ingo_001 hat geschrieben:
Selbst zu "Analog"-Zeiten des Kalten Kriegs verschwanden Menschen buchstäblich (wurden entführt). Ob man Jemanden nun von WEst-Berlin in die DDR entführte oder Japaner nach NK - war alles relativ einfach ... und das wie gesagt noch lange bevors die globalisierte Welt gab (für die nk Führung hört ja die Welt bekanntlich an der eigenen Grenze auf).
Es dürfte heute ungleich einfacher sein jemanden verschwinden zu lassen, wenn man es den partout will.
Ja, das Verschwindenlassen von Leuten wird immer einfacher, das bringt die Technik mit sich. Daher muss der Staat auch transparenter werden.
Topas hat geschrieben:....die Verbindung "Gewohnheit" ( wegen wiederwahl ) und "Korruption" passt nicht. Weiderwahl bedeutet nicht gleich Zustimmung zu ein bisschen Korruption. Das ist auch nicht die Intention der Wähler.
Ich gebe nicht den Waehlern die Schuld, das Kohl Zeit hatte, seinen Sumpf auszubauen. Sondern dem Wahlsystem, in dem es eben nach wie vor moeglich ist, das eine Person seine Art zu regieren ueber die Zeit zum System auszubauen kann. Es ist ein logischer Fehler. Wenn D. als Demokratie gelten moechte, gehoert das repariert.
Vielleicht hast Du aber den Kontext nicht ganz parat, dein Smiley wirkt an der Stelle etwas wirr:
http://de.wikipedia.org/wiki/CDU-Spendenaff" target="_blank" target="_blank" target="_blankäre
In Sachen Korruption war in der Kohl Zeit noch Einiges mehr moeglich.
Topas hat geschrieben:
Auch das sei dahingestellt. Die Preisvergabe hat nichts mit den vorigen beiden Sätzen zu tun. Ob nun berechtigt oder nicht, sei mal dahingestellt.
Naja vielleicht etwas zu komprimiert geschrieben, hab halt nicht soviel Zeit.
Ich versuche Dir mal mit einer Frage weiterzuhelfen:
Findest Du es gerechtfertigt, das jemand der bewiesene Korruptionsvorwuerfe gegen seine Person einfach nur ablehnt und sich nicht dem Gesetz stellen will, das so jemand ausgezeichnet wird?
Topas hat geschrieben:
Öhm ...nein, nicht wirklich.
Transparenz ist die eine Geschichte. Effektivität und Effizienz die andere. Prozesse ( jetzt mal im abstrakten Sinne ) transparent zu machen, bedeutet nicht zwangsläufig mehr Effektivität/Effizienz. Die Folge ist mehr Kontrolle, durch das Volk. Aber wie gesagt, wenn Bild-Zeitung und Co mal eben wieder lospoltern, verändert sich die Meinung des Volkes wieder ( im affektiven Sinne ). Und wenn sich diese manipulierte und veränderte Meinung auf die durch maximale Transparenz erweiterte Kontrolle auswirkt.....naja, ob das so gut geht?
Es soll Leute geben, die sogar das Internet abschaffen wollen, weil es zu viele Meinungen darin gibt.
Topas hat geschrieben:Das System Demoratie erkrankt an Transparenz. Das würde nur dann funktionieren, wenn jeder Wähler politische Entscheidungen verstehen würde. ...
Nein, jedem muesste die Beteiligung ermoeglicht werden, die ihn nicht ueberfordert.
Topas hat geschrieben:Aber genau das ist das Problem. Viele wähler würden selbst bei Kenntis aller Prozesse nach ihren Gefühlen wählen, weil sie es nicht verstehen, oder nicht die Muße, Zeit oder sonstoges haben, um sich damit auseinander zu setzen.
Wie geasagt Beteiligung ist das Stichwort. Und eben nicht unbedingt, das alle irgendwas waehlen sollen. Mitbestimmung durch Beteiligung. Im Beteiligungsprozess soll sich herausstellen, wie und ueber was abgestimmt wird.
Wie gesagt die Rahmenbedingungen muessten richtg gesetzt werden. Vorraussetzung ist immer die Information, die wertneutral, schnell weiterverwertbar zur Verfuegung stehen muss.
Um das vorzubereiten koennte man die Beamten verwenden oder spaeter Mitarbeiter auf Zeit(Nicht Praktikanten, die Beamten!)
Topas hat geschrieben:Das in der freien Wirtschaft viele Dinge schneller von Statten gehen würden, als in amtlichen Instituionen hat auch weniger mit der fehlenden Transparenz zu tun, sondern vielmehr mit dem demokratischen Prinzip. In einer Firma gibt es einen Chef, der sagt klipp und klar, das er Investition x tätigen möchte. Punkt.
Dir fehlt da offensichtlich noch die Praxis. Vor einer Investitionsentscheidung steht ein meist laengerer Prozess, je nach dem worum es geht.
Es liesse sich alles einfacher gestalten, es liesse sich besser gestalten, wenn die Einzelheiten breiter diskutiert werden koennten. Das geht nur mit Transparenz. Du kannst in der jetzigen Form von Demokratie kaum was ueberpruefen, weil du einfach keinen Zugriff auf die Entscheidungsgrundlage hast. Das liegt auf der Hand.
Tatsaechlich bist Du jetzt sogar eher dazu verdammt, aus dem Bauch heraus zu entscheiden, weil Du nichts pruefen kannst. Wenn du mehr Vergleichsdaten haettest, koenntest Du eher pruefen, ob ein Konzept Unsinn ist oder nicht.
Um der buerokratischen Demokratie aus seinem Schlammassel zu helfen braucht es ein paar einfachere Regeln.
Zum Beispiel:
Zuerst mal Kontrolle des Staates durch den Buerger(Transparenz!) und dann kann man mal drueber reden (in einem demokratischen Land), was der Staat sich gegenueber dem Buerger erlauben darf.
Regeln bzw Gesetztexte werden von denjenigen abgesegnet, die sie betreffen und nicht von irgendwelchen Verwaltungsbeamten.
Mitarbeit fuer den Staat nur auf Zeit, entsprechend muessen Prozesse so gestaltet sein, das jeder damit umgehen kann. Unnoetige Verkomplizierungen muessen zwangslaeufig entfallen.
Mitarbeit fuer den Staat ist eine
Servicetaetigkeit.
Alle Daten, die der Staat produziert, sind auch die Daten der Buerger und gehoeren dem Buerger. Das ist eigentlich selbstverstaendlich.
Einfuehrung von Kinderparlamenten, Kinder sehen die Dinge klarer und unvoreingenommener.
usw usw
Ich habe jetzt heute abend auch keine Zeit mehr mir einen Staat auszudenken und Deutschland ist nicht mein Schicksal.
Viele Gruesse aus dem Freihafen
Hong Kong