Aremonus hat geschrieben:Sollte diese Forderung zutreffen, könnte China dies doch einfach juristisch vor dem internationalen Gerichtshof durchsetzen und müsste nicht herumweinen.
Lt. Art. 8 der jap. Kapitulationserklärung vom 15. August 1945 kannst Du den Konjunktiv gegen einen Imperativ wechseln.
* s. eins von meinem Vor-Postings.
Seitdem ich das weiß, frage ich mich: Warum beruft sich die chin. Regierung nicht auf diesen Artikel, der ja eindeutig festschreibt, dass das jap. Hoheitsgebiet auf die vier Haupt-Inseln limitiert wird.
Aremonus hat geschrieben:Das derzeitige Verhalten Chinas deutet nicht darauf hin, dass die chinesische Regierung überhaupt den Konflikt lösen will. Warum sollte sie auch? Sie scheint ja davon zu profitieren...
Die chin. Regierung wird wohl genug damit zu tun haben, die Nachfolge der jetzigen Regierungs- und Parteispitze störungsfrei durch zuziehen.
Die chin. Öffentlichkeit könnte ja (wenn auch nur im Internet) die ein oder andere Frage betr. der neuen Spitzen aufwerfen.
Und das will die chin. Regierung eben verhindern.
Und was kanns da Besseres geben, als den Feind von aussen zu beschwören - war schon zu allen Zeiten ein probates Mittel, um von unliebsamen internen Problemen/Schwierigkeiten abzulenken.
Juristisch ist der Fall m.E. glasklar.
Dass die chin. Regierung diesen sicheren (juristischen) Weg nicht geht, lässt m.E. nur den o.g. Rückschluss zu.
Der Zeitpunkt des aufflammenden Inselstreits (der nahende Parteitag) ist mit Sicherheit kein Zufall.