Meine Kinder sollen mit nach China....

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Phytagoras
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Re: Meine Kinder sollen mit nach China....

Beitrag von Phytagoras »

Find das hier etwas seltsam. Vielleicht sehe ich aber nur ich das so:
Liebendgerne wuerde ich meinen Kindern das Allerbeste dieser Welt geben in Bezug Schulbildung geben was es nur gibt.
Natuerlich werden sie auch auf Bildung im Sinne der deutschen Schulbildung verzichten muessen.


Wenn Sie ihren Kindern das Beste geben wollen, warum lassen sie dann nicht einfach ihre Tochter in Deutschland um dort ihren Schulabschluss zu machen.
Ich bezweifle, dass es wirklich gut ankommt, wenn man nur Privatunterricht genießt.

Und für "normalen" chinesischen Schulunterricht könnten deine Kinder wohl selbst innerhalb von 1 Jahr nicht richtig einsteigen. Die chinesischen Kinder lernen nämlich nicht auch alle 3000-4000 Zeichen innerhalb eines Jahres.
Und doch werden sie wohl den Großteil davon brauchen.

Es ist nicht meine Erfahrung, da ich selber keine Kinder habe, sondern habe diesbzgl. nur meine Freundin gefragt, was sie theoretisch davon halten würde, wenn man mitten in der Pubertät nach China kommt und dort auf die Schule soll. Sie meinte es wäre fast unmöglich, es sei denn man ist ein Genie.

Und zu Ihrem Sohn. Ich denke in Deutschland stehen die Chancen mit einem Realschulabschluss besser als in China. Es hat schon einen Grund, warum viele junge Chinesen auf die Uni gehen.


Und was Babs anspricht bzgl. internationaler oder englischer Schule. Da wäre es natürlich schön zu erfahren, wie es um die Englischkenntnisse des Sohnes und der Tochter steht.

Und noch was. Bzgl. der Ausbildung Groß-und Außenhandel. Es ist doch, jedenfalls in unserer Region, schwer mit "nur" Realschulabschluss eine Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann zu bekommen.
Meine Schwester hat so eine Ausbildung gemacht und hat Abitur. Und ihre "Kollegen" in der Berufsschule waren auch alles Abiturienten.
Sie werden hier in Nanning Dinge lernen (auch durch den Privatlehrer) die in Deutschland nicht moeglich waeren.
Und die wären? Sicher. Erfahrungen macht man immer in einem anderen Land, lernen tut man auch. Meinen Sie diesen Satz nun auf Bildung bezogen oder auf die Erfahrungen?


Sonst sehe ich das ganze so ähnlich wie VielUntewegs. Lieber erstmal in den Sommerferien die Kinder "rüberholen" und dann schauen, wie es ihnen dort gefällt anstatt direkt alle Kontakte abzubrechen.
Gerade in dem Alter deiner Tochter, selbst wenn Sie meinen, dass die Familie damit umgehen kann, wäre ich mir bei der Tochter nicht so sicher. Man hat Freunde, eine "eigene" Stadt, bildet eine eigene Identität und nun soll das alles erstmal "abgebrochen" werden, weil die Mutter nach China will...
Wenn meine Eltern in dem Alter gesagt hätten, dass ich mit in ein anderes Land soll, wäre ich ziemlich angefressen. Und das müssen die Eltern nicht mal wirklich erfahren, wie es dann in so einem Kind aussieht.
Habe viele Fälle von "Gute Miene zum bösen Spiel" erlebt.



Edit: Oh. Ist ein wenig lang geworden. Ich betone nochmal, dass dies meine Meinung zum Thema ist :D
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ItsmeSusan
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Re: Meine Kinder sollen mit nach China....

Beitrag von ItsmeSusan »

Liebe Leser und Schreiber,

erst einmal wieder vielen Dank fuer die vielen kritischen Beitraege (seufz), vielen Dank Babs fuer Dein sehr positives Statement.

