TV Tipps

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kusti
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Beitrag von kusti »

Im Endeffekt vielleicht schon. Das könnte ein durchaus wirksames Mittel sein, um aufzuzeigen, was alles schief laufen kann. :lol: Aber ich habe ganz andere Komponenten gesehen.

Die Politik in dem Film ist doch Nebensache. Ging's da nicht um die Menschen? Da hätte irgend eine schlimme Situation herhalten können. Dass es nun in der 'Zeit der geistigen Abwende' gespielt hat, ist doch zufällig.

Werde mal über den Film schlafen müssen, um ihn zu verstehen. Morgen sieht schon alles wieder anders aus.
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meimei
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Beitrag von meimei »

Übrigens hatte meine Frau es äußerst seltsam gefunden, daß dieser Film in der VR, im Gegensatz zu "Leben" mit Gong Li, der ja auch den Lauf einer chinesichen Familie durch die "schwierige " Zeit der VR gezeigt hatte. NICHT verboten ist... obwohl die Szenen , die in der "Kulturrevolution" spielten, in dem Ösi-Film meiner Meinung nach weit grausamer dargestellt wurden.....
Also ist der Film den in China in den Kinos gelaufen? Weiss sie sicher, dass er offiziell erlaubt worden ist?
Und
ansonsten muss man einfach wissen, dass kaum etwas so unberechenbar ist wie die chinesische Zensur! Was auch daran liegt, dass es keine richtigen Richtlinien für die Zensoren gibt.
"Farewell my Concubine" wurde beispielsweise ursprünglich verboten aber dann legte Deng Xiaoping persönlich ein gutes Wort für ihn ein und nach ein paar Kürzungen durfte er dann doch noch gezeigt werden. "Beijing Bicycle" wurde ursprünglich verboten und dann nachträglich erlaubt.
Die Politik in dem Film ist doch Nebensache. Ging's da nicht um die Menschen? Da hätte irgend eine schlimme Situation herhalten können. Dass es nun in der 'Zeit der geistigen Abwende' gespielt hat, ist doch zufällig.
Ich hab den Film ja nicht gesehen, muss aber anmerken, dass nicht die Politik im Vordergrund stehen muss, damit ein Film verboten wird. Oder stand bei "Memoirs of a Geisha" Politik im Vordergrund? Es wurde früher sogar mal ein Film verboten, weil darin ein Brief verloren ging. Die chinesische Post verliert keine Briefe hiess es und der Film wurde nicht freigegeben. Natürlich sollte der verlorene Brief nichts über die Zustände der chinesischen Post aussagen, es war einfach notwendig für den Film, dass der Brief verloren ging! Es ist auch so, dass die (meisten?) Zensoren eigentlich nichts mit Film zu tun haben (also von der Ausbildung oder so).

Mehr zum Thema Filmzensur kann man übrigens auf meiner Webseite lesen.
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devurandom
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Beitrag von devurandom »

meimei hat geschrieben:
Übrigens hatte meine Frau es äußerst seltsam gefunden, daß dieser Film in der VR, im Gegensatz zu "Leben" mit Gong Li, der ja auch den Lauf einer chinesichen Familie durch die "schwierige " Zeit der VR gezeigt hatte. NICHT verboten ist... obwohl die Szenen , die in der "Kulturrevolution" spielten, in dem Ösi-Film meiner Meinung nach weit grausamer dargestellt wurden.....
Also ist der Film den in China in den Kinos gelaufen? Weiss sie sicher, dass er offiziell erlaubt worden ist?
"Leben" (irgendwas über das Leben von so nem ursprünglich verwöhnten Sohn aus einer enteigneten reichen Familie, der mit Schattspiel sich durchbringt und später in neuen China seine Tochter und Sohn verloren hat usw.) ist afaik in VR nicht verboten. Ich hab den Film jedenfalls in China im Fernsehen gesehen.
Und ansonsten muss man einfach wissen, dass kaum etwas so unberechenbar ist wie die chinesische Zensur! Was auch daran liegt, dass es keine richtigen Richtlinien für die Zensoren gibt.
Da gebe ich Dir absolut Recht. Ich bin auch nie dahinter gekommen, wonach die chin. Zensur vorgeht. Wie ich schon mal geschrieben habe, grundsätzlich werden die Publickationen auf intellektuell hohen Niveau wesentlich lockerer zensiert als Massenmedien. Amsonsten ist wirklich kein klares Muster zu erkennen. Vielleicht befragen die Zensoren ja erst den Orakel, bevor sie den "verboten" Stempel aufdrücken. :-D

