Die Vorteile der chinesischen Sprache

Übersetzungen, Computerprobleme, Chinesische Zeichen, Studium in China, Sinologie usw.
polyhedron
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Beitrag von polyhedron »

ich befürchte, diese Antworten sind zu viel für mich (vielleicht auch für yuxian) zu lesen ....

Die wahre Flexionen wie Kasus, Numerus, Genus, Aspekt, Zeit..., die ich mich in Altchinesisch erinneren kann, erschienen nur in einzigen Fällen: Kasus der Personalpronomina. Wie 我/吾(ich, mein, mich), 爾/汝(du, dein, dich). Alle andere Beispiele, die ich jetzt weiß, wie 騎(qi2/ji4) oder 分/份, sind für Wortaufbau statt zu Flexion.

Schade ist weder mein Deutsch noch Altchinesisch besser als yuxian's...

Und die chinesische Urgeschichte, dass die Herkunft von 黃帝(Huang2di4), 夏(Xia4) und 周(Zhou1) vom Westen war, kam von vielen chinesischen Geschichtbüchern, und das 《中國歷史地圖集》(chinesische Geschichtsatlas) notiert vielleicht nur das Ort der Wohlstandszeit der Dynastien statt der Herkunftsorten.
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Beitrag von polyhedron »

Grufti hat geschrieben:
siedenderschnee hat geschrieben:
Bellerophon hat geschrieben:Sorry, aber die chinesische Schrift beherrsche ich nicht. Sie gibt, soweit ich weis, auch keinerlei Hinweis auf die Aussprache der entsprechenden Wörter.
Stimmt nicht ganz. 形声字 ist dabei ein Gegenbeispiel.

Wenn man ins Woerterbuch guckt, findet man viele Zeichen mit dem selben Radikal, sie haben deswegen auch die gleiche oder aehnliche Aussprache.

Beispielsweise aus dem Radikal 留 bildet man
溜、遛、熘、瘤、馏、榴、镏、骝、鹠、鬸、蹓、廇、蒥、磂、瑠、塯……
Alle haben die Aussprache liu

oder aus dem Radikal 令 abgeleitet:
龄、玲、零、铃、领、伶、岭、羚、苓、泠、翎、聆、瓴、蛉、囹、柃、鸰、駖、魿、阾、軨……
Sie werden alle ling ausgesprochen

形声 ist die am haeufigsten verwendete Methode der oben erwaehnten sechs Methoden. Es gibt dann sooo viele 形声字 in der chinesischen Schrift, dass die meisten Zeichen glaube ich 形声字 sind.


Daher kommt dieser Spruch:
秀才读字读半边
Ein nicht gut ausgebildeter Mensch liest ein Zeichen immer nach einem halben Teil (Radikal).
(Da es nicht immer der Fall ist und oft Fehler auftreten.)

Und solche Menschen zeichnet man als 白字秀才 oder 白字先生.
Banbian ist aber nicht ein "Radikal" Die "Radikale" in der chinesichen Schrift ....sind die 512 Klassenzeichen des Shuowen, die 214 Klassenzeichen des Kangxi Wörterbuches oder die aktuellen 227 ...klassenzeichen


http://de.wikipedia.org/wiki/Radikal_(c ... e_Schrift)

http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_trad ... r_Radikale
"半邊" kann entweder "形旁"(Radikal für Meinung) oder "聲旁" (Radikal für Aussprache) sein, aber auf meinsten Fällen kann man einfach schätzen, welches Teil für Aussprache und welches für Meinung ist.
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Beitrag von siedenderschnee »

kusti hat geschrieben:Ich finde nichts richtiges:
http://de.wikipedia.org/wiki/Nationaler_Mythos#China

Scheinbar scheint es einen Gründungsmythos in China einfach nicht zu geben. Das wäre aber etwas vom interessantesten überhaupt. Weitersuch...
Natuerlich gibt es auch in China.

Nur einige aus dem Gedaechnis:

盘古开天地 Pan gu schuf den Himmel und die Erde
女娲造人 Nüwa schuf die Menschen
女娲补天 Nüwa reparierte den gebrochen Himmel

und noch einige zum Thema Mythos
嫦娥奔月 Chang'e flog zum Mond (Daher nennt man in China das Raumfahrtprojekt zum Mond Chang'e Projekt)
夸父追日 Kuafu eilte die Sonne nach
后羿射日 Houyi(Der Mann von Chang'e )schoß die neun Sonnen ab
精卫填海 Jingwei fuellte das Meer mit Steinen
牛郎织女 Liebesgeschichte zwischen Niulang und Zhinü (7.7 nach dem Mondkalender ist deswegen der chinesische Valentinstag )
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Beitrag von Grufti »

polyhedron hat geschrieben:ich befürchte, diese Antworten sind zu viel für mich (vielleicht auch für yuxian) zu lesen ....