Ich moechte mich nicht verteidigen was den Chinaaufenthalt meiner Kinder angeht, dennoch moechte ich gerne den vielen Kritikern mitteilen:

Meine Kinder muessen ueberhaupt nicht sofort mit nach China. Sie werden zunaechst im Winter fuer einen ersten vierwoechigen Besuch hierher kommen. Eine entgueltige Entscheidung wird es erst im kommenden Sommer geben, die Kinder werden bei dieser Entscheidung mit einbezogen.

China wird fuer die Kinder kein Onewayticket sein!!!

Was den Schulbesuch meiner 13jaehrigen Tochter angeht: Meine Tochter hat eine sehr starke Lernbehinderung, leider wird sie niemals ein Abitur egal in welchem Land machen koennen. Einen sehr grossen Teil des ihr zu vermittelnden Lernstoffes muss sie sich zuhause mit Hilfe erarbeiten, sie wird zwar im Klassenverbund unterrichtet, bekommt aber gesonderte Aufgaben. Es ist noch nicht absehbar ob sie einen Schulabschluss wird machen koennen. Ich koennte mir vorstellen, dass ein Privatunterricht hier in Nanning sie vielleicht sogar staerken wuerde aber vorraussehen koennen wir das alles natuerlich noch nicht.
Es gibt eine kleine internationale Schule in Nanning, nicht unweiht unserer Wohnung. Unser Privatlehrer, der chinesische Kinder in Englisch und Deutsch unterrichtet kann uns einen ersten Kontakt vermitteln. Aufgrund der Lernproblematik meiner Tochter wuerden wir aber wohl einen Privatlehrer vorziehen.

Liebe Gruesse, Susan. Ich hatte nicht erwartet, dass das leicht wird.
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corneta
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Re: Meine Kinder sollen mit nach China....

Beitrag von corneta »

ItsmeSusan hat geschrieben:Meine Tochter hat eine sehr starke Lernbehinderung, leider wird sie niemals ein Abitur egal in welchem Land machen koennen. Einen sehr grossen Teil des ihr zu vermittelnden Lernstoffes muss sie sich zuhause mit Hilfe erarbeiten, sie wird zwar im Klassenverbund unterrichtet, bekommt aber gesonderte Aufgaben. Es ist noch nicht absehbar ob sie einen Schulabschluss wird machen koennen. Ich koennte mir vorstellen, dass ein Privatunterricht hier in Nanning sie vielleicht sogar staerken wuerde aber vorraussehen koennen wir das alles natuerlich noch nicht.
Um es mal kurz zusammenzufassen:
Deine Tochter spricht wahrscheinlich eher kein Englisch und sie wird große Schwierigkeiten haben, Chinesisch zu lernen. Ihr sozialer Kontakt wird sich also ausschließlich auf die Familie und den eventuellen Privatlehrer beschränken. Das ist aber nicht dein Ernst, oder? Deiner Tochter wird aufgrund der Sprachbarriere jede Möglichkeit fehlen, sich Freunde zu suchen und die sind die Vorraussetzung dafür, dass sie aus dem Projekt irgendetwas positives für sich herrauszieht. Ein Umzug nach China würde ihre Selbstständigkeit auf 0 herunterreduzieren und du hättest das Gegenteil von dem erreicht, was du wolltest.

Nur um das nochmal klarzustellen:
Grundsätzlich bin ich auch der Ansicht, dass für Kinder ein Aufenthalt im Ausland für die Entwicklung sehr von Vorteil sein kann. Entscheidend ist aber, dass man ihnen egal wo auf dieser Welt die Möglichkeit bieten sollte, sich ein intaktes soziales Umfeld zu schaffen und Freunde zu finden. Die Eltern sollten als Vorbild fungieren und den Kindern vorleben, dass andere Kulturen ebenso eine Dahseinsberechtigung haben und dass es eben nicht das Ziel ist, alles zu europäisieren. Denn genau darin liegt ja das wertvolle. Wenn ich es als Erwachsener aber noch nicht mal schaffe, der Ay einen gewissen Respekt entgegenzubringen und den Sinn meines Aufenthalts darin sehe, den Menschen in einem Entwicklungsland Kultur beizubringen, dann geht das ganze nach hinten los.

corneta, die vielleicht ein wenig übers Ziel hinausschießt, es aber im Sinne der Kinder nur gut meint.
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f.bauhaus
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Re: Meine Kinder sollen mit nach China....