Gruß
/dev/urandom
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meimei
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Beitrag von meimei »

Es wäre möglich, dass beide Filme („Eins und Acht“ yi ge he ba ge 一个和八个1984 von Zhang Junzhao 张军钊 und „Gelbe Erde“ Huang tudi 黃土地 1985 von Chen Kaige 陈凯歌, Fünfte Generation) durch diese stilistische Originalität leichter durch die Zensur gekommen sind, weil die halblinden, halbtauben alten Mitglieder des Kommites ihnen nicht folgen konnten und nicht wegen irgendeiner neu entdeckten Grosszügigkeit.“

(Chris Berry in Filmland China, 1991, 27)
Wäre also eine Erklärung wieso eher intelektuelle Filme manchmal vielleicht leichter durch die Zensur kommen.
Ausserdem gibts dafür in China praktisch keine Infrastruktur, dass heisst kaum jemand wird sie ansehen (würden sie aber verboten könnte ihnen dass Publicity verschaffen und sie könnten im Raubkopiengeschäft zum Renner werden.

"Leben!" war früher auf jeden Fall verboten (ich hab Interviews gelesen, in denen Zhang Yimou darüber sprach, dass er dafür nie eine Begründung erhalten habe).
Kann sich natürlich aber wieder geändert haben. Solche Sachen sind immer sehr schwer herauszufinden. Kürzlich sah ich sehr überrascht, dass es in Peking einen Film als Theaterstück gab, von dem ich dachte, dass er verboten sei!
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Grufti
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Beitrag von Grufti »

Ist übrigens die Beijing- Oper 牡丹亭 immer noch verboten ?
Diese 13 stündige Oper wurde 2002 oder 2003 mal komplett in Arte gesendet. Damals wurde berichtet, daß die VR Zensur alle Vorbereitungen bis fast zur Generalprobe in Shanghai hatte ungestöhrt gelassen. dann alle weiteren Arbeiten daran untersagt ( so wurde es jedenfalls in Arte dargestellt),
Es hatte dann viel Arbeit und z.T. neue Darsteller gekostet, diese Oper in den US aufzuführen, da nicht alle Darsteller eine Ausreisegenehmigung aus der VR bekommen hatten.
Ein wichtiger Grund für das Verbot war lt. Arte, daß es ein schlechtes Beispiel sei, wenn ein 16jähriges Mädchen eine erotische Beziehung...schon gar mit einem Verstorbenen .. hat..

Schade nur, daß die Aufnahmequalität meines alten , damals schon ziemlich abgenoddelten Videorcorders , auf dem neuen ziemlich besch..... rauskommt.... und ich nur 1-2 stündige Kurzfassungen im Net gefunden habe..
Früher ging es uns gut. heute geht es uns besser...
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kusti
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Huandi, Visionär und Tyrann

Beitrag von kusti »

Nicht vergessen, heute Abend die Sendung über Huangdi, welcher als 'erster Kaiser' Chinas betrachtet wird.