Die wahre Flexionen wie Kasus, Numerus, Genus, Aspekt, Zeit..., die ich mich in Altchinesisch erinneren kann, erschienen nur in einzigen Fällen: Kasus der Personalpronomina. Wie 我/吾(ich, mein, mich), 爾/汝(du, dein, dich). Alle andere Beispiele, die ich jetzt weiß, wie 騎(qi2/ji4) oder 分/份, sind für Wortaufbau statt zu Flexion.

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Sicher hast Du einen Link dafür, ...damit ich es selbst nachlesen kann..
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Beitrag von siedenderschnee »

Grufti hat geschrieben:Banbian ist aber nicht ein "Radikal" Die "Radikale" in der chinesichen Schrift ....sind die 512 Klassenzeichen des Shuowen, die 214 Klassenzeichen des Kangxi Wörterbuches oder die aktuellen 227 ...klassenzeichen
Ich muss dir zustimmen, ich nenne hier 半边 als Radikal weil ich die anderen zu verstehen erleichtern moechte,doch nicht als 部首 gemeint.
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Beitrag von Grufti »

polyhedron hat geschrieben: "半邊" kann entweder "形旁"(Radikal für Meinung) oder "聲旁" (Radikal für Aussprache) sein, aber auf meinsten Fällen kann man einfach schätzen, welches Teil für Aussprache und welches für Meinung ist.
Bei Wikipedia stehrt, was man normalerweise als "Radikal" in der chinesischen Schrift bezeichnet...
...und diese Terminologie ist die allgemein gültige.....

In der englischen Terminologie heißt das "determinativ-phonetical character" (Joseph Needham "Science and civilisation of china"). Diese bezeichnung ist auch viel einleuchtender , denn dieser Teil des Zeichens bestimmt (determine) im wesentlichen auch die Aussprache
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Beitrag von polyhedron »

Grufti hat geschrieben:
polyhedron hat geschrieben:ich befürchte, diese Antworten sind zu viel für mich (vielleicht auch für yuxian) zu lesen ....

Die wahre Flexionen wie Kasus, Numerus, Genus, Aspekt, Zeit..., die ich mich in Altchinesisch erinneren kann, erschienen nur in einzigen Fällen: Kasus der Personalpronomina. Wie 我/吾(ich, mein, mich), 爾/汝(du, dein, dich). Alle andere Beispiele, die ich jetzt weiß, wie 騎(qi2/ji4) oder 分/份, sind für Wortaufbau statt zu Flexion.

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Und die chinesische Urgeschichte, dass die Herkunft von 黃帝(Huang2di4), 夏(Xia4) und 周(Zhou1) vom Westen war, kam von vielen chinesischen Geschichtbüchern, und das 《中國歷史地圖集》(chinesische Geschichtsatlas) notiert vielleicht nur das Ort der Wohlstandszeit der Dynastien statt der Herkunftsorten.
Sicher hast Du einen Link dafür, ...damit ich es selbst nachlesen kann..
ich weiss aber kein allgemeines, aber suche in Wikipedia mal [[Urkaiser]], [[Huáng Dì]], [[Xia-Dynastie]] oder die entsprechende chinesische Artikel nach. Oder eine deutsche Version des 《史記》 (ich weiss nicht ob die besteht), die erste Sektionen.
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Beitrag von Grufti »

Hier das, was ich gefunden habe:

黄帝被认为是中华民族的始祖。根据记载,号轩辕氏、有熊氏,姬姓,一说姓公孙,姬姓部落首领,传说中上古时代华夏民族的共主,五帝的第一个。黄帝也被道教尊为道家之祖,在道教中有特殊的地位。

《史记·五帝本记》记载:“黄帝者,少典之子,姓公孙,名轩辕,黄帝居于轩辕之丘”。中国古都学会(中国七大古都确认机构)认为轩辕之丘在今日河南省郑州市轩辕丘,古为有熊国都城,其父少典为有熊国国君。黄帝出生于中国西北黄土高原的沮源关降龙峡,农历二月初二(参见二月二)。在传说中黄帝的母亲是黄土高原上的一名少女,一天傍晚(也有说是夜晚)突然看见北极光,然后就怀孕、生下了黄帝。

http://zh.wikipedia.org/wiki/三皇五帝

黄土高原的范围在太行山以西,乌鞘岭以东,秦岭以北,长城以南,面积约有40万平方公里。其海拔在1000至2000米之间,高原包括陕西省、山西省、宁夏回族自治区、大部地区和甘肃省、内蒙古自治区部分地区,是中国水土流失最严重的地区。

http://zh.wikipedia.org/wiki/黄土高原


Bei dem miesen Maßstab der von mir zitierten Karte 1: 20.000.000 liegt der von mir genannte Ort im heutigen Ningxia Gebiet...also dort wo Wiki den Geburtsort hinsetzt . Dieses Gebiet, das noch sehr weit östlich von z.B. Lanzhou liegt, ist nicht "Nördlich von Tibet". es sei denn... Tibet hätte mal Sichuan besetzt gehabt !.
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Beitrag von Bellerophon »