Beitrag von f.bauhaus »

Babs hat geschrieben:Ich bin ziemlich entsetzt über all die Unkenrufe hier :shock: :D

Liebe Susan,

jaaa, nimm Deine Kinder mit nach China, notfalls auch gegen ihren Willen :wink:
Es ist das Beste, was Du für sie tun kannst. Schicke beide auf eine internationale oder englische Schule (Dein Sohn könnte da einen College Abschluss machen) und ziehe das mit dem Chinesischunterricht durch. Sie werden später eh nach Deutschland zurückkehren müssen, weil der Konkurrenzkampf auf dem chinesischen Arbeitsmarkt einfach zu groß ist. In Deutschland aber werden sie mit ihren Chinesischkenntnissen und der Erfahrung in China weit aus dem Durchschnitt herausragen und von daher die besten Chancen für einen Ausbildungsplatz haben. Und falls das alles doch nicht so klappen sollte, dann können sie in Deutschland immer noch jeden möglichen Schulabschluss nachmachen.

Ich wünsche Euch auf jeden Fall viel Glück!

Babs
Liebe Babs, was du da vorschlägst,verschlägt mir gelinde gesagt die Sprache,hast du ne rosa rote Brille auf oder wie?
Erfahrung sagt mir, sobald Kinder etwas nicht wollen, schalten die auf Stur,und wenn du sagst, gegen ihren Willen mitnehmen, dann sehe ich das als Beraubung persönlicher Entfaltung an, da kann man nur mit dem Kopf schütteln,, :evil:
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Babs
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Re: Meine Kinder sollen mit nach China....

Beitrag von Babs »

Keine Panik, lieber Herr Obi! Der Zwinker-Smilie hinter dem Satz müsste eigentlich klarmachen, dass das "gegen ihren Willen" nicht wörtlich gemeint war. :|
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domasla
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Re: Meine Kinder sollen mit nach China....

Beitrag von domasla »

corneta hat geschrieben:Deiner Tochter wird aufgrund der Sprachbarriere jede Möglichkeit fehlen, sich Freunde zu suchen
Vielleicht Studentinnen suchen, die am Wochenende deutsche Aussprache trainieren möchten. Könnte einen Entwicklungsschubs auslösen. Auf beiden Seiten.

D., der die Hoffnung nicht so schnell aufgibt.
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ItsmeSusan
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Re: Meine Kinder sollen mit nach China....

Beitrag von ItsmeSusan »

Liebe Leser und Schreiber,

tja, irgendwie laeuft dieser Thread nicht so wie ich gehofft habe. Natuerlich habe ich sehr wohl mit kritischen Beitraegen berichtet, aber irgendwie fuehle ich hier meine Erziehungsfaehigkeit kritisiert. Wir haben sehr wohl die Perspektive fuer die Kinder im Vorlauf kritisch betrachtet, eben weil es China ist und nicht England. Zum Beispiel. Wir sind uns sehr wohl darueber im Klaren, dass es fuer die Kinder schwer sein wird, aber nach wie vor sehe ich auch eine Chance fuer die Kinder, auch fuer meine Tochter. Ich denke, manche Dinge sind ueber die Ferne ohne Kenntnis der Person schwer zu beurteilen.

Irgendwie hatte ich auf mehr konstruktive Beitraege, Erfahrungen, Tipps gehofft. Hier moechte ich nicht den Eindruck entstehen lassen die mutigen Schreiber zu kritisieren. Viele der Kritiken kann ich verstehen, habe ich mir doch im Vorfeld ueber Viele dieser Punkte Gedanken gemacht, geforscht, Antworten gesucht. Deshalb auch mein Posting hier.

Ich werde mir weiter Gedanken machen, werde diese und auch diese hier geschriebenen Kritiken sicherlich in den Entscheidungsprozess mit einfliessen lassen.
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Phytagoras
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Re: Meine Kinder sollen mit nach China....