ZDF 19:15 Uhr

Im TV-Spielfilm steht:
Quin Shi Huangdi(259-210 v.Chr.) gab China den Namen, war ein Tyrann und Visionär: Er schuf das grösste Reich der Antike, führte einheitliche Schriftzeichen im Vielvölkerstaat ein, erfand das Beamtenwesen und gilt als Architekt der Grossen Mauer. Auch das sagenhafte Mausoleum mit den 7000 lebensgrossen Tonkriegern geht auf sein Konto. Das Dokudrama mit Spielszenen und aufwendigen 3-D-Rekonstruktionen bildet den Auftakt für eine Zusammenarbeit von ZDF und dem chinesischen Sender CCTV.

http://www.fernsehen.ch/detail/index.ph ... er%20China
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Grufti
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Beitrag von Grufti »

oh Kusti.

ich hoffe, Du hast nicht WÖRTLICH abgeschrieben....oder möchtest Du, daß auch DIESER TV-TIPP Ordner gelöscht wird ??????? :roll:
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Beitrag von kusti »

Was denkst du, ich bin freischaffend, und deshalb streiche ich immer alle Schreibfehler und dichte noch was hinzu. Da kann keiner mehr erzählen ich würde nur abschreiben. :wink:

Also dann, wenn er 'dennoch' gelöscht würde, dann hier nochmals:

HEUTE, ZDF 19:15-20:15 Uhr, Huangdi LIVE, wie er gelebt und gelitten hat, und wie seine Untertanen ihn terrorisiert haben.
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meimei
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Beitrag von meimei »

Huangdi LIVE, wie er gelebt und gelitten hat, und wie seine Untertanen ihn terrorisiert haben.


Haben wirklich seine Untertanten ihn terrorisiert? Normalerweise ist das doch eher umgekehrt.
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Beitrag von Grufti »

Meimei..
Laß Kusti bei seiner Meinung...n es hilft ja eh´nix...ihm zu widersprechen... :roll:




ein Becher Tee auf die "Schnapszahl" (1234.Beitrag)
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Beitrag von meimei »

Laß Kusti bei seiner Meinung...n es hilft ja eh´nix...ihm zu widersprechen...
Das war übrigens eine ernsthafte Frage. Ich kenne weder den Film, noch weiss ich viel über Huangdi.
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meimei
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Beitrag von meimei »

Und ich wollte heute noch meinen zweiten Stern kriegen ;-)
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kusti
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Beitrag von kusti »

meimei hat geschrieben:
Huangdi LIVE, wie er gelebt und gelitten hat, und wie seine Untertanen ihn terrorisiert haben.


Haben wirklich seine Untertanten ihn terrorisiert? Normalerweise ist das doch eher umgekehrt.

Das war wieder so ein blöder Scherz von mir. Tut mir Leid, aber ich bin bis tiefst in meine Seele sarkastisch. Werde mich wohl nicht mehr ändern können.
Oder habt ihr eventuel das Gefühl, ich hätte nicht gemerkt, was ich geschrieben habe. :lol:
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Beitrag von kusti »

meimei hat geschrieben:
Laß Kusti bei seiner Meinung...n es hilft ja eh´nix...ihm zu widersprechen...
Das war übrigens eine ernsthafte Frage. Ich kenne weder den Film, noch weiss ich viel über Huangdi.
Es ist die alte Geschichte, wie man Massen dazu bringt sich unter eine Idee zu stellen. Geld alleine wird es nicht gewesen sein. Es hat dazu weit mehr gebraucht. Eine hierarchisches System von Beamten und Verwaltern. Huangdi ist denn auch bekannt dafür, dass er als erster die 'Beamten' eingeführt hat. Und ausserdem ein sehr differenziertes Rechtswesen, und ein Wertesystem der Ehre.
Das wird ganz interessant heute abend.
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Beitrag von devurandom »

Nun, 黃帝(Huang Di) lebte legenden nach vor 4000 Jahren und gilt als Vorfahren aller Han Chinesen. Wahrscheinlich ist er aber eine Sagenfigur wie Zeus oder Apollo. In der ZDF Doku geht es um 秦始皇帝 (Qin Shi Huang Di), der nachweislich gelebt hat und offiziell als erster Kaiser Chinas gilt, häufiger wird er auch als Qin Shi Huang oder Qin Huang bezeichnet. Das Wort 皇帝 (Huang Di) bedeutet allein "Kaiser".
Also "lieber" Clown, erst informieren, dann schreiben.

/dev/urandom
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