Re: Kursrutsch beim Euro
Verfasst: 29.01.2015, 19:40
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/s ... -1.2290315
Details über das Märchen der hohen Zinslast. Die Zinssätze sind die Griechenland derzeit zahlt sind politische "Vorzugszinssätze", die Tilgung ist auf Jahrzehnte gestreckte und teilweise mit Faktoren wie Wirtschaftswachstum gekoppelt. Von "normalen" Kapitalmarkt ist Griechenland auf Jahrzehnte abgeschnitten. Ohne unsere Hilfe würde es da noch viel schlimmer aussehen.
Niemand gibt denen Kredit weder Russen noch Chinesen, das ist infantiles Wunschdenken.
Die EU und Euroverträge waren nie darauf ausgelegt, dass man sich solch irrationalen Partner gegenüber sieht.
Die Zinslastquoten verschiedener Euroländer. Portugal, Irland, Italien zahlen gemessen am BIP mehr und kommen sich verarscht vor. Bei diesen Ländern zeigen die Anstrengungen schon erste Fortschritte.
http://mister-ede.de/wp-content/uploads ... es-BIP.jpg
In diesem kleinen Buch wurde schon vor über 30 Jahren alle Mentalitätsprobleme der Griechen von einem Griechen selbst beschrieben.
http://www.amazon.de/%C3%9Cber-das-Ungl ... 3888977657
https://www.youtube.com/watch?v=yFcmsckg9vo
Hier die "knackigsten" Aussagen von Nikos Dimou:
'Wenn ein Grieche von Europa spricht, schließt er Griechenland automatisch aus. Wenn ein Ausländer von Europa spricht, ist es undenkbar für uns, dass er Griechenland nicht mit einschließt.' 'Das Parkinsonsche Gesetz auf Griechisch: Zwei Griechen schaffen in zwei Stunden (wegen Streitigkeiten), was ein Grieche in einer Stunde schafft.' Das behaupten nicht die Kontrolleure der EU, sondern einer der bekanntesten griechischen Intellektuellen, Nikos Dimou. Sein Klassiker 'Über das Unglück, ein Grieche zu sein', den jeder Grieche kennt, hat gerade wieder die Bestsellerlisten gestürmt - und liegt nun erstmals auf Deutsch vor. Zeitlose Einsichten für alle, die Griechenland lieben und doch an ihm verzagen: 'Ein Grieche tut alles, was er kann, um die Kluft zwischen Wunsch und Wirklichkeit zu vergrößern.' 'Mit Methode und System, die unserem täglichen Leben und unserer Arbeit fehlen, konzentrieren wir uns auf unsere geheime Mission: das wunderbare Land, das uns das Schicksal zugedacht hat, so effektiv wie möglich zu zerstören.'
"Ein Grieche" - so Dimou - "nimmt die Realität prinzipiell nicht zur Kenntnis. Er lebt zweifach über seine Verhältnisse. Er verspricht das Dreifache von dem, was er halten kann".
Mentalität der Griechen
Niemals hätten Neugriechen es vermocht, Verantwortung zu übernehmen. Immer war jemand anderes schuld. Die jahrhundertelange feudale Fremdherrschaft habe die Mentalität der Griechen stärker geprägt als hellenistische Traditionen. Aber gerne pflege man den Mythos, man stamme direkt von den antiken Griechen ab und gerne schmücke man sich mit deren Tugenden. "Das waren unsere Vorfahren, aber die sind sehr weit weg", so Dimou. "Ich glaube nicht, dass wir uns damit identifizieren können. Wenn wir jetzt von der Krise sprechen, dann stammen unsere Probleme daher, dass wir niemals das Maß behalten haben."
Wen Griechenland damit geholfen wäre, könnten wir ihnen ruhig 30 Milliarden "schenken", jeder weiß aber dass sie nach 5 Jahren wieder vorbeikommen. Wir sind wie einer klassischen griechischen Tragödie einander ausgeliefert.
Die Griechen glauben, dass sei einen nächsten Schuldenschnitt machen, damit sie wieder Luft für neue Schulden haben und den Aufschwung damit befeuern....