Beitrag von Phytagoras »

Zum Beispiel. Wir sind uns sehr wohl darueber im Klaren, dass es fuer die Kinder schwer sein wird, aber nach wie vor sehe ich auch eine Chance fuer die Kinder, auch fuer meine Tochter.
Naja. Ich glaube für "uns" sieht es halt nur sehr seltsam aus, wenn Sie ihre Tochter mitnehmen die, wie sie sagen, eine Lernbehinderung hat.

Wie corneta schon sagte. Sie wird wahrscheinlich bei so einer Lernbehinderung wenig Englisch können und dann soll sie nun Chinesisch lernen, was (meiner Meinung nach) noch um ein Vielfaches schwerer ist, da die Sprache im Gegensatz zu Englisch kaum Gemeinsamkeiten aufweist.

Wenn (ich kenne die Englischkenntnisse ihrer Tochter nicht) ihr Englisch schon nicht gut ist, wie soll dann ihr Chinesisch werden und wie soll sie mit ihrer Umwelt und mit Ihrergleichen heißt andere chinesischen Teenies kommunizieren?

Zudem. Wenn es nicht mal absehbar ist für die Tochter in Deutschland einen Schulabschluss zu bekommen, dann wird sie es in China denke ich noch schwerer haben.
Sie wollen doch nicht, dass ihre Tochter irgendwo in einer chinesischen Fabrik irgendwas monotones zusammenschustert, jeden Tag, bis an ihr Lebensende, oder?
Ich denke, manche Dinge sind ueber die Ferne ohne Kenntnis der Person schwer zu beurteilen.
Sicher. Wir beurteilen ja nur das, was Sie schreiben. Und aus dem her macht man sich halt so seine Gedanken.
Wir haben sehr wohl die Perspektive fuer die Kinder im Vorlauf kritisch betrachtet, eben weil es China ist und nicht England.
Naja. Sie sagten aber auch, dass ihr Sohn eine Ausbildung im Groß- und Außenhandel anstrebt. Aber wie ich schon schrieb, so ist es in unserer Region jedenfalls, reicht ein Realschulabschluss nicht mehr aus. Die Zeiten haben sich (leider) geändert. Wie schon geschrieben. In der Berufsschule meiner Schwester hatten alle, die Groß- und Außenhandel gemacht haben, Abitur.
Und wenn es 3 Bewerber gibt, 2 mit Abitur, 1 mit Realschulabschluss, dann nimmt der Arbeitgeber im Normalfall die mit der höheren Qualifikation, egal was sonstige Qualitäten sind.
So sieht es leider heutzutage aus.

Wünsche Ihnen dennoch das Beste.
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ItsmeSusan
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Re: Meine Kinder sollen mit nach China....

Beitrag von ItsmeSusan »

Vielen Dank fuer die guten Wuensche.
Da meine Tochter bisher nur unzureichend Englisch lernen konnte, was aber eher an dem deutschen Schulsystem scheiterten, denn an ihrem Lernvermoegen, bin ich guter Hoffnung dass sie hier wird Chinesisch lernen koennen. Wie gesagt, es wird ein deutsch sprechender Lehrer und eine Alltagsbegleitung fuer sie geben.

Mein Sohn soll hier erst einmal im ersten Jahr seine Englischkenntnisse ausbauen und seine Chinesisch lernen soweit er eben kommt. Es gibt eine Auswahlverfahren fuer die Duale Ausbildung in Hong Kong, dabei bin ich aufgrund verschiedener Basisbedingungen guter Hoffnung. Mein Sohn erfuellt mehr als die Mindestanforderungen fuer diese Ausbildung.
Und: Die Kinder muessen nicht auf immer und ewig in China bleiben. Sie koennen und sollen mitnehmen, was man aus solch einer Lebenserfahrung mitnehmen kann. Mein Sohn kann weiter an einer Ausbildung in Deutschland arbeiten, das Lernen ist nicht mit einer ersten Berufsausbildung abgeschlossen.

Auch meine Tochter wird sicher irgendwann nach Deutschland zurueckkehren, sie wird hier ganz sicher nicht in einer Fabrik arbeiten.
aquadraht
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Re: Meine Kinder sollen mit nach China....

