eine Sirene ist, weil irgendwo was passiert ist.
Stutzig wurde ich aber das die Sirene nicht aufhoerte. Ich hatte keine Lust das die Kinder geweckt werden, die schon im Bett waren. Ich guckte also nach draussen und sah in Richtung der Bahnschienen zwei Polizeiautos mit Sirene und Blaulicht. Man muss scharf nach rechts gucken und sich etwas vorbeugen daher hatte ich zu dem Zeitpunkt noch nichts gesehen und aergerte mich fast schon das die die Sirene nicht ausmachen, wenn sie schon da parken.
Nach weiteren paar Minuten habe ich dann nochmal rausgeguckt und mir gedacht was ist denn da los. Ich meine es war fast stockdunkel und man hat ausser dem Blaulicht und den Scheinwerfern kaum was gesehen. Nach genauerem hinsehen sah ich dann da was seltsames auf dem Boden liegen. Ich habe mich dann etwas ueber den Balkon gebeugt und dann das von der Bruecke haengende Abteil gesehen und dann war alles klar. Ich muss sagen ich war im ersten Augenblick geschockt und konnte meinen Augen kaum trauen.
Im ersten Augenblick habe ich echt ueberlegt was ich jetzt machen soll. Ob ich mich schnell aufs Rad schwingen soll und hinfahre, aber die Polizei war ja schon vor Ort und ein Auslaender der nur einfachstes chinesisch spricht und Wenzhouhua ausser ein paar Woertern ueberhaupt nicht….
Also ich muss sagen, ganz objektiv, das es ueber ne halbe Stunde gedauert hat bis weitere Polizeiautos und irgendwann dann mal die erste Feuerwehr und Krankenwagen kamen. Ich weiss nicht wer die Polizei verstaendigt hat, ob es Anwohner oder jemand aus dem Zug war. Ich weiss auch ehrlich gesagt nicht was die zwei Polizeiautos da solange gemacht haben, bis wirklich Hilfe kam.
Naja und dazu kamen noch die ueblichen unverstaendlichen Verhaltensweisen.
Ich weiss nicht, ob es nur hier in Wenzhou so ist, aber Polizeiautos mit Sirene und Blaulicht, oder Krankenwagen werden nicht durchgelassen oder Platz gemacht. Auf Rueckfrage von mir mal kam von meinem Schwager die Antwort das Sirene und Blaulicht wohl oft missbraucht werden auch wenn kein Einsatz ist und deshalb keiner Platz macht. Naja ich kanns nicht nachvollziehen.
Die Strasse zum Unfallort war zumindest binnen kuerzester Zeit voller Menschen das kaum ein Durchkommen war. Sicher das Problem gibt es in jedem Land aber das was hier los war war schon extrem. Die Polizei musste erstmal die gesamte Strasse sperren und bewachen. Klar habe ich auch geguckt, aber ich war ja auf dem Balkon. Ich latsche ja nicht extra zum Unfallort um was sehen zu koennen.
Dann gingen die Rettungmasnahmen allerdings sehr zuegig. Im Minutentakt kamen Feuerwehr, Krankenwagen und Bergungsfahrzeuge und diese “schwarze” Polizei. Keine Ahnnung was die von der normalen unterscheidet.
Ich fands schon sehr traurig, meine chinesiche Familie war aber eher gelassen und anteilnahmslos Gut klar was soll man auch machen.
Beaengstigend auf jeden Fall, sind wir doch auch mit diesem Zug vor drei Wochen aus Shanghai gekommen. Wir wollten extra mal per Zug kommen und das ausprobieren.
Entgegen den Aeusserungen ist der Zug zu keinem Zeitpunkt schneller als 250 gefahren, oder es gibt noch einen schnellern.
Erst im Nachhinein habe ich erfahren das beide Zuege in die gleiche Richtung fuhren und der hintere auffuhr. Auch als Nichtfachmann muss doch gewaehrleistet sein das nachfolgende Zuege wissen, wenn die Strecke blockiert ist. Das er zu schnell ist kann doch kein Argument sein, zumal es vom Ungluecksort zum Bahnhof nur noch wenige Kilometer sind und die Zuege bestimmt nicht mehr mit Hoechstgeschwindigkeit dort fahren. Zumindest als ich sie die Tage vorher ofters gesehen habe, sahen sie nicht besonders schnell aus.
Jetzt ist das Meiste schon geborgen. Die Aufraeumarbeiten halten aber noch an.
Wir waren aber heute in Hengdian der Filmkulissenstadt. War ganz nett aber auch heiss ohne Ende.
Wie macht ihr das mit schulpflichtigen Kindern, wo nur die Sommerferien zum laengeren Urlaub moeglich sind?? Das ist ja moerderisch im Hochsommer hier. Ich bin jetzt schon das Siebte Mal in Wenzhou, aber natuerlich vorher nie im Hochsommer.
ich bin zur Zeit wieder im Urlaub in Wenzhou. Ungluecklicherweise hat sich der Unfall direkt vor unserem Balkon ereignet. Wir haben direkten Blick die Bahnlinie, die ca. nur 300m entfernt ist.
Ich kann ja mal etwas Background geben, so als fast Augenzeuge. Zumindest Hoerzeuge.
Zum Zeitpunkt des Unfalls war hier ein Wahnsinnsgewitter. Sowas kenne ich aus Deutschland zumindest nicht. Meine chinesische Familie nahm es eher locker, sagten dann aber doch im nachhinein das es ein Gewitter der schlimmeren Sorte war. Klar es war dunkel, aber es hat auch so heftig gestuermt und geregnet das man kaum was sehen konnte. Dazu natuerlich noch Blitze wie am Fliessband und Donner. Naja ich fand es, im Gegensatz zu meiner chinesischen Familie, doch einigermassen interessant und hatte die Balkontuer so einen Spalt auf und habe das Spektakel mit dem Handy aufgenommen. Allerdings nicht in Blickrichtung der Bahnlinie, das da was passiert konnte ja niemand ahnen und die Bahnlinie konnte man sowiso nicht sehen.