Einmal sind es die Ölvorkommen in der Ägäis, dann sollen es jetzt die Gasleitungen aus Russland sein. Immer träumen sie von leistungslosem Einkommen, es wird ein Traum bleiben.
Wenn es Öl in der Ägäis gibt liegt in Meerestiefen von über 3000 Metern und längstens würden die Firmen um Konzessionen betteln. Bei Ölpreisen von 120$ kamen keine, jetzt bei 45$ schon dreimal nicht. Und wenn in 10 Jahren unterseeischen Gasleitungen trotz der akuten Erdbebengefahren gebaut werden sein sollten, wird man sich wundern, wie gering die Erträge aus der Gasdurchleitung im Verhältnis zu den Zahlungen aus EU-Töpfen sind.
Ich war 6 oder 7 Mal in Kreta, dort habe ich was sehr interessantes gesehen. Jeder neue Schnellstraßenabschnitt und jeder große Brücke hat eine riesige 30qm Metalltafel. Dort wird auf Englisch und Griechisch mit EU-Symbol erläutert, dass dies mit europäischen Fördergeldern gebaut wurde.
Seltsames Gefühl für einen Griechen, einerseits sieht es sich als direkter Nachfahre Alexander des Großen, Aristoteles, Platon etc. Sein Vorfahren waren mythologische Giganten, Titanen über die man seit Jahrtausenden schwärmt, doch die "Neugriechen" konnten nicht mehr im entferntesten daran anknüpfen und erfahren täglich, dass sie alleine keine Brücke oder Schnellstraße hinbekommen.
Griechenland in den Euro zu "holen", erinnert mich ein wenig an unsere verfehlte Einwanderungspolitik. Man knüpfte sich auf Gedei und Verderb an Menschen deren Mentalität und Leistungsfähigkeit man völlig falsch einschätzte. Ebenso wie es sehr viele Ausländer es nie schaffen werden in Deutschland "Erfolg" zu haben kann ein Land wie Griechenland nie eine finanzielle Gemeinschaft mit rationalen von Vernunft getrieben Staaten bilden. Jetzt haben wir in beiden Fällen den Salat.
Details über das Märchen der hohen Zinslast. Die Zinssätze sind die Griechenland derzeit zahlt sind politische "Vorzugszinssätze", die Tilgung ist auf Jahrzehnte gestreckte und teilweise mit Faktoren wie Wirtschaftswachstum gekoppelt. Von "normalen" Kapitalmarkt ist Griechenland auf Jahrzehnte abgeschnitten. Ohne unsere Hilfe würde es da noch viel schlimmer aussehen.
Niemand gibt denen Kredit weder Russen noch Chinesen, das ist infantiles Wunschdenken.
Die EU und Euroverträge waren nie darauf ausgelegt, dass man sich solch irrationalen Partner gegenüber sieht.
Die Zinslastquoten verschiedener Euroländer. Portugal, Irland, Italien zahlen gemessen am BIP mehr und kommen sich verarscht vor. Bei diesen Ländern zeigen die Anstrengungen schon erste Fortschritte.
http://mister-ede.de/wp-content/uploads ... es-BIP.jpg
In diesem kleinen Buch wurde schon vor über 30 Jahren alle Mentalitätsprobleme der Griechen von einem Griechen selbst beschrieben.
http://www.amazon.de/%C3%9Cber-das-Ungl ... 3888977657
https://www.youtube.com/watch?v=yFcmsckg9vo
Hier die "knackigsten" Aussagen von Nikos Dimou:
'Wenn ein Grieche von Europa spricht, schließt er Griechenland automatisch aus. Wenn ein Ausländer von Europa spricht, ist es undenkbar für uns, dass er Griechenland nicht mit einschließt.' 'Das Parkinsonsche Gesetz auf Griechisch: Zwei Griechen schaffen in zwei Stunden (wegen Streitigkeiten), was ein Grieche in einer Stunde schafft.' Das behaupten nicht die Kontrolleure der EU, sondern einer der bekanntesten griechischen Intellektuellen, Nikos Dimou. Sein Klassiker 'Über das Unglück, ein Grieche zu sein', den jeder Grieche kennt, hat gerade wieder die Bestsellerlisten gestürmt - und liegt nun erstmals auf Deutsch vor. Zeitlose Einsichten für alle, die Griechenland lieben und doch an ihm verzagen: 'Ein Grieche tut alles, was er kann, um die Kluft zwischen Wunsch und Wirklichkeit zu vergrößern.' 'Mit Methode und System, die unserem täglichen Leben und unserer Arbeit fehlen, konzentrieren wir uns auf unsere geheime Mission: das wunderbare Land, das uns das Schicksal zugedacht hat, so effektiv wie möglich zu zerstören.'