Kaum ist man mal ein paar Stunden außer Haus, läuft die Diskussion völlig an einem vorbei. Jetzt weis ich gar nicht mehr wo ich ansetzen soll!

Ich fang mal mit was Leichtem an:

@kusti

" Und von da ist er dann über den Nahen Osten in die Welt gezogen. Es ist also vermutlich noch nicht einmal Zufall, dass man die ältesten Kulturen der Welt im Nahen Osten findet."

Dieser Denkweise nach, müssten die ältesten Kulturen der Welt in Afrika liegen. Schon der Begriff "Kultur" ist hier irreführend. Nenn es wenn schon lieber "Hochkultur".

Dass sich die ersten Hochkulturen im östlichen Mittelmeerraum entwickelt haben, hat wohl eher was mit den klimatischen und wirtschaftlichen Bedingungen der Region zu tun und nicht damit, dass dort schon sehr lange Menschen lebten. Denn zur Zeit der Sumerer und Ägypter gab es schon überall auf dem Planeten Menschen.
Und dann können wir uns auch noch mal über die Begriffsdefinition von Hochkultur auseinandersetzen...

Dass die ersten Menschen in Afrika lebten, ist nicht unumstritten. soweit ich weis, hat es in China auch schon vielversprechende Funde gegeben.
Leider kann ich das jetzt nicht mit einem Link belegen.
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kusti
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Beitrag von kusti »

@Bellerophon

Ich habe manchmal den Hang zur Übertreibung. Das mache ich, wenn die Diskussionen meist im Sand verlaufen, damit wieder ein wenig Schwung hineinkommt. Aber ich habe hier mal alles durchgelesen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Mensch
http://de.wikipedia.org/wiki/Hominisation
http://de.wikipedia.org/wiki/Homo_erectus
http://de.wikipedia.org/wiki/Homo_floresiensis

Die Out-of-Africa These steht scheinbar immernoch felsenfest. Es soll aber mehrere Auswanderungswellen gegeben haben. Homo Erectus hat, so vermutet man, Asien vor 150'000 Jahren erreicht, und soll dann die Unterform Homo Floresiensis gebildet haben. Oder aber der Floresiensis war ein ferner Verwandter der Australopithecinen.

Aber das liegt alles zu weit zurück. Es wäre interessant zu wissen, ob es eine Gründungslegende gibt, welche vielleicht 10'000-12'000 Jahre zurückliegt. Solche Zeiten sind noch am ehesten auch mündlich gut überlieferbar, mit den Ursprüngen zu einer Zivilisation. Die Orakelknochen seien zwar der Ursprung der Schrift, aber das uralte Wissen um die Gründung der Zivilsation wird meistens aus mündlichen Quellen irgendwann auch schriftlich hinterlegt. Das würde mich interessieren. Die bekannten mythologischen Geschichten gehen nur gerade auf bestimmte Abschnitte in der Geschichte Chinas ein. Das nützt uns aber wenig, wenn wir DEN Gründungsmythos finden wollen, the ultimate one.

In der westlichen Welt gibt es viele Gründungsmythen, diejenigen vom Zweistromland, diejenigen von Moses, diejenigen der Götter von Ägypten, Ja sogar Gründungsmythen in Afrika über die Entstehung der Welt und wie sich das Weltall soll erschaffen haben. Sowas muss doch auch in China existieren.
Noch interessant zu erwähnen ist, dass die Vorformen der Sonnengötter in Ägypten scheinbar dereinst aus dem Mündungsgebiet des Flusses gekommen sein sollen. Mit anderen Worten, es sollen schwarze Kulturen gewesen sein, welche schlussendlich zur Gründung von Ägypten geführt haben, mit dieser bestimmten Ausprägung. Oder zumindest erzählen die frühesten Geschichten Ägyptens davon. Die Sonnengott-Kultur hat also vermutlich eventuel einen Zusammenhang mit dem traditionellen Clanwesen in Afrika. Interessant nicht? Solche Dinge kann man eben aus den Gründungsmythen herauslesen.
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Beitrag von Babs »

hier: http://www.answers.com/topic/chinese-mythology steht "alles, was Sie jemals über chinesische Mytholgie wissen wollten ..." :wink:

der unterste Link auf der Seite: http://www.comp.nus.edu.sg/~yuenck/hist/earth.htm ist vor allem sehr interessant ...

viel Spaß beim Lesen :D
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Beitrag von kusti »

Vielen Dank. Eine wahre Fundgrube.