Es gab die ganze Zeit schon heftigste Donner, aber einer war so laut das ich fast schon annehmen muss das es der Unfall war.
Irgendwann verzog sich langsam das Gewitter und ich hoerte eine Polizeisirene. Moment erstmal mussten sich die Alarmanlagen der geparkten Autos beruhigen. Ich habe mir dabei nichts gedacht, das kennt man auch aus Deutschlands Grossstaedten, das nach Unwettern das Erste was man hoert eine Sirene ist, weil irgendwo was passiert ist.
Stutzig wurde ich aber das die Sirene nicht aufhoerte. Ich hatte keine Lust das die Kinder geweckt werden, die schon im Bett waren. Ich guckte also nach draussen und sah in Richtung der Bahnschienen zwei Polizeiautos mit Sirene und Blaulicht. Man muss scharf nach rechts gucken und sich etwas vorbeugen daher hatte ich zu dem Zeitpunkt noch nichts gesehen und aergerte mich fast schon das die die Sirene nicht ausmachen, wenn sie schon da parken.
Nach weiteren paar Minuten habe ich dann nochmal rausgeguckt und mir gedacht was ist denn da los. Ich meine es war fast stockdunkel und man hat ausser dem Blaulicht und den Scheinwerfern kaum was gesehen. Nach genauerem hinsehen sah ich dann da was seltsames auf dem Boden liegen. Ich habe mich dann etwas ueber den Balkon gebeugt und dann das von der Bruecke haengende Abteil gesehen und dann war alles klar. Ich muss sagen ich war im ersten Augenblick geschockt und konnte meinen Augen kaum trauen.
Im ersten Augenblick habe ich echt ueberlegt was ich jetzt machen soll. Ob ich mich schnell aufs Rad schwingen soll und hinfahre, aber die Polizei war ja schon vor Ort und ein Auslaender der nur einfachstes chinesisch spricht und Wenzhouhua ausser ein paar Woertern ueberhaupt nicht….
Also ich muss sagen, ganz objektiv, das es ueber ne halbe Stunde gedauert hat bis weitere Polizeiautos und irgendwann dann mal die erste Feuerwehr und Krankenwagen kamen. Ich weiss nicht wer die Polizei verstaendigt hat, ob es Anwohner oder jemand aus dem Zug war. Ich weiss auch ehrlich gesagt nicht was die zwei Polizeiautos da solange gemacht haben, bis wirklich Hilfe kam.
Naja und dazu kamen noch die ueblichen unverstaendlichen Verhaltensweisen.
Ich weiss nicht, ob es nur hier in Wenzhou so ist, aber Polizeiautos mit Sirene und Blaulicht, oder Krankenwagen werden nicht durchgelassen oder Platz gemacht. Auf Rueckfrage von mir mal kam von meinem Schwager die Antwort das Sirene und Blaulicht wohl oft missbraucht werden auch wenn kein Einsatz ist und deshalb keiner Platz macht. Naja ich kanns nicht nachvollziehen.
Die Strasse zum Unfallort war zumindest binnen kuerzester Zeit voller Menschen das kaum ein Durchkommen war. Sicher das Problem gibt es in jedem Land aber das was hier los war war schon extrem. Die Polizei musste erstmal die gesamte Strasse sperren und bewachen. Klar habe ich auch geguckt, aber ich war ja auf dem Balkon. Ich latsche ja nicht extra zum Unfallort um was sehen zu koennen.
Dann gingen die Rettungmasnahmen allerdings sehr zuegig. Im Minutentakt kamen Feuerwehr, Krankenwagen und Bergungsfahrzeuge und diese “schwarze” Polizei. Keine Ahnnung was die von der normalen unterscheidet.
Ich fands schon sehr traurig, meine chinesiche Familie war aber eher gelassen und anteilnahmslos Gut klar was soll man auch machen.
Beaengstigend auf jeden Fall, sind wir doch auch mit diesem Zug vor drei Wochen aus Shanghai gekommen. Wir wollten extra mal per Zug kommen und das ausprobieren.
Entgegen den Aeusserungen ist der Zug zu keinem Zeitpunkt schneller als 250 gefahren, oder es gibt noch einen schnellern.
Erst im Nachhinein habe ich erfahren das beide Zuege in die gleiche Richtung fuhren und der hintere auffuhr. Auch als Nichtfachmann muss doch gewaehrleistet sein das nachfolgende Zuege wissen, wenn die Strecke blockiert ist. Das er zu schnell ist kann doch kein Argument sein, zumal es vom Ungluecksort zum Bahnhof nur noch wenige Kilometer sind und die Zuege bestimmt nicht mehr mit Hoechstgeschwindigkeit dort fahren. Zumindest als ich sie die Tage vorher ofters gesehen habe, sahen sie nicht besonders schnell aus.
Jetzt ist das Meiste schon geborgen. Die Aufraeumarbeiten halten aber noch an.
Wir waren aber heute in Hengdian der Filmkulissenstadt. War ganz nett aber auch heiss ohne Ende.
Wie macht ihr das mit schulpflichtigen Kindern, wo nur die Sommerferien zum laengeren Urlaub moeglich sind?? Das ist ja moerderisch im Hochsommer hier. Ich bin jetzt schon das Siebte Mal in Wenzhou, aber natuerlich vorher nie im Hochsommer.
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