"Ein Grieche" - so Dimou - "nimmt die Realität prinzipiell nicht zur Kenntnis. Er lebt zweifach über seine Verhältnisse. Er verspricht das Dreifache von dem, was er halten kann".
Mentalität der Griechen
Niemals hätten Neugriechen es vermocht, Verantwortung zu übernehmen. Immer war jemand anderes schuld. Die jahrhundertelange feudale Fremdherrschaft habe die Mentalität der Griechen stärker geprägt als hellenistische Traditionen. Aber gerne pflege man den Mythos, man stamme direkt von den antiken Griechen ab und gerne schmücke man sich mit deren Tugenden. "Das waren unsere Vorfahren, aber die sind sehr weit weg", so Dimou. "Ich glaube nicht, dass wir uns damit identifizieren können. Wenn wir jetzt von der Krise sprechen, dann stammen unsere Probleme daher, dass wir niemals das Maß behalten haben."
Wen Griechenland damit geholfen wäre, könnten wir ihnen ruhig 30 Milliarden "schenken", jeder weiß aber dass sie nach 5 Jahren wieder vorbeikommen. Wir sind wie einer klassischen griechischen Tragödie einander ausgeliefert.
Die Griechen glauben, dass sei einen nächsten Schuldenschnitt machen, damit sie wieder Luft für neue Schulden haben und den Aufschwung damit befeuern....
Einmal sind es die Ölvorkommen in der Ägäis, dann sollen es jetzt die Gasleitungen aus Russland sein. Immer träumen sie von leistungslosem Einkommen, es wird ein Traum bleiben.
Wenn es Öl in der Ägäis gibt liegt in Meerestiefen von über 3000 Metern und längstens würden die Firmen um Konzessionen betteln. Bei Ölpreisen von 120$ kamen keine, jetzt bei 45$ schon dreimal nicht. Und wenn in 10 Jahren unterseeischen Gasleitungen trotz der akuten Erdbebengefahren gebaut werden sein sollten, wird man sich wundern, wie gering die Erträge aus der Gasdurchleitung im Verhältnis zu den Zahlungen aus EU-Töpfen sind.
Ich war 6 oder 7 Mal in Kreta, dort habe ich was sehr interessantes gesehen. Jeder neue Schnellstraßenabschnitt und jeder große Brücke hat eine riesige 30qm Metalltafel. Dort wird auf Englisch und Griechisch mit EU-Symbol erläutert, dass dies mit europäischen Fördergeldern gebaut wurde.
Seltsames Gefühl für einen Griechen, einerseits sieht es sich als direkter Nachfahre Alexander des Großen, Aristoteles, Platon etc. Sein Vorfahren waren mythologische Giganten, Titanen über die man seit Jahrtausenden schwärmt, doch die "Neugriechen" konnten nicht mehr im entferntesten daran anknüpfen und erfahren täglich, dass sie alleine keine Brücke oder Schnellstraße hinbekommen.
Griechenland in den Euro zu "holen", erinnert mich ein wenig an unsere verfehlte Einwanderungspolitik. Man knüpfte sich auf Gedei und Verderb an Menschen deren Mentalität und Leistungsfähigkeit man völlig falsch einschätzte. Ebenso wie es sehr viele Ausländer es nie schaffen werden in Deutschland "Erfolg" zu haben kann ein Land wie Griechenland nie eine finanzielle Gemeinschaft mit rationalen von Vernunft getrieben Staaten bilden. Jetzt haben wir in beiden Fällen den Salat.