Beitrag von aquadraht »

Phytagoras hat geschrieben:Naja. Ich glaube für "uns" sieht es halt nur sehr seltsam aus, wenn Sie ihre Tochter mitnehmen die, wie sie sagen, eine Lernbehinderung hat.
Für Dich vielleicht. Wie viele Kinder hast Du? Wir hatten Lernprobleme bei zwei Kindern (die eine davon hat später ein naturwissenschaftliches Studium mit Auszeichnung abgeschlossen). Ich halte in solchen Fällen das Engagement der Eltern für das Wichtigste- und sehr viel Geduld.
Wie corneta schon sagte. Sie wird wahrscheinlich bei so einer Lernbehinderung wenig Englisch können und dann soll sie nun Chinesisch lernen

Susan schrieb lernbehindert, nicht geistig behindert oder lernunfähig. Woher weisst Du, dass sie Probleme mit der Kommunikation bekommen wird? Ich finde, Du trägst hier reichlich dick auf.
Zudem. Wenn es nicht mal absehbar ist für die Tochter in Deutschland einen Schulabschluss zu bekommen, dann wird sie es in China denke ich noch schwerer haben.
Das ist Blödsinn. In China besteht viel eher die Möglichkeit, jemanden für gezieltes Training zu engagieren, wozu man in D Grossverdiener sein müsste.
Sicher. Wir beurteilen ja nur das, was Sie schreiben.
Nein. Du beurteilst das, was Du hineinliest, mit der Sensibilität einer Dampfwalze.
Naja. Sie sagten aber auch, dass ihr Sohn eine Ausbildung im Groß- und Außenhandel anstrebt. Aber wie ich schon schrieb, so ist es in unserer Region jedenfalls, reicht ein Realschulabschluss nicht mehr aus.
Wie Babs richtig schrieb, ist es bei Besuch einer internationalen Schule eventuell möglich, aus dem Realschulabschluss einen Highschool - und danach einen Collegeabschluss zu machen. Und Du kennst die Bedingungen für eine kaufmännische Ausbildung in HK doch nicht, oder?

Ich muss mich hier Babs anschliessen, die Kommentare sind wirklich ziemlich unter aller Kritik. Man sollte kommentieren, wovon man etwas versteht.

a^2
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Der Hutmacher
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Re: Meine Kinder sollen mit nach China....

Beitrag von Der Hutmacher »

Phytagoras hat geschrieben: Naja. Sie sagten aber auch, dass ihr Sohn eine Ausbildung im Groß- und Außenhandel anstrebt. Aber wie ich schon schrieb, so ist es in unserer Region jedenfalls, reicht ein Realschulabschluss nicht mehr aus.
aquadraht hat geschrieben:Wie Babs richtig schrieb, ist es bei Besuch einer internationalen Schule eventuell möglich, aus dem Realschulabschluss einen Highschool - und danach einen Collegeabschluss zu machen. Und Du kennst die Bedingungen für eine kaufmännische Ausbildung in HK doch nicht, oder?
Eine Ausbildung bei der IHK in Hongkong ist mit einem Realschulabschluss möglich, das geht auch aus dem IHK Merkblatt hervor, welches in einem anderen Thread hier bereits für Susan verlinkt wurde.

Herr Phytagoras, ich glaube nicht dass in ihrer Region ein Realschulabschluss nicht mehr ausreicht für die Ausbildung. Es mag natürlich viele Unternehmen geben die Abiturienten bevorzugen, ihr Schluss beruht allerdings auf einer Vermutung. Ihre Schwester wird sicher auch nicht alle Abschlüsse ihrer Mitstreiter kennen.

Ich sehe da für den Sohnemann in Hongkong keine Probleme, Englisch Kenntnisse sollten aber insoweit vorhanden sein, das ein fließender Berufsschulunterricht gewährleistet wird.
Für ihn ist das eine große Chance, die ich ihm in jedem Fall gewähren würde. Ein Abitur kann man in Deutschland danach immer noch machen, sofern das mit der Ausbildung nicht klappt, wenn gewünscht. Der Aufnahme an einem Gymnasium des zweiten Bildungsweges sollte nach den entsprechenden Auslandsjahren, sofern der Sohnemann zu der Zeit sein 18. Lebensjahr erreicht hat, nichts mehr im Weg stehen.