Aber den 'untersten' Link finde ich leider nicht. Ich finde überhaupt keine Links auf dieser Seite, ausser dem gleich zu oberst im Text.
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Beitrag von Babs »

kusti hat geschrieben:Vielen Dank. Eine wahre Fundgrube.

Aber den 'untersten' Link finde ich leider nicht. Ich finde überhaupt keine Links auf dieser Seite, ausser dem gleich zu oberst im Text.
tschuldigung kusti, das ist ein Mistverständnis :oops:

ich meinte den letzten Link unter External links auf der erstgenannten Seite: http://www.answers.com/topic/chinese-mythology

wie auch immer, auf beiden Seiten finden sich unzählige Parallelen zwischen Ost und West
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Beitrag von kusti »

Ja, das habe ich gerade eben gemerkt.

Das mit dem Zusammenhang der Freimaurer-Symbolik mit chinesischen Symbolen finde ich ein wenig gewagt, um ehrlich zu sein. Es gibt sicherlich Parallelen, aber diese entstehen wohl eher, weil es sich um grundlegende Symbole handelt.
Auch der andere Vergleich der Hebräer mit den Chinesen finde ich weit herbeigezogen. Vermutlich stammt der Autor aus einer asiatisch christlichen Familie, und will nun den Gap irgendwie füllen, eine allgemeinverbindliche Theorie hervorbringen, wie er das eine mit dem anderen versöhnen oder verbinden kann. Naja, da bin ich mal skeptisch.

Aber ich habe etwas ganze anderes noch gefunden. Hihi. Die chinesischen bone carvings haben ihre Vorgänger in Mitteleuropa. Ich habe einen Link gefunden, wo eine scheinbar intakte Erectus-Gemeinschaft bereits vor 400'000-500'000 Jahren ihr tägliches Brot bestellt haben soll. Wobei ich indem Bilder Knochen-Gravierungen ehrlich gesagt kein Muster entdecken kann. Vielleicht hat man da ein wenig zu sehr interpretiert.
Die Annahme, dass vor der Eiszeit in Mitteleuropa nichts gewesen ist, wird natürlich einmal mehr widerlegt. Somit können wir die Entstehung der Kultur in Mitteleuropa bereits eine halbe Million Jahre zurückverfolgen. Dies entzog sich meiner Kenntnis:

http://de.wikipedia.org/wiki/Fundplatz_Bilzingsleben
http://home.arcor.de/Cernunnus/fundstelle1.html
http://www.landesmuseum-fuer-vorgeschic ... sleben.htm
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Beitrag von domasla »

Tja, es scheint mehrere Alternativen zum Entstehen "der" chinesischen Kultur zu geben. Und damit die Grundlagen für Sprache und Schrift.

Ich halte es für wahrscheinlicher, dass das, was uns heute als einheitliches Bild serviert wird das Ergebnis eines lange andauernden Prozesses von Integration und Eroberung ist. Für die ersten Kultorheroen und ihre Eigenschaften gibt es Alternativen. Vieles ist nicht logisch und wurde ihnen später zugerechnet. Die chinesische Mythologie ist als Sammlung sowohl regionaler als auch zeitlich lange auseinanderliegender Traditionen zu sehen. Sie wurden weitererzählt. Oder gingen verloren. Alles wurde gefiltert (zensiert) und musste später (auch heute noch) im Einklang mit der "richtigen Meinung" stehen. Man denke an antike und moderne Kulturrevolutionen, Verluste durch Kriege oder den Neo-Konfuzianismus...

Die Gesamtheit der Erzählungen, wie sie sich uns heute bietet entstand im Laufe von Jahrhunderten. Dann wurde sie aufgezeichnet und weitergegeben. Dabei wurden Namen verändert. Auch die von Orten. Die Sprache änderte sich ebenfalls. Es ist selten möglich, erzählte Ereingisse oder Personen genau zeitlich oder örtlich festzumachen.

Auch wir sehen diese Geschichten (wenn es keine Geschichte ist) mit unseren Augen (Filtern). Und nehmen das an, was wir begreifen können. Müthologie, eben.

Domasla
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