Er erspart sich mit dem Weg sogar das nachholen einer Qualifikation, da beim zweiten Bildungsweg nicht nötig. Die restliche Zeit kann man einfach als Auslandsjahr betrachten, wie es oft in der 11. Klasse üblich ist. Was dann noch übrig bleibt ist kaum der Rede Wert.
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Re: Meine Kinder sollen mit nach China....

Beitrag von Phytagoras »

Susan schrieb lernbehindert, nicht geistig behindert oder lernunfähig. Woher weisst Du, dass sie Probleme mit der Kommunikation bekommen wird?
Naja. Um eine Sprache zu erlernen ist eine Lernbehinderung nicht gerade von Vorteil. Gerade bei Chinesisch. Und um sich mit den anderen Chinesen in ihrem Alter in Nanning zu unterhalten, wird sie doch wohl oder übel chinesisch sprechen müssen.

Das ist Blödsinn. In China besteht viel eher die Möglichkeit, jemanden für gezieltes Training zu engagieren, wozu man in D Grossverdiener sein müsste.
Ich schrieb ja: "Ich denke." Ich kenn das System da nicht, nur meinte meine Freundin selbst, dass sie ohne Schulabschluss fast keine Chancen auf einen guten und schönen Beruf hätte. Ich denke jedenfalls, dass sie weiß, wovon sie spricht. Sie wohnt schließlich schon seit ihrer Geburt in dem Land...
Nein. Du beurteilst das, was Du hineinliest, mit der Sensibilität einer Dampfwalze.
Ich gebe meine Meinung zu dem wieder, was ich hier lese. Ist nen Forum. Darf man doch machen.
Und Du kennst die Bedingungen für eine kaufmännische Ausbildung in HK doch nicht, oder?
Nein. Ich schrieb ja nur, dass ich sie in Deutschland kenne. Und hier in unserer Region kommt man in den Groß- und Außenhandel kaum noch rein mit Realschulabschluss. Wie es in HK ist, weiß ich nicht. Ich schrieb ja nur, dass in meiner Region das nicht mehr ausreicht, auch wenn die Arbeitgeber schreiben, dass die mittlere Reife ausreicht.
Am Ende, so siehts hier jedenfalls aus, nehmen sie dennoch die Abiturienten.

Aber sofern es so gut in HK klappt, passt es doch.

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Das wichtigste ist aber doch sowieso, was die Kinder wollen. Ich habe bisher eigentlich hier kaum was davon gelesen, wie die Kinder die Situation sehen.
Freuen sie sich drauf?
Wollen sie mit?
Wie sehen die Kinder ihre eigene Zukunft?
Was sind ihre Träume?

Das sind eigentlich Fragen, mit denen man den Thread hier ganz schnell beenden könnte. Denn wenn die Kinder ne positive Einstellung dazu haben, braucht man ja auch nicht mehr drüber groß diskutieren.
Das ist das, was mir ein wenig fehlt bei den Ausführungen von Susan.
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Re: Meine Kinder sollen mit nach China....

Beitrag von otternase »

Phytagoras hat geschrieben:Das wichtigste ist aber doch sowieso, was die Kinder wollen. Ich habe bisher eigentlich hier kaum was davon gelesen, wie die Kinder die Situation sehen.
Freuen sie sich drauf?
Wollen sie mit?
Wie sehen die Kinder ihre eigene Zukunft?
Was sind ihre Träume?

Das sind eigentlich Fragen, mit denen man den Thread hier ganz schnell beenden könnte. Denn wenn die Kinder ne positive Einstellung dazu haben, braucht man ja auch nicht mehr drüber groß diskutieren.
Das ist das, was mir ein wenig fehlt bei den Ausführungen von Susan.
bis hierher habe ich nur passiv mitgelesen, möchte jetzt aber doch die Gelegenheit nutzen, dass von Phytagoras Geschriebene hier kräftig zu unterstreichen!

Das ganze "Projekt" steht und fällt mit der Einstellung der Kinder dazu. Es birgt viele Chancen und viele Risiken, wie es ausgeht, weiss man nicht, aber mit einer positiven Grundhaltung der Kinder stehen die Chancen im Vordergrund, mit einer Abwehrhaltung der Kinder ist die Sache von vornherein zum Scheitern verurteilt!
Viele Schüler machen im 11. Schuljahr ein Austauschjahr, meist in die USA, ein Jahr China könnte der Sohn also problemlos auch in seinem Lebenslauf verkaufen, eine Ausbildung in diesem Kontext zu beginnen würde ich ihm nicht empfehlen, besser weiterlernen auf einer internationalen Schule, dazu chinesische Sprache lernen und nach dem Jahr versuchen, weiter in D zur Schule zu gehen, um zumindest noch Fachabi zu machen.
Und für die Tochter könnte das prinzipiell sogar eine besondere Chance sein, Homeschooling und Privatlehrer sind gerade bei lernbehinderten Kindern oft die wirkungsvollsten Instrumente.
Aber in beiden Fällen muss der Wille bei den Kindern zu diesem Projekt da sein.
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Re: Meine Kinder sollen mit nach China....

Beitrag von VielUnterwegs »

ItsmeSusan hat geschrieben:Vielen Dank fuer die guten Wuensche.
Mein Sohn soll hier erst einmal im ersten Jahr seine Englischkenntnisse ausbauen und seine Chinesisch lernen soweit er eben kommt. Es gibt eine Auswahlverfahren fuer die Duale Ausbildung in Hong Kong, dabei bin ich aufgrund verschiedener Basisbedingungen guter Hoffnung. Mein Sohn erfuellt mehr als die Mindestanforderungen fuer diese Ausbildung.
Ohne der Miesepeter sein oder wahllos Hoffnungen zerstoehren zu wollen. In China ist ein Bewerber:Stellen Verhaeltnis von 50:1 bis 100:1 bei guten/begehrten Jobs/Ausbildungen/Studienplaetzen der Regelfall. Dein Sohn hat einen Realschulabschluss, das entspricht der Chinesischen "middle school" und dann Uebertritt auf die "high school" nicht geschafft. Gehe davon aus, dass sich auf die von dir genannte gute Ausbildung/Studium Leute mit exzellentem High School Diploma bewerben die gut Englisch, Kantonesisch und Mandarin sprechen und jedes oder jedes zweite Jahr seit rund 8 Jahren harte Aufnahmepruefungen mit grossen Stoffmengen durchgezogen haben. Das ist kein Gerede, sondern eigene Erfahrung.

Sehr gut faende ich aber wirklich wenn dein Sohn seine High School mit A-Level/Abitur auf einer englischen Schule macht. Zu deiner Tochter, da ziehe ich mich nun zurueck, da hier ja doch besondere Umstaende vorliegen und das will ich nicht beurteilen.
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Re: Meine Kinder sollen mit nach China....

Beitrag von Grufti »

qpr hat geschrieben:Susan, im Endeffekt wirst du eh, unabhändig vom Forum, deine Entscheidung treffen, aber ich finde es schon mal gut, das du dir auch andere Meinungen anhörst. :mrgreen:

Eins würde ich nur mal gerne wissen, wie sieht es mit dem leiblichen Vater aus????
Wenn ihr beide das Sorgerecht habt, weißt du schon, das er dir einen gewaltigen Strich durch die Rechnung machen kann ????

nicht der leibliche Vater kann Dir einen Strich durch die Rechnung machen: Deine Kinder sind alt genug, selbst zu bestimmen, wo sie leben wollen. In dem Alter kannst Du sie nicht einfach unter den Arm packen und mitnehmen. Wie sieht es mit dem Umgangsrecht der Kinder mit dem Vater aus ? :roll:
Früher ging es uns gut. heute geht es uns besser...
Es wäre aber besser , es ginge uns wieder gut !
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